Hercules Weihnachten - a sentimental journey

herculespoirot64 Imagineer Azubi
Hercules Weihnachten - a sentimental journey Teil 2

Der Wecker klingelt. Aufbruch.

Monday that´s the day I leave, on monday

Coutin` every mile of travelling track

that takes me back.


Der Wecker klingelt ja immer noch. Man oh man. Also noch mal zehn Minuten. Wie üblich des morgens, wenn ich aufstehen soll.Ich gebe mir weitere zehn Minuten. Es ist mein erster Urlaubstag und ich kann mir Zeit lassen. Aber dann doch wie ein Elektrostoß durch den Körper. Heute geht es doch endlich nach 372 Tagen wieder ins Land der Maus. Ich machte mich soweit fertig. Kontrollierte zwischendurch gefühlt dreimal Koffer, Tasche, Geld, Ausweis. Reiseproviant. Dann entspannte ich mich doch zusehends und genoss einen kleinen Joghurt. Um diese Uhrzeit kein leichtes Unterfangen, schließlich war es erst viertel vor vier. Dann noch mal Kontrolle und es konnte losgehen.

Zum Glück musste ich nicht die Scheiben freikratzen. Dazu war es zu warm. Aber als Ausgleich regnete es. Man kann wirklich nicht alles haben. Diejenigen, die schon mal einen Reisebericht von mir gelesen haben, wissen zweierlei. Erstens ich habe eine innige Beziehung zu meiner Navi. Und zweitens, werde ich ab und an während der Fahrt beleuchtet. Mit meiner Navi habe ich inzwischen einen Waffenstillstand ausgehandelt. Sie redet mir in meine Fahrt hinein und ich ignoriere sie. Zum anderen Punkt später mehr. Ich fuhr durch Regen und Nebel und Schnee und Wind gemütlich Richtung Frankreich. Meine Lieblingsroute führt an Verviers vorbei durch die belgischen Ardennen. Wenn ich an Orten wie Barraque de Fraiture oder Barraque de St. Michel vorbeifahre, werde ich an meine Zeit in Aachen erinnert. An die Jahre, wo wir regelmäßig im Winter eine Woche in den Ardennen verbracht hatten. Die waren zum Teil hübsch verschneit. Da regnete es immerhin nicht.
An der größten Wildsau, westlich der Wolga, machte ich eine kleine Rast. Trank ein Wasser und merkte, dass gut gemeint nicht unbedingt gut durchdacht ist. Wie sollte ich nur mein Pulver in die inzwischen nur noch halb volle Wasserflasche bekommen? Mein Shaker war natürlich im Koffer. Also unfallfrei in eine kleine Öffnung aus einem größeren Beutel. Ich verrate es euch. Es ging nur mühselig und sah gar nicht sehr appetitlich aus. Abgesehen vom Pulver, dass ich verstreut hatte. Mein Glück, ich sah wohl so harmlos aus, dass die Polizisten am Nebentisch mich nicht für einen Drogendealer hielten. Und Veranlassung sahen mich zu befragen.

Inzwischen regnete es wieder reichlich. Und deshalb fuhr ich auch nur 110km, man darf ja auch nicht schneller in Frankreich fahren. Aber dann blitzte es mal wieder aus heiterem Himmel. Ich habe keine Ahnung warum. Weder waren andere Autos in der unmittelbaren Nähe, noch andere Geschwindigkeiten angesagt. Okay. Vielleicht war auch nichts. Ich wollte mir nicht die Laune verderben lassen. Die Maut ist übrigens auch günstiger von dieser Seite der Anreise aus. Jetzt wusste ich, es ist nicht mehr weit bis ans Ziel. Und dann waren da auch schon die Schilder für das Val de France. Ich wollte im umbenannten ehemaligen Kyriad (jetzt Campanile) nächtigen. Das kannte ich ja schon zu genüge. Und für mich war es mehr als ausreichend. Einen tollen Parkplatz bekam ich auch noch. Geht es denn besser?

Gepäck geschnappt und hinein ins Hotel. Der Check – In ist nach vorne im Hotel gewandert. Der ehemalige ist inzwischen eine Bar. Vor mir nur eine spanische Gruppe. Drei Frauen, drei Kinder und ein Herr. Am Check – In eine junge Dame. Während die drei Frauen diskutierten, wie der Mann, den Anmeldebogen auszufüllen hatte, unter zu Hilfe Name von WhatsApp, Google und was weiß ich noch? Es gibt bestimmt auch ein Youtube Video für so etwas. Schien es so als rissen die Kinder den Rest des Foyers ab. Nicht, dass es die Eltern gekümmert hätte. Wie gut, dass ich inzwischen bei solchen Dingen, sehr gelassen bin. Nur hatte ich Mitleid mit den Angestellten des Hotels.


Mein Check – In war schnell erledigt. Ich bekam eine Kurzeinweisung in das Prozedere. Mein Zimmer war erwartungsgemäß noch nicht bezugsfertig. Also Koffer in den dafür vorgesehenen Raum gebracht und wieder raus, da der Shuttlebus ankam. Mit Sitzplatz gelangte ich an den Bahnhof. Nur noch wenige Schritte bis zur Kontrolle. Nur noch ein paar Schritte. Dann der erste Blick auf das Disneylandhotel. Die Treppen von der Empore herunter, einige Meter noch bis zum Einlass. Dann hieß es „Welcome“. Ich war endlich daheim.
 
thatskk Stammgast in den Parks
wir warten auch noch von unserem Okotber Trip ob was kommt oder nicht 0.O
Aber das soll ha in Frankreich bis zu einem Jahr dauern können, ich selber hab zwar nix mit bekommen aber meine Frau meinte sie wäre vllt doch zu schnell grad gewesen ^^

sehr spannend und ich glaub für jeden der aus/durch Richtung Aachen startet ist das Wildschwein ein Zeichen von bald sind wir da ^^!
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
@jutta
keine Ahnung. Ich bin mir da nicht so sicher. Letztes Jahr im März war das ähnlich, aber da ist nichts gekommen. Ich bin einfach mal ein wenig optimistisch und es war nichts.

@AdL
Also ich bin ein Fan von Ella, aber bei dem Lied ziehe ich Doris Version mit Les Brown vor.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Hercules Weihnachten - a sentimental journey Teil 3

Der Park war ordentlich gefüllt, aber nicht sehr voll. Genauso wie ich es mag. Stimmung, aber eben kein Gedränge. Erst einmal informationstechnisch auf den aktuellen Stand bringen, Also Parkplan und Infoblatt für die Weihnachtszeit. Meets and Greets in rauen Mengen. Ein Prinzessinnenwalzer auf der Bühne vor dem Schloss. Natürlich die Weihnachtsparade. Shows betrachtet, war da früher mehr im Park. Aber die Bühne im Frontierland ist noch immer nicht richtig fertig und in der Bühne nahe der Toadhall, gastiert ja schon seit geraumer Zeit der Chef. Und der teilt ja gerade Mal in der Weihnachtszeit seine Räumlichkeiten mit dem Weihnachtsmann.

Ich lauschte den weihnachtlichen Tönen und steuerte zielstrebig zu Bixbys. Ich wollte mir einige Anhänger für den Weihnachtsbaum anschaffen. Ich hatte gesehen, dass es einige Objekte der Begierde im Ausverkauf gebe. Aber natürlich gab es diese in dem Shop nicht mehr. Übrigens in keinem Laden mehr. War ja klar. Ich stöberte durch die Regale und machte ein paar Notizen für mich, was ich unbedingt haben musste, was eventuell in den Einkaufskorb käme und was völliger Nonsens ist aber dennoch eine gute Idee für ein Geschenk ist. Draußen machte ich mir es gerade gemütlich, um einigermaßen trocken die Weihnachtsparade zu genießen, da ertönte eine Stimme, dass die Parade auf Grund der Witterung abgesagt werde. Na toll. Geht ja schon gut los.

Also weiter durch die Shops, ist ja trocken und ich stöbere zu gerne. Ich gönnte mir einen Tee und ein Wasser, um mich aufzuwärmen.

Es war dann aber endlich mal Zeit ein wenig die Fahrattraktionen im Fantasyland zu testen. Also ab durchs Schloss. Leider gibt es da auch zwei Shops. Und ich verschob meinen Ritt im Kreis auf meinem Lieblingskarussell. Vielleicht gab es hier in den Shops ja etwas zu entdecken. Natürlich gab es genug. Leider auch nicht meine Anhänger. Aber klar, hier würde an einem der kommenden Tage eingekauft werden. Als ich aus dem Schloss auf den Hof trat, entdeckte ich gleich, dass ich in diesem Urlaub wohl kaum mit dem Karussell würde fahren können. Es war hübsch, hinter einem Zaun verpackt. Dann vielleicht Schneewittchen. Angestellt und 20 Minuten gewartet. Mich gefreut, dass die böse Stiefmutter ihr Fett ab bekam. Bei Pinocchio sollte es weiter gehen. Aber wie schon im letzten Jahr, kurz ehe ich einsteigen konnte, hatte sich der Wahl wohl verschluckt und die Attraktion wurde geschlossen. Im Moment lag Disney 2:1 vorne. Wenn das sich so fortsetzt, dann mal gute Nacht. Es regnete inzwischen noch mehr und kalt war es auch. Aber von so etwas lässt sich ein wahrer Fan ja nicht abhalten. Warum nicht einmal um die Welt reisen, dachte ich mir. Kinderarbeit ist ja eigentlich verboten. Aber das gilt für Disney nicht. Hunderte kleine unschuldige Kinder drehten sich im Kreis, sangen und tanzten für die Touristen. Kopfschüttelnd und von einer Fontäne vor dem Ausstieg durchnässt verließ ich diese dubiose Veranstaltung.

Für das Labyrinth war es mir zu kalt, bei den Teetassen und bei Peter Pan dauerte es mir zu lange. Also ging ich geradewegs zu den Piraten. In der Karibik musste es doch wärmer sein. War es auch. Es dauerte auch nicht lange, bis ich in einer wackligen Mitfahrgelegenheit mit anderen Reiselustigen Platz nahm. Der Anfang war noch sehr angenehm. Zwar waren die Gäste des Restaurants noch immer nicht bereit zu teilen, Nachdem ich durch ein überflutetes Gefängnis reisen musste, geriet ich auch noch in ein Feuergefecht. Also Erholung ist deutlich anders. Nachdem ich dem Beschuss entkommen war, sah man, was Piraterie so alles anrichten kann. Glückliche, betrunkene Männer, die sich mit Schweinen zur Ruhe begeben. Engagiertes Markttreiben und Musik vom Feinsten. Schließlich entdeckte ich in einer Tonne noch Jemandem der Jack Sparrow ähnlich sah. Der tauchte auch nochmals ein wenig später auf. Gut gewärmt, leicht neidisch auf den finanziellen Erfolg dieses Jobs, stieg ich aus. Das Wetter war in der nicht Karibik immer noch schlecht. Und so zog ich es vor, nicht auf die Parade zu warten oder gar auf die Zeremonie zur Beleuchtung des Weihnachtsbaumes zu verzichten. Ich hatte ja noch einige Tage vor mir. Außerdem glaubte ich, dass ich deutlich besser ins Hotel käme, wenn ich zur Paradenzeit den Shuttlebus nähme.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
So weiter geht es mit Teil 4

Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Das mit dem Shuttle klappte so einigermaßen. Ist aber für die Hotels im Val de France noch immer ein Problem. Dazu später aber mehr.

Am Abend sollte es Buffet im Restaurant des Hotels geben. Das kannte ich schon von früher. War aber neugierig, was der Wechsel der Zugehörigkeit zu einer neuen Kette, wohl da bringen würde.

Die Auswahl an Desserts und Käse war mehr als ausreichend. Für mich würde es aber nur Obstsalat und ein wenig Quark geben. Ich steuerte also zielstrebig Richtung Salatbuffet. Das Vorspeisen und Salatbuffet war aber definitiv anders als früher. Ich weiß jetzt nicht, ob sich das zum Besseren gewendet hat. Ist sicher Ansichtssache. Es gab Tomatenscheiben in Mengen und drei verschiedenen Farben. Kleine, Mini - Salatschalen mit fertigen Salaten, Appetithäppchen mit Thunfisch, Feldsalat und Roastbeef. Ich probierte Tomaten, eigentlich so gar nicht mein Ding, und die Thunfischcreme und das Roastbeef. Von dem Tomatendreierlei war ich überraschend genug, angetan. Auch die Creme war sehr lecker. Das Roastbeef indes überzeugte mich nicht so sehr. Aber ich bin da auch kein Experte. Dann ging es an die Hauptspeisen. Frittiertes war natürlich tabu. Auch um die Pasta machte ich einen Bogen. Aber Es gab viel Gemüse und Hähnchenbrust, so dass ich nicht darben musste. Eine erkleckliche Menge Obst und ein Klecks Quark mit Ananas rundeten mein Essen ab.

Gesättigt und müde gönnte ich mir ein heißes Bad und dann eine frühe Nacht in meinem kleinen, aber feinen Hotelzimmer.

Ich bin ja ein seltsamer Zeitgenosse. Also stellte ich mir auch im Urlaub den Wecker. Nicht, dass ich den bräuchte. Ich wurde auch so sehr zeitig wach. Aber ich genieße es, langsam in den Tag zu starten. Gemütlich machte ich mich für den Tag fertig. Packte mir eine Ration Obst und Rohkost in die Tasche und ging Richtung Bus.

Der erste Shuttlebus sollte um kurz nach Acht losfahren. Also war ich kurz vor Acht ziemlich gut in der Zeit. Außer mir war zu meinem Erstaunen noch niemand zugegen. Aber dienstags ist es ja nie so voll im Park. Ich wartete und wartete. Langsam gesellten sich ein paar Mitfahrer ein. Viele schienen abzureisen. Koffer, Kinderwagen und Menschen stapelten sich inzwischen fast vor dem Hotel. Es wurde Viertel nach Acht, halb Neun, nichts tat sich. Viertel vor Neun kam dann ein Bus. Der war so voll, dass er gleich durch fuhr. Der Nächste kam etwa 10 Minuten später. Zum Glück ganz leer, so dass er nach fünf Minuten rappelvoll Richtung Park abdüsen konnte. Die anderen Hotels im Tal wurden von ihm nicht mehr angesteuert. Es hätte wohl auch kaum noch eine Sardine in den Bus gepasst. Kurz nach Neun erreichten wir dann den Bahnhof. In der Zeit wäre ich aber sicher auch zu Fuß im Park gewesen. Na ja, für den kommenden Tag musste ich mir etwas einfallen lassen.

Doch der Morgen brachte natürlich auch Positives mit sich. Das Wetter. Es war zunächst noch zu dunkel um Wetter richtig zu erkennen. Aber man konnte fühlen, es war endlich trocken. Schluss mit Regen. Und zur erwarteten Zeit zeigte sich auch ein mir unbekanntes Gestirn. Später ließ ich mir erklären, dass das die Sonne sei. A-ha, die macht zurzeit also auch Urlaub in Frankreich. Auch ein paar Verrückte schienen einen freien Tag aus den geschlossenen Anstalten zu haben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass es Besucher gab, die mit kurzen Cargohosen und T-Shirts unterwegs waren. Mir sollte alles Recht sein. Ich war warm eingepackt.

An der Kontrolle ging es relativ zügig voran. Zielgerichtet steuerte ich auf die Studios zu. Goofy machte schon seine Späße, als ich Richtung Studio eins lief. Ich war gleich in Weihnachtsstimmung. Da reicht schon die Musik aus. Fröhlich summte ich mit. Ich ertappte mich sogar dabei, die Musik mit Texten zu unterlegen. Gut, dass mich hier keiner kannte.Wie könnte es anders sein. Mein erster Weg führte mich zu Ratatouille. Das ist meine absolute Lieblingsattraktion. Die musste natürlich sofort sein. Da der Eingang für Einzelreisende nur fünf Minuten Wartezeit anzeigte. Der Vorteil dieses Eingangs liegt natürlich auf der Hand. Man muss nicht mehr lange warten. Der Nachteil man weiß nie, mit wem man sich die Ratte teilen muss. Ich hatte dieses Mal Glück. Die Damen neben mir waren sehr freundlich und vor allem nur dezent parfümiert. Das kannte ich auch anders. Die Effekte funktionierten einwandfrei. Und da die Fahrt, so erschien es mir zumindest, teilweise länger an einem Ort verweilten, konnte ich einige neue interessante Details entdecken. Natürlich kann das aber auch am fortgeschrittenen Alter liegen, ich habe sie schlicht und einfach vergessen. Oder an der frühen Stunde. Sucht euch am besten eine Entschuldigung aus. Letztlich war es mir egal. Die Fahrt ist einfach ein Genuss. Ich liebe sie.
 

Impressum | Datenschutzerklärung

© dein-dlrp.de / Torsten Schneider | Einige Elemente ©Disney. dein-dlrp.de ist ein Reiseführer für Disneyland Paris & Walt Disney World und ist unabhängig von "The Walt Disney Company", "EuroDisney S.C.A." oder deren Tochter- sowie Partnerunternehmen.

Oben