Furchtbares Unglück im DW Orlando

MissMinnie Stammgast in den Parks
Oh wie furchtbar :cry:

Diese Seven Seas Lagune scheint ja sowas wie der Lake Disney zu sein
- schrecklich dass da sowas passieren kann.
Wenn dort Alligatoren leben dürfte es doch garnicht möglich sein so nah ans Wasser zu kommen :eek:
 
Das ist wirklich scheußlich. Das arme Kind und die arme Familie. Das so etwas passieren konnte finde ich aber auch sehr erstaunlich.
 
whiskas Cast Member
Alligatoren gibt es überall in Florids und die sind auch nicht einzugrenzen. Die wandern wie sie Lust und Laune haben und liegen morgens auch gerne mal in Pools. Deshalb ist meistens auch das Baden in Pools nach Sonnenuntergang verboten.
Man müßte also sämtliche Gewässer, uneinsehbare Böschungen etc. sperren. Was aber nicht möglich ist. Alligatoren sind wild lebende Tiere und durch den zunehmenden Tourismus in ihren Gebieten passiert es vermehrt, daß sie in Wohnbereichen auftauchen. Ist ein ähnliches Phänomem wie das Wildschweinproblem in Berlin.
 
jutta Cast Member
Ganz ganz furchtbar!
Da steht wohl ein Schild, dass man nicht ins Wasser darf und das Zweijährige Kind ist wohl ein Stück ins Wasser gelaufen. Ich bin ja ein Angsthase vor dem Herrn, wahrscheinlich werde ich mir beide Kinder auf den Rücken binden, wenn wir im Herbst in Orlando sind.
 
G
Gelöschtes Mitglied 511 Gast
Ich sehe das wie MinnieMaus. Ein Gewässer in dem sich Alligatoren befinden müßte so abgegrenzt sein,dass ein leichter Zugang von Gästen verhindert wird.In jedem Zoo gibt es Mauern, Gitter oder Glaswände davor.
Für die Eltern ist es um so schlimmer ,da sie das Unglück mit ansehen mußten und ihrem Kind nicht helfen konnten und zu diesem Schmerz kommen sicher noch Vorwürfe dazu, dass man nicht richtig aufgepaßt hätte.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
disneyfan60 schrieb:
Ich sehe das wie MinnieMaus. Ein Gewässer in dem sich Alligatoren befinden müßte so abgegrenzt sein,dass ein leichter Zugang von Gästen verhindert wird.In jedem Zoo gibt es Mauern, Gitter oder Glaswände davor.
Das ist aber in einem Zoo was ganz anderes, denn dort kommen die Tiere nicht in der Regel in der freien Natur vor.
In Florida sind die meines Wissens nach eine absolute Landplage und können quasi in jedem Tümpel vorkommen - man kann nicht alle Gewässer komplett einzäunen und sogar überdachen, denn Alligatoren können sogar klettern.
Deshalb haben ja auch alle Pool-Besitzer in Florida nicht nur Zäune um ihre Pools rum, sondern sogar richtige Gitterkäfige, die auch oben geschlossen sind.

Natürlich könnte man das alles mit Gräben umbauen etc., nicht um Alligatoren abzuhalten, die finden meist einen Weg, sondern um die Menschen davon abzuhalten, an Gewässer zu gehen, in denen Alligatoren sind oder sein könnten. Aber würde man das machen wollen, müsste man quasi JEDES noch so kleine Gewässer über 4-5 qm Größe so abgrenzen, damit Menschen nicht rankommen. Das ist kaum praktikabel. Alleine auf dem Gelände von Walt Disney World gibt es dutzende, wenn nicht gar hunderte Gewässer in der Größenordnung, die man dann komplett für Besucher unzugänglich machen müsste...
 
whiskas Cast Member
Kann mich da Torsten nur anschliessen. Es ist schlicht unmöglich Alligatoren und Menschen voneinander fern zu halten.
In den Seven Lakes hat es noch nie einen Vorfall mit Alligatoren gegeben und man findet diese Tiere, genauso wie Schlangen, Ratten, Spinnen etc., in allen Gebieten Floridas. Man ist dort nicht im Zoo sondern sie leben da frei. Grundsätzlich ist ein Angriff von Alligatoren auf Menschen auch eher sehr selten und es gibt für die Anzahl der frei lebenden Alligatoren in Florida sehr wenig Unglücksfälle jährlich. Dieser schreckliche Vorfall ist also eine totale Ausnahme anstatt die Regel und auch kein Grund in Panik zu verfallen.
Ich war schon oft in Florida und bin diesen Kameraden auch schon begegnet. Normalerweise verschwinden die sehr schnell und attackieren nicht.
Es steht aber auch in jedem Florida Reiseführer, daß man in keinem der stehenden Gewässer baden soll und sich von den Randflächen fern halten sollte.

Generell ist es aber auch ein durch den Mensch verschuldetes Problem. In den letzten Jahrzehnten wurde viel zu nah an die Wasserflächen gebaut, so daß den Alligatoren immer mehr natürlicher Wohnraum verloren ging.

Das hilft der armen Familie leider überhaupt nicht und ich bezweifle auch, daß dem armen Jungen noch geholfen werden kann, aber jeder sollte man darüber nachdenken was alle für einen Preis dafür zahlen nur um nahe genug an den schönen Seen in Florida zu wohnen.

Florida ist nun einmal nicht ein großes Animal Kingdom sondern sehr karibisch mit allen Arten von Flora und Fauna und desto näher wir denen auf die Pelle rücken, desto näher kommen sie uns halt und können in Ausnahmefällen auch bedrohlich werden. Nicht die Tiere haben sich unsere Nähe gewünscht, sondern sie wurde ihnen aufgezwungen.

 
dörthe Administrator
Teammitglied
Besser kann man es kaum ausdrücken Whiskas.

Schlimm ist die Sache natürlich trotzdem und für die Familie tut es mir unendlich leid. Inwzischen wurden übrigens wohl der Leichnahm des Kindes entdeckt. Schrecklich, aber etwas anderes war ja kaum zu erwarten.
 
G
Gelöschtes Mitglied 511 Gast
Nun, ich war noch nicht im WDW und kenne somit die Gegend nicht aber wie ich das verstehe gehört dieses Gebiet zum Areal des WDW`s und dann wäre der Park für die Sicherheit seiner Gäste, auch dort, zuständig auch wenn das Gebiet weitläufig ist.
 
MinnieMouse Imagineer
Teammitglied
Die Anlage der WDW liegt in einem Sumpfgebiet, dort leben Alligatoren, die 7 Seas Lagoon ist eine riesige Seenanlage die nicht 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr überwacht werden kann. Es stehen überall Verbotsschilder das in den Gewässern nicht gebadet werden darf, somit sehe ich da keine Haftung bei Disney, die aber sicherlich - wie man liest - der Familie "helfen" werden.

Es war ein ganz tragisches Unglück was wohl vorher noch nie vorgekommen ist. Wenn der Mensch in die Natur eingreift und in den Lebensraum der Alligatoren eindringt, können leider solche Unglücke passieren. Das ändert natürlich nicht den Schmerz der Familie die den Verlust des Kindes nun verkraften müssen.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
disneyfan60 schrieb:
Nun, ich war noch nicht im WDW und kenne somit die Gegend nicht aber wie ich das verstehe gehört dieses Gebiet zum Areal des WDW`s und dann wäre der Park für die Sicherheit seiner Gäste, auch dort, zuständig auch wenn das Gebiet weitläufig ist.
Wie genau stellst Du Dir das vor?

Alligatoren sind dort Teil der Natur. Sie können in JEDEM Gewässer vorkommen, darüber sollte man sich bewusst sein, bevor man nach Florida fliegt, zumindest sollte man sich entsprechend über die möglichen Risiken seines Reiseziels informieren.

Wenn Du im DLP von einer Zecke gebissen wirst und Dir Borreliose einfängst, ist dann das DLP verantwortlich? Wenn jemand im Europa Park von einer Wespe gestochen wird und einen allergischen Schock bekommt und daran verstirbt, ist dann der Europa Park dafür verantwortlich, weil er die Wespen nicht ferngehalten hat?
Wenn Du in Thailand am Hotelpool von einer Mücke gestochen wirst und Malaria bekommst, gibst Du dann dem Hotel die Schuld, weil die die Mücken nicht aus dem Hotelgelände raushalten?
Sicher nicht, weil diese Tiere hier bei uns ganz normale Bestandteile der Natur sind, so wie eben Alligatoren in Florida.

Disney kann keine Mauer um das komplette Areal und ein Dach darüber bauen, um zu verhindern, dass sich dort natürlich vorkommende Tiere in das Areal bewegen.
 
ka*ti*nker Besucht die Disney University
Ich weiß ja jetzt nicht, um was für eine Art Gewässer es sich gehandelt hat.
Aber, wenn es auf dem Disney Hotelgelände ist, so könnte dort zumindest ein kleiner Zaun stehen, der so kleine Kinder oder generell Menschen daran hindert direkt in oder an das Wasser zu gehen.
Dass die Tierchen klettern können, ist dabei ja egal, ich meine nur, dass dort nicht gleich ein Mensch ins Wasser gerissen werden kann, weil da noch zumindest eine kleine Barriere ist.
Und wenn es nur einwenig "Kaninchendraht" ist. Das warnt die Menschen wenigstens noch etwas.
 
jutta Cast Member
TomNook schrieb:
Ich weiß ja jetzt nicht, um was für eine Art Gewässer es sich gehandelt hat.
Aber, wenn es auf dem Disney Hotelgelände ist, so könnte dort zumindest ein kleiner Zaun stehen, der so kleine Kinder oder generell Menschen daran hindert direkt in oder an das Wasser zu gehen.
Dass die Tierchen klettern können, ist dabei ja egal, ich meine nur, dass dort nicht gleich ein Mensch ins Wasser gerissen werden kann, weil da noch zumindest eine kleine Barriere ist.
Und wenn es nur einwenig "Kaninchendraht" ist. Das warnt die Menschen wenigstens noch etwas.
Schau dir das mal auf einer Karte an. Da sind unzählige Seen, kleine und große. Das alles einzuzäunen ist unmöglich.
Laut Zeugenaussagen sind Vater und Kind ein Stück im Wasser gewesen, also mit den Beinen. Und da war es stockdunkel an der Stelle. Und das ist genau die Situation, die gefährlich ist. Die Alligatoren kommen im Dunkeln, wenn sich etwas bewegt.
Alles ganz furchtbar, aber ein tragischer Unfall. Ob vermeidbar oder nicht, das ändert nichts am Ergebnis.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Alleine auf dem Gelände von WDW (rot im Bilder umrandet) gibt es hunderte von Gewässern.

Der See, an dem das passiert ist (grün markiert) ist deutlich größer als der Disneyland Park in Paris, daneben liegt der noch größere Bay Lake.

Im Umland um Walt Disney World ist die Dichte von Seen und kleineren Gewässern noch einmal viel größer, als auf dem WDW-Gelände.

Wie soll man das denn alles einzäunen können etc.

Ein Kaninchendraht reicht da kaum. Der Vater war wohl mit dem Sohn zumindest mit den Füßen im Wasser, denkst Du, glaubt man wirklich, den hätte ein Kaninchendraht abgehalten?

 
ka*ti*nker Besucht die Disney University
Es scheint in der tat schwierig zu sein, das Gewässer zu umzäunen.
Da aber scheinbar über Schilder gewarnt wird, ist man zumindest vorgewarnt.

Ich finde es absolut fahrlässig, dass der Vater mit seinem Kleinkind ins Wasser gegangen ist.
Ob ihn ein kleiner Kaninchendraht davon abgehalten hätte, ist schon eher unwahrscheinlich.
Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass das Kind ausgebüxt bzw vorgelaufen ist...
Ein wirklich tragischer Unfall.
 
Flynn_Rider Cast Member
JA! Es ist schrecklich!

ABER! Man ist in Florida - da muss man eben - an Gewässern oder sonst wo - mit Alligatoren rechnen!

Für mich war das ziemlich leichtsinnig, ein Kind am Wasser spiele zu lassen! Sorry - so geblendet kann man vom vielen Pixiedust nicht sein ...

 
whiskas Cast Member
Laut Berichten waren sie 30 cm weit im Wasser. Aber auch an Land wäre es für den Vater sehr schwer geworden sein Kind zu retten. Alligatoren können aus dem Stand bis zu 1,5 m hoch springen, klettern, buddeln etc. und sie sind auf kurzen Strecken viel schneller als ein Mensch. Von der Kraft die diese Tiere entwickeln können mal ganz abgesehen. Also ein Kaninchendraht würde einen Alligator nicht aufhalten.

Ein schönes Beispiel solcher Eltern habe ich selbst erst kürzlich in der Türkei erlebt. Am Strand hingen überall rote Flaggen und es waren da auch Schilder, die über die Bedeutung der Flaggen aufgeklärt haben. Eine deutsche Familie mit 6-7 jährigem Sohn ließ den Kleinen dann munter bis zur Hüfte ins Wasser. Daraufhin ist der Lifeguard hin und hat ihnen erklärt, daß auch das wegen der Unterströmung sehr gefährlich ist. Papa hat dann mit ihm diskutiert und erklärt, daß das Quatsch wäre und solange der Junge steht doch alles sicher wäre. Ca. 10 Minuten später hat dann eine Welle und die Strömung den Kleinen schwupps von den Beinen geholt und der Lifeguard hat ihn raus geholt. Das Ergebnis: Die Eltern, die fröhlich an der Bar saßen, haben den Lifeguard noch angebrüllt warum er nicht besser auf das Kind aufgepaßt hat. Dazu muß man sagen, daß es sich dabei um den Privatstrand des Hotels handelte, was ein Adult-Only-Hotel ist und es lediglich toleriert wurde, daß sie da waren. Wir wurden auch alle gefragt ob es für uns ok wäre.

Also ich persönlich habe mich immer (auch vor Internet &Co) über mein Urlaubsland erkundigt und gerade heute ist es doch viel leichter sich über mögliche Gefahren, Umgangsformen etc. zu informieren.

Nicht falsch verstehen, ich finde den Vorfall schrecklich, aber ich kann die Eltern nicht von ihrer Schuld frei sprechen fahrlässig gehandelt zu haben. Genauso wenig wie bei der Mutter die zugelassen hat, daß ihr Sohn ins Gorilla-Gehege klettern konnte.
 
G
Gelöschtes Mitglied 511 Gast
Dann wäre es dem WDW also nicht möglich, den Zugang der Gäste zu diesen gefährlichen Gewässern zu verhindern !?
 
jutta Cast Member
disneyfan60 schrieb:
Dann wäre es dem WDW also nicht möglich, den Zugang der Gäste zu diesen gefährlichen Gewässern zu verhindern !?
Ach doch, das ginge schon. Man müsste um die Parks eine Haube bauen, also ein richtiges Dach, und alle Zufahrten zubetonieren, dann ginge das vielleicht schon.
Ganz Florida besteht quasi aus diesen "gefährlichen Gewässern". Und die Alligatoren können von Gewässer zu Gewässer gelangen und tun dies auch fleißig. Manche Leute finden die morgens in ihrem Swimming Pool im Garten, obwohl ein großer Gartenzaun drumherum ist. Wie soll Disney das denn verhindern????? !
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Also den Zugang für die Alligatoren zu WDW zu verbauen wird ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Umgekehrt könnte man natürlich mit Mauern um alle Gewässer den Zugang von Gästen zu den Gewässern verhindern...
aber mal ehrlich:
Will man wirklich, um mal beim Beispiel des Grand Floridian zu bleiben, statt des oberen Blicks und Eindrucks den unteren haben:

Originalbild von wdwluxuryguide.com

Es ist ja nicht so, dass nicht überall auf die Alligatoren in Gewässern hingewiesen wird, in jedem Reiseführer zu Florida gilt das.
In allem öffentlichen Bädern in Florida ist das Schwimmen nach Einbruch der Dämmerung untersagt etc.
Da sollte man einfach mal den gesunden Menschenverstand einsetzen und die Leute sollten diese Gewässer einfach meiden.

Und wer so fahrlässig ist, trotz entsprechender Informationen einfach ans Wasser zu gehen oder seine Kinder da ranzulassen, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen - eben sowenig den Leuten, die sich nicht über ihr Urlaubsziel informieren.

Man fliegt doch auch nicht nach Afrika, ohne sich über die notwendigen Impfungen zu informieren etc.

Was soll Disney denn tun? Sowas liegt doch in der Eigenverantwortung der Gäste. Was soll denn Disney machen? Alle Gäste in Watte packen und jedes Risiko ausschalten? Und wenn die Leute dann 2 Meter außerhalb des Resorts sind, was ist dann?
Ich sehe hier überhaupt keine Verantwortung bei Disney!

Ja, das war ein tragischer Unfall - aber tragische Unfälle gibt es überall.
In Florida sterben statistisch gesehen jedes Jahr viel mehr Menschen durch Blitzschläge, als durch Alligatoren, in WDW war es jetzt überhaupt der erste Vorfall dieser Art.
Soll Disney nun, weil die Leute, die trotz der Gefahr die Gewässer nicht meiden, sich vielleicht auch drauf verlassen würden, dass Disney sie auch vor Blitzen schützt, das ganze Resort unter einen Faraday'schen Käfig packen?
Kein Mensch würde sich bei Disney beschweren (können), wenn er bei einem starken Gewitter auf einer freien Fläche zu Fuß unterwegs wäre, als "Antenne" quasi, wenn alles außenrum alles flach ist und vom Blitz getroffen wird.
Aber wenn, so wie es nach aktuellen Berichten aussieht, ein Vater mit seinem Kind, entgegen jede Vernunft, nach Einbruch der Dunkelheit an ein (oder aktuellen Berichten nach sogar bis 30cm Wasserhöhe in ein) alligator-gefährdetes Gewässer geht, dann ist Disney Schuld?
 
ka*ti*nker Besucht die Disney University
Das Wort Schuld hat hier glaube ich niemand benutzt.
Grundsätzlich gebe ich dir recht, jeder sollte sich vorher informieren und Warnungen ernst nehmen.
Aber es gibt zwischen den Bildern, die du gepostet hast, auch noch eine oder mehrere Zwischenvarianten.
Es müssen ja keine hohen Zäune oder Mauern sein, aber kleinere "durchsichtige" Zäune könnten unter Umständen einige Unfälle vermeiden.
Ich finde nicht, dass Disney dazu verpflichtet wäre, aber ich als Gast würde mich sicherer oder eher gesagt beschützter fühlen.
Mir ist klar, das ein kleiner Zaun keine Alligatoren abhält, aber so ist die Überwindung doch ans Wasser zu gehen etwas vermindert (denke ich).
 
whiskas Cast Member
Ich sehe es wie Torsten. Man kann ein Areal von 15000 Hektar nicht sichern. Und selbst wenn möchte ich das Geschrei nicht hören von den Leuten deren Aussicht verbaut ist, die allergisch auf Insektenmittel reagieren etc.

WDW wurde 1971 eröffnet und das ist der 1. Vorfall dieser Art.

Ausserdem behaupten wir Menschen doch immer viel intelligenter zu sein als Tiere. Aber anscheinend scheint die Selbstverantwortung für sich selbst und die Kinder da aufzuhören wo eine Maus im Anzug auftaucht.

Davon abgesehen, daß ich nicht weiß was ein 2-jähriges Kind um 21 Uhr abends noch an einem See zu suchen hat. Ich war in dem Alter (auch im Urlaub) im Bett.
 
whiskas Cast Member
TomNook schrieb:
Das Wort Schuld hat hier glaube ich niemand benutzt.
Grundsätzlich gebe ich dir recht, jeder sollte sich vorher informieren und Warnungen ernst nehmen.
Aber es gibt zwischen den Bildern, die du gepostet hast, auch noch eine oder mehrere Zwischenvarianten.
Es müssen ja keine hohen Zäune oder Mauern sein, aber kleinere "durchsichtige" Zäune könnten unter Umständen einige Unfälle vermeiden.
Ich finde nicht, dass Disney dazu verpflichtet wäre, aber ich als Gast würde mich sicherer oder eher gesagt beschützter fühlen.
Mir ist klar, das ein kleiner Zaun keine Alligatoren abhält, aber so ist die Überwindung doch ans Wasser zu gehen etwas vermindert (denke ich).
Und wie verhinderst du dann die Gefahr durch giftige Spinnen und Schlangen die dort noch häufiger vorkommen als Alligatoren?

Es kann doch einfach nicht so schwer sein wirklich einfache Verhaltensregeln einzuhalten.
 
ka*ti*nker Besucht die Disney University
Hier geht es ja erstmal um Alligatoren.
Und ich finde es etwas daneben diese Tiere zB mit zecken zu vergleichen.
Ich weiß, das meint hier niemand böse, aber ich finde es etwas unpassend.
Spinnen und Schlangen ist etwas anderes. Da gibt es ja u.U. Noch Gegenmittel (ich weiß nicht wie giftig die dort sind).
Vor allem kann man sich ja auch nicht schützen. Ist klar!

Bei den "Zäunen" denke ich ehrlich gesagt auch nicht in erster Linie an mich, sondern an unwissende kinder.
Kinder sind oft gedankenverloren. Wenn ich mir vorstelle, mein Sohn läuft einwenig vor, geht ans Wasser und wird reingezogen... *panik*
Solche gefahren kennen Kinder von zu Hause evtl nicht und selbst wenn man sie aufklärt, können sie es doch wieder "vergessen".
Mir geht Sicherheit vor, da wäre mir das Gemeckere über die Optik egal...
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Ich bin da absolut mit Whiskas einer Meinung (was ja nicht sooo oft vorkommt ;) ) - und ganz ehrlich, ich will auch keine durchsichtigen Zäune oder sonstwas.

Ich bin da eher freiheitlich, in manchen Bereichen sogar libertär, ausgerichtet.
Ich möchte meine Freiheit haben, ich möchte nicht gepampert werden, ich möchte nicht alles abgenommen bekommen, nicht vom Staat, nicht von anderen Einrichtung und auch nicht von Disney.

Ich möchte keine Lebensmittel-Ampeln auf jeder Verpackung, ich will keine Zuckerwarnhinweise auf Süßspeisen. Ich will keine ständige Bevormundung mit dem Argument der "Sicherheit" und nein, ich will auch keine Anschnallpflicht im Auto für mich persönlich - Ich bin kein kleines Kind, ich will die Freiheit, so lange über mich selbst zu entscheiden, so lange meine Entscheidungen nicht zum Schaden anderer sind.

Ich will keine 100%-Absicherung in allen Lebensbereichen mit dem Argument, dass ich dadurch ja sicherer leben würde.

Ich will Freiheit und damit einher geht zwangsläufig auch, dass ich Verantwortung übernehmen muss, für mich selbst und mein Leben und wenn ich das nicht tue und mir was passiert, kann ich niemandem sonst die Verantwortung zusprechen.
Und wenn ich Kinder habe, die selbst noch nicht die Verantwortung übernehmen können, mit dieser Freiheit umzugehen, dann bin ich für die verantwortlich und dafür, dass sowas nicht passiert, ich, aber sicher nicht Disney oder der Staat Florida oder sonstwer.

Ich zumindest möchte meine Freiheit nicht opfern für mehr Sicherheit und ich möchte schon gar nicht bevormundet werden, nur weil andere Leute nicht in der Lage sind, verantwortlich zu handeln.
Vielleicht möchte ich auch immer mal wieder vollkommen unverantwortlich handeln, diese Freiheit habe ich und die will ich mir nicht nehmen lassen, aber dann bin ich auch alleine für die Konsequenzen meines Handels verantwortlich.
 
Goofyfan Cast Member
Gut gebrüllt Lõwe!

Ich glaube mal gelesen zu haben ,daß sgar schon dumme Menschen mittlerweile Nilkrokodile ins Land eingeschleppt

.Diese sind grõßer und gefährlicher.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
TomNook schrieb:
Hier geht es ja erstmal um Alligatoren.
Und ich finde es etwas daneben diese Tiere zB mit zecken zu vergleichen.
Ich weiß, das meint hier niemand böse, aber ich finde es etwas unpassend.
Der Vergleich ist in der Tat etwas unpassend - aber für mich in die andere Richtung, als für Dich.
Das war der erste Vorfall mit einem Alligator in Walt Disney World in seiner langen Geschichte.
Auf ganz Florida bezogen gab es in den letzten 30 Jahren 22(!) Todesfälle durch Alligatoren. Mit Ausnahme eines einzigen fanden die alle deshalb statt, weil Leute, obwohl auf die Gefahren hingewiesen wurden, ins Wasser gingen.
Im gleichen Zeitraum gab es fast 400 Tote in Florida durch Angriffe von Hunden.
Pro Jahr stirbt durchschnittlich weniger als 1 Mensch in Florida durch einen Alligator, durch Schlangen sind es durchschnittlich 15 pro Jahr.
Sogar durch Schwarzbären(!) werden jedes Jahr mehr Menschen in Florida getötet, als durch Alligatoren, nämlich 1,5 im Jahresschnitt.

Die Anzahl der Toten durch Blitzeinschläge liegt bei über 1000 in den 30 Jahren.

Der Vergleich ist also insofern unpassend, weil gerade Todesfälle durch Alligatoren extrem selten sind, andere Risiken, gegen die man sich noch viel weniger absichern kann, sind viel höher, gerade die erwähnten Schlangen.

Und dann soll man jetzt, weil es in 45 Jahren jetzt einen Todesfall gab, plötzlich alles ändern, was eben 44 Jahre vorher perfekt ausreichend war?

TomNook schrieb:
Kinder sind oft gedankenverloren. Wenn ich mir vorstelle, mein Sohn läuft einwenig vor, geht ans Wasser und wird reingezogen... *panik*
Solche gefahren kennen Kinder von zu Hause evtl nicht und selbst wenn man sie aufklärt, können sie es doch wieder "vergessen".
Genau deshalb haben die Eltern die Verantwortung auf die Kinder aufzupassen, eine Verantwortung, die der Vater, indem er mit dem Kind an bzw. sogar ins Wasser ging, nicht im geringsten gerecht wurde.

TomNook schrieb:
Mir geht Sicherheit vor, da wäre mir das Gemeckere über die Optik egal...
Vor der Optik vielleicht. Aber sicher nicht vor der Freiheit.

Und ganz ehrlich: Wg. 1 Falles in 45 Jahren nun anzufangen und massive Mauern (ob durchsichtig oder nicht), Zäune oder was ich was weiß zu verlangen, ist meiner Meinung nach wie mit ner Panzerhaubitze auf eine Fliege zu schießen.
 
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