Unfall bei Pirates of the Caribbean

eve Imagineer Azubi
Ab sofort und bis auf weiteres ist PotC geschlossen!
Gestern kam es dort zu einem Zwischenfall bei dem ein 5-jähriger Junge lebensgefährlich verletzt wurde es wird nun untersucht wie es zu dem Unfall kamen konnte.
Quelle: FB Dlrp Express
und FB InsideDLParis

Edit: Habe nun die Quellenangaben ergänzt.
 
tinyballoflight Stammgast in den Parks
Das ist so unheimlich, ich stand gestern noch davor und hab mit mir gehadert, ob ichs noch fahre oder nicht (was ich sonst nie tue... also das hadern, nicht das nicht fahren :D ), und habs dann letztendlich gelassen. Kaum als ich nach Hause kam, schreibt mir ne Freundin ne SMS mit dem Unfall.
Überall steht ja was von lebensgefährlich verletzt, ich hoffe wirklich, der Kleine schaffts...
 
MinnieMouse Imagineer
Teammitglied
So wie man liest soll der Junge wohl während der Fahrt aufgestanden sein und sich aus dem Boot gelehnt haben, bei einem Ruck hat er dann das Gleichgewicht verloren und ist ins Wasser gefallen, das folgende Boot hat ihn dann wohl überfahren ... Das habe ich gestern irgendwo auf einer der diversen Disney Seiten auf FB gelesen.

Keine Ahnung ob diese Info so korrekt ist ........
 
RubeusHelgerud Cast Member
Das beweist aber auch, wie wichtig es ist, das auch die "einfachsten" Sicherheitsanweisungen Ihre Berechtigung haben.

Wenn ich mich daran erinnere, wie manche Eltern Ihre Kinder in den anscheinend "harmlosen" Attraktionen "herumzappeln" lassen (also aufstehen, ins Wasser patschen usw.), da wundert es mich, dass da nicht schon eher etwas schlimmes passiert ist.

Und auch die "Grossen" benehmen sich oft auch..... Na Ihr wisst schon...:butcher:
 
Bambi74 Cast Member
RubeusHelgerud schrieb:
Und auch die "Grossen" benehmen sich oft auch..... Na Ihr wisst schon...:butcher:
Das stimmt!!! Man erklärt seinen Kindern nach dies nicht und das nicht .....
und dann machen es die "Großen" falsch vor.

Na, was dann gefragt wird, könnt ihr Euch ja vorstellen.

Trotz allem hat man ja die Verantwortung für seine Kinder und wenn das Alles wirklich so passiert ist, dann finde ich das noch viel Schlimmer....

Hoffentlich geht das gut aus.
 
mickeymaus83 Cast Member
Ich find nur nicht gut das das wieder als Negativ Schlagzeile da gelegt wird, wobei da ja Dinsneyland nichts dafür kann. Schlimm ist es ja aber man sollte sitzen bleiben wenn man es gesagt bekommt. Traurig
 
eve Imagineer Azubi
schumidog schrieb:
MinnieMouse1010 schrieb:
Ja, das Thema läuft schon in dem Thread "wann hat was geschlossen", da gibt es auch schon einige Antworten und Meinungen dazu ......
Vielleicht könnte man die hier zusammen führen. Der andere Thread ist ja eigentlich für die Schließungen da
Genau so sieht es aus! Daher werde ich mich gleich darum kümmern!

mickeymaus83 schrieb:
Oh Sorry, ich habe gesucht und nix gefunden. Kann es einer verschieben wenn es geht bitte
Keine Sorge mickeymaus Du hast alles richtig gemacht! Ich hätte heute morgen gleich noch einen passenden Thread eröffnen sollen. Aber Thread zum Unfall und die Info zu den geschlossenen Zeiten habe ich unterwegs einfach nicht so schnell hinbekommen also eigentlich mein Fehler ;)
Hatte mich für die Schließungsinfo entschieden damit die nicht woanders unter geht.

 
daniel Besucht die Disney University
http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_66280780/fuenfjaehriger-verletzt-sich-in-disneyland-paris-schwer.html

Aus dem Artikel:
Übereinstimmenden Aussagen zufolge sei Iban in dem Boot aufgestanden, bevor die Fahrt zu Ende war. Er verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Der Junge habe nicht auf die Lautsprecher-Durchsagen geachtet, die die Passagiere auffordern, bis zum völligen Stillstand der Boote sitzen zu bleiben, sagte ein Justizsprecher.



Genau wie ich es mir gedacht habe als ich von einem Unfall bei den Piraten gehört habe! Anders ist es fast unmöglich hier verletzt zu werden. Es sei denn der schwingende Pirat lässt plötzlich los... Leider wieder ein Fall wo Sicherheitshinweise nicht befolgt werden und Eltern nicht auf ihre Kinder aufpassen wie sie sollten. Büßen müssen es alle Besucher indem die Bahn für einige Zeit geschlossen wird. Trotzdem, hoffen wir das Beste für den kleinen Jungen! So schlimmm das ganze auch ist, hoffe ich dass dadurch viele Eltern aufmerksam gemacht werden, besser aufzupassen! Leider kommt es bei fast allen Medienberichten so rüber als sei das DLRP schuld! Denn wer die Bahn nicht kennt denkt sich, dass eventl. ein Sicherheitsgurt nicht funktionierte oder die Bahn einen Defekt hatte. T-Mobile.de war bislang der 1. Bericht welcher das mit dem aufstehenden Kind geschrieben hat...
 
eve Imagineer Azubi
So ich habe die entsprechenden Beiträge hier eingefügt und den Threadtitel etwas konkretisiert ;)

Dann auch mal meine Meinung dazu:
Echt ne sch... Sache die da passiert ist! Als aller erstes hoffe ich für den Jungen und seine Familie das er durchkommt und es ohne bleibende Schäden übersteht!

Aber auch ich habe sofort gedacht: selbst Schuld! So hart es ist, aber an jeder Attraktion stehen die Sicherheitshinweise, in den Booten sind nochmals Schilder die darauf hinweisen sitzen zu bleiben und auf Kinder zu achten und sie entsprechend zu instruieren!
Wenn das Boot erstmal unterwegs ist kann Disney da wenig machen, wenn sich die Leute nicht an die Sicherheitsbestimmungen halten erst Recht nicht. Da gilt es dann nur noch die Bahn so schnell wie möglich zu stoppen und Rettungsmaßnahmen einzuleiten (was scheinbar geschehen ist).
So wie sich die Artikel zur Sachlage bisher darstellen klingt es eindeutig nach verletzter Aufsichtspflicht der Eltern. Und für sowas fehlt mir, auch wenn ich damit vielleicht bei einigen Personen für Unmut sorge, echt das Verständnis.
Ich habe zwar (noch) keine eigenen Kinder aber bei meiner früheren Arbeit als Integrationshelferin und in meiner jetztigen Tätigkeit als Lehrerin habe ich Verantwortung für andere Kinder und ich bin persönlich ein absoluter Schisser und würde um so mehr auf die Kleinen achten. Mir ist es persönlich einfach nicht begreifbar wie man da so fahrlässig sein kann (besonders Eltern die das Aufstehen und rumlaufen in Booten auch noch vormachen)!
 
RubeusHelgerud Cast Member
Den gelinkten Bericht auf N-24hab ich gerade gelesen - so ganz korrekt ist der ja nicht.... Die schreiben da "Wildwasserbahn" und "Wagen"....... Wer PotC nicht kennt, der bekommt ja auch wieder einen völlig falschen Eindruck. Auch das der Junge aus der Bahn " fliegt " ist ja wohl in dem Zusammenhang völlig falsch......:thumbsdown:

Na ja, genaue Recherche und Wortwahl ist ja heute schon nicht mehr selbstverständlich...
 
Bambi74 Cast Member
eve schrieb:
ich bin persönlich ein absoluter Schisser und würde um so mehr auf die Kleinen achten. Mir ist es persönlich einfach nicht begreifbar wie man da so fahrlässig sein kann (besonders Eltern die das Aufstehen und rumlaufen in Booten auch noch vormachen)!
Mein Reden. Mein Sohn sagt schon mit seinen vier Jahren:"Das macht man nicht". Und dann kommt logischerweise die "Warum machen die das dann" Frage. Berechtigterweise.

Wir haben uns eben gefragt, wie die Helfer schnell zu einem Unfall gelangen können? Gibt es da spezielle Rettungswege im Park? Haben uns da noch nie Gedanken drüber gemacht, bzw. Gott sei Dank nie machen müssen.
 
RubeusHelgerud Cast Member
eve schrieb:
Gibt es da spezielle Rettungswege im Park? Haben uns da noch nie Gedanken drüber gemacht, bzw. Gott sei Dank nie machen müssen.
Da gibt es einige - das ist gut organisiert. Wenn DU Dir Disneyland mal auf Google Earth anschaust kannst Du sehen, dass ums DL einige "Service-Strassen laufen; auch recht grosse.Darüber gab es auch mal eine Passage in einer Reportage. Und Notärzte kommen bestimmt auch gut und schnell durch die unterirdischen Servicegänge, die es meines Wissens auch im DLP gibt...

Und - Im Pirates z.B. gibt es ja auch einige Notausgänge/-eingänge - wenn Du ganau schaust, sind über einigen Türen der Deko die kleinen grün leuchtenden Notausgangsschilder. Das findet man auch in anderen Attraktionen. Bei Pirates sieht ein "ausserplanmässiges Verlassen der Karibik" dann z.B. so aus:

[youtube]8HfXTFzDMzU[/youtube]
 
MinnieMouse Imagineer
Teammitglied
eve schrieb:
Aber auch ich habe sofort gedacht: selbst Schuld! So hart es ist, aber an jeder Attraktion stehen die Sicherheitshinweise, in den Booten sind nochmals Schilder die darauf hinweisen sitzen zu bleiben und auf Kinder zu achten und sie entsprechend zu instruieren!
Wenn das Boot erstmal unterwegs ist kann Disney da wenig machen, wenn sich die Leute nicht an die Sicherheitsbestimmungen halten erst Recht nicht. Da gilt es dann nur noch die Bahn so schnell wie möglich zu stoppen und Rettungsmaßnahmen einzuleiten (was scheinbar geschehen ist).
So wie sich die Artikel zur Sachlage bisher darstellen klingt es eindeutig nach verletzter Aufsichtspflicht der Eltern. Und für sowas fehlt mir, auch wenn ich damit vielleicht bei einigen Personen für Unmut sorge, echt das Verständnis.
Ich bin da ganz bei Dir, auch ich dachte sofort "selbst schuld".

Wenn man sieht was die Eltern ihren Kindern alles erlauben, da wird während der Fahrten rumgealbert, es darf auf den Dekorationen (Statuen vor dem WoD Store, Minnie´s Atelier, Deko vor Cars) herumgeklettert werden, alles wird dreckig und kaputt gemacht und fällt das KInd dann herunter und tut sich etwas wie jetzt bei POTC, hat der Park schuld und nicht die Eltern ..... :teufel:

Ich hoffe das POTC bald wieder aufmacht, denn es ist ja eigentlich klar dass das Kind schuld ist an dem Unfall oder besser die Eltern die nicht aufgepasst haben und kein Fehler des Rides vorliegt ...... wie viele Sicherheitshinweise soll man denn noch anbringen oder wie viele Durchsagen sollen noch gemacht werden?
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Liebe Leute,

wir wissen alle nicht, wie es genau absgelaufen ist - also geht mir das hier mit Schuldzuweisungen an die Eltern und Kind VIEL zu weit.

Und MinnieMouse - Deinen Beitrag, und in Ansätzen auch den von EVE, finde ich deutlich zu familien- und kinderfeindlich.

Ich möchte mal sehen, ob Ihr, wenn Ihr Kinder hättet, die zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle haben würdet.
Und ob ihr in Sekundenbruchteilen reagieren könntet, wenn Euer Kind aufspringt.

Und mich würde interessieren, ob Ihr als Kinder die Unschuldsengel gewesen seid, so wir ihr gerne alle Kinder im DLP es Eurer Meinung nach eigentlich sein sollten.
Niemals Grenzen ausgetestet? Niemald Grenzen überschritten?
Wow, muß das eine lahme Kindheit gewesen sein.
Dafür ist eine Kindheit nämlich auch da.
Kein Mensch kann sein Kind zu 100% zu jeder Zeit unter Kontrolle halten.
Aber wer denn gerne über Familien mit Kindern meckert, vergisst oft, wie er selbst als Kind war.

Ja Walt Disney, wollte einen Park, der sich nicht nur an Kinder richtet, aber er wollte auch keinen, der sich NUR an kinderlose Erwachsene richtet. Wir haben ja selbst auch keine, aber ich denke, man sollte nicht nur besseres Verhalten von Kindern erwarten, sondern auch akzeptieren und respektieren, dass sich Kinder eben anders verhalten, als Erwachsene - dafür sind es Kinder!!!

Und jetzt diesen traurigen Vorfall als eine Gelegenheit zu einer Generalabrechnung mit Familien & Kindern zu nutzen halte ich für eine Unverschämtheit.
Dafür taugt der Aufhänger nicht.
Es ist was grundlegend anderes, ob so ein Unfall passiert, oder ob ein Kind Beete zertrampelt.
So ein Unfall kann in Sekundenbruchteilen passieren, bevor die Eltern überhaupt reagieren können, wohingegen sie beim Beete zertrampeln etc. genug Zeit haben, dem entgegen zu steuern.

Ich gebe im übrigen auch nicht dem Park die Schuld (woran auch?), aber auch nicht zwingend den Eltern.
Es kann auch schlicht "nur" ein Unfall gewesen sein, in dem nicht mehr genug Zeit zum reagieren war.
Dazu wissen wir alle zu wenig darüber, wie es genau passiert ist.

Und was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, vollkommen egal, wie es abgelaufen ist, ist, dass es anscheinend für einige viel wichtiger ist, ob die Attraktion morgen oder übermorgen wieder fährt, als ob es dem Kind besser geht.
Da sind meiner Meinung nach aber die Koordinaten des Wertesystems ganz schön verschoben, wenn man sowas in den Vordergrund stellt :crazy-gr:
 
RubeusHelgerud Cast Member
Nun - warum darf man das nicht spontan denken? Ein Unfallopfer tut einem doch primär immer leid - ist bei mir jedenfalls so - egal, wie die Umstände waren.

Der Unfall ist leider passiert und kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden - da nutzt es auch nichts, wenn man seinen Wunsch, dass PtoC bald wieder in Betrieb genommen wird nicht ausspricht bzw. ausschreibt. Da liegt m.E. keine Werteverschiebung vor.
 
Flynn_Rider Cast Member
Verschobene Wertvorstellungen???? Hm…absolut nicht!

Hätte man in „Bildzeitungsmanier“ vielleicht vorerst mitteilen müssen wie schrecklich der Unfall ist! Nö! Ich nehme den Unfall zu Kenntnis – denke an die Familie und was sie gerade durchlebt - nicht mehr und nicht weniger und hoffe dann aber auch, dass die Attraktion bald wieder öffnet! Was ist daran falsch???? Oder – WAS wird daran „falsch gemacht“?
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
RubeusHelgerud schrieb:
Der Unfall ist leider passiert und kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden - da nutzt es auch nichts, wenn man seinen Wunsch, dass PtoC bald wieder in Betrieb genommen wird nicht ausspricht bzw. ausschreibt. Da liegt m.E. keine Werteverschiebung vor.
DAS stimmt, Rubeus.
Ich sage ja auch nicht, dass man PoTC nicht heute wieder aufmachen soll oder darf.
Ob Pirates auf oder zu hat, ändert nichts an dem was geschehen ist und was mit dem Kind noch geschehen wird.

Was mich stört ist, dass einige die Frage in den Vordergrund stellen!

Dass einigen Leuten die Frage wichtiger ist, auch bei Facebook etc. an vielen Stellen, OB PotC wieder aufmacht, als was mit dem Kind ist. Als sei die Öffnung von Pirates wichtiger, als das was mit dem Kind passiert.
Wenn ich bei Facebook zum Beispiel Kommentare lesen wie, jetzt sinnbildlich gesprochen: "Hey, Leute, ist ja schön und gut mit dem Kind und so, aber bitte bitte sagt mir doch vor allem ob PotC wieder schnell aufmacht" kommt mir das Grausen.

Was dazu kommt: Ich gebe zu, dass den aktuellen Berichten nach, es wirklich so aussieht, als seien die Eltern schuld.
Aber bevor das nicht SICHER gerklärt ist, denn was offizielles weiß noch niemand von uns, können wir ALLE nur spekulieren.
Und deshalb halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass die Bahn eben noch zu ist, weil es Sicherheitschecks gibt. Gibt es zum Beispiel ein Sicherheitssystem, dass hätte greifen müssen und die Boote stoppen müssen, dass aber nicht funktioniert hat?

Und was mich auch stört, und das betrifft vor allem den Beitrag von MinnieMouse, ist, dass man den Anlass jetzt einfach nutzt, um zu einer Generalabbrechnung mit Familien mit Kindern auszuholen.
Und DAS ist dem traurigen Anlass sicher nicht angemessen.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Flynn_Rider schrieb:
Verschobene Wertvorstellungen???? Hm…absolut nicht!
Hätte man in „Bildzeitungsmanier“ vielleicht vorerst mitteilen müssen wie schrecklich der Unfall ist! Nö! Ich nehme den Unfall zu Kenntnis – denke an die Familie und was sie gerade durchlebt - nicht mehr und nicht weniger und hoffe dann aber auch, dass die Attraktion bald wieder öffnet! Was ist daran falsch???? Oder – WAS wird daran „falsch gemacht“?
Legitm, dass Du das hoffst. Ich hoffe das auch.
Aber das das in den Vordergrund gestellt wird, das finde ich nicht in Ordnung.

Und mit dem verschobenen Wertesystem meine ich auch nicht solche Äußerungen, dass man das hofft, siehe meine Antwort an Rubeus, sondern das einigen die Frage die wichtigere zu sein scheint.

Und was ich am schlimmsten finde, ist, wie auch gerade geschrieben, die Nutzung des Themas, um über Familien mit Kindern allgemein herzuziehen. Dafür gibt es genug Threads, wo man seinem Unmut über auf Statuen kletternde Kids etc. freien Lauf lassen kann.
Aber hier passt es nicht im mindesten her.
 
Flounder Cast Member
Aloha,

so ganz an mir vorbei gehen weder die Diskussion noch die Inhalte und als Vater einer bald 4jährigen und Stiefvater einer gut 11 ½ jährigen denke ich in diesen Bereichen über ein paar wenige selbst gesammelte Erfahrungen zu verfügen. Ich zitiere jetzt auch nicht noch einmal die verschiedenen Aussagen, sondern gehe sie recht strikt durch.

Sicherheitsanweisungen sind in jedem Falle zu befolgen. Da bedarf es keinerlei Beweise in dieser Form. Es ist unsinnig, dass erst ein Unfall beweist, dass etwas notwendig ist. Sicherheitskonzepte und damit beauftrage Personen haben sich schon lange vor Öffnung der Attraktion Gedanken gemacht und diese resultieren eben auch in den Anweisungen. Dass 99,99% aller Besucher diese auch befolgen, könnte man an der Zahl der Un- und Zwischenfälle ableiten. Letztlich muss man es aber auch nicht weiter diskutieren. Es ist einfach tragisch, dass etwas passiert ist. Wie es passiert ist und inwiefern Eltern verantwortlich sind (die sicherlich nicht mutwillig Sicherheitsanweisungen ignoriert haben) wird sich noch zeigen.

Wie bereits erwähnt habe ich 2 Kinder. Wer selbst Kinder hat weiß, dass das Sicherheitsdenken und -gefühl denen gegenüber ein gänzlich anderes ist als bei zum Beispiel Patenkindern, betreuten Kindern oder wie auch immer man es nennen mag. Kein Elternteil wird sein Kind dazu ermuntern in solch einer Attraktion aufzustehen, ins Wasser zu patschen oder in sonstiger Form die Sicherheitsanweisungen zu missachten. Auch wenn hier vermehrt berichtet wird, dass es einen Großteil von Eltern geben soll, die so vorgehen, so bezweifle ich das stark und kann selbiges als aktiver Freizeitparkgeher auch nicht bestätigen. Dass man über Verhaltensweise streiten kann (ein lieber Gruß geht hier einmal an alle Buschpinkler) steht außer Frage. Aber so einige Vergleiche in diesem Thread sind so absurd wie die Jahreszeiten verschieden (sein sollten) ;)

Dass das DLP nunmehr mit diesem Unfall und der damit verbundenen Negativschlagzeile in eben diese gerät lässt sich nicht vermeiden. Das ist ein wenig wie beim Fußball -> ein Fan seiner Mannschaft macht irgendeinen Unfug und schon sind alle andere Fans ebenso. Das zieht sich quer durch alle Bereiche des Lebens. Insofern ist es umso wichtiger, dass eine Klärung des Falles herbeigeführt wird und die Öffentlichkeitsarbeit an erster Stelle steht – und natürlich auch die Attraktion schnellstmöglich wieder geöffnet wird. Allerdings sind all diese Gedanken hinter das Wohl des Kindes zu stellen und niemand, der eigene Kinder hat, würde auch nur auf die Idee kommen gleich daran zu denken was entweder Kinder noch „im Park anstellen“ oder wann die Attraktion wieder öffnet. Den Begriff der Werteverschiebung wird zumindest jedes Elternteil in diesem Zusammenhang sofort verstehen.

Der Gedanke: „Selbst Schuld!“ sollte öffentlich nicht ausgesprochen werden. Man darf es denken, und sollte dann auch weiter darüber nachdenken. Dann wird man schnell zu der Erkenntnis kommen, dass diese Aussage vollkommen haltlos ist. So haltlos, wie es Kinder manchmal sind. Es ist übrigens erstaunlich – auf der einen Seite gelten Eltern, die ihre Kinder an eine Leine nehmen (ganz genau – wie Hunde nehmen manche Eltern ihre Kinder an die Leine) als sozial fragwürdig und Kinder, die ihre Eltern laufen lassen und denen dann etwas passiert sind gleich der Kern allen Übels. Merkt Ihr etwas? Was und wie man es macht, von den kinderlosen (ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Ihr besser Bescheid wisst) Menschen kommen immer wieder die gleichen Aussagen und ich frage mich, ob sie jemals selbst Kind gewesen sind oder in Disney einen Ausgleich für eine bescheidene Kindheit suchen?! Aber das ist auch nur ein unvollendeter Gedanke meinerseits.

Aufstehen und Rumlaufen in Booten -> manchmal frage ich mich, was Ihr so alles seht. Ich war ja nun schon 1 oder 2mal im DLP, aber die von einigen bezeichneten „Eskapaden“ (so liest es sich) konnte ich in der Form noch nicht erleben. Ich bin ja geneigt zu fragen, ob hier einige zu Übertreibungen neigen? Die Gäste in Paris verhalten sich an vielen Stellen fragwürdig, aber an irgendeiner Stelle verbietet der gesunde Menschenverstand einfach auch Dinge, die hier gesehen werden.

Ansonsten fällt mir beim Durchgehen des Threads vermehrt auf, dass hier fröhlich gemutmaßt wird, was exakt passierte, und auf dieser Basis den Eltern offenbar gerne (denn die heilige Kuh DLP muss man ja scheinbar in jeder Hinsicht verteidigen) die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Das finden Eltern aber durchaus einfach blöde. Selbstverständlich kann das DLP nichts für den Unfall, wenn der Hergang so ist wie beschrieben. Aber bitte versetzt Euch in die Situation der Eltern. So schnell wie ein Kind manchmal agiert kann auch der trainierteste Hochleistungssportler nicht reagieren. Diese unterschwelligen (oder offensichtlichen) Unterstellungen müssen nicht sein. Es wäre schön hier eine sachliche Diskussion verfolgen zu können. Fahrlässig ist es in erster Linie, wie hier mit Aussagen um sich geworfen wird.

Über die Wortwahl der Presse kann man sich streiten. Einer gibt’s vor, alle anderen schreiben ab :( Auch hier leider Normalität … wer es (wie wir) besser weiß, der wird sich mehr oder weniger bedingt aufregen. Anderen ist es egal – außer dem Wort „Unfall“ werden sie sich nichts merken.

Was Rettungswege und mehr angeht, so ist das DLP sicherlich „perfekt“ organisiert und angelegt. Wir hatten einmal einen Zwischenfall im Discoveryland. Innerhalb von wenigen Minuten war der Rettungsdienst vor Ort und man glaubt gar, welche Ecken es dort ungesehen von der Öffentlichkeit gibt, zu denen man die „Patienten“ bringt. Das dauert dann oftmals nur Sekunden.

Erstkommentare im Thread dahingehend, dass man sich wünscht, dass die Fahrt schnell wieder öffnet, sind zweifelsfrei pietätlos. Das hat auch nichts mit Egoismus zu tun … das ist einfach nur schade. Das kann man sich denken – und fertig. Es ist nicht zwingend notwendig zu jedem Thema seinen Senf dazugeben. Das Thema „Werteverschiebung“ hatten wir schon weiter oben, aber hier ist es eher Unbedacht. Und wie schon erwähnt, ohne eigene Kinder wird man es [offensichtlich] auch nicht nachvollziehen können.

Ich komme noch einmal zurück zu den Kindern und Eltern und deren allgemeines Verhalten im Park, das hier ja auch eindeutig thematisiert wurde. Wenn ich lese, wie dieser Unfall hier auf einmal herhält um Kinder und ihre Eltern gleichenteils für allzu diverse Dinge verantwortlich zu machen frage ich mich, welche Intention dahintersteckt. Aussagen, dass es klar sei, dass das Kind an dem Unfall schuld sei, sind obendrein schon fast als menschenfeindlich zu betrachten (zumindest trägt solch eine Aussage nichts zur Aufklärung bei und zeugt von einer gewissen Respektlosigkeit den Eltern gegenüber). Manchen Menschen wünscht man, dass sie die Eltern des verunglückten Kindes treffen und sie sich dann mit denen persönlich auseinandersetzen. Ich komme aus dem Kopfschütteln kaum heraus. Das ist überdies hinaus leicht am Thema vorbei, so dass man meinen könnte, hier möchte jemand „die Gunst der Stunde nutzen“, um herrlich über Kinder und deren Eltern herzuziehen. Man sollte nie vergessen, dass Kinder das wertvollste Gut unserer Gesellschaft sind und hierzu fällt mir noch ein Spruch ein, den ich gestern in Münster an einer Wand las: Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
(Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.) … wobei hier ja die Rolle der Eltern vernachlässigt wird – sie sind ja genauso übel, wie man meinen könnte. Aber diese Problematik gab es schon immer und wird es immer wieder geben. Das Kreisdrehen wird nie aufhören.

Die Anzahl an Sicherheitsanweisungen ist übrigens nicht relevant – das wurde schon weiter oben erwähnt. Einige hier waren scheinbar als Kinder perfekt und haben sich immer an alles gehalten – Hut ab vor Euch!

Cheers,
Flounder <- in desem Falle sichtlich betroffener Vater
 
Erlinho Cast Member
Wir waren alle nicht dabei, darum können wir den Unfallhergang nicht vollständig bewerten. Wenn der Junge tatsächlich aufgestanden und deswegen aus dem Boot gefallen ist ist das tragisch. Klingt für mich zunächst danach, das Kinder sich halt häufig unerwartet und vielleicht auf blöd verhalten.


Flounder schrieb:
Aufstehen und Rumlaufen in Booten -> manchmal frage ich mich, was Ihr so alles seht. Ich war ja nun schon 1 oder 2mal im DLP, aber die von einigen bezeichneten „Eskapaden“ (so liest es sich) konnte ich in der Form noch nicht erleben. Ich bin ja geneigt zu fragen, ob hier einige zu Übertreibungen neigen? Die Gäste in Paris verhalten sich an vielen Stellen fragwürdig, aber an irgendeiner Stelle verbietet der gesunde Menschenverstand einfach auch Dinge, die hier gesehen werden.
Manche sachen muss man sehen um sie zu glauben.
Diesen Sommer ist ein Fahrgast vor in IASW beim Warten auf den Ausstieg ca. zwei Boote hinter uns aufgestanden und ist mitsamt Familie auf diesem Rand trotz aller Aufforderungen der CM Richtung Ausgang. Eine solche unfassbare Dummheit hätte ich mir auch nicht vorstellen können.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
@Flounder:
Zustimmung zu (fast, s.u.) jedem Wort.

Wir haben selbst ja auch keine Kinder, aber ich kann mir einfach gar nicht vorstellen, wie man Kindern gegenüber und Familien mit Kindern gegenüber so wenig empathisch sein kann.
Wer mag denn glauben, dass er/sie das Kind war, dass sich an ALLE Regelen gehalten hat - ich möchte hier gar nicht das Wort "perfekt" verwenden, denn perfekt ist das sicher auch nicht, denn als Kind gehört es dazu, Grenzen auszutesten etc.
Und wer denkt denn, dass seine/ihre Eltern immer zu 100% in der Lage waren, die Handlungen des Kindes zu kontrollieren? Und ist das überhaupt wünschenswert?
Meiner Meinung nach nicht, denn was wäre das denn für eine langweilige Kindheit, wenn man nichts selbst entdecken und erfahren könnte, wenn man nicht auf von den Eltern "von der Leine" gelassen wurde?
Gerade das waren doch auch oft die spannenden Momente der Kindheit, mit Freunden alleine (!!), ja wirklich alleine, ohne Eltern, ja wirklich, auch nicht in Sichtweite, den Wald erkunden, rumklettern etc., ohne Kontrolle per Handy, GPS und was weiß ich alles.
Ich möchte nur an diesen tollen Text erinnern, der immer mal wieder in dieser oder leicht abgewandelter Form durchs Web geistert: "Früher"

Mensch Leute, lasst doch auch Kinder, Kinder sein - ohne auch immer gleich die Frage nach "Schuld" zu stellen - es war ein Unfall, egal wie es sich ereignet hat!

die Einschränkung "fast" von oben:
Dieses Rumkletter-Verhalten haben wir gerade diesen Mai auch mal wieder (und wirklich "mal wieder", weil absolut nicht das erste Mal) in extremo erlebt.
Dieses mal waren es zwei Männer, die in den beiden hinteren Reihen des Bootes vor uns aufstanden - und das direkt am LiftHill!!!, wo der Anpressdruck nach unten ohnehin ordentlich ist - und auch heftig balancieren mußten um nicht umzukippen, aber allen Ernstes ihre Reihen tauschten.


 
Flounder Cast Member
Erlinho schrieb:
Wir waren alle nicht dabei, darum können wir den Unfallhergang nicht vollständig bewerten. Wenn der Junge tatsächlich aufgestanden und deswegen aus dem Boot gefallen ist ist das tragisch. Klingt für mich zunächst danach, das Kinder sich halt häufig unerwartet und vielleicht auf blöd verhalten.
Ganz genau. Kinder verhalten sich ausgesprochen häufig sehr unerwartet und trotz Hinweisen und mehr wiederholen sie sogar solche Verhaltensweisen. Das liegt aber in der Natur der Kinder und darum ist man als Elternteil ständig besorgt. Unachtsam kann aber jeder Mensch zu jedem Moment und Anlass sein. Die wenigstens Unfälle passieren, weil Eltern den Kindern eine Missachtung von Vorschriften erlauben ;)

Eines steht fest -> das Kind war ganz bestimmt nicht selbst schuld. Je nach Sachlage ist die Schuld unter Umständen bei den Eltern zu suchen - aber das weiß man nicht. Dem Disneyland würde ich die Schuld auch kaum zuweisen wollen - unsereins kennt ja die Fahrt und weiß, wann an welcher Stelle was passieren kann - von daher reagieren wir auch etwas "intensiver". Aber am Ende




Erlinho schrieb:
Manche sachen muss man sehen um sie zu glauben.
Diesen Sommer ist ein Fahrgast vor in IASW beim Warten auf den Ausstieg ca. zwei Boote hinter uns aufgestanden und ist mitsamt Familie auf diesem Rand trotz aller Aufforderungen der CM Richtung Ausgang. Eine solche unfassbare Dummheit hätte ich mir auch nicht vorstellen können.
OK, das kann ich mir doch mehr oder weniger problemlos vorstellen und auch glauben - vergleichbares habe ich ebenfalls erlebt. In dem Falle halten die Leute es wohl für unglaublich sicher und sind des Wartens überdrüssig - so meine Vermutung. Dass es entgegen jeglichen gesunden Menschenverstands ist, steht außer Frage. Jedoch ärgert es mich, wenn solche Zustände als fast schon gegeben und ständig dargestellt werden. Wie im normalen Leben werden auch in einem Park Grenzen überschritten, Regeln missachtet und Dämme durchbrochen. Aber dies zu verallgemeinern ist "wie es sich zu leicht machen".

Nichtsdestotrotz ist alles sehr tragisch und es bleibt einfach zu wünschen, dass dem Kind, den Eltern und an letzter Stelle dem Park (hier also der Attraktion) keine Schäden bleiben und der Sachverhalt geklärt wird.

Cheers,
Flounder
 
schumidog Cast Member
RubeusHelgerud schrieb:
Flynn - mit dem Gedanken bist Du nicht allein - mir gings genauso beim ersten Lesen des Threads.... :evil:
Ich muss auch sagen, mir ging's genauso.
Was da passiert ist finde ich auch schlimm, keine frage,aber so ein Gedanke macht die Sache ja nicht schlimmer oder lässt sie in den Hintergrund geraten.
 

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