Familienurlaub Ende September 2022

MinervaMouse Imagineer
Ich glaube das war auch mehr von Verzweiflung getrieben als alles andere 🙈 Man könnte es natĂŒrlich auch so werten, dass er einfach nur einen Kaffee zum FrĂŒhstĂŒck hatte und das Eis (um immerhin schon fast 11 Uhr) als Snack einzustufen war 😋
 
MinervaMouse Imagineer
Es ist so weit! Nachdem ich die letzten beiden Monate mit meinen Solo-Trips und den dazugehörigen Reiseberichten verbracht habe, hole ich noch mal die Erinnerungen vom September zurĂŒck und vervollstĂ€ndige endlich den Bericht von unserem Disneyland-Familienurlaub.

Wo waren wir? Ach ja, kurz vor dem Mittagsschlaf...
Mein Mann ĂŒbernahm die Mittagsschicht, ich wĂŒrde dafĂŒr heute am Abend mit unserem Sohn im Hotel bleiben. Das hatte ich ja gestern aus Angst, nicht genug machen zu können, so entschieden. Von meiner Energie her hĂ€tte es andersrum besser gepasst, aber hinterher ist man ja bekanntlich öfter schlauer, besonders wenn „man“ ich ist und im Disneyland 🙈

„How’s DLP?”, fragte mich mein Freund aus Orlando.
“Incredibly crowded. Until last year, this used to be off season. Just like other Disney parks, Paris seems to have reached the point where there simply is no off season anymore. It’s sad because it’s too crowded to be enjoyable for me personally. Takes away a lot of the magic.
We try to enjoy it as much as we can, but it’s definitely harder compared to what we’re used to.”, antwortete ich und machte mich nach einer kleinen Pause im Hotel wieder auf den Weg.

Unser Sohn war heute sehr schnell eingeschlafen, so konnten wir Eltern ebenfalls gut ruhen. Ich genoss abermals die AtmosphĂ€re des Sequoia Lodge-GelĂ€ndes, schaute kurz am Schwimmbad vorbei, um die Öffnungszeiten zu erfahren; ebenso an der Kinderecke im HauptgebĂ€ude. Ich rief kurz beim Campanile an, um mich zu erkundigen, ob morgen ein Early Check-In möglich wĂ€re. Auch wenn wir unsere Zeit im Disneyhotel noch in vollen ZĂŒgen genossen, mussten wir morgen ja schon wieder umziehen und das Drama um den Mittagsschlaf hĂ€tte ich mir gerne erspart. Aber nichts zu machen, das Hotel war ausgebucht.

Mein Ziel fĂŒr den heutigen Nachmittag war „Dream
and Shine Brighter“ um 16 Uhr. Bis dahin hatte ich noch etwas Zeit, konnte aber leider nicht viel machen, da die Wartezeiten ĂŒberall immens waren (und zusĂ€tzlich noch einige FahrgeschĂ€fte down). So tingelte ich hier und da durch die Shops mit besonderem Augenmerk auf dem Imagineering. Mein Sohn war inzwischen vom Mittagsschlaf aufgewacht und hatte in der Kinderspielecke des Hotels großen Spaß mit Mr. Potatohead. WĂ€hrenddessen hatte ich mir einen guten Spot an einer der vier BĂŒhnen im Innenkreis des Central Plaza gesichert. Von „Dream
and Shie Brighter“ war ich völlig ĂŒberwĂ€ltigt! Die coolen KostĂŒme der TĂ€nzer*innen und ihre Fröhlichkeit und ansteckende Energie, so viele Charaktere so nah dran zu erleben (es war das erste Mal, dass ich eine Show hier erlebte; bei der vorigen Gelegenheit vor drei Jahren hatten wir noch nicht gewusst, wo man sich fĂŒr diese Art von Cavalcades/Shows am besten hinstellt) und das nach der Pandemiepause, die Musik hatte mich sofort und ich war einfach rundum geflasht und glĂŒcklich. Nur die Floats gefielen mir immer noch nicht wirklich, aber das war Nebensache geworden. Das einzige, was es noch besser gemacht hĂ€tte, wĂ€re die Gesellschaft von meinen Liebsten gewesen, denn dieses schöne Erlebnis und GefĂŒhl nicht teilen zu können, war ein kleiner Wermutstropfen. HĂ€tte mein Mann neben mir gestanden, hĂ€tte ich vor Freude geheult wie ein Schlosshund, das sag ich euch. So alleine wollten die TrĂ€nen dann aber doch nicht raus.

„1000 Mal besser als Parade und Feuerwerk“, schrieb ich meinem Mann und ich war unendlich froh, das miterlebt zu haben. Kurz vorher war ich recht enttĂ€uscht gewesen, dass ich außer diesem Programmpunkt wegen der Massen im Park nichts machen konnte, aber nun wusste ich: Das war es wert gewesen ❀
 
Andrej Stammgast in den Parks
Koffer Chaos am BER?
Wahrscheinlich immer in den Ferien unterwegs,oder?
6 x sind wir bislang vom BER abgeflogen und wieder gelat, letztmalig letzte Woche und bislang war alles immer Topp.
Der Flughafen ist besser als sein Ruf.
Frankfurt finde ich ganz schlimm
 
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Hallo @Andrej, ich bezog mich da (zum GlĂŒck) nicht auf meine ganz persönlichen Erfahrungen. Und nein, in den Ferienzeiten sind wir bisher noch nicht vom BER geflogen. Wenn du auch aus der Hauptstadtregion kommst, erinnerst du dich aber sicher an Artikel wie diese oder Berichte wie diesen hier, die kurz vor unserer Reise im September veröffentlicht wurden. Auch lange Wartezeiten und schlechte Organisation der Sicherheitskontrollen waren immer wieder Thema der öffentlichen Aufmerksamkeit, da haben Familienmitglieder leider auch furchtbare Erfahrungen machen mĂŒssen. Um fĂŒr die Lage ein GefĂŒhl zu bekommen, habe ich entsprechende Facebook-Gruppen beobachtet; auch hier berichteten viele Menschen, deren GepĂ€ck abhanden gekommen war, und der BER hatte zu dieser Zeit einen enormen Personalmangel beim Bodenpersonal, weshalb ich auch rĂŒckblickend meine Sorgen nicht fĂŒr unberechtigt halte.
Dass ihr bisher gute Erfahrungen am BER gemacht habt, freut mich fĂŒr euch und bei uns ist ja auch alles gut gegangen, aber es gab zu der Zeit auch ĂŒberdimensional viele andere FĂ€lle.

Übrigens kannst du BeitrĂ€ge bis zu eine Stunde nach Veröffentlichung hier im Forum ganz einfach ĂŒber das MenĂŒ mit den drei Punkten unter dem Text noch bearbeiten. Das spart Korrekturposts oder viele kleine BeitrĂ€ge hintereinander, wie du sie hĂ€ufig absetzt, und trĂ€gt so zur besseren Lesbarkeit bei 🙂
 
MinervaMouse Imagineer
Logbucheintrag: Tag 4 ohne NĂ€hrstoffe. Die anfĂ€ngliche Euphorie ĂŒber Chicken Nuggets, Pommes und Eis ist vorbei. Das Kind wĂŒnscht sich Bananen als Snack und „einfach Brot“ zum Abendessen. Und auch ich hĂ€tte fĂŒr ne schnöde SchĂŒssel Brokkoli gerade viel gegeben. Zum GlĂŒck hatten wir noch Obst im Hotel und im Village konnte ich fĂŒr meinen Sohn eine Brezel ergattern. FĂŒr mich gab’s ein Thunfischbaguette von PrĂȘt Ă  Manger im Bahnhof und dann traf ich meine Familie gegen 17 Uhr vor der Sequoia Lodge wieder, wo sie sich in der Spielecke und auf dem GelĂ€nde die Zeit vertrieben hatte.

Jetzt ging es ins Schwimmbad! Unser Sohn war begeistert und auch fĂŒr uns war es schön, ihm diese Freude machen zu können. Zu meiner EnttĂ€uschung war leider die Rutsche gesperrt, so verbrachte ich die Zeit im wohlig-warmen Whirlpool, wĂ€hrend unser Sohn mit meinem Mann im großen Becken planschte und spielte. Allzu lange blieben wir nicht, da das Personal (zum Infektionsschutz?) alle TĂŒren geöffnet hatte und es entsprechend frisch war, aber die Zeit war völlig ausreichend. Was fĂŒr ein gelungener Nachmittag! In seliger Schwimmbad-Erschöpfung ließen mein Sohn und ich uns am Eingang auf das Sofa plumpsen und bekamen von der CM Äpfel zur StĂ€rkung sowie ein SL-Ausmalbild.

Der große Hunger wurde dann kurz darauf im Zimmer mit Brezel und Baguette gestillt und mein Sohn und ich verbrachten einen gemĂŒtlichen Abend gemeinsam im Hotel, bei dem ich hier und da schon mal mit dem Packen anfing.
Mein Mann brach wĂ€hrenddessen zu seinem „freien“ Abend im Park auf und wollte die Lebensgeister mit Kaffee wecken. „Unsere“ Kaffeemaschine im Hotel war den Tag ĂŒber kaputt gewesen, aber nun ging sie wieder und gab GetrĂ€nke zu völlig krummen „Preisen“ aus. Ein Espresso Macchiato war beispielsweise fĂŒr 0,06 Credits vom Magic Pass zu haben 😂

[Editor’s note: Ich höre gerade als GedankenstĂŒtze Sprachnachrichten von September ab und im Hintergrund ist die Musik der Main Street zu hören 😍]

Wir schmiedeten noch kurz einen Schlachtplan fĂŒr den morgigen Tag. Ich wollte auf jeden Fall wenigstens einmal die EMH mitnehmen, Star Tours stand ganz weit oben auf meiner Bucket Liste, mein liebster Ride Indiana Jones war morgen nach seiner Wartungszeit auch endlich geöffnet und ich wollte zum ersten Mal zu Victoria‘s. Das GepĂ€ck wĂŒrde ich dann mittags erstmal in der SL parken. Und was den Mittagsschlaf anging – den wĂŒrden wir einfach auf uns zukommen lassen. Solange es nicht regnete, wĂŒrde das schon irgendwie klappen.

„Ich hoffe so sehr, dass du morgen oder spĂ€testens dann im November noch mal einen so coolen Abend oder Tag erleben wirst, wie ich jetzt hier“, meldete sich mein Mann gegen 21 Uhr, als unser Sohn gerade eingeschlafen war. Nachdem sein Ziel Phantom Manor leider down war, schaute er in der Aladdin-Passage vorbei, erkundete hier und dort im Disneyland Park noch ein paar Ecken und wechselte dann in die Studios. Beim Tower of Terror waren 25 Minuten angeschlagen, nach der Zeit war er aber schon wieder draußen gewesen und hatte wohl die coolste Truppe ever in seiner Fahrt mit grandioser Stimmung. 15 Minuten vor Parkschluss stellte er sich dann bei Crush an und konnte ĂŒber die Single Rider Line in der Zeit sogar gleich zweimal fahren.

„Habe echt dieses WDW-GefĂŒhl und eben auch Herzchen an CM verteilt“. So schön das war und so sehr ich mich fĂŒr meinen Mann freute, ich muss zugeben, dass ich auch ein bisschen neidisch war, dass er so eine gute Zeit hatte, wĂ€hrend es fĂŒr mich an „meinem“ Abend so stressig gewesen war und ich bisher ĂŒberhaupt das GefĂŒhl hatte, stĂ€ndig hin und her zu hetzen, ohne ausreichend machen zu können. Da ich die Entscheidung zu diesem Urlaub getroffen hatte und (sowohl von der Planung als auch finanziell) die komplette Verantwortung fĂŒr ihn trug, wĂ€hrend mein Mann „nur“ als Kinderbetreuung und Begleitung mitgekommen war, um unserem Sohn Disneyland zu ermöglichen, lag irgendwie extra großer Druck auf mir, gepaart mit dem GefĂŒhl, zurĂŒckstecken zu mĂŒssen, um mir meinen Solo-Trip im November „zu verdienen“. Willkommen in meinem Gehirn. Ich steigerte mich voll emotional rein, wĂ€hrend mein Mann sich selig auf den Heimweg machte. Aber, um das schon mal vorwegzunehmen und diesen Abschnitt des Berichts nicht so deprimierend enden zu lassen, wie den Urlaubstag von dem er erzĂ€hlt, die Achterbahnfahrt der GefĂŒhle war noch nicht abgeschlossen und es sollte am nĂ€chsten Tag noch ein unglaublich schöner Disney-Tag auf mich warten.
 
MinervaMouse Imagineer
Den letzten Parktag begannen wir als Familie einigermaßen ausgeschlafen. PĂŒnktlich machte ich mich auf den Weg zur lang ersehnten Extra Magic Hour; so frĂŒh, dass ich sogar vor der Security noch anstehen musste, die erst kurz vor acht öffnete. Um 07:59 Uhr stand ich dann zum Rope Drop vor Earl of Sandwich fĂŒr mein FrĂŒhstĂŒck, das ich mir in der Schlange vor dem Park schmecken ließ. Und dann ging es los!
Über die Main Street in Richtung Schloss und dahinter erstmal die AtmosphĂ€re aufsaugen, kurz durchatmen und endlich das „alleine im Disneyland“-GefĂŒhl spĂŒren. Das hatte ich auf diesem Trip bisher so vermisst! Einfach mal in Ruhe durch den Park gehen zu können, ohne dass alle Wege einfach nur vollgestopft sind. Fast alleine saß ich kurz darauf auch schon im ersten Ride des Tages, bei Dumbo. Danach Peter Pan, durchs Fantasyland zu Buzz Lightyear und anschließend zu Star Tours. Endlich! Es war das erste Mal fĂŒr mich und ich weiß gar nicht, was ich erwartet hatte, aber ich war richtig begeistert. Alleine schon in der Warteschlange die liebevolle Gestaltung des Spaceport zu bestaunen, mit der „Live Cam“, den Wetterangaben, den Abflugtafeln in Aurebesh und natĂŒrlich C-3PO und R2-D2 😍

Als um 10 Uhr dann die Massen in den Park strömten, war ich gerade wieder raus und sehr glĂŒcklich ĂŒber diesen gelungenen Morgen. Meine Familie hatte die Sequoia Lodge bald nach mir verlassen, noch den Koffer abgegeben, und dann in der EMH auch eine richtig tolle Zeit: Dumbo, danach die Teetassen, der Fairytale Boatride und zweimal Casey Junior (sie durften sogar sitzen bleiben! đŸ˜Č😍). Wir Eltern hatten eigentlich ĂŒberlegt, dass die Studios als letzter Parkbesuch fĂŒr unseren Sohn am besten geeignet wĂ€ren, aber er wollte lieber „zu dem Disneyland, wo das Schloss ist“. Um noch einige Charaktere zu sehen und da mir die Show so gut gefallen hatte, planten wir deshalb spontan „Dream
and Shine Brighter!“ ein. Auf dem Weg holten mein Mann und Sohn sich Cookie und Croissant zum FrĂŒhstĂŒck und konnten schon mal vielen Figuren winken, die gerade aus dem Backstage zum Plaza Gardens kamen. Danach suchten sie sich PlĂ€tze an einer der BĂŒhnen am Central Plaza. Die Mitte war fĂŒr die erste Show des Tages reserviert, aber am Ă€ußeren Rand der BĂŒhne, direkt neben dem Aufgang, fanden sie ein gutes PlĂ€tzchen.

Indiana Jones war am ersten Öffnungstag nach der Wartung direkt bei 25 Minuten Wartezeit. FĂŒr mich absolut unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, kannte ich den Ride von unseren vorherigen Besuchen eigentlich immer mit maximal 15 Minuten Wartezeit, ĂŒblich eher 5. Aber die Zeiten hatten sich geĂ€ndert und fĂŒr meinen Lieblingsride musste ich das nun wohl in Kauf nehmen. Das Warten hatte sich gelohnt! Ich liebe, liebe, liebe es einfach! 😍 Hier wollte ich spĂ€ter auf jeden Fall noch mal fahren. Aber da die Wartezeit nach wie vor hoch und die neue Single Rider Line noch geschlossen war, machte ich mich erstmal auf den Weg zu meiner Familie. „Dream
and Shine Brighter“ begann und unser Sohn saugte begeistert alles in sich auf. Er erkannte viele der Figuren und auch wenn er in dem Moment echt viel zu verarbeiten hatte, denke ich, dass es ihm gut gefallen hat.

Danach kickte bei ihm die MĂŒdigkeit und er wollte unbedingt in einem Auto fahren. Wir Eltern kurz planlos, dann fiel mir ein, dass vor Autopia eins der Autos zum Probesitzen steht. Da schickte ich meine Familie hin, wĂ€hrend ich mich schon mal am Hakuna Matata anstellte und fĂŒr unseren Sohn ein KindermenĂŒ bestellte. Zeitlich passte alles sehr gut, ich hatte gerade das Essen, als meine Familie auch hereinkam. Unser Sohn war versorgt, fĂŒr uns Eltern holte ich um die Ecke Burritos und einen Frozen Margarita vom Fuente del Oro und wir ließen es uns alle gemeinsam schmecken. In beiden Restaurants hatten wir zuvor noch nicht gegessen. Zum Hakuna Matata kann ich auch gar nicht so viel sagen. Bei Reis und WĂŒrstchen kann man nun nicht so viel falsch machen. Schön war hier, dass man drinnen ein wenig in Ruhe sitzen konnte, da keine Musik lief. Von den Burritos waren wir positiv ĂŒberrascht, die waren wirklich in Ordnung, da hatten wir deutlich weniger erwartet. Und der Frozen Margarita - Halleluja! Ich hatte ja hier und da schon gehört, dass der ordentlich Bums hat, aber so viel?! Ich bekam direkt Flashbacks in die Zeit, in der man sich noch mit Happy Hours bei Cocktailrestaurants möglichst viel billigen Alkohol in kurzer Zeit einflĂ¶ĂŸte
meine Herren, zum GlĂŒck hatte ich nur einen fĂŒr uns beide bestellt.

Satt und zufrieden machten meine beiden MĂ€nner sich auf den Weg zum Mittagsschlaf, wĂ€hrend ich noch kurz im Park blieb, da sich vor dem Hakuna Matata gerade Captain Jack Sparrow die Ehre gab. Unser Sohn wurde kuschelig in den Kinderwagen eingepackt und seufzte dabei „Hach, jetzt kann ich endlich mal im Disneyland schlafen“ 😅. Am World of Disney Store waren die Äuglein schon sehr klein und auf Höhe der Sequoia Lodge angekommen war unser Kleiner auch schon eingeschlafen. Richtig gutes Timing heute! Und auch alles nicht so ĂŒberfordernd wie am ersten Tag. Dass das so unkompliziert geklappt hatte ließ mich innerlich tief durchatmen und war wirklich ein schöner Abschluss dieses wunderbaren Vormittags.
 
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Wir hatten echt GlĂŒck mit dem Wetter! Eigentlich war fĂŒr den Samstag einiges an Regen angesagt, aber bis auf zwei kurze Schauer etwas spĂ€ter am Nachmittag und Abend blieb es trocken und das vereinfachte die Mittagsschlafsituation natĂŒrlich auch sehr.

Auch ich brauchte eine Pause und machte es mir so gut es ging auf einer Holzbank im Durchgang im Erdgeschoss des NordflĂŒgels der Sequoia Lodge „bequem“. An Schlaf war nicht zu denken, ein wenig Betrieb war durch die Cast Member vom Mousekeeping, die auf dem Flur gerade arbeiteten, aber mit Ohrenstöpseln und Schal ĂŒber den Augen konnte ich zumindest etwas ruhen. Das entspannte mich so sehr, dass ich am liebsten doch noch richtig geschlafen hĂ€tte und ich ĂŒberlegte kurz, ob ich mich nach dem Umzug im Campanile noch hinlegen sollte. Aber nein – dann wĂ€re ich sicher den Rest des Tages „matschig“.

Unser Sohn hatte auch nur einen etwas kĂŒrzeren Mittagsschlaf, denn es kam LĂ€rm vom Convention Center des Hotel NY und die Sonne knallte ganz schön auf den Kinderwagen, aber immerhin hatte er geschlafen und war auch einigermaßen gut drauf. Vom Automaten mit den krummen Preisen gab es noch mal Kaffee und Kakao, dann durchstöberten mein Mann und Sohn den Hotelshop. Unser Sohn durfte sich als Souvenir einen Magneten aussuchen, mein Mann besorgte Postkarten und Briefmarken. Danach machten die beiden noch mal einen Abstecher in die Kinderecke zu Mr. Potatohead und all den anderen Spielsachen. WĂ€hrend unser Sohn Bilder malte, konnte mein Mann schon Karten schreiben und im Hotel direkt noch einwerfen.

Ich hatte derweil unseren Koffer geholt und fuhr mit den beiden Shuttle-Bussen zum Campanile. Bei beiden hatte ich recht lange Wartezeiten, aber so war es immerhin bereits 15 Uhr, als ich ankam, und damit unser Zimmer schon bezugsfertig. Ganz unkompliziert konnte ich uns fĂŒr den nĂ€chsten Tag Late Checkout dazu buchen. Die normale Checkout-Zeit ist 11 Uhr. Bis 12 Uhr wĂ€re es kostenlos gewesen, danach kostete es pro weiterer Stunde 10€ bis maximal 15 Uhr. Das fand ich preislich völlig in Ordnung und buchte uns das Zimmer bis 15 Uhr. Wieso hatten wir das nicht schon am Mittwoch so gemacht? Das hĂ€tte uns den Ärger um den Mittagsschlaf erspart. Ich glaube da waren wir einfach so in Richtung Disney und Sequoia Lodge orientiert gewesen, dass es uns gar nicht in den Sinn gekommen war.

Unser Zimmer war dasselbe wir im letzten Jahr, ganz am Ende eines Ganges und dementsprechend von Natur aus ruhiger. Ich packte schon mal alles Nötige fĂŒr den Abend und die Nacht aus dem Koffer und machte mich dann wieder auf in Richtung Parks
zumindest theoretisch.

„Ich, wie ich in den Parks bei keinem Ride lĂ€nger als 15 Minuten warten will, aber seit ner halben Stunde auf den Bus warte đŸ€Ąâ€œ, schrieb ich meinem Mann. Aber es war ja nicht zu Ă€ndern, die Busse waren alle irgendwie aus dem Takt, fielen aus und nun stand ich eben da.

Meine Familie war in der Zeit noch mal im Schwimmbad der Lodge gewesen; das hatte unser Sohn sich gewĂŒnscht. Nach einer kleinen wehmĂŒtigen „Wann gehen wir wieder ins Disneyland“-Situation vom Nachwuchs und ebenfalls einigem Pech mit den Bussen waren auch sie dann bald auf dem Weg ins Campanile. Sie bezogen das Zimmer und gingen dann nochmal eine Runde einkaufen. Mein Mann deckte sich erstmal mit Salat ein und zum Abendbrot holten die beiden sich Obst, GemĂŒse, Baguette und FrischkĂ€se und schickten mir spĂ€ter ein Bild von einem gemĂŒtlichen Picknick im Zimmer. Zwischendurch machten sie nochmal eine Runde zu den Tieren und verbrachten dann den Abend im Hotel.
 
MinervaMouse Imagineer
Ich war gegen 16:30 Uhr wieder im Disneyland Park angekommen und steuerte Victoria’s an. Schnell bekam ich einen Tisch; leider recht ungemĂŒtlich direkt vor der TĂŒr im Raum mit der gelben Tapete und den roten VorhĂ€ngen. Der Tisch stand mehr im Gang als wirklich im Zimmer, aber dafĂŒr hatte ich direkt neben mir zwei Steckdosen, um Handy und Powerbank noch ein bisschen laden zu können.

Das war es also nun! Das Victoria’s. FĂŒr mich gefĂŒhlt schon sagenumwoben, weil es bisher immer geschlossen hatte, wenn wir kamen, dabei aber die (bis zum 30. Geburtstag) einzigen hĂŒbschen Food Items im DLP bereithielt, die von der Aufmachung mit WDW mithalten konnten. Ja, meine Erwartungen waren hoch. Die Gestaltung war einsame Spitze und ich konnte mich kaum sattsehen! Zu gerne hĂ€tte ich mich ja alle „Exponate“ genau angeschaut, aber das wĂ€re leider schwierig geworden, ohne die anderen GĂ€ste zu stören. Ich bestellte mir „Minnie’s Festival of Sweets“ und einen koffeinfreien Kaffee mit Milch. Letzteres hatte die Kellnerin mir angeboten nach RĂŒcksprache mit der „Bar“. Als der (sehr schwarze) Kaffee kam fragte ich unglĂ€ubig, ob da wirklich Milch drin sei; sie versicherte es mir. Ich probierte, nope, keine Milch. Noch zweimal musste ich nachfragen, bis ich das Objekt der Begierde dann auch tatsĂ€chlich serviert bekam. Nötig war es, denn der „Kaffee“ wĂ€re sonst (auch trotz Zucker) nicht zu ertragen gewesen. Es ist leider nicht schwer, schlechten koffeinfreien Kaffee zu bekommen, aber der gab sich regelrecht MĂŒhe einfach furchtbar zu sein. Ich vermute es war löslicher Kaffee. Und auch sonst war ich vom Victoria’s was den Service und das Essen anging leider enttĂ€uscht. Die Patisserien waren hĂŒbsch, aber entsprachen ĂŒberhaupt nicht meinem Geschmack.

Entsprechend schnell war ich wieder draußen. Wer meine Berichte vom November und Dezember gelesen hat weiß, dass ich dem Victoria’s noch weitere Chancen gegeben habe und da bessere Erfahrungen gemacht habe. Auch wenn ich der Karte gerne ein bisschen deftige Hausmannskost hinzufĂŒgen wĂŒrde, sowas wie HĂŒhnerfrikassee mit Erbsen, Möhrchen und Kartoffelbrei oder so, das wĂŒrde das Ambiente perfekt abrunden.

Nun ging es in den Parkabend. Es war 17:30 Uhr und bis zur Parkschließung um 22 Uhr kostete ich die Zeit voll aus: Bei Space Mountain war ich ĂŒber die Single Rider Line innerhalb von 10 Minuten dran. Der Sprung ins Hyperspace hatte mein Thunfischbaguette im Rucksack ganz schön zerquetscht. Ups. Das hatte ich mir am Bahnhof noch schnell geholt und biss hier und da den Abend ĂŒber immer mal wieder von ab. Mit Servietten versuchte ich irgendwie, den Mayonnaisen-Rucksack-Kontakt in Grenzen zu halten.
Auch bei Indiana Jones verkĂŒrzte die Single Rider Line mit die Wartezeit von 30 Minuten auf 15. Highlight der Fahrt war eindeutig Cast Member Lionel, der (als einziger hier) voll in Character war und sich seinen Weg bahnte mit der AnkĂŒndigung, er wĂ€re vom archĂ€ologischen Team und mĂŒsste dringend zur AusgrabungsstĂ€tte. Sein Spirit und sein Rollenspiel auch beim „schnöden“ Zuteilen der Leute auf die Ride Vehicles waren so unglaublich bereichernd 😍 Von einer anderen CM klingelte kurz darauf das Diensthandy – mit dem Filmthema von Indiana Jones als Klingelton. Disney ĂŒberlĂ€sst wirklich nichts dem Zufall. So ein schönes immersives Erlebnis! Ich fuhr direkt nochmal mit 10 Minuten Wartezeit. Ihr wisst, wenn es irgendwie geht fahre ich Indy nie nur ein einziges Mal.
Bei Pirates standen 5 Minuten in der App, draußen dann 15 und tatsĂ€chlich waren es eher 20, denn es kamen sehr viele Leute durch den Ausgang rein.

Nach dem Motto „Park hopping is my cardio” wechselte ich gegen 19:15 Uhr in die Studios. Heute war Ratatouille wieder offen und mit 15 Minuten war ich dabei! (In den Studios nutzte ich bei allen Rides die Single Rider Line, das schreibe ich jetzt nicht jedes Mal dazu.) Danach ging es per Walk On zum Parachute Drop. Kurz darauf kam ich richtig in den Regen, aber ich war mit entsprechender Kleidung ausgerĂŒstet und so machte es mir nicht viel aus. Ich flĂŒchtete zum Zoetrope, das ich damit auch von meiner Liste streichen konnte. DafĂŒr schrieb ich die Animation Academy neu ganz oben drauf, wo gerade der CM vom letzten Kurs des Tages aufrĂ€umte. Der Regen hielt nicht lange und ich gab dem Avengers Ride noch ein paar Chancen – genauer gesagt drei 😁, dann reichte es mir. Heute bekam mir die Fahrt deutlich besser. Bei Spider Man sprang die Wartezeit fĂŒr die Single Rider gerade von 5 auf 15 Minuten, als ich kam, und in der Schlange sah ich direkt, dass selbst das niemals hinhauen konnte und da nur noch rund 20 Minuten bis zum Parkschluss waren und ich unbedingt noch Crush fahren wollte, durchquerte ich nochmal schnell den Park.

„RĂ€tsel: Was kommt nach 3x Flight Force?“, schrieb ich meinem Mann. Er mutmaßte: „Indiana Jones? Star Tours?“ und lag mit beidem falsch, denn die richtige Antwort war: „3x Crush“ 😇
Ich hatte so ein GlĂŒck, Leute! 40 Minuten waren fĂŒr die Single Rider Line angegeben, aber in der RealitĂ€t war es ein Walk On. Vor mir nur eine Person! Beim zweiten Mal musste ich dann auch nur 5 Minuten anstehen. So war noch Zeit fĂŒr ein drittes Mal, das mich ebenfalls nur 10 Minuten kostete. Wow! Was fĂŒr ein genialer Abend 😍

Und er war noch nicht vorbei, denn ich wechselte noch mal in den Disneyland Park. Ich schlenderte ĂŒber die Main Street, saugte ein letztes Mal die AtmosphĂ€re auf und dann zog es mich erneut zu Indiana Jones. Auch hier fuhr ich noch dreimal und hĂ€tte nicht glĂŒcklicher sein können. Bei Casey holte ich mir schnell noch einen „Mitternachtssnack“ fĂŒr spĂ€ter und schlĂŒpfte gerade rechtzeitig kurz vor 22 Uhr noch in die Schlange von Big Thunder Mountain
und zwar als letzte! Das war fĂŒr mich auch eine Premiere, die letzte in der Warteschlange eines so großen Rides fĂŒr den Tag zu sein 😎 Wie ich es geplant hatte, fuhr ich BTM wĂ€hrend des Feuerwerks. Ein grandioser Abschluss fĂŒr diesen Tag!

Wow! Alleine schon, dass ich im Campanile gewesen war, kam mir vor wie ewig her, so viel hatte ich noch erlebt! Ich kam zwar am Ausgang dann noch in die Massen, die vom Feuerwerk strömten, und verpasste direkt einen Bus, aber konnte beim Warten fröhlich und erfĂŒllt von diesem tollen Abend meine Pommes und Chicken Nuggets genießen. Das war wirklich der perfekte Disneyland-Tag gewesen! ❀
 
MinervaMouse Imagineer
Stimmt, da qualmen einem beim Lesen schon die Socken đŸ€Ł
Witzig, dass du das gerade so formulierst, denn ich habe an dem Abend noch ein Foto von meinen FĂŒĂŸen nach dem Schuhe ausziehen gemacht...und ich sage mal so, es ist nicht unwahrscheinlich, dass meine Socken tatsĂ€chlich zwischendrin mal gequalmt haben 😅
Donnerwetter. Wir schaffen es manchmal nicht einmal in 5 Tagen all diese Attraktionen zu erleben, wie du an einem einzigen Nachmittag und Abend.
RĂŒckblickend finde ich es auch unglaublich...unglaublich schön! Vor allem deshalb, weil es kein hin und her hetzen war, sondern sich ganz entspannt einfach alles so ergeben hat. Ich bin so dankbar fĂŒr diesen Abend!
 
MinervaMouse Imagineer
Epilog:
Vom Abreisetag weiß ich gar nicht mehr so viel. Beim FrĂŒhstĂŒck im Campanile war es noch mal stressig, einfach durch die laute und wuselige Umgebung. Unser Sohn hatte bei den Spielautomaten Streit mit anderen Kindern, die ihm Dinge wegnahmen, mit denen er gerade spielte
zuvor hatten mein Mann und ich uns auch schon in die Haare gekriegt. Wir waren einfach durchgerockt und bereit, wieder nach Hause zu fahren.

SpĂ€ter spielte unser Sohn entspannt mit einem anderen Kind bei den Ziegen draußen. War ich am Vormittag möglicherweise nochmal im Disney Village gewesen, Souvenirs kaufen? Mir ist so, aber ich kann es nicht mehr genau nachvollziehen. Genauso wenig wie ob und was wir zum Mittag gegessen haben. Hatte mein Mann uns noch was im Supermarkt besorgt?

Beim Mittagsschlaf im Hotel klopfte trotz „Bitte nicht stören“-Schild das Housekeeping an der TĂŒr. Offenbar war unser Late Check-Out nicht bis zum Reinigungspersonal durchgedrungen und auch beim tatsĂ€chlichen Check-Out stießen wir an der Rezeption auf verdutzte Blicke. Das nutzt wohl so gut wie nie jemand. Unseren Sohn mussten wir leider wecken, kurz bevor um 14:30 Uhr unser Shuttle zum Flughafen kam. Dieses Mal gab es sogar einen Spiderman-Kindersitz! Auch die RĂŒckfahrt war sehr angenehm und komfortabel.

Am Flughafen hatten wir den Check-In schnell erledigt und auch der Weg zur GroßgepĂ€ckabgabe fĂŒr den Kinderwagen war nicht weit. Am Gate vertrieben wir uns die Zeit mit einer kleinen Kaffeestunde und mein Mann spielte etwas Ball mit unserem Sohn. Unser Flug ging pĂŒnktlich und wir Eltern waren einfach nur heilfroh, dass wir die Möglichkeit des Mittagsschlafs im Hotel gehabt hatten, denn das entspannte alles sehr. Nur bis das GepĂ€ck, insbesondere der Kinderwagen, am BER wieder bei uns angekommen waren, dauerte es ein Weilchen. PĂŒnktlich zur eigentlichen Schlafenszeit unseres Kleinen stiegen wir in die S-Bahn und hatten noch ĂŒber eine Stunde Fahrt vor uns, aber auch die ging irgendwie vorĂŒber, mit viel Kuscheln und einer Folge Sesamstraße. Gegen 22 Uhr kamen wir zu Hause an und fielen kaputt, aber mit erfĂŒllten Herzen von den Erlebnissen der wunderschönen Disney-Tage, in unsere Betten.
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Eine kleine Notiz noch von mir zu den Gardens of Wonder: Im Vorfeld auf Bildern, muss ich sagen, fand ich die Figuren einfach nur schrecklich. Vor Ort wurde ich auch kein Fan von ihnen, aber sie sind in der RealitĂ€t kleiner, als sie oft auf Fotos wirken und damit „störten“ sie mich zumindest nicht 😅 Mein Mann fand sie dagegen sehr hĂŒbsch.

Und die goldene Kette, wegen der ich so aufgelöst war und die Odyssee durchs Village hingelegt hatte
sie blinkte mir im November und Dezember bei meinen Besuchen von sĂ€mtlichen SchmuckstĂ€ndern des Resorts entgegen. Die Aufregung war also wirklich umsonst gewesen. Inzwischen habe ich sie schon mehrfach zu besonderen AnlĂ€ssen getragen und sie gehört zu meinen liebsten SchmuckstĂŒcken und Souvenirs aus dem Disneyland.
 
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