USA neue Einreisebestimmungen

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Andrej Imagineer Azubi
Wer künftig in die USA fliegen will, muss einiges über seine Vergangenheit preisgeben: Ab heute könnten neue, deutlich verschärfte Einreiseregeln gelten. Davon betroffen wären auch deutsche Staatsbürger. Womit müssen sie nun rechnen? Ein Überblick.

Was ist konkret geplant?​

Hintergrund ist eine Anordnung des US-Heimatschutzministeriums, die im Dezember veröffentlicht worden war. Der Entwurf verlangt, dass Touristen in den Vereinigten Staaten bei der Beantragung der Einreise über das elektronische Reisegenehmigungssystem (ESTA) deutlich mehr Informationen über sich angeben müssen als bisher. Im Amtsblatt der US-Regierung vom 10. Dezember hieß es dazu, die Anordnung trete in Kraft, wenn sie binnen 60 Tagen nicht vor Gericht angefochten wird. Diese Einspruchsfrist läuft am Sonntag ab.

Die neue Bestimmung bezieht sich dabei nicht auf längere US-Aufenthalte, sondern auf touristische Reisen von bis zu 90 Tagen am Stück. Betroffen sind zum Beispiel auch Menschen aus Frankreich, Großbritannien, Japan, Israel und eben Deutschland – alles enge Verbündete der USA.

Über was alles müssen Touristen Auskunft erteilen?​

Ausländer, die in die USA einreisen wollen, könnten künftig verpflichtet werden, "ihre sozialen Medien der vergangenen fünf Jahre vorzulegen". Gemeint sind offenbar Nutzerkonten bei Plattformen wie X, Facebook oder Instagram, wie sie bereits bei Visa-Bewerbungen abgefragt werden.

Abgefragt werden könnten darüber hinaus künftig auch deutlich umfangreichere persönliche Daten. Dazu gehören alle Telefonnummern des Reisenden der vergangenen fünf Jahre sowie die E-Mail-Adressen der vergangenen zehn Jahre. Außerdem Angaben über das Geschlecht, wobei man nach bisherigem Stand nur zwischen "weiblich" und "männlich" auswählen kann. Auch detaillierte Angaben zu Familienmitgliedern müssten dann gemacht werden - darunter Geburtsdaten, Anschriften sowie Telefonnummern.

Wo müssen deutsche Touristen die Angaben machen?​

Deutsche Staatsangehörige brauchen zwar weiterhin kein Visum für die USA. Jedoch müssen sie seit 2009 im Vorfeld der Einreise einen ESTA-Antrag stellen. Hier müssen auch die privaten Angaben gemacht werden. Damit können deutsche Staatsbürger dann ohne Visum für bis zu 90 Tage am Stück in die USA einreisen.

Voraussetzung ist außerdem ein elektronischer Reisepass, der für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig ist. Einmal beantragt, ist die ESTA-Genehmigung für zwei Jahre gültig. In diesem Zeitraum sind mehrfache Einreisen möglich. Die US-Behörden empfehlen, den Antrag mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen. Wichtig zu wissen ist auch: Mit dem ESTA-Antrag ist die automatische Einreise noch nicht garantiert.

Was will die US-Regierung mit den Daten?​

Die Regierung von Präsident Donald Trump begründet die verschärften Auflagen mit dem Schutz der USA "vor ausländischen Terroristen und anderen Bedrohungen der nationalen Sicherheit". Sie hatte aus diesem Grund bereits die Visa-Auflagen für Studierende oder Facharbeiter verschärft. Auch sie müssen nun tiefgreifende Informationen über ihre Person und ihre Vergangenheit preisgeben. Zudem erhalten Menschen aus bestimmten Ländern überhaupt keine Visa mehr.

Was kostet der ESTA-Antrag?​

Der Preis für den ESTA-Antrag hat sich kürzlich fast verdoppelt, wie etwa der ADAC betont (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke). Seit vergangenem Herbst müssen Touristen für die ESTA-Registrierung 40 Dollar (fast 34 Euro) zahlen statt wie bisher nur 21 Dollar. Familien treffe dies besonders hart. Denn auch Minderjährige müssen den vollen Preis entrichten. "Eine fünfköpfige Familie zahlt damit künftig allein für die Einreise in die USA bereits 170 Euro!", so der Automobilclub.

Die neuen Regeln dürften auch viele Fußballfans treffen, die im Sommer zur Weltmeisterschaft in die Vereinigten Staaten reisen wollen. Die USA richten die WM vom 11. Juni bis zum 19. Juli gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus.

Wozu raten Datenschützer?​

Ein Sprecher der Bundesdatenschutzbeauftragten Louisa Specht-Riemenschneider sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe die Anpassung des ESTA-Programms "besorgt zur Kenntnis genommen". Bundesbürgerinnen und Bundesbürger müssten "für sich individuell sorgfältig abwägen, ob sie für die Einreise bereit sind, US-Behörden Daten in diesem Umfang zu geben." Mit mehr Informationen werde zudem die Auswertung komplexer. "Das kann zu einer erhöhten Fehleranfälligkeit im ESTA-Prozess führen", warnte der Sprecher.

Touristen kehren den USA den Rücken

New York/Washington – Die USA verlieren ihren Glanz als Traumziel: Im ersten Jahr der zweiten Amtszeit von Donald Trump (79) bricht der internationale Reiseverkehr deutlich ein. Abschottung, scharfe Kontrollen an den Grenzen, Zölle – all das führt dazu, dass am Ende Hotels und Kassen leer bleiben. Nach Daten der International Trade Administration sank die Zahl der ausländischen Besucher 2025 um 4,2 Prozent. Das ist der erste Rückgang seit der Covid-Pandemie. Pikant an der ganzen Sache: Weltweit boomt der Tourismus. Die UN-Tourismusorganisation meldet ein Plus von 4 Prozent.

„Die USA sind das einzige große Reiseziel weltweit, bei dem die Ausgaben internationaler Besucher zurückgehen“, zitiert die „Financial Times“ Erik Hansen, den Senior-Vice-President der US-Travel-Association. Und er warnt: „Die Auswirkungen sind enorm“ – rund 11 Millionen Besucher weniger, 50 Milliarden Dollar Einnahmeverlust. „Selbst ein einziger Prozentpunkt weniger bedeutet Milliarden von Dollar und Hunderttausende von Arbeitsplätzen.“

Der Grund? Ganz klar! Die Regierung unter Donald Trump. Einreiseverbote für Besucher aus mehr als einem Dutzend Ländern, ausgesetzte Visa für 75 Staaten wie Brasilien und Thailand. Dazu verschärfte Kontrollen – auch digital. Laut US-Zoll- und Grenzschutz stiegen die Checks von unterschiedlichen Geräten an den Grenzen im vergangenen Jahr um 18 Prozent. Künftig sollen Besucher aus Dutzenden Ländern sogar ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten fünf Jahre offenlegen. Die Vorschläge für zusätzlich zu erhebende Daten umfassen unter anderem auch Telefonnummern, die man in den vergangenen fünf Jahren verwendet und E-Mail-Adressen, die man in den vergangenen zehn Jahren benutzt hat. Hinzu kommen ausführliche Informationen über Familienmitglieder, etwa deren Geburtsdaten, Wohn- und Geburtsorte.

An diesem Montag läuft eine Frist ab, bis zu der Einwände und Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Änderungen eingereicht werden können. Danach prüft die US-Behörde die Eingaben und nimmt möglicherweise noch Änderungen vor, bevor das Ganze scharfgestellt wird. Ein genauer Zeithorizont ist nicht absehbar.

Betroffen sind Besucher, die mit dem elektronischen Antrag Esta in die USA einreisen – der gängigen, visumfreien Genehmigung für Touristen und Geschäftsreisende aus mehr als 40 Ländern, die am sogenannten Visa Waiver Program (VWP) teilnehmen. Davon sind auch Touristen aus Deutschland betroffen. Der Aufenthalt in den USA ist damit dann für maximal 90 Tagen erlaubt.

Trumps harte Linie gegen Verbündete und seine Einwanderungsrhetorik schrecken ab. „Die USA verlieren Marktanteile, da die Verbindungen zwischen Reisen und Handel schwächer werden und die Wahrnehmung einer geringeren Offenheit Besucher abschreckt“, schreibt Adam Sacks von Tourism Economics in einem Bericht über Reisetrends im Jahr 2025. „[Es ist] ein Muster, das an die Erfahrungen Großbritanniens nach dem Brexit-Votum erinnert.“


Besonders deutlich ist der Absturz bei den Nachbarn: Kanadier reisen 10,2 Prozent seltener in die USA. Auch Europa und der Nahe Osten wenden sich ab: –3,1 Prozent bzw. –3 Prozent Besucher. Schon allein im März 2025 ging die Zahl an Westeuropäern, die mindestens eine Nacht in den USA verbrachten, im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zurück. Reisen aus Irland, Norwegen und Deutschland sanken sogar um mehr als 20 Prozent.

Die Folgen treffen die Wirtschaft hart. Hotels leiden dramatisch. Das Analyseunternehmen Costar meldet: Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (ein wichtiger Indikator für das Wachstum in der Branche) fiel erstmals seit dem Pandemie-Hoch. Der Wert ist jeden Monat negativ.

Auch Airlines spüren die Entwicklungen. Europas Fluggesellschaften berichten von schwächeren Nordamerika-Strecken. Lufthansa sieht größere Fragezeichen bei der Nachfrage im Kerngeschäft der Flüge über den Atlantik. Aus europäischer Richtung hat die Kranich-Linie eine gewisse Buchungszurückhaltung gerade bei den günstigeren Tickets für das dritte Quartal 2025 registriert und vermutet einen Zusammenhang zur konfrontativen Politik Trumps. British-Airways-Chef Sean Doyle spricht von einer Delle in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres.

Selbst der Zeichentrick- und Unterhaltungskonzern Disney warnt vor „Gegenwinden bei den internationalen Besuchern“ in US-Parks. Hoffnung ruht auf der Fußball-WM 2026. Doch Analyst Shaun Kelley von der Bank of America erwartet insgesamt eine „schwache“ Nachfrage.

„Die Weltmeisterschaft ist eine Werbeveranstaltung für die Vereinigten Staaten, die von fünf bis sechs Milliarden Menschen weltweit gesehen wird“, sagt Erik Hansen von der US-Travel-Association der „Financial Times“. Und dann der Satz, der hängen bleibt: „Und wenn diese Werbung negativ ist, könnte das Auswirkungen haben, die ein Jahrzehnt anhalten.“



Von meiner Seite gibt es dazu keinen Kommentar;), außer das Kanada auch sehr schön ist.
 
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