Hercules Reisen in den Winter... - Teil I

MadameMim Stammgast in den Parks
Weiterschreiben bitte!!!:typing:
Ich finde Deine Berichte total spannend und warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung...
und bitte, lass uns nicht wieder an so einer spannenden Stelle hängen:hysteric:
 
Goofyfan Cast Member
Hallo,ich bin neu hinzugekommen .
Ich grüße Euch aus Frankfurt am Main und lese die Reiseberichte sehr gerne ,
War das letzte mal Oktober 2015 im Dlrp .Ja'bitte weiterschreiben :.:
 
So weiter geht es. Entschuldigt die Verspätung.

Ich musste schlucken und tief Luft holen. Ich erwiderte, dass ich schon der Ansicht sei, im richtigen Hotel zu sein. Stünde ja auch auf der Buchung. Sie hielte sie doch in Händen. Vielleicht hätte ich ja in ihrem Partner Hotel gebucht, kam von der jungen Frau. So unter dem Motto, lesen sie doch gefälligst ihre Buchung richtig. Aber ich kann auch störrisch. Auf meiner Buchung stünde doch der richtige Hotelname und ich hätte das auch so gebucht und bezahlt, wiederholte ich beharrlich. Sie meinte, sie müsste dass dann mal mit ihrer Chefin besprechen, weil im System wäre ich nicht. Vielleicht wäre ja mein Name falsch geschrieben. Ich verdrehte meine Augen. Klar falsch den eigenen Namen buchstabieren kommt in den besten Familien vor. Also schlug ich ihr ein paar Namensvarianten vor. (Natürlich völlig idiotisch. Auf der Buchung stand der Name doch richtig drauf. Aber ich wollte mich kooperativ zeigen. Dementsprechend war ich unter keiner Variante im System.) Sie müsse das dann mal mit ihrer Vorgesetzten besprechen, meinte die Dame und verschwand in den tiefen des Schlosskellers, wie ich vermutete. Denn sie tauchte erst nach weiteren 15 Minuten wieder auf. Aber diese Wartezeit hatte sich gelohnt. Sie hätten meine Buchung gefunden. Aber kein passendes Zimmer dafür. Ich wollte schon fragen, ob sie die Buchung im Abfall gefunden hätten, weil kein Zimmer dafür reserviert sei. Sie kam mir aber zuvor. Ich bekäme ein Anderes. Ein Familienzimmer. Das wäre auch schon fertig. Erleichterung machte sich bereit und ich packte meine sieben Sachen an der Rezeption ein und machte mich auf den Weg mein Zimmer in Beschlag zu nehmen.
Das Zimmer war ausgesprochen großzügig. Da es ein riesiges Bett und ein Etagenbett gab, überlegte ich, ob ich jede Nacht in einem anderen schlafen sollte. Es gab reichlich Platz. Ein ordentlich sauberes Bad. Was will man mehr. Nach holprigem Start schien einem erholsamen Aufenthalt nichts mehr im Wege zu stehen. Ich ließ meinen Koffer und Co. im Zimmer und machte mich kurz frisch, um dann mit dem Shuttle in den Park zu fahren.

Der Shuttlebus brachte mich bequem zum Eingang des Areals. Ich kam zügig durch die Sicherheitskontrollen. Zückte meinen Jahrespass und endlich war ich wieder daheim. Die Mainstreet zeigte sich weihnachtlich geschmückt bei angenehmen Temperaturen und bedecktem Himmel. Direkt am Marktplatz hielt Donald Hof. Goofy und Klopfer nebst Freundin waren auch schon tätig. Das erfreut mich immer sehr. Ich liebe es, wenn reichlich Charaktere die Straßen des Parks bevölkern. Und es müssen wahrlich nicht immer Prinzessinnen sein.
Dann erkundete ich die Schaufenster und flanierte über die Hauptstraße Richtung Schloss. Die schöne Musik, die gutgelaunten Gäste versetzten mich in Weihnachtsstimmung, die zur „richtigen“ Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sich nicht einstellen wollten. Darum liebe ich meine, wenn auch zumeist nur kurzen Ausflüge ins Land der Maus. Sie holen mich sofort aus dem Alltag ab und entlassen mich aufgeladen, fast wie neu, wieder ins Hier und Jetzt. Gleich sammelte ich in den offenen Geschäften, leider war Harringtons noch zu, schon mal Ideen, was ich alles so als Geschenke mitnehmen könnte. Gibt ja immer die eine oder andere Gelegenheit, einem lieben Menschen zu beschenken. Und Ostern war dieses Jahr ja auch nicht fern. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Geburtstage, die sich am Horizont abzeichneten. Ich Kopf hakte ich schon eine imaginäre Liste ab. Da meldete sich aber mein Magen. Er meinte ein Anrecht auf zumindest ein warmes Getränk zu haben. Und wer will sich schon mit dem wichtigsten der inneren Organe anlegen? Oder gab es da noch etwas?
Also in den Bakeshop und einen Kakao geordert, den Kaffee kann ich echt nicht ab. Dazu ein Brownie, statt Frühstück sollte das erst einmal reichen. Ich schaute mir das Programm der Woche an und entschloss mich erst einmal Buzz einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg dorthin wollte ich mich an der Tafel schlau machen, was die Wartezeiten angeht und dann entscheiden, was ich bis zum Einzug der Gladiatorinnen, sie hießen Anna und Elsa, und wollten das Land der Maus erobern, wenn ich das richtig verstanden habe, mache.
Bei Buzz gab es eine verhältnismäßig kurze Wartezeit. Also ließ ich mich zum Spaceranger anwerben. Nachher zog ich meine Bewerbung zurück. Ich fand es besser selbst zu kündigen, als wegen Unfähigkeit entlassen zu werden. Ein Besuch im Shop lenkte mich von meinem Versagen ab und bot eine Menge Dinge, die kein Mensch braucht, aber alle haben wollten. Sicherheitshalber hielt ich meine Geldbörse und den verfluchten Jahrespass ordentlich unter Verschluss. Man ahnt ja, was passiert wenn man die Büchse der Pandora öffnet...
 
jutta Cast Member
Endlich geht es weiter, vielen Dank für die Erlösung. Ich hatte befürchtet, wir müssten so lange warten wie bei Star Wars :emporer:.

Ich mag deinen Schreibstil total, das macht Lust auf mehr zu Lesen und auch auf DLP.

Der Laden bei Buzz ist der Lieblingsladen meines Sohnes. Wenn es die gleichen Sachen woanders gibt, müssen wir sie trotzdem in genau diesem Laden kaufen.

Beim letzten mal habe ich doch tatsächlich einen neuen persönliche Rekord geschafft. Es war trotzdem echt unterirdisch...
 
Teil III

Dem schnöden Mammon entsagend, wandte ich mich Richtung Schloss und schon vernahm ich das Ticktack. Ich erschrak. Schaute mich hektisch nach einem riesigen Krokodil um. Ich war zwar nicht mit Captain Hook zu verwechseln, aber was weiß man schon, wenn es einem Krokodil zu bunt wird und keine Piraten zum Verspeisen zur Verfügung stehen. Dann fiel mir ein, It´s a small World, war ja wieder aktiv. Also an Bella Notte vorbei Richtung der Attraktion, die für mich eine Mischung aus Vergnügen (Ich genieße die Fahrt) und Horror (Mein Verhältnis zur Musik der Attraktion ist als bestenfalls unterkühlt zu bezeichnen.) darstellt. Ich schaute auf die Wartezeit. 15 Minuten für IASW sind zwar verhältnismäßig viel an einem Montag. Aber ich wollte nach meiner Pause im letzten Herbst keinesfalls die Fahrt auslassen. Außerdem gefiel mir der neue Anstrich ausgesprochen gut. Die Farben strahlten eine Fröhlichkeit aus, die mir gut gefällt. Und dann erlebte ich tatsächlich bei meinem 13. Mehrtagesaufenthalt doch mal was Neues auf. (Mein Bruder, meinte beim 14. Aufenthalt ich würde echt langsam alt, das hätte es früher auch gegeben und ich hätte das schon mit ihm und unserer Mutter bewundert.) Die kleine Parade, die bei der Attraktion in großer Regelmäßigkeit zu sehen ist. Eine Fanfare kündigte den Beginn an und wie bei einer Uhr wanderten kleine Figuren aus aller Herren Länder aus dem doppelflügeligen Tor heraus. Drehten ihre Halbrunde und verschwanden wieder. Musik ertönte weiterhin und zeigte dann auch noch die Uhrzeit an. Ich war angenehm überrascht, das zu sehen.
Danach reihte ich mich in die Warteschlange ein und fuhr einmal durch die kleine Welt. Ich weiß nicht, was ich da erwartete. Zumindest erwartete ich, dass alle Figuren wieder funktionierten. Leider war das nicht so. Denn schon der kanadische Eishockeyspieler hatte keine Lust auf einen Drehwurm. Auch ein paar andere Dinge hatte ich anders in Erinnerung und ich war ein klein wenig enttäuscht. Dennoch überwog die Freude wieder fahren zu können. Nach der Fahrt, machte ich einen Abstecher zu Casey Junior und zum Zauberland der Feen. Dort war die Welt noch in Ordnung und alles war so wie erwartet. Ich genieße die kleinen Attraktionen und freue mich immer, wenn dort mein Heimatgefühl ordentlich unterstützt wird.
Nach alldem war es Zeit mich Richtung Paradenweg zu machen. Es wurde königlicher Besuch avisiert. Und ich bin zwar kein Royalist, aber wenn schon mal wer da ist, kann man ja immer mal schauen. Ich fahre ja auch nach London und will dann der Queen meine Aufwartung machen und bin enttäuscht, wenn die Dame außer Landes ist. Groß angekündigt fuhren eine Königin Anna und ihre königliche Hoheit Prinzessin Elsa gaben sich die ehre in offener Kutsche über den Weg der Parade zu fahren. Ich gebe zu, dass es ein wenig enttäuschend war. Die Damen waren zwar recht reizend anzusehen, doch eine Kutsche und darum so viel Aufstand fand ich leicht übertrieben. Aber das einfache Volk, nebst meiner Person, jubelte und applaudierte den Damen zu. Einige junge Mädchen, zeigten ihre Bewunderung dadurch, dass sie in Kleidung auftauchten, die den Festroben der adeligen Frauen ähnelten. Diese waren darüber auch mehr als erfreut.
Es war an der Zeit sich nach einer Gelegenheit für einen Imbiss umzuschauen. Leider hatten einige andere Menschen auch diese Idee und es war extrem schwierig was zu finden. Toad Hall meine oft erste Wahl hatte zu. Dann überlegte ich ins Frontierland zu gehen. Der Lucky Nugget Saloon stand steht schon lange auf meiner Liste, aber da waren Wartezeiten und -schlangen, die Peter Pan alle Ehre gemacht hätten. Also überlegte ich, ob ich vielleicht dem Café Hyperion und den dort stationierten Jedis einen Besuch abstatten sollte. Doch da die Akademie gerade eine Vorstellung ihrer jüngsten Abschlussklasse präsentierte, war der Laden ebenfalls gerammelt voll. Und ich schon ziemlich über mein schlechtes Timing genervt. Also nur etwas für unterwegs an einem Außenposten organisiert. Und was gibt es schöneres, um wieder in gute Stimmung zu kommen, als ein Besuch bei Harringtons.
Die hatten inzwischen geöffnet und ich stürzte mich voller Begeisterung in meinen Lieblingsladen. Ich merkte, gleich beim Eintreten, wie es in meiner Brusttasche zu kribbeln begann. Irgendwie schien auch der Jahrespass ein eigenständiges Leben zu führen. Ich hörte Stimmen, die mir in verschiedenen Sprachen zuflüstern schienen, dass das alles doch gar nicht so teuer sei. Und außerdem gibt es doch Prozente, sagte eine weitere Stimme. Und dieses und jenes wäre doch außerordentlich schön und das könnte zu diesem oder jener passen. Und bald ist Ostern und dann sind da ja noch wirklich verschiedene Geburtstage. Kauf mich, schien die Porzellangruppe zu sagen. Nein, nimm mich rief eine besonders schöne Jim Shore Figur. Warum nicht uns, fragte eine andere außergewöhnlich schön gearbeitete Figur. Ich versuchte standhaft dem Druck nicht nachzugeben. Der Druck wurde größer und größer. Ich kann doch nicht nichts kaufen, sagte ich mir selbst. Und ich war schon fast den Versuchungen erlegen, als eine andere Stimme vernahm....
 
MadameMim Stammgast in den Parks
:clap: schön, dass Du weiterschreibst! Genau die richtige Lektüre zur Kaffeepause.
Vielen Dank dafür!
Bin schon gespannt, welche Stimme die Oberhand behält und mit wie vielen Einkäufen Du aus Harringtons herauskommst...
 

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