Das Wichtigste im Überblick
  • Frontierland führt Dich in den Wilden Westen des 19. Jahrhunderts.
  • Zu den Attraktionen gehören unter anderem Big Thunder Mountain, Phantom Manor und die Disneyland Railroad. Hinzu kommen Shows, ein Spielplatz und die Shootin' Gallery.
  • Im Frontierland findest Du mehrere Restaurants sowie Shops.
  • Viele Attraktionen, Restaurants und Gebäude sind durch die Geschichte von Thunder Mesa miteinander verbunden. Eine zentrale Rolle spielt dabei FamilieRavenswood und der Fluch von Big Thunder Mountain.
  • Die Gestaltung greift unterschiedliche Landschaften und Epochen des amerikanischen Westens auf. Historische Requisiten und zahlreiche versteckte Details erzählen zusätzliche Geschichten.
Die häufigsten Fragen zum Frontierland
  • Welche Attraktionen gibt es im Frontierland?Zu den bekanntesten Attraktionen gehören Big Thunder Mountain und Phantom Manor. Außerdem findest Du hier unter anderem Thunder Mesa Riverboat Landing, Fort Comstock und die Disneyland Railroad.
  • Was ist Thunder Mesa?Thunder Mesa ist die fiktive Bergwerksstadt, um die sich die Hintergrundgeschichte des Frontierlands dreht. Ihre Geschichte verbindet unter anderem Big Thunder Mountain, Phantom Manor sowie zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Details des Themenbereichs miteinander.
  • Gibt es im Frontierland eine Show?Ja. Im Frontierland gibt mit Lion King: Rhythms of the Pride Lands eine der beliebtesten Shows von Disneyland Paris.
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Die Molly Brown vor Big Thunder Mountain im Frontierland im Disneyland Park

Frontierland im Disneyland Paris

Wilder Westen, eine verfluchte Mine und das Geheimnis von Thunder Mesa

Links vom Central Plaza, direkt hinter der Main Street, U.S.A., beginnt das Frontierland. Hier führt Dich Dein Weg in den Wilden Westen des 19. Jahrhunderts, in eine Zeit des Goldrausches, der Eisenbahnen und der ersten großen Siedlungen. Dichte Wälder, ein kleiner Bach und die hölzernen Palisaden von Fort Comstock bilden den Übergang von der gepflegten Main Street in eine ganz andere Welt. Dahinter wartet Thunder Mesa, eine alte Bergwerksstadt, deren Geschichte eng mit den Attraktionen und Gebäuden des Frontierlands verbunden ist.

Schon von Weitem fällt der gewaltige Big Thunder Mountain ins Auge. Der rotbraune Felsen erhebt sich mitten aus den Rivers of the Far West, auf denen große Raddampfer ihre Runden drehen. Rund um das Wasser erstreckt sich das Örtchen Thunder Mesa mit seinen Geschäften, Restaurants und aufregenden Erlebnissen. Im Thunder Mesa Mercantile Building kannst Du auf Souvenirjagd gehen, während der Lucky Nugget Saloon an die Zeit erinnert, als Goldgräber und Bergarbeiter hier ihre Abende verbrachten. Etwas abseits der Stadt steht das düstere Herrenhaus Phantom Manor, in dem die Vergangenheit von Thunder Mesa bis heute ihre Spuren hinterlassen hat.

Doch Frontierland besteht aus mehr als seiner Bergwerksstadt. Entlang der Rivers of the Far West führen die Wege vorbei an felsigen Ufern, alten Holzhütten und Spuren der frühen Siedler bis zur Cottonwood Creek Ranch. Hier wird die Landschaft offener und ländlicher. Zwischen den Gebäuden, den alten Gerätschaften und den zahlreichen Schildern gibt es einiges zu entdecken. Viele dieser Orte sind Teil einer zusammenhängenden Geschichte, die eigens für Disneyland Paris entwickelt wurde. Welche Rolle Henry Ravenswood dabei spielt und welches Geheimnis sich hinter dem Big Thunder Mountain verbirgt, erfährst Du in der Geschichte von Thunder Mesa.

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Fotostreifzug durch Frontierland

Was Dich im Frontierland erwartet

Attraktionen und Shows in Frontierland

  • Big Thunder Mountain
    Big Thunder Mountain Big Thunder Mountain ist die wildeste Achterbahn im Wilden Westen! Begib Dich auf eine abenteuerliche Fahrt mit dem führerlosen Minenzug.
  • Boot Hill
    Boot Hill Besuche Boot Hill, den Friedhof der Kleinstadt Thunder Mesa und der Familie Ravenswood. Direkt am Ausgang von Phantom Manor wartet diese etwas versteckte Attraktion, mit vielen witzigen Details, darauf, erkundet zu werden.
  • Disneyland Railroad - Dampfeisenbahn
    Disneyland Railroad Fahre mit der Disneyland Railroad in einem Dampfzug einmal um den Disneyland Park herum - stillvoll, gemütlich und klassisch. Vier Bahnhöfe liegen an der Strecke. Wohin soll die Reise gehen?
  • Legends of the Wild West im Fort Comstock
    Fort Comstock / Legends of the Wild West Besichtige die Ausstellung Legends of the Wild West, die du in Fort Comstock, direkt am Eingang des Frontierlands findest. Erfahre hier mehr über das Leben im Wilden Westen.
  • Phantom Manor
    Phantom Manor Auf einem Hügel im Frontierland, etwas abseits des Stätchens Thunder Mesa liegt Phantom Manor. Dieses verlassene Herrenhaus ist die Heimat von Melanie Ravenswood und ihrer Familie. Traust du dich, dieses Haus zu besuchen?
  • Frontierland Playground: Spielplatz im Disneyland
    Frontierland Playground Auf dem Frontierland Playground können sich Kinder bis zum Alter von 12 Jahren so richtig austoben. Rutschen, Schaukeln und Klettergerüste laden dazu ein, Energie abzubauen.
  • Lion King Rhythms of the Pride Lans
    Lion King: Rhythms of the Pride Lands Ein König der Löwen Musical, wie Du es noch nie gesehen hast. Simba, Nala, Rafiki, Timon, Pumba und viele weitere Figuren aus dem beliebten Zeichentrickfilm erwachen auf der Bühne zum Leben. Eine großartige Show, die Du auf keinen Fall verpassen solltest.
  • Rustler Roundup Shooting Gallery
    Rustler Roundup Shooting Gallery Wer ist der treffsicherste Schütze im Wilden Westen? Du?! Dann stell dein Können und deine Zielgenauigkeit bei der Rustler Roundup Shooting Gallery unter Beweis. Viel Erfolg!
  • Thunder Mesa Riverboat Landing
    Thunder Mesa Riverboat Landing Unternehmt eine Fahrt mit dem Dampfschiff auf den Rivers of the Far West - Thunder Mesa Riverboat Landing ist die Anlegestelle für die eindrucksvollen Dampfer. Schiff ahoi!

Restaurants in Frontierland

  • Cowboy Cookout Barbecue Restaurant
    Cowboy Cookout Barbecue Howdy Cowboy, hast Du Hunger? Dann schau im Cowboy Cookout Barbecue vorbei. In dieser urgemütlichen Scheune werden Dir Hähnchen, Ribs und Burger serviert, auf Wunsch mit reichlich Barbecuesauce. Mit etwas Glück gibt es zum Essen sogar Livemusik.
  • Casa de Coco
    Casa de Coco - Restaurante de Familia Willkommen in der mexikanischen Cantina, wo Dir Burritos und andere Spezialitäten serviert werden. Lust auf Churros und Kakao? Auch dann bist Du in der Casa de Coco richtig. Und während Du isst, gibt es viele kleine Details aus dem Disney Pixar Film Coco zu entdecken.
  • Last Chance Cafe
    Last Chance Cafe Noch eine letzte Stärkung, bevor es in die Wildnis geht? Im Last Chance Café bekommst Du herzhafte Snacks für den kleinen Hunger. Das rustikale Lokal erinnert an einen einfachen Western-Imbiss und bietet Sitzplätze im Freien. Ideal, wenn Du schnell etwas essen und anschließend weiterziehen möchtest.
  • The Lucky Nugget Saloon
    The Lucky Nugget Saloon Willkommen im prächtigen Saloon von Thunder Mesa! Im Lucky Nugget Saloon kannst Du zwischen Kronleuchtern, roten Samtvorhängen und einer großen Bühne Burger und andere herzhafte Gerichte genießen. Zur Halloween-Saison kann es hier ein bisschen unheimlich werden, wenn der Unlucky Nugget Saloon seine Türen öffnet.
  • Silver Spur Steakhouse
    Silver Spur Steakhouse Darf es etwas vornehmer sein? Im Silver Spur Steakhouse speist Du wie die wohlhabenden Bürger von Thunder Mesa. Freu Dich auf Spezialitäten vom Grill, die in der offenen Küche zubereitet werden. Hier wirst Du am Tisch bedient und kannst Dein Essen ganz in Ruhe genießen.

Shops in Frontierland

  • Pueblo Trading Post Shop
    Pueblo Trading Post Etwas versteckt im Frontierland ist der Pueblo Trading Post gelegen. Dieser Shop ist vor allem bei Pin-Sammlern sehr beliebt, da hier die limitierten Pins verkauft werden.
  • Thunder Mesa Mercantile Shop
    Thunder Mesa Mercantile Im Thunder Mesa Mercantile schlagen die Herzen von Shopping-Fans direkt höher, denn hier sind drei Shops unter einem Dach vereint: Bonanza Outfitters, Eureka Mining Supplies und Tobias Norton & Sons.

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Geschichte, Details und Geheimnisse von Frontierland

Frontierland kannst Du ganz einfach als Westernwelt mit spannenden Attraktionen, Restaurants und jeder Menge Atmosphäre genießen. Du kannst aber auch tiefer in seine Geschichte eintauchen, denn kaum ein anderer Themenbereich in Disneyland Paris besitzt eine so umfangreiche und eng miteinander verwobene Hintergrundgeschichte.

Die Disney Imagineers entwickelten dafür die fiktive Stadt Thunder Mesa mit einer eigenen Vergangenheit, deren Spuren sich bis heute in den Attraktionen, Gebäuden und Restaurants wiederfinden. Gleichzeitig orientierten sie sich an historischen Vorbildern und den unterschiedlichen Landschaften des amerikanischen Westens. Viele Details, an denen Du zunächst vielleicht achtlos vorbeiläufst, erzählen ihre eigenen kleinen Geschichten. Und je mehr Du über die Hintergründe erfährst, desto mehr wirst Du bei Deinem nächsten Rundgang durch Frontierland entdecken.

Geschichte von Thunder Mesa

Lange bevor Thunder Mesa zu einer wohlhabenden Bergwerksstadt wurde, lebten in der Gegend rund um den Big Thunder Mountain vor allem Farmer, Jäger und Schmuggler. Sie errichteten einfache Hütten und befestigten ihre Siedlung mit mächtigen Holzpalisaden. Aus dieser Zeit stammt auch Fort Comstock, das noch heute den Eingang zum Frontierland bewacht. Mit Tobias Norton & Sons entstand das erste Geschäft des Ortes, in dem die Siedler ihre Vorräte und Ausrüstung kaufen konnten.

Im Jahr 1853 änderte sich das Leben in Thunder Mesa grundlegend. Henry Ravenswood entdeckte Gold im Big Thunder Mountain und gründete die Thunder Mesa Mining Company. Die Nachricht verbreitete sich schnell und lockte zahlreiche Goldsucher, Händler und Abenteurer in die abgelegene Siedlung. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich Thunder Mesa zu einer lebhaften Stadt, in der sich alles um den neuen Wohlstand drehte.

Neue Geschäfte entstanden, darunter das Thunder Mesa Mercantile Building, in dem sich die Einwohner mit allem versorgen konnten, was sie für ihren Alltag benötigten. Nach getaner Arbeit trafen sich die Bergarbeiter im Lucky Nugget Saloon, den die Sängerin und Tänzerin Diamond Lil im Jahr 1858 eröffnet hatte. Wohlhabende Geschäftsleute und angesehene Bürger bevorzugten dagegen das elegante Silver Spur Steakhouse in der Nähe des prächtigen Anwesens der Familie Ravenswood. Wer am Rande der Gesellschaft stand, fand im Last Chance Café seinen Platz.

Doch der Reichtum von Thunder Mesa hatte seinen Preis. Nach einer alten Legende beschützte ein mächtiger Donnervogel die Schätze des Big Thunder Mountain. Die Ureinwohner der Gegend glaubten, dass er mit seinen Flügelschlägen Blitze und Erdbeben auslösen konnte, sobald jemand versuchte, die Bodenschätze des Berges zu rauben. Die Goldgräber schenkten dieser Warnung wenig Beachtung und trieben ihre Stollen immer tiefer in den Berg.

Im Jahr 1860 ereignete sich schließlich die Katastrophe. Ein schweres Erdbeben erschütterte den Big Thunder Mountain und die gesamte Stadt. Henry Ravenswood und seine Frau kamen dabei ums Leben. Die Mine musste aus Sicherheitsgründen geschlossen werden und die Thunder Mesa Mining Company stellte ihre Arbeit ein. Ob das Erdbeben tatsächlich eine Naturkatastrophe war oder der Donnervogel seine Rache nahm, ist bis heute ein ungelöstes Geheimnis von Thunder Mesa.

Mit dem Ende des Goldrausches verließen viele Bergarbeiter und Glücksritter die Stadt. In Thunder Mesa wurde es ruhiger und beschaulicher. Die Landwirtschaft gewann an Bedeutung. Davon zeugt die Cottonwood Creek Ranch, auf der die verbliebenen Einwohner ihrem Alltag nachgingen. Bei besonderen Anlässen versammelten sie sich in der großen Scheune, die Du heute als Cowboy Cookout Barbecue kennst. Jeder brachte seine eigenen Stühle und Tische mit, um gemeinsam zu essen und zu feiern.

Ganz verlassen wurde das Örtchen Thunder Mesa nie. Die Eisenbahn und die verbliebenen Geschäfte sorgten dafür, dass die Stadt weiterbestand. Auch das Anwesen der Familie Ravenswood steht noch immer auf dem Hügel oberhalb des Ortes. Hinter den Mauern von Phantom Manor verbirgt sich allerdings eine weitere, wesentlich düsterere Geschichte.

Die Gestaltung von Frontierland

Bei der Gestaltung von Frontierland orientierten sich die Disney Imagineers an unterschiedlichen Regionen und Epochen des amerikanischen Westens. Dabei spielte auch eine Rolle, welches Bild die europäischen Besucher vom Wilden Westen hatten. Tony Baxter, der als Executive Producer maßgeblich an der Entwicklung des Disneyland Parks beteiligt war, besuchte deshalb vor Beginn der Arbeiten Pariser Buchhandlungen und deckte sich dort mit zahlreichen Büchern über den Wilden Westen ein. Er wollte besser verstehen, wie diese Epoche in Europa und insbesondere in Frankreich wahrgenommen wurde.

Ursprünglich war für den Themenbereich übrigens der Name Westernland vorgesehen. Unter dieser Bezeichnung gibt es bereits seit 1983 einen Westernbereich im Tokyo Disneyland. Für Disneyland Paris entschied man sich schließlich für den Namen Frontierland, der auch in den amerikanischen Disney Parks verwendet wird.

Für die Umsetzung des Frontierlands war Imagineer Jeff Burke als Show Producer verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er eine Westernwelt, in der unterschiedliche Landschaften, Baustile und Epochen miteinander verbunden sind. Dabei sollte jeder Teil des Themenbereichs zur Geschichte von Thunder Mesa passen. Die Besucher sollten den Eindruck bekommen, dass sich die Stadt und ihre Umgebung über viele Jahrzehnte entwickelt hatten.

Das zeigt sich besonders an der Architektur. Thunder Mesa selbst ist eine wohlhabende Bergwerksstadt. Das zeigt sich unter anderem an den aufwändig gestalteten Fassaden und den verschiedenen Gebäuden: Store, Saloon, Herrenhaus - alles ist da. Während das vorgelagerte Fort Comstock mit seinen mächtigen Holzpalisaden an die Zeit der frühen Siedler erinnert. Das Fort grenzt direkt an die Wildniss an, wo einige Tipis im dichten Gebüsch stehen und auf die Anwesenheit von Indianern, den Ureinwohnern der Region, hinweisen.
Weiter draußen, an der Cottonwood Creek Ranch, bestimmen einfachere Holzbauten und landwirtschaftliche Geräte das Bild. An den Gebäuden lässt sich ablesen, wie unterschiedlich die Menschen in Thunder Mesa lebten – von den wohlhabenden Minenbesitzern bis zu den einfachen Siedlern und Farmern.

Besonders viel Aufwand betrieben die Imagineers bei der Gestaltung der Landschaft. Die rotbraunen Felsen des Big Thunder Mountain erinnern an die Landschaften des amerikanischen Südwestens. Auch entlang der Rivers of the Far West finden sich konkrete Vorbilder aus der Natur. Der große Felsbogen am Big Thunder Mountain wurde beispielsweise dem Double O Arch im Arches National Park in Utah nachempfunden. Für die Geysirlandschaft am gegenüberliegenden Ufer dienten die Mammoth Hot Springs im Yellowstone National Park als Inspiration.

Die Rivers of the Far West spielen bei der Gestaltung eine zentrale Rolle. Sie verbinden die verschiedenen Landschaften und bilden gleichzeitig eine natürliche Grenze zwischen der Stadt und dem Big Thunder Mountain. Bei einer Fahrt mit den Raddampfern kannst Du die Umgebung aus einer anderen Perspektive betrachten. Entlang der Ufer entdeckst Du Höhlen, verlassene Hütten und einige Szenen, die den Eindruck vermitteln, dass hier tatsächlich Menschen gelebt und gearbeitet haben. An der Gestaltung dieser Landschaft und ihrer zahlreichen Details war auch Imagineerin Beth Clapperton beteiligt.

Für den Bau dieser künstlichen Flusslandschaft waren erhebliche technische Arbeiten notwendig. Allein die Rivers of the Far West fassen rund 43.300 Kubikmeter Wasser. Als das Becken 1991 erstmals gefüllt wurde, dauerte dieser Vorgang etwa vier Tage.

Versteckte Details in Frontierland

In Frontierland gibt es zahlreiche Details, die auf den ersten Blick wie gewöhnliche Dekoration wirken. Doch zwischen den alten Gebäuden, entlang der Rivers of the Far West und sogar am Bahnhof verbergen sich einige Geschichten, die einen genaueren Blick wert sind. Manche Gegenstände wurden eigens für den Themenbereich angefertigt, andere stammen tatsächlich aus der Zeit, die Frontierland darstellen soll.

Ein besonders interessantes Stück steht am Ausgang von Big Thunder Mountain, neben Rose's Blacksmithing: ein alter Dampftraktor. Imagineer Pat Burke hatte sich bei seiner Arbeit am Frontierland unter anderem vom Westernfilm McCabe & Mrs. Miller aus dem Jahr 1971 inspirieren lassen, in dem ein solcher Traktor zu sehen ist. Auf der Suche nach historischen Requisiten entdeckte er schließlich ein passendes Exemplar auf einer Farm in Missouri.

Der Traktor hatte bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Einst sollte er eingeschmolzen werden, doch eine Familie rettete das Fahrzeug und restaurierte es in mühevoller Arbeit. Anschließend unternahm sie regelmäßig sonntägliche Ausfahrten damit. Als Pat Burke den Traktor entdeckte, wurde er längst nicht mehr benutzt. Der Besitzer wollte sich zunächst nicht von ihm trennen und besprach den möglichen Verkauf mit seiner Frau. Die hatte schließlich eine ganz besondere Bedingung: Nach 50 Ehejahren sollte ihr Mann ihr endlich einen Ehering kaufen. Er willigte ein und so fand der Dampftraktor seinen Weg nach Disneyland Paris.

Auch entlang der Rivers of the Far West gibt es einiges zu entdecken. Bei einer Fahrt mit den Raddampfern kommst Du beispielsweise an der Hütte von Catfish Joe vorbei, einem alten Fischer, der mit seinem Hund Moonshine am Ufer lebt. Angeblich ist Joe der einzige Fischer der Gegend, dem es noch nie gelungen ist, einen Fisch zu fangen. Die Szene geht auf eine ähnliche Gestaltung aus Walt Disney World zurück, wurde für Disneyland Paris aber überarbeitet und an die Geschichte von Thunder Mesa angepasst.

An anderer Stelle liegt Smuggler's Cove, ein versteckter Unterschlupf für Schmuggler und Flusspiraten. Der Ort war ursprünglich auch die Anlegestelle der River Rogue Keelboats, die früher über die Rivers of the Far West fuhren. Innerhalb der Geschichte von Thunder Mesa nutzten die Schmuggler die abgelegenen Höhlen, um Reisende zu überfallen und ihnen das mühsam geschürfte Gold abzunehmen.

Selbst am Frontierland Depot wartet ein kleines Geheimnis. In der Nähe des Büros des Bahnhofsvorstehers kannst Du Morsecode hören. Dabei handelt es sich um die ersten Worte, die Walt Disney bei der Eröffnung von Disneyland in Kalifornien am 17. Juli 1955 sprach: „To all who come to this happy place, welcome!“ Ein versteckter Gruß an den Mann, mit dessen Ideen die Geschichte der Disney Parks begann.

Ein Spaziergang durch Frontierland in Bildern

Autorin dieser Seite: Dörthe
Profilbild von Dörthe

Dörthe hat zusammen mit Torsten dein-dlrp gegründet und kann sich für viele Themen rund um Disney begeistern.
Disneyland Paris ist ihre zweite Heimat und in Walt Disney World wird sie inzwischen mit „Welcome Home“ begrüßt.
Ihr Anliegen ist es, Dich mit in diese magische Welt zu nehmen, Dir Details und Hintergründe zu zeigen, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen.
Zudem ist sie besonders aktiv bei allen Fragen rund um die Reiseplanung von Reisen nach Disneyland Paris und Walt Disney World.
Wenn sie gerade keine Artikel schreibt oder Seiten im Reiseführer von dein-dlrp aktualisiert, kein Video schneidet oder sonstwie an der Seite bastelt, dann stecke ich meine Nase vermutlich gerade in ein Imagineering-Buch.

Lerne mehr über Dörthe & unser Team auf unserer ➔ Über uns & Team Seite

Dörthe schreibt zudem regelmäßig News und Hintergrundberichte im Disney Parks Magazin. Hier findest Du ihr ➔ Autorenprofil & ihre Artikel

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