Das Board of Directors soll noch nächste Woche zusammenkommen, um über seinen Nachfolger zu entscheiden.
Aktuellen Berichten zu Folge sind die aussichtsreichsten Kandidaten zur Zeit Josh D'Amaro (aktuell Vorsitzender von Disney Experiences - wozu auch der Bereich Disney Parks gehört), dicht gefolgt von Dana Walden (aktuell Co-Vorsitzende von Disney Entertainment).
Außenseiterchancen werden auch James Pitaro (aktuell Vorsitzender von ESPN) und Alan Bergman (aktuell ebenfalls Co-Vorsitzender von Disney Entertainment) eingeräumt.
Meiner Meinung nach bräuchte die Walt Disney Company mal wieder einen CEO von Außen, idealerweise in einem Duo wie das ab 1984 mit Michael Eisner und Frank Wells der Fall war und bis zu Walts Tod mit Walt und Roy Disney.
Die Kombination aus Kreativem und sachlichem Finanzfachmann hat Disney immer besonders gut getan, gerade in schwierigen Phasen.
Die Wahl rein aus dem aktuellen inneren Kreis birgt die Gefahr, dass zuviel in eingefahrenen Strukturen gedacht und immer weiter den selben Mustern gefolgt wird.
Das mag wirtschaftlich nicht schlecht sein, es ist aber eben auch nicht zukunftsweisend, nicht Optimismus weckend - die lange quasi Stagnation des Aktienkurses bildet das ganz gut ab.
Ich bin auch kein großer Fan von Josh D'Amaro und kann mich dem Hype um ihn nicht anschließen. Er wirkt nett und zugänglich und immer lächelnd, das will ich gar nicht bestreiten, aber in der Ära Chapek folgte er viel zu deutlich dessen katastrophalen Entscheidungen in Hinblick auf die Parks, obwohl er genug eigene Machtposition und Einfluss hätte haben müssen, um nicht allem widerstandslos zu folgen.
Zuvieles hinsichtlich der Parks hat mich beim Duo Chapek/D'Amaro an das "schreckliche Duo" Paul Pressler/Cynthia Harris erinnert, als dass ich viel Hoffnung in einen CEO D'Amaro setzen könnte.


