Furchtbares Unglück im DW Orlando

torstendlp Administrator
Teammitglied
Und noch ein Nachtrag:
Wenn oft nun verlangt wird, dass Disney doch bitte Warnschilder mit Alligatoren an den Gewässern aufstellen soll und nicht nur allgemeine Warnschilder, dass man nicht schwimmen bzw. nicht ins Wasser soll:

Die Alligatoren sind bei weitem nicht der einzige Grund, warum man nicht ins Wasser soll!
In Florida gab es in den letzten 10 Jahren ca. 30 Tote durch die Amöbe Naegleria fowleri, die in Gewässern heimisch ist. Diese löst, wenn sie in den Körper gelangt, eine Hirnhautentzündung mit einer Sterblichkeit von 97% aus.
30 Fälle in 10 Jahren sind nicht viel, aber immerhin mehr als 3x soviele wie durch Alligatoren. Müsste man dann nicht viel eher Schilder aufstellen, die auf die Gefahr durch die Amöben hinweisen, als auf die Gefahr durch Alligatoren?

Fordert auch keiner.

Aktuell ist das jetzt wg. dieses einen spektakulären Falles ein Hype um das Thema "Alligatoren", der der tatsächlichen Gefahr, die in Disney World von Alligatoren droht, in keiner Weise gerecht wird.
 
whiskas Cast Member
In Florida gibt es 6 giftige Schlangenarten. Darunter Klapperschlangen und die Harlekinschlange, die beide als hochgiftig eingestuft sind. Diverse Spinnenarten. Darunter die schwarze Witwe deren Biss häufig tödlich endet. Dazu kommen Skorpione und aggressive Erdmännchen, die durch ihren Biss gefährliche Keime übertragen.

Schlangen, Spinnen und Skorpionen in dieser Grössenordnung kannst du nicht mit Sprays töten. Da lachen die dich aus. In Kuba, was ja nicht so weit weg ist, gibt es Kakerlaken, da musst du schon einen Pflasterstein drauf donnern damit die aufgeben. Das ist nunmal die Karibik.
Alle schwärmen immer davon wie toll und artenreich doch die Karibik ist. Aber wenn sie dann (egal ob in Florida oder Kuba) einen Vertreter dieses Artenreichtums im Zimmer haben, dann ist das Geschrei riesig.

Wir haben immer Urlaub am Meer oder in den Bergen gemacht. Meine Eltern wären niemals auf die Idee gekommen uns direkt am Wasser oder in der Nähe von Abgründen auch nur eine Minute aus den Augen zu lassen.

Alle wollen immer alle Rechte und Freiheiten, aber wenn dann mal was passiert dann werden Sicherheitszäune da verlangt wo der gesunde Menschenverstand, Instinkt und Aufmerksamkeit schon ausreichen würde.

Meine 1. Floridareise war 1994 und schon damals stand in jedem Reiseführer, daß man an den Seen und Flüssen vorsichtig sein muß wegen den Alligatoren. Ich war dann damals echt baff wieviele Eltern ihre Kinder in den Everglades ins Gebüsch gehockt haben um Pippi zu machen, wieviel Menschen den frei lebenden Alligatoren bis auf 1-2 m nahe gekommen sind um ein tolles Foto zu machen etc. Es wundert mich, daß da nicht noch häufiger was passiert. Und da stehen überall auch Warnschilder.
 
whiskas Cast Member
Das größte Problem ist aus meiner Sicht, daß wir und die Menschen in vielen Teilen der Welt einfach verlernt haben mit gefährlichen Tieren als Nachbarn zu leben. In Deutschland wurden Bären und Co einfach konsequent ausgerottet. Da wo das nicht der Fall ist wie z.B. Florida, Kuba, Thailand etc. da wissen Kinder von klein auf mit diesen Gefahren zu leben und wissen wie sie sich verhalten müssen. Und die Erwachsenen sind die, die es ihnen entsprechend bei bringen.
Ich habe in den letzten Jahren durch meine häufigen Besuche auf Kuba wieder gelernt mit ihnen in friedlicher Koexistenz zu leben. Ich dringe nicht in ihren Lebensbereich ein und sie nur selten in meinen.
Es könnte sich ja sehr gut in diesem Fall um eine Alligatormama handeln, die ihre Jungen oder Eierbeschützen wollte. Es wäre die ideale Zeit dafür. Alligatoren sind nämlich eher menschenscheu und verschwinden wenn sie sich nähern. Es sei denn sie fühlen sich bedroht.

Im Übrigen habe ich heute auch gelesen, daß es ein durch Menschen verursachtes Problem sein könnte, weil Leute, trotz der Hinweise, immer wieder Essen in die Seen werfen und damit die Alligatoren auch anlocken.

Es ist und bleibt eine Katastrophe, daß ein kleiner Junge sterben mußte, aber vielleicht gibt das ja auch vielen Eltern den Antrieb mehr auf die natürlichen Gefahrenquellen im Urlaub zu achten. Egal wo.
 
herculespoirot64 Imagineer Azubi
Ich stimme Whiskas zu. Es ist wirklich ein furchtbares Unglück für die Familie. Aber der Mensch neigt auch zur Unvorsicht. Als wir in Costa Rica auf Konzertreise waren, waren wir u.a. auch am Pazifik. Dort gab es auf dem Weg zum Hotel eine Lagune über die eine Brücke führte. Groß und breit stand dort, dass man nicht in die Lagune dürfe, dort würden sich Krokodile aufhalten. Wir haben auch Fotos von einigen gemacht. Und was machen die Leute. Die ließen ihre kleinen Kinder da spielen, weil das Wasser nicht so tief war. Das ist doch Leichtsinn.
 
disneyfan60 Cast Member
""Ich möchte keine Lebensmittel-Ampeln auf jeder Verpackung, ich will keine Zuckerwarnhinweise auf Süßspeisen""

Ich mag es auch nicht vom Staat alles vorgegeben zu bekommen. Ich brauche an den Kassen keinen Trennstab, ich kann selbst aufpassen, dass ich genug Platz zum Vordermann laße.(Ich weiß tun nicht alle, spreche auch nur von mir)
Neuerdings darf mir die Bäckersfrau kein Brötchen mehr in die Hand geben wenn ich es sofort knabbern möchte und die Tüte sparen will, nein, es muß!! mir in einer Papiertüte überreicht werden.Hinter der Theke darf ich es dann rausholen und die Tüte dann wegschmeissen.
Da gibts viele Sachen wo ich mich bevormundet vor komme.

Aber, ich verfechte seid langem mit Foodwatch das Prinzip der Ampelkenzeichnung.
Das hat ab-so-lut nichts mit "ich will meine Freiheit und selbst entscheiden" zu tun sondern mit Aufklärung damit der Verbraucher einen Überblick hat und nicht auf die,oft, irreführenden Lebensmittelbezeichnungen der Hersteller reinfallen.Da werden auf der Verpackung der Caprisonne groß Früchte abgebildet .Das dort aber nur 2 Eßlöffel Fruchtsaft enthalten sind und der Geschmack von Aromen stammt,dafür aber 6 1/2 Stück Zucker enthalten muß für den Verbraucher einfach klarer zu erkennen sein, zumal hier auch keine Nährwertangaben geschrieben stehn. Ebenso bei der Milchschnitte. Der Slogan des Herstellers "mit frischer Milch und leicht" suggeriert dem Verbrucher das er hier etwas gesundes kauft .Tatsächlich aber hat die Milchschnitte mehr Zucker, mehr Fett und mehr Kalorien als Schoko-Sahnetorte.
Die Ampelkennzeichnung zeigt dem Verbraucher auf einen Blick ob die Lebensmittel übermäßig ungesunde Inhaltsstoffe enthalten. Was daran nicht gut sein soll kann ich beim besten Willen nicht verstehn.
Leider hat die Industrie bis heute die Einführung der Ampelkennzeichnung verhindern können obwohl es sie in anderen Ländern, zum Wohl der Verbraucher, schon seid Jahren gibt.

Sorry für O.T
 

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