Die Arbeiten des Hercules - Ähm Reisen, die Reisen des Hercules

Dienstag, 16. August war es soweit. Ich wollte meinen Urlaub ins Land der Maus antreten. Doch dieses Mal machte ich zuvor einen kleinen Abstecher für zwei Übernachtungen nach Hillesheim in der Vulkaneifel. Zwei Nächte wollte ich dort verbringen und dann auf anderem Wege nach Paris reisen. Dem Teil der Reise sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen.

Also stand ich zeitig auf. Der Wecker zeigte normale 3:30 Uhr und ich machte mich bereit, um den Urlaub im Büro anzutreten. Ein paar Dinge mussten noch erledigt werden, ehe es dann wirklich ab in den Urlaub gehen sollte. Ich erlegte meinen inneren Schweinehund und brachte die Arbeit zu Ende. Dann brach ich auf. Erwartungsgemäß waren die Straßen bis Köln ziemlich voll. Aber ich sang so vor mich hin ein gar fröhlich Lied, an der langen Schlange LKW vorbei, vorsichtig über die Leverkusener Brücke, ich wollte nicht noch ein Foto von dieser Attraktion, Köln hinter mich lassend, gen Süden. Nach Köln war die Strecke, zu meiner Überraschung, quasi wie leer gefegt.
Dann lockten mich plötzlich zwei Sirenen, die sich Phan und tasialand nannten. Ich wäre doch schon ewig nicht mehr bei ihnen zu Besuch gewesen und ich hätte doch noch reichlich Zeit und ich sollte mich doch ein wenig auf meine Visite in Frankreich vorbereiten …
Ich tat es aber meinem Landsmann Odysseus gleich, verschloss meine Ohren vor den Verlockungen und zuckelte weiter Richtung meines ersten Ziels. Das erreichte ich dann auch, dank der freundlichen Dame, auch liebevoll abwechselnd Navitante oder blöde Kuh genannt, ohne größere Pannen gegen 14:00 Uhr.
Hillesheim in der Vulkaneifel, am Eifelstieg gelegen ist ein hübsches Städtchen. Sehr hügelig, hat sich seinen ländlichen Charme bewahrt und glänzte mit phänomenalem Sommerwetter und angenehmen Temperaturen. Ich wollte diese ersten Tage im dort ansässigen Krimihotel und einem der liebvoll ausgestattenen Themenzimmern verbringen. Zum Einchecken nutzte ich werktags wie angegeben das benachbarte Augustinerhotel. Dort erfreute man mich mit der Neuigkeit, dass ich ein Upgrade auf ein Doppelzimmer bekommen habe. Das Zimmer „Edgar Wallace“ wäre meines. Zu meinem Bedauern war das Zimmer Hercule Poirot genauso wie das mit Miss Marple bereits vergeben.
Also machte ich mich auf die Suche. Es war schon ein seltsames Gefühl das Krimihotel zu betreten. Da begrüßt einen ein Filmplakat mit dem Titel „Das Hotel der toten Gäste“, sehr stimmungsvoll und gleichzeitig ein seltsames Gefühl bereitend. Auch ansonsten gab es reichlich Film- und Kriminalgeschichte(n). Das Zimmer hatte zwar nicht die Nummer 13, doch auch so umfing mich ein mulmiges Gefühl. Das Zimmer war sauber und freundlich, hatte einen Charme aus den Filmen der 50er und 60er Jahre. Überall fand man auch Literatur passend zu den Filmen. Das Bad war modern, aber beim Eintritt erschrak ich gehörig, weil ich dachte hinter dem Duschvorhang stünde Norman Bates bereit zum Sprung. Es war aber nur ein Schatten der auf dem Vorhang aufgedruckt war. Ich seufzte erleichtert auf.
Vom Schreck erholt machte ich mich kurz frisch und ließ den Duschvorhang sicherheitshalber auf, damit sich da niemand hinter verstecken konnte. Ich erkundete den Ort und nahm dann am Abend im Hotel „Die heiße Spur“ auf. Hmmm, lecker. Müde bettete ich mich zur Ruh. (Nicht zur Letzten! Noch nicht!) Im Fernseher gab es Olympia und ich dachte, das gebe mir sicher den Rest. Aber weit gefehlt. Als es so ruhiger wurde, hörte ich plötzlich jedes Geräusch des Hauses überdeutlich. Ich hörte Ächzen und Stöhnen, Knirschen und Knacken und dann hörte ich sogar noch Klopfen an der Tür. Ich war wieder hellwach. Natürlich hatte keiner geklopft. Warum auch? Um diese Uhrzeit? Nervös stand ich auf und ich schloss mich in meinem Zimmer ein. Das habe ich noch nie in irgendeinem Hotel oder Raum gemacht. (Bitte nicht zu laut lachen.) Ich beschloss die Geräusche und Stimmen zu ignorieren und schließlich fielen mir dann doch die Augen zu.
Einigermaßen ausgeruht trat ich den nächsten Tag in Hillesheim an. Das Frühstück war grandios, selten so ein tolles selbstgemachtes Birchermüsli gegessen. Und in dem Hotel, gab es sogar Sekt zum Frühstück, wenn man wollte. Da können die Disneyhotels echt nicht mithalten. Da der Kaffee gut war, musste ich mich nicht betrinken. Ich ging noch einmal quicklebendig in mein Zimmer um das Bad aufzusuchen. Als ich aus dem Bad kam stand plötzlich eine fremde Dame in meinem Zimmer. Ich weiß nicht wer erschreckter gewesen war. Sie oder ich. Ich bin mir sicher, dass zumindest mein Herz für Augenblicke zu schlagen aufgehört hatte. Sie entschuldigte sich, weil sie dachte ich wäre schon aus dem Zimmer. Sie wollte aufräumen. Ich wäre gleich weg, meinte ich und sie ging.
Ich nahm meine Tasche und brach zu meinem Tagwerk auf. Unten angekommen verharrte ich kurz. Da hörte ich hinter mir eine Stimme. „Sie haben ihre Schuhe stehen lassen.“ Die Dame kam mit meinem Paar Schuhe, die ich am vorangegangen Tag getragen hatte, aus der Tür. Ich war verwirrt. Ich reise doch erst morgen ab, sagte ich ihr etwas verstört. Sie entschuldigte sich mit einem Versehen der Rezeption und drehte mit Schuhen wieder ab. Warum kann nicht einmal alles normal sein, dachte ich noch so bei mir.
Ich besuchte das Krimiarchiv und die etlichen Buchhandlungen des Ortes. Zahlreiche Einkäufe später, ich verkniff mir allerdings ein paar Dinge, die zu echt und zu gefährlich aussahen - an den mit „Blut“ gefüllten Spritzen, die Kugelschreiber waren konnte ich als Schreibtischtäter allerdings nicht vorbei - war ich der Ansicht, genug für das BSP des Ortes getan zu haben.
Von so viel Einkauf erschöpft, legte ich im Café Sherlock, einem, mit etwas Talent ausgestattenem Detektiv, gewidmet, eine Pause ein. Da man dort anscheinend wusste was sich gehört, erklang bei meinem Einzug die Titelmusik zum „Mord im Orientexpress“.


Bei einem guten Stück Kuchen und einem leckeren Milchkaffee, plante ich den Rest des Nachmittags und erholte mich. Inzwischen hatte ich mit meinem Zimmer so etwas wie eine Freundschaft geschlossen. Die Einkäufe wurden verstaut. Die kleine Wanderroute gemacht, in einem guten Restaurant zu Abend gegessen und dann das müde Haupt zur Ruhe gebettet. Tief entschlummerte ich in einen traumlosen Schlaft und wachte früh und erholt auf. Wollte ich doch nicht zu spät ins Land der Maus aufbrechen. Das alles gelang problemlos.
Schweren Herzens riss ich mich vom Frühstück los und dann: Navi programmiert und los Richtung Marne-la-Valley. Da ich ja meine Pappenheimer sprich Dame kenne, war ich schon auf den ersten Konflikt seelisch vorbereitet. Die Baustelle am Ortsausgang. Ich missachtete die Ansagen also und fuhr nach Schildern. Sie nahm mir das anscheinend nicht sehr übel, denn nach nur zwei Neuberechnungen der Route, war sie glücklich und zufrieden, so wie es schien. (Ach ich Ahnungsloser.) Nach etlichen Kilometern nicht so flachem Land näherte ich mich schließlich dem Ausland. Es war schön durch Belgien und Orte zu fahren, die ich noch von Reisen aus längst vergangenen Zeiten kannte. Allerdings ging es seltsam genug nie richtig Richtung Autobahn, weil immer wieder Umleitungen und Baustellen auf der Strecke gab. Das mochte meine Dame in der Navi selbstverständlich nicht. Sie quitierte beleidigt ihren Dienst. Irgendwann erreichte ich Frankreich gurkte bis zur Autobahn, bis zur Mautstelle. Dann schon das Schild noch 20 km bis ins Land der Maus. Ich zahlte. Lächelte glücklich ob er schönen Aussicht in mich hinein. Und dann schlug das Schicksal erbarmungslos zu.
 
MissMinnie Stammgast in den Parks
Ohhh ein Reisebericht :rosabrille:

Oh man, das mit dem Krimihotel ist ja Knaller :cheesy:
Bei den gruseligen Geräuschen Nachts hätte ich echt Schiss bekommen :roll:
Und dass dir dann deine Schuhe hinterhergetregn wurden - hahaaa herrlich :lol:

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil wenn du endlich im Disneyland bist :clap:
 
MrsAnne Besucht die Disney University
Der letzte Satz ist aber auch gemein :D Wie ein Cliffhanger beim Buch.

Freue mich auf den Rest :)
 
Supergoof Besucht die Disney University
Wundervoll. :popcorn:
Das versüßt meinen ungewollten Krankenhausaufenthalt etwas. :1staid:
Jeden Tag ein Krimistück von Hercules Poirot :mafia:
:emporer: hat nicht gewollt,das ich zur Maus fahre. Ich werde aber die Eindrücke meiner Töchter demnächst als Co-Texter hier wiedergeben. :typing:
Ich habe ja im Moment genug Zeit.
 
Goofyfan Cast Member
Oh ,ein Krimihotel ,sehr interessant,ist wie im Märchen (Ach ,wenns mich doch nur gruselte ).

Freue mich auf die Fortsetzung !
 
Teil 2

Tja, ich hatte also gerade 9,90 Euro bezahlt und schnallte mich wieder an. Für diese Zahlstellen sind meine Arme echt zu kurz. Also ich wollte mich anschnallen, da kam ein netter bis an die Zähne bewaffneter Herr zu meinem Auto. Fragte nach meinen Sprachkenntnissen und meinem Personalausweis. Okay, Reisepass hatte ich ja dabei. Woher ich den käme. Was ich in Frankreich wolle und ob ich Schmuggelware dabei hätte. Ich wollte erst fragen, ob ihm die Sonne nicht bekommen wäre. Ich war mitten in Frankreich, wenn ich hätte Schmuggeln wollen, wären die Sachen doch längst verkauft? Aber ich bin ja gut erzogen. Enthielt mich eines Kommentares und meinte, da ich weder rauche noch Alkohol tränke bezögen sich meine Vorräte auf zwei Halbliterflaschen Wasser, ein paar Lutschbonbons und ein Gefäß mit extrascharfem Senf aus dem Klosterhotel. Das war dann offensichtlich nicht die richtige Antwort. Der gute Mann schien mit nämlich nicht zufrieden. Ich sollte dann mal langsam und vorsichtig, rechts zu seinen Kollegen fahren. Und so fuhr ich erstmalig in Polizeibegleitung ein paar Meter durch die Weltgeschichte.
Dort standen zwei nicht ganz so hochgerüstete Damen und ein weiterer Herr, der gleichen Profession. Man fragte wieder nach meinen Sprachkenntnissen, dem wer, wie, was, woher, wohin, wieso, weshalb, warum. Und dann sollte ich lieber gleich aussteigen. Das konnte dauern. Ich seufzte. Langsam stieg ich aus. Ich sollte meine Taschen leeren. Also landeten Portemonnaie, Portemonnaie, Mobiltelefon und Autoschlüssel auf der Motorhaube. Ich wurde gefragt, ob ich was Gefährliches bei mit hätte. Da konnte ich mir dann doch nicht verkneifen, dass ich außer meiner spitzen Zunge und meinem messerscharfen Verstand unbewaffnet wäre. Der Blick des Polizisten war nicht gerade tödlich, aber ich merkte er versteht, zumindest während des Dienstes, keinen Spaß. Dann wurde der Kontakt echt persönlich. Der gute Mann überprüfte, ob meine Angaben bezüglich meiner Bewaffnung stimmten. Natürlich fand man nichts. Aber die Herrschaften waren noch nicht ganz glücklich. Sie wollten in den Kofferraum schauen und auch sonst sehen, was ich so alles dabei hatte. Als ich zum Schlüssel greifen wollte. Griff der Herr schon zur Waffe. Er war einer der schrecklich nervösen Sorte. Er nehme den Schlüssel schon selbst. Auch gut. Wie gehe denn der Kofferraum auf, fragte er dann aber doch. Ich rollte die Augen und dachte, dass er das auch schneller hätte haben können. Also erklärte ich ihm die Funktionsweise und er und eine der jungen Damen machten sich dran, mein ganzes Gepäck zu durchwühlen, meine Einkäufe zu begutachten und das Auto auf links zu drehen.
Ob ich denn in Hillesheim wohnte, wollte der Polizist dann von mir wissen. Nein. Warum ich denn da gewesen wäre, Urlaub. Warum? Warum nicht, dachte ich mir. Um eine Terrorzelle zu gründen? Keine Ahnung, was er hören wollte. Warum fährt man in Urlaub? Warum fährt er in Urlaub? Egal, ich käme aus Bochum und habe mich da ein paar Tage ausgeruht. Wohin ich denn wollte. Nach Paris. Aha, warum? Auch Urlaub. Wohin denn genau. Zum Disneyland. Das reichte wohl. Er wühlte lieber unter den Sitzen weiter. Seine Kollegin interessierte sich für meine Bekleidung. Und die andere Kollegin und ich unterhielten uns dann über das Disneyland, wo ich da wohnen wollte und wie oft ich da hin führe. Und was ich denn besonders gerne dort machte. Ihr Kollege interessierte sich dann noch für meine Finanzen. Er fragte, ob ich mehr als 10.000 Euro dabei hätte. Das war natürlich die kritische Frage. Ich bin ja ein Bargeldfreak und zahle so gut wie nie bar. Aber mit so viel Bargeld reiste ich nun wirklich nicht durch die Weltgeschichte. Dann fand er aber noch den Kugelschreiber in Spritzenform, mit roter Flüssigkeit gefüllt. Eines meiner Souvenirs aus dem Krimihotel. Aber ich schien in seinen Augen immer weniger wie ein desillusionierter, wahnsinniger Islamist auszusehen. Sie beschlossen Befragung und Durchsuchung abzuschließen. Schafften meine Sachen wieder an Ort und Stelle und ich bekam meinen Schlüssel zurück und durfte die letzten Kilometer in Angriff nehmen.
Überraschend für mich musste ich dann noch mal auf der Autobahn löhnen, was mich in helle Aufregung versetzte, hatte ich mein Ticket doch gerade eben erst abgegeben. Also Notruf gedrückt und erfahren, dass ich einfach nur Geld in den Automaten werfen musste. Das war aber zum Glück das letzte Hindernis auf meinem Weg ins Land der Maus. Ich erreichte mein Hotel, das Kyriad. Es war zwar schon spät, aber das Zimmer noch nicht fertig.
Also eingecheckt, Gepäck geparkt und zur Bushaltestelle. Der Bus kam auch bald und brachte mich zum Bahnhof. Schnell durch die Schleusen der Kontrolle und schon umfing mich der erste Hauch er Magie. Es war zwar schon nachmittags, aber der Park war nur gut gefüllt. Ausgestattet mit dem aktuellen Parkplan und dem Wochenplan, schlenderte ich die Main Street herunter. Einen Blick ins Harringtons geworfen, aber wirklich nur einen Blick, ich hatte ja noch keine Zimmernummer, kaufen ging dann nur mit schleppen einher und das wollte ich dann doch nicht. Einen Blick auf die Wartezeiten, sie war mehr als akzeptabel, geworfen und dann erst mal zu den Piraten. Wie immer machte ich in Gedanken Häkchen, was gefiel mir, was fehlte, was könnte verbessert werden, ach was genieße einfach die Fahrt, sagte ich mir und wie immer tat ich das. Nach dem Aussteigen, fühlte ich mich wieder wie zu Hause. Herrliches Gefühl angekommen zu sein. Ich schlenderte Richtung Fantasyland, genehmigte mir eine kleine Erfrischung. Riskierte eine Fahrt durch die Hölle von IASW. Das Lied, dieses Lied, dieses furchtbare Lied …. Ich lenkte mich mit den Booten des Feenlandes ab. It´s a small world after all... Und auch Casey jr. schaffte es nicht mir diese Melodie auszutreiben. Obwohl der Junge gab sich alle Mühe.
Gemütlich drängelte ich mich zurück über die Mainstreet und schaute noch in einige der Shops. Denn eigentlich war ja der Zweck meines Besuches Weihnachts – und Geburtstagsgeschenke zu kaufen. Und ein Überblick kann ja nicht schaden.
Der Bahnhof auf der Main Street war nicht zu überfüllt also hoch und mal eine Runde um den Park. Dann hätte ich noch ausreichend Zeit, um mir einen hübschen Platz für die Parade zu suchen. Ich löste mein Ticket, nahm in der Holzklasse Platz und wartete, dass es endlich los ging. Und kennt ihr das? Man weiß, dass etwas Unheimliches oder Schlimmes auf einen zukommt, aber man kann nicht genau definieren, was es ist oder sein wird und wie es einen treffen wird? Aber es wird kommen? Dieses Gefühl beschlich mich, als sich die Bahn langsam gemächlich mit einem Tuut Tuut in Bewegung setzte. Ich schloss die Augen und dämmerte so vor mich hin.

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(dipa) Paris/Berlin – Die Deutsche Bahn AG übernimmt mit sofortiger Wirkung die Disneyland Railroad Company

Bahnchef Grube gab auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt, dass die DB AG 100% der Anteile an der DRC übernommen hat. „Wir wollen unseren Standard auf diese Traditionsfirma übertragen. Unsere Kunden werden mit sofortiger Wirkung die Veränderungen feststellen und Wert schätzen lernen,“ verkündete Rüdiger Grube vor den überraschten Hauptstadtreportern in der Berliner Konzernzentrale. Ein französischer Gewerkschaftsvertreter äußerte sich nicht sehr besorgt über Auswirkungen auf das Stammpersonal in Marne-la-Valley. „Wir haben für unsere Beschäftigten gekämpft. Nach zähen Verhandlungen haben wir uns bereit erklärt noch häufiger, länger zu streiken, damit der deutsche Standard im Bahnbetrieb erreicht werden kann. Im Gegenzug wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“ Über den Kaufpreis machte Grube keine Angaben. Er kündigte aber an, dass die geplante Renovierung der Bahnhöfe im gleichen Tempo weitergehe wie zuvor.
 
MissMinnie Stammgast in den Parks
Oh man ... das mit der Kontrolle klingt ja nicht so Spaßig :eek:

Ich hoffe du konntest zumindest danach deinen Aufenthalt bei Mickey & Co. genießen :cheesy:

Wäre cool wenn du ein wenig was über das Kyriad erzählen würdest :victory:
Wir sind in 2 Monaten auch da und die Erfahrungen / Meinungen gehen ja stark auseinander :roll:
 
jutta Cast Member
Ich liiiiiebe deine Berichte!
Bei dir ist immer etwas geboten, wenn du dich auf den Weg nach Paris machst. Ich wäre nach der Kontrolle erstmal zitternd in der Ecke gestanden :eek:. Hut ab für deine coole Reaktion.
Aber das mit den Cliffhangern kannst du echt nicht machen! Das stehe ich nicht durch! :hysteric::cry::timeout:
 
Und weiter geht es ...

Ich schreckte hoch. Der Zug hatte angehalten. Ich war im Bahnhof Frontierland gelandet. Das mit der Deutschen Bahn musste doch ein Tagtraum gewesen sein, oder? Allerdings so abwegig erschien das gar nicht. Nach der langen Renovierung, spielte die Orgel nicht in der Main Street, wenn ein Zug Einfahrt hält. Das hatte ich zumindest so in Erinnerung, wäre einst so gewesen? Dann sparte man sich die Musik während der Zugfahrt. Dabei liiiebe ich doch die Westernmusik so sehr. Und dann die Beflaggung des Bahnhofes im Frontierland. Was soll ich sagen? Ich konnte schon förmlich hören, wie es in einer Bahnmitteilung lauten würde.

Paris – Der Bahnhof Frontierland wird in Arendelle Hauptbahnhof umbenannt. Damit haben unsere Kunden Zeit sich rechtzeitig an Verspätungen zu jeder Jahreszeit wegen der winterlichen Bedingungen zu gewöhnen.

Und wie sehr sich die Bahn AG schon eingebracht hatte, erlebte ich sofort. Wir warteten und warteten. Dann kam eine Durchsage, die Abfahrt des Zuges verzögert sich um 10 Minuten. Schließlich dann, die Abfahrt verzögert sich um 20 Minuten. In der Zwischenzeit, hörten wir die Musik vom Sing-a-long und ich konnte sogar ein paar Bilder erhaschen. Die Fahrgäste wurden so langsam ungeduldig. Die Abfahrt verzögerte sich dann noch einmal um weitere 15 Minuten. Und alles, wie sich herausstellte, weil eine unangemeldete Demonstration die Bahngleise kreuzte und der Zug so aus Sicherheitsgründen nicht weiterfahren konnte. Ich liebe Frankreich. Als wie wieder in der Main Street ankamen konnte man noch das Ende dieses Demonstrationszuges sehen. Ein Haufen undisziplinierter, durchgeknallter verkleideter Leute. Rasch verließ ich den Zug. Einer meiner Mitfahrer legte ein Tempotaschentuch auf den Boden und küsste den sicheren Boden, froh diese Tour de Force überstanden zu haben. Ich zog es nach diesem Erlebnis vor, erst einmal mein Hotelzimmer zu besuchen.

Also den Park verlassen und schnell mit dem Bus ins Kyriad. Man händigte mir die Karte für das Zimmer aus und ich nahm es im Beschlag. Kurz zum Zimmer. Ich finde die Zimmer ausreichend groß. Die Betten sind genau richtig hart für mich. Das Badezimmer sauber, wie der Rest des Zimmers auch. Außerdem gibt es selbstverständlich einen Tresor, wenn man ihn den bedienen kann. Im Haupthaus ist eine kleine Snackbar, ein Disneyshop. Draußen für Kinder ein Spielplatz. Einige Automaten stehen auch mit Snacks und Getränken zur Verfügung. Zum Kyriad gehört auch ein kleiner Bauernhof mit Tieren, den man auch Besuchen kann. Lokale besondere Produkte kann man auch im Hotel erwerben. Zum Frühstück und ins Restaurant muss man das Haupthaus verlassen und einige Meter in den mittleren Komplex laufen. Bis jetzt war das Wetter immer super. Also kein Problem.

Kurz erfrischt und alles verstaut und zurück in den Park. Leider gab es im Studio keine Magic Show mehr an diesem Tag, also beschränkte ich mich auf Cinemagique, einmal Single Ride mit Ratatouille und ein wenig Stöbern in den Läden. Es war zwar noch nicht so spät, aber ich war dann doch von dem ereignisreichen Tag ermüdet. Ich entschloss mich das Buffet im Hotel zu nutzen. Es gab 15% Ermäßigung und ich dachte mir, dass ich das einfach mal probiere. Das Essen war gar nicht so schlecht. Es gab Fisch, für mich immer sehr interessant, und ziemlich alles von Reis über Nudeln zu Pommes und Bratkartoffeln. Dazu mehrere Fleischgerichte, ein riesiges Salatbuffet und nicht unwichtig, richtig guten Nachtisch aller Art. Gestärkt und müde ging ich ins Hotel zurück um den ersten Tag mit einem langen Schlaf ausklingen zu lassen.
 
dörthe Administrator
Teammitglied
Danke! Deine Berichte zu lesen macht einfach Spaß!

Tiergehege im Kyriad? Wo denn? Das ist mir ja noch nie aufgefallen.
 
Dörthe gräme dich nicht. Mir ist das jetzt auch erst beim dritten Besuch aufgefallen. Und auch nur, weil ich zum ersten Mal bewusst die Produkte, die sie anbieten wahrgenommen habe. Und ich glaube die Werbung im Hotel in der Empfangshalle, war neu. Die ist mir nämlich auch nie zuvor aufgefallen.
 
Weiter geht es.

Wie üblich erwachte ich zeitig und musste mich erst einmal ein wenig orientieren. Mein Blick aus dem Fenster sagte mir: Dunkel. Aber ich erkannte doch, dass ich mich nicht Daheim befand. Ich schaute auf den Kinderspielplatz vom Kyriad und die leeren Bänke für die ermüdeten Eltern vor dem Seiteneingang. Tief atmete ich die frische Morgenluft ein. Mit einem Blick auf und stellte fest, dass es selbst zum Frühstück noch viel zu zeitig war. Den Fernseher machte ich nun nicht an, denn das ist im Kyriad ein kleiner Nachteil. Kein Disneyprogramm und meiner Suche nach auch kein deutsches Fernsehen. Das brauche ich Beides jetzt nicht unbedingt, aber manchmal eben doch. Vor allem Sicher und Schlau ;) .
Ich las ein paar Seiten und machte mich dann Frühstücks fertig.
Ich frühstücke gerne zur ganz frühen Zeit. Kaum bis keine Leute. Das Buffet hat man fast für sich alleine und man ist zeitig im Park. Alles ohne Stress, es sei denn man wird für Jemand anderes gehalten. Aber das blieb mir dieses Mal erspart. Außer mir hatten sich nur eine französische Familie mit drei Kindern als frühe Vögel eingefunden. Wir saßen weit genug auseinander, so dass ich sie mit meinen Selbstgesprächen nicht stören konnte.
Ohne Extraration ging es dann zurück Richtung Bushaltestelle. Den Bus sah ich gerade noch von hinten und ich wartete dann.
Es war zwar frisch doch gut auszuhalten. So ein Morgen hat noch weitere Vorteile. Ich bekam eine kostenlose Lehrstunde in Sachen Landeskunde. Während ich so auf den Bus wartete. Kam eine britische Familie mit ihren zwei kleinen Kindern. So fünf und drei, schätze ich mal, an die Wartezone. Die Tochter, die Ältere zog sofort Richtung Klettergerüst und Rutsche mit ihrem kleinen Bruder los. Die Mutter reagierte sofort in heller Aufregung. Du kommst sofort da herunter. Rutsche ja nicht, das könnte nass sein. Und deinen Bruder bringst du auch hierher. Sofort jetzt. Hörst du nicht. Muss ich erst kommen. Bring deinen Bruder mit. So fängt ein britischer, langer Ausflugstag an, dachte ich mir. Na prima, dass du nicht solche Eltern hattest.
Kurz darauf kam die französische Familie vom Frühstück mit ihren drei Kindern. Die älteste Tochter, auch etwa so fünf, wollte los Richtung Spielzeuge. Da rief die Mutter. Nimmst du gefälligst deine Brüder mit und passe auf sie auf. Spielt bis der Bus kommt. So unterschiedlich kann das sein, dachte ich mir und lachte. Auf alle Fälle waren die französischen Kinder bis zum Park wesentlich besser gelaunt, als ihre britischen Pendants.
Der Bus brachte uns dann alle zu den EMH in das Land. Ich genieße ja die morgendliche Leere sehr. Also direkt an Chip und Chap, Donald und Minnie vorbei Richtung Fantasyland. Auf dem Weg dorthin erblickte ich eine königliche Hoheit. Belle stand in der Nähe vom Plaza Gardens und hatte im Gegensatz zu unseren Klassikern eine ganze Entourage an Fotografen, Maskenbildnern und Kameraleuten und sogar eine Regisseurin um sich herum, die versuchten einem kleinen Mädchen zu erklären, wie man freudig auf die Prinzessin ihrer Träume hinläuft.
Mein Interesse an Prinzessinnen geht gelinde gesagt gegen Null. Also weiter Richtung Fantasyland. Eine Runde mit dem Karussell ging dieses Mal nicht sofort. Irgendwie muss wohl ein Pferd störrisch gewesen sein. Also direkt zu Peter Pan und einmal durch das frisch heraus geputzte London. Das mache ich immer besonders gerne. Danach ließ ich mich auf eine Runde Tee beim verrückten Hutmacher ein. Na gut es waren drei Tassen. Dann war ich aber genug durchgewirbelt und ich wand mich gen Buzz. Dort schaffte ich mit Mühe mich nicht total zu blamieren. Einer weiteren möglichen Schmach fühlte ich mich nicht gewappnet, also ging ich zum Jahrespassbüro, um meinen Ausweis zu verlängern. Das hatte am Vortag so toll funktioniert, weil ich Depp meinen Ausweis im Hotel gelassen hatte, also Versuch zwei. Nachdem sich eine junge Dame vorher bei allen Wartenden versichert hatte, dass man alle Voraussetzungen für einen Jahrespass oder der Verlängerung eines Solchen erfüllte, wurde man nach und nach in die heiligen Hallen gelassen.
Ich wurde zu einer jungen Dame geführt. Ich erklärte mein Begehr. Lehnte ein neues Foto, das alte ist schon hässlich genug, ab und erfuhr, dass ich 223,- Euro zu zahlen hatte. Nachdem mir noch sehr detailliert erklärt wurde, was ich zu zahlen hätte, wenn ich meinen Jahrespass verlöre. Weniger als ich dachte war das für die 18 Monate. Ich wurde gefragt, ob ich mit Karte bezahlen wollte. Nein, ich zahle bar, sagte ich. Und das Gesicht der jungen Dame wurde etwas bleicher. Also entwand ich meinem Donald Duck Portemonnaie fünf Fünziger, legte drei Euro dazu und dachte das Problem wäre gelöst. Ja man kann sich halt auch mal irren. Sie starrte auf die Summe, wie ein Kaninchen auf die Schlange. Ich wartete. Ich schaute sie an. Sie erbleichte wenn möglich noch mehr. Das war bei den Lichtverhältnissen schwer zu erkennen. Dann kam die Hilfe in Gestalt eines Kollegen. Der erklärte ihr anscheinend, dass ich dreißig Euro zurückbekäme. Die gab sie mir dann. Fünf Fünfer und fünf einzelne Euros. Tja, was soll man dazu sagen?
 
jutta Cast Member
Es geht weiter, sehr schön.

Ich habe auch einmal versucht, den Jahrespass bar zu bezahlen und habe den jungen Mann damit komplett überfordert. Es ging dann auch gar nicht irgendwie und ich musste die Kreditkarte zücken. Scheint dort unüblich zu sein.


 
Erlinho Cast Member
jutta schrieb:
Ich habe auch einmal versucht, den Jahrespass bar zu bezahlen und habe den jungen Mann damit komplett überfordert. Es ging dann auch gar nicht irgendwie und ich musste die Kreditkarte zücken. Scheint dort unüblich zu sein.
Weil eigentlich nur wir Deutschen so blöd sind unsummen Bargeld mit sich rum zu schleppen.
Was ich persönlich auch zu keinem Zeitpunkt verstehen kann.
 
Merida1803 Stammgast in den Parks
Du hattest keine deutschen Sender? Als ich im März dort war, war alles vorhanden. Aber einen Disney Kanal hatte ich auch nicht. Zumindest hab ich keinen gefunden.
 
Duchesse Besucht die Disney University
Danke, fürs dabei sein dürfen :victory:.
Du schreibst :typing:echt voll spannend. Bei dir ist ganz schön was geboten :butcher:! Ich in schon sehr gespannt wie es wohl weiter geht :read:! Lass uns nicht so lange warten:clap::clap::clap:!
 
jutta Cast Member
Erlinho schrieb:
jutta schrieb:
Ich habe auch einmal versucht, den Jahrespass bar zu bezahlen und habe den jungen Mann damit komplett überfordert. Es ging dann auch gar nicht irgendwie und ich musste die Kreditkarte zücken. Scheint dort unüblich zu sein.
Weil eigentlich nur wir Deutschen so blöd sind unsummen Bargeld mit sich rum zu schleppen.
Was ich persönlich auch zu keinem Zeitpunkt verstehen kann.
Bei mir lag das daran, dass meine Kreditkarte gesponnen hat. Irgendwas war mit diesem Chip. Und der arme CM musste meine Karte dann auch ca. 30x in den Apparat stecken, bis es dann irgendwann tatsächlich geklappt hat.
Aber darum geht es ja bei Hercules wunderbaren Bericht nicht.
 
Also ich zahle viel lieber bar. Mich nervt es zum Beispiel, wenn im Supermarkt vor mir einer seine 4,33 mit Karte bezahlt. Sorry, da bin ich altmodisch.
Es ist mir schon mehrfach aufgefallen, so wie jetzt im Disneyland, dass es heute nicht mehr üblich zu sein scheint im Kopf rechnen zu können. Das 253,- bei einem Betrag von 223,- 30 Euro Rückgeld ergeben sollte im Normalfall zu schaffen sein. Aber ich halte der jungen Dame zu Gute, dass ich wohl der erste Kunde in ihrem Leben im Jahrespassbüro war.
 
BlackPearl Cast Member
Danke für den tollen Bericht! Ich liebe es, Deine Reiseberichte zu lesen. :clap:
Das Krimihotel klingt ja wirklich interessant, muss ich mal näher in Augenschein nehmen.
Die Kontrolle klang ja schon ziemlich heftig, die verstehen da keinen Spaß, die französischen Polizisten. (Da hätte Dich die gute Dame Navi aber auch vor warnen können. :wink:)

Bin gespannt, wie's im Reich der Maus für Dich weitergeht. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung! :train:

 
FoRever Besucht die Disney University
Super Bericht bist jetzt.

Das Krimihotel hört sich interessant an. Machen die da auch Veranstaltungen wir Krimi Dinner usw. oder sind das nur thematisierte Zimmer? Die ganze Umgebung scheint ja offenbar auf Krimi ausgelegt zu sein.
 
Also ich hoffe ich komme heute dazu weiterzuschreiben. Werde es auf alle Fälle versuchen.
Das Krimihotel bietet auch Krimidinner, Lesungen und Ähnliches an.
 
Teil 5 - und viel Spaß:

Aber was sollte es. Mein Pass war verlängert und weiteren Besuchen stünde jetzt nichts im Wege. Ich machte mich auf ins Fantasyland, um bei Pinocchio und Schneewittchen einen Besuch zu machen. Ich würde letztere Fahrt echt vermissen. Ich hoffe das das Gerücht, ein Solches bleibt. Meine Runde setzte ich im Land fort, nutzte die weiteren Fahrgeschäfte und wandt mich dann den Piraten zu. Da hakte es aus irgendeinem Grund. Man vertröstete die Besucher auf den späteren Nachmittag. Na gut, ändern konnte ich ja eh nichts.
Ich wand mich zum gehen und stieß dabei auf den Swinging Pirate. Den krallte ich mir zu einem kleinen Gespräch. Ich wollte wissen, warum er nicht mehr in der Attraktion eingesetzt wird. Das Ganze mache ihm schon ein wenig zu schaffen, gab er zu. Es wäre immerhin sein erster Job bei Disney und er wäre immer voll motiviert zur Arbeit erschienen. Und das alles wäre ja bei aller Liebe keine einfache Arbeit. Immer gut gelaunt, hin un her zu schwingen. Messer im Mund, um die Touristen zu erschrecken. Außerdem wären die Pausen nur sehr unregelmäßig gewesen. Na ja, dann kamen immer mehr Einsparungen. Erst wurden seine Einsatzzeiten gekürzt. Damit einhergehend das Gehalt. Es habe am Ende nicht mehr gereicht. Und schließlich habe er sich auf eine neue Stelle bewerben müssen. Als ich nachfragte, wo er denn arbeite, druckste er nur herum und wurde rot. Ich bekam aber keine Antwort. Aber ich sollte ihm noch begegnen.
Also machte ich mich endlich auf und davon. Ich spazierte einmal zum Frontierland, damit ich die Geistervilla aufsuchen konnte. Vorbei an Tiana und ihren Fans, ging es recht zügig den Hügel hoch und in die Dunkelheit des Hauses.
Von oben blickte ich erneut in die Leere des Sees und dachte mir, wie lange es wohl noch dauern werde, bis dort alles wieder wie immer aussehen würde. Die Geister spielten uns einen Streich und hielten die Bahn mitten im düstersten Teil an. Ich liiiiiebe so etwas. Immerhin waren die Geister so großzügig und entließen mich und die anderen Gäste, so dass ich rechtzeitig zum Singen mit Anna und Elsa kam. Die Damen überzogen auch nicht. Ich spazierte kurz über den Markt und orientierte mich dann Richtung Fantasyland zurück, damit ich mich erstens unterwegs mit einer Kleinigkeit stärken konnte und anschließend die Parade anschauen könnte. Pünktlich zu Beginn des Umzuges fing es an zu regnen. Das sollte auch in den nächsten Tagen so sein. Immer fünfzehn Minuten vor Anpfiff, öffnete der Himmel die Schleusen, nur um im Anschluss an die Parade das Regnen wieder einzustellen.
Dann war es aber endlich mal an der Zeit meine Liste in Angriff zu nehmen. 4 Geburtstagsgeschenke, etliche Weihnachtsgeschenke und kleine Mitbringsel waren zu besorgen. Und ich hatte immer noch keinen richtigen Überblick was ich für wen, wo kaufen sollte. Also wurden die Geschäfte ausgiebigst durchforstet, in Gedanken Häkchen gemacht und eine Vorauswahl wurde getroffen. Am meisten würde ich wohl bei Harringtons finden. Da finde ich eigentlich immer reichlich, mehr als dem Geldbeutel gut tut.
Dann machte ich mich zum Dinner bei Annette auf. Dort finde ich immer etwas und Qualität und Preis stimmen da auch ziemlich gut überein. Einen Rundgang durch die Geschäfte musste dann auch noch sein. In der Gallery gab es auch ein paar Highlights. Wobei mir zum ersten Mal bei zwei Figuren auffiel, dass die jeweils einen Euro teurer als bei Harringtons waren. Ich machte mir eine Notiz, diese Beiden ggf. im Park zu kaufen. Ein Euro ist ein Euro. Im Hotel entschloss ich mich dann mal kurz in meine Mails zu schauen, während ich mir ein Bad einließ. Und siehe da, da war doch was von MinnieMaus. Sie bat mich ihr drei Tsumtsums mit zu bringen. Die setzte ich noch auf meine Liste. Schnell schlief ich nach dem heißen Bad ein, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob die deutschen Sportler bei Olympia auch mal ein paar Medaillen in der Leichtathletik schaffen würden.
 
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