Hercules Weihnachten - a sentimental journey

BlackPearl Besucht die Disney University
Ich hoffe, Du hast deinen Tisch gefunden und konntest das Essen noch genießen!
Vielen Dank für den tollen Reisebericht. Ich bin schon gespannt wie es weitergeht. :D
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Gaby, zwanzig Ecken sollten reichen. :)

Wir sind schon bei Teil 15:

Hercules Weihnachten - a sentimental journey (Heute geht es echt nur ums Essen)

Ich hatte schon den Eindruck, dass die Salatblätter auf meinem Tellerchen dahinwelkten. Doch da kam mir der nette junge Mann zu Hilfe, der mich schon beim ersten Mal an den Tisch gebracht hatte. Er führte mich zu meinem Platz. Schaute mich mit einer Mischung aus Nachsicht und Fürsorge an und wünschte mir guten Appetit. So wie er schaute, dachte er sicherlich, dass man jemanden mit meinem Erinnerungsvermögen, lieber nicht alleine frei herumlaufen lassen könne. Man war ich peinlich. Jetzt brauchte ich schon einen Begleiter, um zu meinem Tisch zurück zu gelangen. Ich versuchte mir, ehe ich mich aufs Essen stürzte, noch einmal die Umgebung einzuprägen. Das konnte doch nicht so schwierig sein. Also gegenüber Webstuhl mit Teppich. Rechts neben mir, die kleine Familie. Links, der Ausschank für den Tee. So schwer konnte das doch wohl nicht sein.

Zum Trost, wozu Essen alles gut ist, schmeckten mir die ausgewählten Salate durchweg gut. Am besten fand ich die Bohnenmischung. Aber da bin ich voreingenommen. Ich liebe Bohnen. Genussvoll verspeiste ich alles, trank einen Schluck und hörte zu, wie das kleine Mädchen erst keine Minnieohren haben wollte. Dann aber doch, als Frau Mama, sie selbst anzog. Sie meinte dann zu ihrer Mutter, dass sie damit wunderhübsch aussehe. Und schon landeten die Ohren doch bei der Kleinen. Man muss nur wissen wie. Ich entschloss mich zurück zum Buffet zu gehen. Hauptgang. Aber vorher noch einmal genau umschauen. Nicht noch einmal peinlich auffallen.

Am Buffet entschied ich mich für einen Gemüsemix. Ein paar kleinen Backkartoffeln. Etwas von dem Hähnchendönerfleisch und Fisch. Fisch geht bei mir immer. Wenn er tot und warm ist. Und einen Klecks der köstlich aussehenden Harrisasoße. Ich steuerte auf meinen Platz zu. Wie war das noch gleich? Am Teeausschank, links abbiegen? Dann sofort rechts. Sie haben ihr Ziel erreicht. So musste das doch gehen? Richtig! Da saß die Kleine mit ihren zu großen Ohren von Minnie. Da stand der Webstuhl. Geht doch, lobte ich mich und nahm Platz. Essen taugt auch wunderbar als Belohnung. Die hatte ich mir auch nach dem erfolgreichen durchlaufen des Labyrinths auch verdient, fand ich. Ich aß von dem Gemüse, genoss einen Bissen von dem Fisch. Schnitt die kleine Backkartoffel in zwei Teile. Tunkte sie in die Soße und...

Scharf! Sehr scharf, schärfer. Mir traten die Tränen in die Augen. Wasser! Ich trank gierig einen Schluck. Aber ich vergaß, dass die Flüssigkeit noch alles schlimmer machen würde. Es brannte. Kurz bevor vermutlich Flammen aus meiner Nase und Qualm aus meinen Ohren hervorschießen würden, fiel mir noch ein, dass eine Gabel mit Nahrung den Schmerz mildern würde. Und so war es auch. Das Gemüse und das Hähnchen waren nicht umsonst gestorben. Sie retteten einen Deppen vor dem Feuertod. Ich gestehe ich neige ein wenig zur Übertreibung. Ich weiß natürlich selbstverständlich nicht, ob ich tatsächlich gestorben wäre. Aber es kam mir so vor. Ich entschloss mich das teuflische Gebräu lieber zu meiden. Oder nur in homöopathischen Dosen zu mir zu nehmen. Denn eines bewirkte es sofort. Die Atemwege waren so frei, wie sie nur sein konnten. Ohne weiter unangenehm aufzufallen, gelang es mir meinen Hauptgang fehlerfrei zu Ende zu bringen.

Ich trage der Soße nichts nach. Es lag ja ausschließlich an mir selbst. Schon vor der Umstellung meiner Ernährung, hatte ich immer einen Bogen, um zu scharfe Dinge gemacht. Die vertrug ich schon damals, genau wie zu viel Knoblauch schlecht. Mir hätte klar sein müssen, dass nach den Wochen des Fastens und der Umstellung auch die Geschmacksnerven für scharf genauso sensibilisiert sein würden, wie für zu Süßes, Saures oder zu bittere Lebensmittel. Vielleicht bin ich doch noch lernfähig. Das wollte ich mit einem weiteren Besuch am Buffet testen. Nachtisch fehlte noch.


 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
So alle schon heute das Türchen vom Adventskalender aufgemacht? Wenn nicht nachholen. Aber erst weiterlesen zum 16. Dezember kommt jetzt ein weiterer Teil von:

Hercules Weihnachten – a sentimental journey

Ich ließ die Mahlzeit ein bisschen sacken. Hörte dem Geplauder am Nebentisch zu und versank in Gedanken. Ich war plötzlich auf einem arabischen Basar. Hörte Menschen in fremden Zungen reden. Mein arabisch ist nicht existent. Aber am Gemurmel konnte ich genau das Schachern, das Lachen und die abgeschlossenen Händel auseinander dividieren. Da ließ das Mädel am Nebentisch, leider ihren Löffel mit lautem Knall auf den Teller fallen und ich war wieder in Paris, im Land der Maus, im Restaurant. Nicht das Schlechteste. Aber die kleine Traumreise lockte in mir das Verlangen auf einen Nachtisch. Erfahrungsgemäß sind südländische Nachspeisen oft sehr süß. Und danach stand mir zum Glück nicht der Sinn. Aber es gab auch hier etwas für die Fans nicht so süßen Genusses. Also bediente ich mich am Orangensalat und nahm zur Ergänzung noch vom Obstsalat. Das mag ich immer.

Da ich meine Navi wieder angestellt hatte, fiel mir der Rückweg leichter. Schlimm wird es nur, wenn ich hier nochmals essen sollte. Da könnte es schwierig werden, wenn es nicht den gleichen Sitzplatz gibt. Ich beendete langsam mit Genuss meinen Nachtisch. Die Franzosen waren inzwischen aufgebrochen. Der ganz große Ansturm war um nach vier Uhr ja sowieso schon vorbei. Mein Teller war leer, die Flasche mit Wasser auch. Zeit zu gehen. Ich packte meine sieben Sachen, packte mich warm ein und verließ Agrabah, Aladdins Heimatstadt.


Meine Schritte führten mich Richtung Frontierland. Einmal durch einen meiner Lieblingsshops, dem Thunder Mesa Mercantile. Aber nur für den Fall, dass ich etwas finden sollte, dass unbedingt sein Dasein in Deutschland fristen wollte. Und was da alles schrie. Memo an mich, nächstes Mal unbedingt Ohrenstöpsel beim Shoppingtrip tragen.

Da mir Big Thunder Mountain schon nicht ganz geheuer ist, wollte ich zumindest einmal den Berg umrunden. Da bot sich ja , dass die Molly Brown gerade in See stechen wollte. Also schnell noch eingecheckt. Einen schönen Platz an der Reling am Heck gesichert und die wilde Seeluft um die Nase wehen lassen. Mir gefällt dieses altersgerechte Fortbewegungsmittel sehr. Und ich finde den Namen Molly Brown sehr passend gewählt. Molly Brown muss eine sehr emanzipierte, moderne Frau gewesen sein. Sie war bestimmt auch nicht leicht einzuschüchtern. Deshalb kann sie gut ein Vorbild für alle Disney Prinzessinnen sein. Sie sollten ihr Respekt zollen. Ich fragte mich, als ich ihr so zuhörte, was sie wohl zu einigen Dingen heute sagen würde? Zum Glück sind wir weder von Piraten gekapert worden, noch fielen ich oder einige andere Mitreisenden Betrügern beim Poker zum Opfer. Glück gehabt. Die Molly Brown legte an. Und da wir in der Nähe der Ravenswood anlegten, überlegte ich mir, dass es eine gute Idee sein könnte, mich einmal dort umzuschauen.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Neuer Tag, neuer Teil. Schon der 17. Wenn das so weitergeht mache ich noch der Lindenstraße Konkurrenz. :)
Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Teil 17

Nachdem bei meinen drei letzten Besuchen das Anwesen der Ravenswoods geschlossen war, eine dringend gebotene Maßnahme fand ich. Was war wohl aus der „ravishing bride“ und ihrem „vanishing groom“ geworden? Außerdem sollte sich ja einiges geändert haben. Ich war neugierig was. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich schon eine Schlange. Die warteten aber nicht auf den Einlass in das Anwesen. Nein sie standen bei einer Magermodel Version vom Weihnachtsmann an. Dieses schien speziell eine Erwachsenvariante zu sein. Denn Kinder standen kaum an. Also hier gaben die Erwachsenen ihre Wunschzettel ab? Sehr praktisch. Beim richtigen Weihnachtsmann, der mit Micky ein Haus bewohnte gaben sich nämlich Kinder die Klinke in die Hand. Später erfuhr ich dann, aus vertraulichen Quellen, dass es sich in diesem Fall um einen Betrüger namens Jack gehandelt habe. Das Piratengewerbe ist echt auf dem absteigenden Ast, wenn sich Captain Jack Sparrow zu solchen Manövern herablassen muss.

Aufmerksam erklomm ich die Stufen zum Eingang. Es waren nicht mehr sehr viele Besucher unterwegs, da es schon dunkelte. Aber wer fürchtet sich schon vor Geistern. Die gibt es ja nun wirklich nicht. Nun war ich ja auch ohne Begleitung unterwegs und musste niemandem gut zureden. Außer mir vielleicht? Es wehte ein merkwürdig eisiger Wind. Und war da nicht ein seltsames Geräusch, dass aus dem Pavillon kam? Ach wo? Albernheiten, redete ich mir selbst Mut zu. Brauchte ich eigentlich nicht, aber man kann ja nicht wissen. Ich bin ja vom Sternzeichen her Zwilling und die sind ja bekanntermaßen nicht nur vielseitig interessiert, nein auch gerne ein bisschen seltsam. Also nichts ungewöhnliches, dass ich mit meinem inneren ich redete. So lange mir niemand dabei zuhört. Weiterhin gehören Ausdauer und Mut nicht zu meinen Tugenden. Durchhaltevermögen ist was für andere und Mut bringt nichts als Ärger ein. Aber das nur so nebenbei. Aber ich schweife mal wieder ab. Auch so eine lästige Zwillingseigenschaft. Wo war ich gleich? Das hat jetzt mal nichts mit dem Sternzeichen zu tun, das ist eher eine lästige Alterserscheinung. Ich weiß nicht wo ich stehen geblieben war. Ach ja, auf dem Hügel des etwas seltsamen Anwesens derer von Ravenswood. Ich war sogar während der Diskussion mit mir automatisch weitergegangen. So mit den vereinzelt strömenden anderen Herrschaften. Und ich hatte noch nicht ganz die Diskussion mit mir beendet. Wir sind beide sehr rechthaberisch. Eigentlich alle drei. Ihr erinnert euch bestimmt noch an die beinahe tragisch endende Angelegenheit vor ein paar Tagen am Turm der Fallschirmspringer. Ehe es eine demokratische Entscheidung gab, wurde ich schon von einem blass gesichtigen, jungen Mann ins Haus gelassen. Die Türen schlossen sich auch schon kurz darauf. Und damit war es wohl für eine Flucht zu spät.
 
fanny Besucht die Disney University
Lieber herculespoirot64,

vielen Dank für deinen phantastischen Reisebericht. Hoffentlich hast du noch einiges zu berichten.
Deine Art zu schreiben passt nämlich zum Disneyland Paris, denn Du schreibst einfach magisch!

Viele Grüße von
fanny
:mw
 
Goofyfan Cast Member
Hab das mal in einem Rutsch durchgelesen.Habe Tränen in den Augen und Muskelkater am Bauch.Ja. die Slinky fahrt ,hieß bei uns Amorbahn.Gratulation zu deinem Fallschirmsprung.Mike Fink und du ,müßten euch als Schreiberlinge zusammen tun,obgleich. ihr ja schon mal on tour ward.Die Busse der vier anderen Hotels nahe Park ,sind schon sehr speziell,aber zum laufen ist es dann doch zu weit.Jetzt bin ich mal auf das Ende gespannt.
 

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