Hercules Weihnachten - a sentimental journey

herculespoirot64 Imagineer Azubi
Und nun folgt zur Entspannung Teil 8.

Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Wie geplant ließ ich mich vom Schloss in der Sonne trösten. Ich genoss einige Minuten den herrlichen Anblick, ging dann die Treppen hinunter zum Eingang. Willkommen im Land der Maus. Da es schon längst nach 15 Uhr war, entschloss ich mich einen zweiten Versuch bei Pinocchio zu wagen. Dieses Mal war der Wal wohl rechtzeitig aus seiner Pause zurück und die Fahrt ging reibungslos von statten.Weiter ging es zu den Piraten. Auch die waren in Bestform. Nun ja, Captain Jack lallte ein wenig in seinem Französisch. Aber auf einem Berg Gold und Juwelen, mit einem Pokal des besten Weines kann das ja mal vorkommen.

Dann gab es die Parade zu bewundern. Ich schaute mir singend die gut aufgelegten Darsteller an und wärmte mich an der guten Stimmung. Ein wenig stöberte ich noch in den unterschiedlichen Shops der Mainstreet, machte ein kleines Päuschen bei Wasser und Obst und suchte mir dann einen guten Platz für die Zeremonie am Hauptplatz der Mainstreet. Sollte doch in absehbarer Zeit der Weihnachtsbaum feierlich erleuchtet werden. Wie ich feststellte wurden zu diesem Zweck extra royale Majestäten eingeladen. Ein weiteres festliches Erlebnis. Disney schafft es an Weihnachten Kitsch in Glamour zu verwandeln. Seufz, was für ein einträgliches Talent.

Ich beschloss den Abend zu beenden und mich Richtung Hotel zu begeben. Ich musste allerdings noch ein wenig Proviant besorgen. Das tat ich im kleinen Supermarkt im Bahnhof. Der hatte die geeigneten Dinge vorrätig. Gemütlich ging es noch für einen Drink an die Bar und dann ließ ich den Abend Abend sein. Ein Bett ist schon sehr praktisch. ;)


Mittwoch. Großkampftag. Heute wollte ich alle Einkäufe erledigen. Die Liste war lang, da musste man fit in den Tag. Und was ist besser zur Vorbereitung ein kleiner Spaziergang in knackiger Kälte. Nach meinen Erfahrungen vom Vortag, machte ich mich auf den Weg zum Dream Castle Hotel. Dort würde der Bus nur halb so voll sein. Von einem Sitzplatz wollte ich ja gar nicht träumen. Das wäre nicht entscheidend. Aber zumindest mit dem ersten Bus zum Bahnhof. Das wäre gar nicht übel. Ich wärmte mich ein Weilchen im Foyer des Hotels auf. Der Bus kam selbstverständlich zu spät. Also nichts Neues von der Seite her. Er war auch schon angenehm überfüllt. Die anderen armen Gäste vom Kyriad fanden kaum noch Platz im Bus. Ich war vielleicht nicht ganz fair, aber zumindest ein wenig clever. Die Fahrt im Bus hätte sehr angenehm sein können. Kuschelig war es ja, dank der vielen Leute. Aber einem Kind schien es nicht zu behagen. Es gehört für mich schon zum Disneyalltag, dass immer wenn ich mit dem Shuttle fahre ein Kleinkind total unglücklich zu sein scheint. Warum sollte es dieses Mal anders sein. Das Kind heulte nicht, es schrie in einer Tour, bis zum Ausstieg. Die Eltern waren gut trainiert. Sie überhörten das Kind einfach und unterhielten sich gepflegt in einer passenden Lautstärke. Vermutlich gab es dieses Kind nur in der Variante unglücklich, laut schreiend. Was soll man da als Eltern auch anderes machen, als sich in Gleichmut zu üben. Manchmal hilft Ignorieren besser, als bemuttern. Ich hätte nur mal gerne einen Versuch, mütterlichen oder väterlichen Einsatzes gesehen. Aber ich habe das vermutlich schon einmal erwähnt. Man kann nicht alles haben.

Nach einer also ganz normalen Fahrt zum Bahnhof, stieg ich leicht hörgeschädigt aus. Schnell Richtung Kontrolle in der Hoffnung der kindlichen Sirene zu entkommen. Was natürlich nicht einfach war, da es sich am Eingang ein wenig staute. Als ich dran war, wusste ich auch warum. Die Schleuse musste neu sein. Denn sie war mit vollem Eifer im Einsatz. Etliche Leute vor mir piepsten schon. Und ich dann auch. Ich wusste natürlich auch gleich warum es bei mir piepste. Ich habe eine kleine Marotte. Wenn ich im Urlaub bin trage ich mein Kleingeld in der Hosentasche. Das Portemonnaie sonst gut verstaut in der Innentasche des Mantels oder Jacke. So als reine Vorsichtsmaßnahme. Nun hatte ich vorher reichlich Kleingeld gesammelt. Und ich bin an den ersten beiden Tagen auch problemlos durch die Kontrolle gekommen, aber heute war wohl eine neue Schleuse im Dienst und die wollte unbedingt alles genau wissen. Also schaufelte ich mein Kleingeld mühsam auf das Tablett. Es war peinlich. Aber als die Taschen endlich ganz leer war. So im dritten Versuch, war auch die Schleuse zufrieden. Man oh man, für die Verzögerung bin ich ganz allein verantwortlich gewesen.
 
MadameMim1969 Imagineer Azubi
Ach du warst für den Stau an der Schleuse zuständig, von dem alle in den diversen Gesichtsbuch Gruppen schreiben. :look:
Spaß beiseite, das mit dem Kleingeld ist nicht nur deine Marotte. Wenn ich GöGa nicht daran erinnere, sind wir auch für ungewollte Staus an der Sicherheit zuständig.
 
thatskk Stammgast in den Parks
wir teilen unser Geld bzw Papiere und Geld auch immer auf.
Haben uns für das Kleingeld dann mal im Laden so eine Marvel Beutel geholt , gibt es das ganze Jahr auch über immer wider in verschiedenen Variationen ich glaube grade als rote Weihnachtsversion und ich meine Frozen gesehen zu haben. So hat man das Kleingeld in der Tasche aber nicht einzeln ^^
ja diese Shuttle Bus und nicht so ganz begeistertes Kinder Version haben wir auch schon öfters erlebt
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Weiter geht es mit Teil 9

Es sind immer noch Hercules Weihnachten - a sentimental journey

Die Sonne wagte sich so langsam aus ihrem Versteck, als ich durch das Tor ins kleine Paradies trat. Die Musik, die Dekoration, gleich war ich wieder von der Atmosphäre gefangen. Ich sah, dass gleich ein paar Menschen in einem Polizeiwagen eingesperrt wurden. Als ich vor Bixbys Stand versuchte mich eine Dame im grünen Mantel und mit rotem Schal und Mütze mich unbedingt zu einer Fahrt in einem Doppeldecker zu überreden. Seit ich einmal bei Harry Potter gesehen habe, was so im Doppeldecker los ist bzw. wer solche Gefährte steuert, weigerte ich mich zunächst. Erst ein Blick auf die Fahrerin und dem Versprechen ich müsste auch nur eine Station mitfahren, überzeugten mich einzusteigen. Die Frau vor dem Bus war sehr erfolgreich. Zahlreiche Menschen stiegen noch auf ihre eindringlichen Bitten hin ein. Zum Glück verlief die Fahrt ereignislos. Ich hatte sogar unterwegs ein wenig Zeit die Mainstreet aus einer erhöhten Perspektive zu bewundern. Ich frage mich, ob da nicht zufällig eine Wohnung irgendwo frei ist?

An einem sehr respektablen Objekt hielten wir an. Dem Schloss natürlich. Ich war ja immer noch im Disneyland, rief ich mir in Erinnerung. Leider hatte eines der Geschäfte im Schloss der schlafenden Schönheit auf. Ich erledigte dort die ersten Einkäufe und hakte im Kopf schon mal ein paar Dinge ab. Wie ich schon erwähnt hatte, war mein Lieblingskarussell leider geschlossen. Meine Recherchen vor Ort haben ergeben, dass man mitnichten renoviert. Nein die Pferde sind in einem unbefristeten Streik getreten. Sie protestieren so für eine artgerechtere Haltung, mehr Futter, weniger Drehzeiten und ein früheres Rentenalter. Etliche beschwerten sich auch über zu hohe Lasten, die sie zu tragen hätten. Die Reiterinnen und Reiter würden immer schwerer werden, klagte ein Sprecher der „Vereinigten Karusselpferde und Karusselfahrzeuge“. Ertappt und peinlich berührt brach ich das Gespräch ab. Das Ende der Aktion ist wie üblich bei Disney schwer abzusehen.

Darum begab ich mich in Richtung London. Wer weiß wie lange es noch für unser einer so leicht sein wird, einen Rundflug über die Metropole der Queen zu buchen. Da es trotz allem ein sehr früher Flug war, ging es ziemlich zügig ans Boarding. Also ging es ab ins Nimmerland.

Ich weiß nicht wie es euch geht. Die Musik allein wickelt einen schon ein. Und man neigt schnell dazu, der Version der Geschichte des „Jungen, der niemals erwachsen werden will“ zu folgen. Aber ist dieser Hype, diese Hysterie um einen nörgelnden, aufsässigen und randalierendem „Kind“ gerechtfertigt? Auch wenn man überlegt, dass er der Anführer einer Jugendbande ist. Eine mehr als seltsame Beziehung zu einer stummen, stets zu übermäßigen Eifersucht und unkontrollierbarem Verhalten tendierenden jungen Frau, ist auch nicht gerade ein Beweis für Stabilität. Und dann auf der anderen Seite, ein fleißiger, selbständiger Arbeitgeber, der Männern mittleren Alters, die aus sozialen Brennpunkten stammen, Jobs verschafft hat. Einen anstrengenden Job. Mit niedrigem Grundgehalt, lächerlichen Erfolgsprämien einerseits und hohem Unfall – und Verletzungsrisiko andererseits. Wie ja die Verletzung des Chefs beweist. Ich finde diese Menschen werden, wie heißt das noch auf neudeutsch? Gedisst. Kein Wunder, dass dem Berufsstand der Nachwuchs fehlt. Ich muss ja nicht unbedingt daran erinnern, dass es Zeiten gab, da wurden Menschen wie der bedauernswerte Kapitän Hook ganz anders behandelt. Zum Beispiel während der Regierungszeit einer gewissen Queen Elizabeth. Natürlich der Ersten. Die hatte erfolgreiche Seefahrer nicht nur unterstützt. Sie hat sie auch gefördert und ermutigt. Sie hat sie sogar in den Adelsstand erhoben. Ich nenne da mal als Beispiel einen gewissen Sir Francis Drake. Und nie war ein anständiger Mann soweit von dieser Anerkennung entfernt wie Kapitän Hook. Darum schließt euch meiner Initiative an: #KptnHookforLordship. Es muss endlich Schluss sein mit der scheußlichen Behandlung, eines körperlich durch einen Jugendlichen dauerhaft gehandicapten Mannes.
 

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