Finanzdaten der Euro Disney SCA | Besucherzahlen des Disneyland Paris, Jahresberichte, Quartalsberichte, Interim Reports etc.

torstendlp Administrator
Teammitglied
Generell fallen natürlich Steuern an.
Umsatzsteuer, Einkommensteuer die durch die Gehälter der Angestellten entstehen etc.

Steuern auf den Gewinn natürlich nicht, der existiert ja nicht.

Ein Abschreibungsobjekt im eigentlichen Sinne ist es nicht, weil es nicht nur ein Subunternehmen der TWDC ist und dort generierte Verluste nicht mit dem Gewinn der Company selbst gegengerechnet werden können. Die TWDC ist ja auch nur ein Anteilseigner.
Über einen sinkenden Aktienkurs sinkt dann aber der Wert des Investments, was in den USA wieder bilanzwirksam sein könnte - aber wie das genau geht, weiß ich nicht, mit den Bilanzierungsregeln in den USA kenne ich mich absolut nicht aus.

Es ist natürlich insofern ein Steuersparmodell für TWDC, dass eigentlich die Euro Disney SCA hohe Gebühren für Lizenzen und Managementgebühren an TWDC zu zahlen hat, die nicht abhängig vom Gewinn sind, sondern vom Umsatz.
Durch die Zahlung von denen soll eigentlich natürlich der Gewinn gedrückt werden, damit weniger der hohen französischen Steuern anfallen. Auf die sich durch diese Einnahmen erhöhenden Gewinne der TWDC müsste diese dann nur die niedrigeren Steuern in den USA zahlen.

ABER: die Zahlung dieser beiden Gebühren ist ja quasi von Anfang an immer wieder ausgesetzt worden, teilweise ganz, teilweise partiell, aktuell gerade wieder komplett für die kommenden zwei Jahre, so dass der Effekt natürlich jetzt komplett verloren geht.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Ich glaube nicht daran, dass es zu einer Schließung kommt. Man muss halt nur endlich wirklich Nägel mit Köpfen machen und nicht nur Flickwerk.
Die Company muss endlich bereit sein, die seit der Gründung 1987 bestehenden strukturellen Probleme komplett aus der Welt zu schaffen, statt immer nur mit diversen Maßnahmen alle Probleme in die Zukunft zu schieben, in der Hoffnung, dass sich zwischenzeitlich ein Wunder ergibt. Denn die negativen Einschläge kommen in immer kürzeren Abständen.
Die Schulden die von den Banken übernommen wurden, was gut war, müssen komplett erlassen werden, das partielle war nicht genug. Der Bau des Resorts mit vor allem geliehenem Geld und wenig Eigenkapital war, zusammen mit viel zu optimistischen Prognosen, der Kardinalfehler von Anfang an.

Der muss endlich komplett aus der Welt geschafft werden.

Und außerdem muss der Walt Disney Company klar werden, dass auch Europäer sich nicht mit einem im Vergleich zu den USA zweitklassigen Resort zufrieden geben und dass es Wachstum nur dann geben wird, wenn man ähnlich massiv in Neuerungen investiert, wie das in WDW aktuell der Fall ist.

Weiterhin muss man sich in Paris selbst bewusst werden, dass man mit der Flickschusterei-Politik der letzten Jahr(zehnt)e nicht weiterkommt, sondern das Resort nicht nur jetzt wieder auf einen guten Stand gebracht werden muss sondern vor allen durch eine massiv verbesserte dauernde Instandhaltung auch dort gehalten werden muss - das kostet langfristig auch weit weniger als sonst alle 10 Jahre fällige Generalsanierungen.
Wenn das nicht passiert, dann sieht das Resort in 5 Jahren wieder so aus, wie vor 5 Jahren.
Da spielt natürlich auch die Arbeitsqualität, der Anspruch an die eigene Arbeit und die Arbeitsmoral eine Rolle.

Meine Sorge ist allerdings, dass man durch das sicher viel besser werdende Jubiläumsjahr 2017 wieder denkt, man hätte jetzt einen nachhaltigen Umbruch zum besseren geschafft und sich blenden lässt und deshalb die notwendigen Strukturänderungen unterlässt.

Das ist zuletzt 2012 geschehen, wo man nach den Rekordbesuchzahlen dachte, jetzt sei die Wende da und nicht klar wurde, dass dies nur Einlaleffekte zum 20. Geburtstag waren.
Denn schon in den beiden Folgejahren gingen die Besucherzahlen ja wieder massiv runter - und das passierte auch schon vor den Terroranschlägen. Deshalb ist es mir auch zu kurz gegriffen, immer nur diese als Ausrede heranzuziehen, statt mal nach den eigenen Fehlern zu suchen.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Vor allem weil ich schon vor mir sehe, wie man sich über die gestiegenen Besucherzahlen und die damit verbundenen steigenden Einnahmen freut, als wären die allein auf die eigenen Bemühungen zurückzuführen und nicht auf das Jubiläum und die vermutlich nachlassende Angst vor Reisen in Paris und dem nicht zwingend genau so verregneten Sommer.
 
ChrisFrankfurt Stammgast in den Parks
Würde mich mal interessieren, wie andere Disney-Parks aus finanzieller Sicht laufen ... In Deutschland würde man bei diesen Zahlen sicherlich mehr rationalisieren als erweitern, oder das Konzept komplett überarbeiten. Aus der Sicht des Aktionärs sind die Zahlen aber wirklich nicht sexy. Und daher wird es sicherlich auch enorm schwer werden einen externen Investor zu finden, es sei denn, dieser verbindet mit dem Disney-Park mehr als nur Rendite.
 
Disneyfan Besucht die Disney University
Negative Zahlen schreibt glaube ich kein Disney Park außer Paris, soweit ich weiß. Oder irre ich mich da?

Anaheim und Orlando laufen, Tokyo sowieso, Shanghai kann man denke ich noch nicht sagen (haben ja nicht malm ein Fiscal Year hinter sich). Hong Kong ist glaube ich knapp an der Grenze, aber im positiven Bereich...Glaube ich..
 
AbrahamDeLacey Stammgast in den Parks
Was sagt uns die aktuelle Kursentwicklung ???

Nachdem die Eurodisney-Aktie im Anschluss an die letzte Kapitalmassnahme von den dadurch garantierten EUR 1.25 um rund 20% auf etwas über 1€ abgerutscht war hat sie sich nun binnen weniger Tage wieder auf das alte Niveau von 1.25€ herangetastet. RESPEKT
Der Anstieg ging wohlgemerkt mit recht ordentlichen Umsätzen an der Börse einher, jemand hat also tüchtig eingekauft ...

Wäre jetzt spannend zu wissen, was dahinter für Nachrichten stecken, die uns Allen wieder mal erst viel zu spät bekannt werden.

Ist es evtl.:
1) ein angestrebter SqueezeOut der verbliebenen Kleinaktionäre durch den Mutterkonzern?
2) ein Buchungsrekord für das Jubiläumsjahr ?
3) ein Abschluss der gerichtlichen Überprüfung des 1.25€-Angebots (das angesichts der Vermögenswerte der Eurodisney von den Klägern als zu gering angesehen wurde) ?

Oder was denkt/wisst ihr ...
 
seerobbenaufseher Stammgast in den Parks
Hier geht es rund.....

Euro Disney Shareholders battle with Walt Disney over Disneyland Paris licensing fees

Posted on December 13, 2016 by Salon Mickey


CITY A.M. on Sunday also reported on the legal action being taken by French hedge fund Charity Investment Asset Management against The Walt Disney Company and Euro Disney S.C.A.


Happiest place on earth no more: Shareholders in Euro Disney battle with Walt Disney over licensing fees

Walt Disney has charged Euro Disney nearly €1bn in licensing fees over the past decade, and minority shareholders have had enough, saying the American entertainment giant is preventing the owner of Disneyland Paris from making a profit.

Reports show Charity Investment Asset Management (CIAM), a French hedge fund, said Walt Disney scooped €930m (£780m) in royalties allowing Euro Disney to use characters like Mickey Mouse at a rate at least three times the standard market practice.

CIAM has taken the company to French criminal courts for misuse of corporate assets, publication of inaccurate accounts and misleading information, while fighting a second civil case for shareholders to be reimbursed the nearly €1bn of overpaid fees.

The firm has also said Walt Disney hid the value of 5,000 acres of land around Paris which Euro Disney is developing. Walt Disney offered €1.25 a share, but CIAM said the land was independently valued at €1.9bn, which works out to €2.40 a share.

The struggling theme park had a particularly tough year as terrorist attacks in Paris caused tourism figures to slump. It lost €858m in the year to September 30.

Walt Disney said the action was “utterly without merit”.

The animated cartoon creator doubled its stake to 77 per cent last year after a debt-for-equity swap was approved by French officials.

Shares in the company have lost more than 90 per cent of their value since the company went public in 1989.

CIAM’s co-founder Anne-Sophie d’Andlau said the firm thinks Walt Disney plans to take Euro Disney out of the market without properly valuing the company.
 
AbrahamDeLacey Stammgast in den Parks
Ah ja - danke für die Info.

Leider ist das so ziemlich die traurigste Erklärung für den Kursanstieg, die man sich wünschen kann. Ein Prozess "Disney (F) vs. Disney (USA)" schadet dem Image und hilft (denke ich) dem Kurs bestenfalls kurzfristig. Aber vielleicht hat ja dieser klagende Hedgefond in den letzten Wochen die vielen Aktien günstig eingesammelt, hofft nun auf einen schnellen Deal, steigt wieder aus und schert sich nix ob das auf längere Sicht dann mehr Nutzen oder Schaden war.

:-(
 

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