Hercules Weihnachten - a sentimental journey

herculespoirot64 Imagineer Azubi
Liebe Dörthe, nette Gäste und Gästinnen (sagt man das überhaupt so?) sind dann natürlich immer Willkommen.

Und ich denke, wenn man die Petition gut verpackt, ich bin mir sicher das könnten wir, würden wir großen Erfolg haben. Auch wenn er nur zur Erheiterung diente. ;)
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Damit ich wieder nach Hause komme. Es geht weiter mit:

Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Teil 10

Ich musste meine Empörung, ob solchen Verhaltens abreagieren. Also versuchte ich es mit einer Fahrt in den Teetassen. Das gelang nur halb. Irgendwie drehte sich allerdings alles um mich und ich war noch nicht wieder alltagstauglich. Ein meditativer Gang durch ein Labyrinth wäre vielleicht hilfreich? Also ab durch die Mitte. Hypnotisch von rollenden Augen angezogen, blieb mir irgendwie auch nichts anderes übrig. Ich tappste wie ein Depp durch die Gänge ohne wirklich erfolgreich entspannen zu können. Endlich erreichte ich doch noch den Ausgang des Ganzen. Zum Glück! Dort nächtigen zu müssen, also im Schloss der Herzkönigin, einer wirklich sehr unsympathischen Dame, wäre nicht meins gewesen.

Aber Entspannen muss doch gehen. Und warum bin ich nicht sofort darauf gekommen. Der durchschnittliche Europäer hat doch längst seine neue Entspannungsmethode gefunden. Einkaufen. Und, wenn ich ehrlich bin, das war ja unter anderem auch ein Zweck meiner Reise. Und was soll ich sagen, nach nur vier Geschäften später hatte ich alle Geschenke im Sack bzw. in den Disneytaschen. Natürlich ließ ich mir alles mit dem Shoppingservice ins Hotel schicken. Wie sonst hätte ich sonst den Tag weiter genießen können? Etliche Euros waren bei den unterschiedlichen Transaktionen über den Tresen gegangen. Aber dank Jahrespass habe ich gar kein Geld ausgegeben. Ich habe gespart. Und zwar sehr erfolgreich.

Also wo ich da jetzt so darüber schreibe. Ich glaube, dass ist die neue, sehr erfolgreiche Strategie der Piraterie. Man lockt die Menschen, sirenengleich, und alle öffnen freiwillig ihre Börsen um Tand und Unnützes zu erwerben. Hat man Walt Disney eigentlich, ob der Optimierung dieses Konzeptes schon in den Adelsstand erhoben? Das muss doch auch posthum gehen? Ich wurde also sehr effektiv zum Opfer. Das schlimme an der Methode ist ja, dass man sich im Anschluss daran auch noch gut fühlt. So funktioniert also moderne Piraterie. Während der Einkaufsorgie hatte ich mir eine Pause gegönnt, um die Weihnachtsparade zu bewundern. Die gefällt mir einfach sehr.

Ich schlenderte zu Buzz. Eine schöne Attraktion, wenn man nicht so eine Niete ist wie ich es bin. Mit Mühe erledigte ich ein paar von Zorgs Schergen. Die Weltraumflotte um die Lichtgestalt Buzz Lightyear, hat hoffentlich irgendwo in einem tiefen Keller einen Platz für mich. Da wo ich nichts kaputt machen kann. Es muss ja auch jemand, die Akten abheften? Ich bin einfach nicht Multitasking affin. Zielen, schießen und auch noch steuern geht gar nicht. Es kann aber auch einfach daran liegen, dass ich zu alt für so etwas bin.

Ich besuchte die Nautilus, wunderte mich, wann ich wohl endlich mal mit den Autos bei Autopia fahren werde können, rettete einmal die Welt bei StarTours. Na gut ich war nur mittelbar beteiligt. Es was langsam Essenszeit. Heute stand das Plaza Gardens auf dem Programm. Buffet ist eben einfacher Hand zu haben, als Menü. Und weil ja zwei Damen hier aus dem Forum sehr um mein Wohlsein bemüht waren und mir empfohlen hatten frühzeitig zu reservieren. Hatte ich das ja auch gleich am Montag mit Erfolg gemacht. Für das Plaza Garden war ich in der City Hall. Für das Essen im Agrabah hatte ich am Guest Relation Desk vor dem Café Warten musste ich dann doch noch. Allerdings links vor dem Eingang mit den anderen Gästen, die reserviert hatten. Besser als rechts, dachte ich mir so. Denn dort standen die Gäste, die keine Reservierung hatten. Und der junge Mann am Eingang versuchte mit allen Mitteln die hungrige Meute im Griff zu behalten. Aber ich nehme es vorweg, alle hungrigen Mäuler wurden gestopft.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Teil 11

- Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Ich weiß jetzt grad nicht, ob ich schon davon berichtet habe, wie es mir bei der Reservierung ergangen ist. Am Montag, meinem Anreisetag, steuerte ich, den Worten von Dörthe und Madame Mim gehorchend zu einem dieser Guest Relations Stände. Die Damen standen vor dem Café Agrabah. Weil ich ja da speisen wollte, hielt ich es für eine gute Idee, bei den Damen am Stand nachzufragen. Ja, ich könnte reservieren, wenn es mit dem Computer klappe. Wo ich denn essen wollte. Ich deutete auf das Agrabah. Gerne morgen, sagte ich. Nein Dienstag, wäre nichts mehr frei. Wie es denn am Mittwoch aussehe, wollte ich wissen. Nein, da ginge auch nichts mehr. Okay, seufzte ich. Und Donnerstag. Ja Donnerstag ginge noch etwas. Aber erst um 15:30 Uhr. Werde ich dann um 16:00 Uhr heraus geworfen, wollte ich wissen. Die Damen lachten und erwiderten, dass man mich schon in Ruhe zu Ende essen ließe. Also reservierte ich für Donnerstag. Weiter wollte ich die Damen nicht bemühen. Und schon gar nicht mein Glück weiter herausfordern.

Das tat ich dann später am Abend. In der City Hall war es nicht mehr so voll. Also stellte ich mich an, um dort für den Garten einen Termin zu buchen. Wir können es versuchen, wenn das mit dem System klappt, eröffnete die junge Dame das Gespräch. Na ja, was soll ich sagen. Dienstag ging es nicht. Aber immerhin Mittwoch, gab es noch einen späten Termin. Und den nahm ich jetzt wahr.

Froh aus der Kälte ins Warme zu kommen, ging ich ins Plaza. Nach einer kurzen Wartezeit, Bestellung meines Wassers, geleitete mich ein CM zu meinem Platz. Ich nahm im hinteren Teil des Plazas, zwischen einem französischen Paar und einer holländischen Familie. Zu der werde ich später noch etwas schreiben.

Aber erst kurz zu meinem Essen. Reichlich am Salatbuffet zugeschlagen. Dann beim Gemüse und Fisch. Zum Nachtisch gab es dann einfach nur etwas Obst. Die Auswahl war natürlich viel größer. Zu meinem Leidwesen sah auch das Dessertbuffet sehr verlockend aus. Aber da verkniff ich mir eine Portion. Sehr schweren Herzens, obwohl ich sonst nicht so ein Leckermäulchen bin. Das Essen war durchweg wohlschmeckend. Der Service bemerkenswert aufmerksam. Bei der dritten Wasserflasche musste ich allerdings passen.

Zurück zum Anfang. Das schöne, wenn man alleine reist, ist, dass man ungestört beobachten kann. Und ich gestehe ich lasse gerne meine Blicke schweifen. Im Saal herrschte großer Trubel. Das Paar zu meiner Linken, war mehr oder weniger stumm mit dem Essen beschäftigt. Man verstand sich also ohne Worte oder hatte nichts zu sagen. Anders die Nachbarn zur Rechten. Vier Erwachsene mit mehr als gewaltigen Ausmaßen, so wie mindestens meiner einer vor dem Beginn des Programms. Dazu zwei Teenager und ein Kind von vielleicht 10. Und die sprengten leider auch schon jeglichen guten Maße. Und der Grund war offensichtlich. Auf dem Tisch stapelten sich unzählige Teller. Teileweise noch mit angebissenen und nicht verspeisten Dingen. Und immer war Jemand auf dem Weg zum Buffet, um Nachschub zu holen. Ich war schockiert. Nicht ob der Masse die da in den Mündern verschwand. Auch nicht ob der Ausmaße der Personen. Nur die Kinder und Jugendlichen taten mir Leid. Bei solchen Vorbildern. Vielleicht, weil sie sich so in der Öffentlichkeit präsentierten. Aber bestimmt deswegen, weil ich selbst noch vor wenigen Monaten solche Mengen an Lebensmittel in mich hineingestopft habe. Jedoch nie in der Öffentlichkeit, sondern stets heimlich im Verborgenem. Mich hätte es beschämt Zuschauer bei so etwas zu haben. In Gesellschaft, hatte ich mich stets, vor allem was die Mengen anging, im Griff. Meine Güte, was war ich doch für ein schlimmer Fall. Ich trank aus. Diese Erkenntnis hatte mich getroffen und betroffen gemacht.


Zeit für etwas Ablenkung. Davon musste ich mich erholen. Und was half da besser als die Parade. Die musste ja gleich anfangen. Also los zur Strecke und mitsingen. Das hilft gegen so ziemlich viele Leiden und Anfällen von bösen Gedanken.

 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Damit ich nicht aus der Übung komme. Und für alle die es noch nicht Leid sind.
Teil 12 Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Es dämmerte der Abend heran und ich suchte mir einen schönen Platz an der Mainstreet. Wie immer waren die teilnehmenden Tänzer aus Volk und Adel in guter Stimmung. Ein wenig mies gelaunt erschien mir der Drache. Der spie Feuer. Nach der Parade war die Sonne verschwunden und es wurde ziemlich frisch. Ich schlenderte Richtung Ausgang, um im Village noch einmal durch die Shops zu ziehen. Ich hatte zwar schon alles eingekauft was nötig war. Aber das ist ja noch lange kein Grund nach Sachen zu suchen, die man nicht braucht und dennoch kauft. Und wie zu erwarten war, bin ich in dieser Sache mehr als fündig geworden. Kein schlechter Tag, für die Händler und Shops. Zufrieden schlenderte ich gen Busbahnhof und wartete mehr oder weniger geduldig mit der Meute auf den Shuttle. Der kam dann irgendwann auch und transportierte mich und meine Einkäufe zum Hotel. Einen Abstecher zum Shop brachte mir die ganzen Einkaufstüten des Tages und so ging ich schwer bepackt Richtung Zimmer. Ich war ziemlich erledigt. Das scheint an den Genen zu liegen oder am Geschlecht. Frauen werden durchs Einkaufen deutlich aktiver, während wir Männer nur müde davon zu werden scheinen. Oder es lag einfach am Alter. Also war es so oder so logisch, dass ich vor irgendeinem französischen Sender einschlief.

Erholt wachte ich früh am Morgen auf. Die Ausbeute des gestrigen Tages verstaute ich im vereisten Auto. Für Morgen musste ich mir merken, fünf Minuten für das Freikratzen zu reservieren. Dann wollte ich nämlich mit dem Auto zum Park fahren. Den Infinity musste ich doch auch noch außer beim Einkaufen nutzen können.

Ich begab mich zum Dream Castle, wärmte mich im Foyer ein wenig auf. Bewunderte den Weihnachtsbaum, um dann in einen gut gefüllten Bus einzusteigen. Aber das war ja schon Routine. An diesem Morgen war es sehr rutschig, doch ich genoss auf dem kurzen Weg die Stille des Morgens. So mag ich die herbstliche Winterzeit. Die Kühle, den Reif auf den Feldern und Dächern. Seufz, so mach diese Jahreszeit wirklich eine Freude. Die wurde natürlich auch noch dadurch verstärkt, dass sich am Morgenhimmel ein wunderbarer, sonniger Tag abzeichnete. Ich erreichte zeitig die Kontrolle. Diesmal vorbereitet. Mit anderen Worten, das Kleingeld nicht mehr in der Hosentasche. Jedenfalls nicht mehr vor der Kontrolle. Mein erster Weg führte mich zu den Studios. Man merkt, dass es doch unterschiedlichste Castmember gibt. Dieses Mal fiel dem Mann am Übergang sogar mein Name auf. Er fragte mich, ob ich den weiten Weg jedes Mal aus Griechenland mache, um ins Land der Maus zu reisen. Er hatte wohl meinen eher ungewöhnlichen Nachnamen bemerkt. Ich erklärte ihm, dass ich nur aus Deutschland käme. Der Weg sei also gar nicht so weit. Er wünschte mir viel Spaß, was sonst?

Zu Tagesbeginn gönnte ich mir zwei Runden in Remys Restaurant. Ein Genuss. Einmal benutzte ich dabei den normalen Eingang. Schließlich war die Wartezeit bei beiden Eingängen gleich. Da nehme ich dann immer gerne die normale Warteschlange. Schöne Musik, hübsche Dekoration mit Liebe gestaltet. Beim zweiten Mal war dann die Single Rider Route dran. Die ist mehr funktional, würde ich mal höflich beschreiben. Da bei Marianne noch kein Einlass war, ging ich durchs Toy Story Land. Besagter Shop im Land von Buzz und Woody war wie immer geschlossen. In den Jahren, in denen ich nach Paris fahre, war der glaube ich genau zweimal auf. Ich war dieses Mal wirklich verblüfft darüber, da ja Toy Story 4 vor gar nicht allzu langer Zeit in den Kinos zu bewundern war. Der Racer schaukelte seine Mitfahrer durch. Slinky kreiselte unverdrossen und ich beobachtete das bunte Treiben erst. Dann fuhr ich mit.

Und wie es bei Männern im fortgeschrittenen Alter so ist. Der eine lacht sich ein junges Ding an, der andere einen roten Sportwagen und der dritte geht aufs Eis. Beziehungsweise macht andere Dummheiten. Warum sollte es bei mir anders sein.
 
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Teil 13 (Hoffentlich bringt das kein Unglück)

Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Teil 13

Wo war ich noch gleich stehen geblieben? Ach ja, auf dem Eis. Rutschige Unterlage. Ich ging gerade bei der Fallschirmtruppe vorbei, als der Teufel in mir rief. „Hey, die Warteschlange ist doch gar nicht so lang. Hier gibt es sogar einen Single Rider Eingang“. Der Engel in mir, klopfte mir an die Stirn. „Sei kein Depp. Du magst das doch gar nicht. Ist doch nicht dein Fall. Dir wird bestenfalls schlecht.“ Aber der Teufel gab nicht auf. „Hör nicht auf den Schwachkopf. Riskiere doch mal etwas. Und wenn dir schon schlecht werden sollte, beuge dich nach vorne.“ „Komm nicht zu mir und jammer mir nachher was voll, tönte es von der anderen Seite. Ich warne dich. Das ist nichts für uns. Ich vertrage die Höhe doch auch schlecht.“ Ich guckte zum Engel. Ich schielte auf den sich vor Lachen krümmenden Teufel. „Feigling! Feigling!“

Ich ließ mich doch nicht von mir selbst beleidigen oder Vorwürfe machen. Ich doch nicht! Also stellte ich mich in der Single Rider Schlange an. Lächerlich, absurd, bescheuert. Was machte ich da? Ich überlegte eine 180 Grad Wende einzulegen. Aber da klang es wie ein Echo in mir. „Feigling! Feigling!“ Ich fühle mich in der Höhe nicht wohl, flüsterte ich vor mich hin. Es ist kalt, windig. Die Füße so in der Höhe baumeln zu lassen, ein Gräuel. „Wenn dir schlecht wird, bin ich raus. Ist doch gar nicht dein Fall.“ Ehe die Diskussion mit mir ausufern konnte wies mich einer der Castmember auf meinen Platz. Tasche an die Seite gelegt, angeschnallt. Tapfer meine Mitreisenden angelächelt und hoffte, dass ich mich gerade nicht zum Oberdepp machte. Und wenig später ging es schon los. Nach unten schauen geht ja gar nicht. Also begnügte ich mich damit festen Halt und Haltung zu bewahren. Hoffend, dass es bald zu Ende mit der Fahrt und nicht mit mir sein würde.

Rechts ertönte ein freudiges Kichern, links ein unterdrücktes Würgen. Meine Mitfahrer quiekten vor Vergnügen. Ich öffnete vorsichtig meine Augen. Meine Finger krallten sich am Bügel fest. Der Blick, der Blick war einfach fantastisch. Eine tolle Weitsicht. Die Sonne strahlte und dieser Ausblick. Dann war es vorbei. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Noch unsicher schüttelte ich mich aus. Ich war in einem Stück geblieben. Schnaufte tief durch, packte meine Sachen und war reif für eine Erholung. War doch alles gar nicht so schlimm, dachte ich mir. Ging aber sicherheitshalber schnellen Schrittes an Crush vorbei. So schlimm konnte es um mich nicht stehen. Frozen war wieder wegen Überfüllung geschlossen. Ich hatte mir aber eine Belohnung verdient. Warum nicht dem Kaffee hier im Park mal wieder eine Chance geben. Auf diese Tortour hatte ich eine Belohnung verdient.

Also ging es ins Studio eins. Café au lait und Wasser geordert und einen Tisch abseits der Massen gesucht. Hier brachte ich meine Erlebnisse zu Papier. Man weiß ja nie wozu das gut ist. Und wenn man wie ich so gerne Reiseberichte im Forum liest, ist man den anderen Usern auch einen schuldig. Dachte ich mir so und schrieb meine ersten zwei Tage in mein geduldiges Tagebuch. Nachdem ich so eine Weile zugebracht hatte, fingen die Schreie von draußen an zu nerven. Selbst Schuld, schimpfte ich mich aus. Warum musste ich auch genau an der Tür sitzen auf deren anderen Seite die Kinder in ein Rohr schrien, um Energie für die Monsters Inc. zu produzieren? Das musste an der Verwirrung vom Fallschirmturm liegen. Kopf schüttelnd, packte ich meine Sachen und ging. Da bei Frozen wieder mal nichts ging, gönnte ich mir nochmals die wunderbare Show mit Donald und der Big Band. Zeit durchzuatmen und sich zu sammeln. Der Tag war noch lang. Und die Dummheiten mussten ja mal ein Ende haben.
 
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Und hier kommt dann Teil 14 von

Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Ich stattete also Mickys Konzert einen weiteren Besuch ab. Dabei besteht höchstens die Gefahr, dass der Sänger in mir ausbricht und ich etwas zu laut mitsingen würde. Micky hatte kurzerhand zwei der Sänger ausgewechselt. Die fügten sich aber sehr gut ins Ensemble ein. Nur Donald war diesmal leicht unpässlich. Er quakte ein wenig unverständlich. Also schadete es nicht, dass ich den Text von „let it snow“ einigermaßen präsent hatte. Ich schlenderte nochmals durch die Geschäfte. Wie gut, dass meine kleine Nichte nicht anspruchsvoll ist, dachte ich im Laden der Pandora. Kostspielig ist da bei einigen Dingen untertrieben. Aber was erwartete ich auch in einem Laden, der sich nach einer Figur aus der griechischen Sagenwelt benannt hat. Einer Figur, die der Menschheit nichts als Unglück und reichlich Scherereien beschert hat. Zum Glück für Disney tragen die anderen Shops keine verräterischen Namen. Und zu meinem Unglück wanderten doch noch ein paar Dinge in meine Tasche. Ich schnupperte nochmals an den Ständen des winterlichen Festivals. Blieb aber standhaft. Die Speisen sahen durchaus sehr verführerisch aus. Und auch in alkoholischer Sicht war für Genuss gesorgt. Da reichen meine Kenntnisse aber bei weitem nicht aus, um das zu würdigen. Aber da es Alkohol nicht gerade in rauen Mengen im Land der Maus gibt, war das für einige Besucher sicher eine interessante Möglichkeit sich in noch weihnachtlichererererere Stimmung zu bringen. Oops ich habe doch gar keinen Alkohol intus?

Ich wechselte in den anderen Park. Heute sollte ich ja im Café Agrabah dinieren. „...arabische Nächte..!“ summte ich so vor mich hin. Gut, ich gebe zu, beinahe wäre ich laut singend unangenehm aufgefallen, aber ich konnte mich vor dem großen musikalischen Finale gerade noch beherrschen. Also zeigte ich meine Reservierung. Die lag sogar vor. Wurde von einem wenig arabischen Mann in die heiligen Hallen geführt. Ich finde ja, die Atmosphäre sehr beeindruckend. Obwohl beeindruckend ist vermutlich nicht das richtige Wort. Stimmig, trifft es schon besser. Eine gewisse Gemütlichkeit verbreitend.

Ich war erst zum zweiten Mal in diesem Restaurant. Der Erstbesuch liegt schon etwas zurück. Damals begleitete ich den sehr geschätzten MikeFink in dieses Gasthaus auf dem Basar des Abenteuerlandes. Schon damals hat mich neben seiner Gesellschaft, das Ambiente und das Essen gleich gefangen genommen. Und deshalb hatte ich das Restaurant auch in so guter Erinnerung. Ein schon etwas orientalischer aussehender Herr, lag wohl an den dunklen Haaren, führte mich an meinen Platz. Der gefiel mir. Ich packte meine Sachen auf die Bank neben mich. Da ich in einer schnuckeligen Ecke, gegenüber einiger Webteppiche saß, gab es nur einen Nachbartisch. Dort hatten ein französisches Paar, nebst kleiner Tochter Platz genommen. Die war gerade im redseligen Alter angekommen. Sie hatte Energie. Bis zum Aufbruch gut eine halbe Stunde später, machte sie nur beim Kauen Pause. Aber das Kind war durchaus höflich und machte seiner Mutter Komplimente, aß dem Vater aus der Hand und somit ein Vorzeigekind.

Ich ging als erstes zu den Vorspeisen. Große Auswahl und die Aromen erfüllten die Luft. Ich suchte mir die Dinge aus, die ich gerne essen würde. Dann trennte im Geiste auch noch die Dinge, die ich nicht essen durfte, von denen die ihn Frage kamen. Und so ergab sich dann eine ordentliche Menge für meinen Teller. Es gab eine leckere Bohnenmischung, einen sehr wohlschmeckenden Karotten - Minze Salat und dann noch Tabuleh mit Spinat. Alles sehr empfehlenswert. Mit gefülltem Teller wollte ich wieder an meinen Tisch. Einfacher als gesagt, wenn der eigene Orientierungssinn in etwa so gut ist, wie der meiner Navi. Hilflos irrte ich durch das Labyrinth der kleinen Räume. Wo nur war mein Platz?
 

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