Hercules - Eine unerwartete Reise

Lieber Leser,

Ihr habt mich schon mehrfach gefragt, ob ich Euch von allen meinen Abenteuern erzählt habe. Und während ich ehrlich sagen kann, dass ich Euch stets die Wahrheit erzählt habe, habe ich Euch vielleicht nicht alles erzählt.
Inzwischen bin ich älter geworden, liebe Leser. Und ich bin nicht mehr der, der ich einst war. Ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, Euch zu erzählen, was wirklich geschehen ist. Es begann vor geraumer Zeit, in einem Land, weit im Norden. Ein Land so flach, wie man es sonst nirgendwo findet. Dort liegt eine Stadt mit Namen Lingen. Die verwinkelten Gassen, die unübersichtlichen Brücken und Straßen, der reißende Strom machten es für fremde Horden, nicht einfach sich dort zurechtzufinden. Viele Jahre des Friedens und der Ruhe lagen hinter der Stadt und ihren Bewohnern. Doch aus dem Osten zogen dunkle Wolken auf. Ein Bewohner wollte das Schlimmste verhindern und fasste einen tapferen Entschluss. Mit Magie gedachte er die Düsternis zu vertreiben. Sollte er es allein wagen? Und da, mein lieber Leser, da komme ich ins Spiel.

In einer Stadt im Süden, lebte ein Mann unter dem Dach. Nicht direkt unter dem Dach, aber hoch genug über den Dächern von Bochum. Das war seine Höhle. Gemütlich und warm. Sein Ort des Rückzuges vom Alltäglichen. Einige Menschen wunderten sich über ihn. Sein fehlen in den sozialen Netzen zum Beispiel, aber er tat diesen neumodischen Kram als Humbug ab. Er beschränkte sich auf elektronische Post und einem Marktplatz zum Austausch von Neuigkeiten. Dort schrieb und erzählte er von seinen Abenteuern in einem fernen, fantastischen Lande namens Disneyland. Erheiterte sich an den Geschichten anderer und schmunzelte des öfteren über Fragen zum fantastischen Land im Westen des Kontinentes.
Er hatte noch nicht die Erzählung seines letzten Abenteuers zu Ende gebracht, als eine Eule mit ihrem Schnabel an seinem Fenster klopfte. (Ähm nein, falscher Film, ähm Märchen, ach Sie wissen schon.) Also keine Eule, nein ein kleines Symbol zeigte an, dass sich Post in seinem Postfach eingeschlichen hatte. Ein Postbote, namens Torsten, teilte dem Manne mit, dass eine Nachricht aus dem Forum für ihn hinterlassen worden sei. Nun, Neugier dein Name sei Katze. Also schlich sich der Mann ins Forum und öffnete die Nachricht eines Unbekannten.
 
Lange genug hat es gedauert. Weiter geht es...

Einige Monate zuvor...

Ich saß an meinem Arbeitstische. Eine dampfende Tasse, heißen Gebräus, versetzt mit Milch neben mir. Da bemerkte ich den Eingang einer Nachricht. Ich hatte nichts Besseres zu tun und entschloss mich sie zu öffnen. Ein in den Weiten des Forums als MikeFink bekannter Forist erinnerte mich an eine von mir verfasste Äußerung im Forum, dass ich noch einen kurzen Besuch im Land der Träume machen wollte. Er habe des Gleichen geplant und wenn es mir genehm sei, wäre das doch eine Gelegenheit diesen Besuch gemeinsam zu gestalten. Nun sind wir Privathobbits eher scheue Wesen. Ein wenig wortkarg und eigenbrötlerisch. Sollte ich auf das Angebot eingehen? Wenn ja, für einen Tag? Oder gar mehr? Ein Blick auf den Kalender verriet mir, dass es sicher grundsätzlich keine Probleme geben dürfte, es war keine Ferienzeit und noch weit genug vom Jahresende entfernt. Und war ich nicht schon vorher solche Wagnisse eingegangen? Reisen in ferne Länder mit eher weniger bekannten Reisegenossen. Außerdem konnte ich so noch Freunde in der Nachbarschaft besuchen, die schon Recht oft auf einen Besuch gepocht hatten.
Also kurz darüber geschlafen und eingewilligt den Besuch gemeinsam zu gestalten. Daheim in meiner gemütlichen Höhle ahnte ich lange nicht, wie kompliziert es sein könnte aus den nördlichen Gefilden in die westlichen Lande zu kommen. Deshalb plante ich meinen Besuch bei Freunden, um von dann meinen Kurzbesuch anzutreten. Da erreichte mich der Hilferuf von MikeFink. Es schien so, als hätten sich die Mächte der Finsternis gegen ihn verbündet. Wollten sie ihn doch nur mit nicht gerade geringen Umwegen ins Land der Träume reisen lassen. Man sollte meinen, dass wichtige Zentren der Welt inzwischen bessere Verbindungen hätten. Ich fand es auch ziemlich erschreckend, dass selbst die verhältnismäßig kurze Entfernung zwischen unseren Heimstätten nicht einfach zu überwinden wäre, wenn man die Transportmöglichkeiten nutzte, die allen Weltenbewohnern zur Verfügung stünden. Da meine Freunde nicht sehr weit entfernt von MikeFink ihre Behausung hatten, bot ich jenem an, ihn mit meinem Gefährt daheim abzuholen und gemeinsam die große Reise von Beginn an anzutreten.

Die Tage bis zur Reise vergingen wie im Fluge. MikeFink überforderte mich noch mit einer, nein es waren sogar zwei, sehr detaillierten Listen der visuellen Möglichkeiten, wie wir uns auf unsere Reise einstimmen könnten. Schließlich entschloss ich mich für ein Angebot. Unnötig darauf hinzuweisen, dass wir doch etwas anderes taten. Ich kündigte meine Ankunft an, die Neugier auf das Kommende wuchs und wuchs und dann war es soweit und die sprechende Dame in meinem Gefährt bekam den Auftrag mich nach Lingen zu führen.

Mit meinem Gastgeber und Mitreisenden hatte ich verabredet am frühen Abend anzukommen. Und so erreichte ich die Wohnstatt Mikes gegen 18:00 Uhr. Ein wenig nervös klingelte ich und stieg die unendlichen Treppen nach oben. Neugierig überlegte ich mir, wer mich da oben wohl in Empfang nehmen würde. Und es stellte sich heraus, dass mein Gastgeber ein überaus freundlicher, und wie sich im Laufe der Zeit auch herausstellen sollte unterhaltsamer, Zeitgenosse war. In der Wohnung war ich wie erschlagen. Das Zimmer in das ich geführt wurde glich einem Museum. Es gab so viel zu entdecken und so wenig Zeit. Dann schließlich wollten wir uns ja auch unterhalten und kennenlernen. So verging der Abend bei Musik, einem kleinen Imbiss und Gesprächen wie im Fluge. Und die Zeit bis zur Abfahrt verrann. 0:15 packten wir uns Mikes Gepäck und wir stiefelten los. Der Himmel über Lingen vergoss schon den ganzen Abend über unserer Abreise Tränen. Doch es sollte ihm nichts nutzen. Mike und ich waren entschlossen den nördlichen Gefilden den Rücken zu kehren und gen Land der Maus zu reisen.

Die freundliche Dame im Auto leitete uns über gefühlt alle Autobahnen, die die Niederlande zu bieten hatte. Aber das war letztlich egal. Wir erreichten schnell und ohne Komplikationen die Stelle, an der man ein Ticket zog, um die besseren Autobahnen in Frankreich zu nutzen. An der Zahlstelle überraschte man mich damit, dass der Preis höher als gewohnt war. Ich entdeckte, das wir Premium Class gefahren waren? Sehr interessant. War doch weder Sonntag, noch Feiertag, noch sonst etwas Besonderes, dass drei Euro Aufschlag rechtfertigten. Nun ja, das Wetter war beständig besser geworden, seit wir die Heimat verlassen hatten. Möglicherweise wurde uns das in Rechnung gestellt? Egal. Wir waren fast am Ziel.
 
MikeFink Cast Member
Mein 3. Kapitel ist derzeit noch in Arbeit und wird im nächsten Jahr erscheinen. Habe Angst das es zwischen Weihnachten und Neujahr übersehen werden könnte. Oder ist es zur erhöhung der Spannung???

Und das mit den vielen Treppen dürfte sich ja ohnehin von vorherein verstehen: wir Junggesellen geben ja sehr gerne mit der Penthousewohnung an. :cheesy::cheesy: Will sagen alle Gebäude in Lingen die 10m überragen verdienen es Wolkenkratzer genannt zu werden.

Ein Blick auf meine Person wird Ihm auch gesagt haben das ich ebenfalls zur Gattung der Hobbits gehöre. Denn bei meinem Umfange sind es mit Sicherheit die 7 Mahlzeiten am Tage die ihn daran erinnerten: 1. und 2. Früstück, der 11 Uhr Imbiss, Mittagessen, 5 Uhr Tee, Abendessen und Nachtmahl.

Auf jeden Fall auch hier bleibt die Spannung erhalten. :bye:
 

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