Ein Tag, den man nicht vergessen wird, wenn man ihn bewusst miterlebt hat.
Ich hatte an dem Tag Urlaub, da ich mich auf meinen ersten Teil der Bilanzbuchhalter Prüfung vorbereitet hatte. Ich war also im Arbeitszimmer und lernte, als meine Frau aus dem Schlafzimmer zu mir kam und sagte, dass ein Flugzeug in New York abgestürzt sei. Ich sagte so etwas wie „Kann vorkommen“ und wollte eigentlich weiterlernen. Bin dann aber doch mit ins Schlafzimmer gegangen, wo der Fernseher lief und ich geschockt auf den Bildschirm schaute und nur schrie, dass ist doch das World Trade Center was brennt. Ich muss dazu sagen, ich war schon immer ein Fan von besonderen Gebäuden und das WTC war schon in meiner Kindheit sehr präsent als höchstes Gebäude zur damaligen Zeit. Spätestens durch den New York Besuch meiner Eltern im Jahre 1996 und dem tollen Bild was mein Vater von den Twin Towern gemacht hatte, was ab da im Wohnzimmer hing, war es ständig zugegen.
Ich schaute also wie in Schockstarre auf den Fernseher, setzte mich aufs Bett und konnte nicht begreifen was ich sah. In dem Moment stürzte auch der erste Turm ein. Für mich brach in diesem Moment auch was in mir zusammen. Ein Symbol was mich bis dato mein Leben lang begleitet hatte, war einfach weg. Kurze Zeit später auch der 2. Turm, ich war richtig sprachlos.
Trotzdem musste ich abends noch zu einem Kurs für den Bilanzbuchhalter. Hier gab es bei uns „Schülern“ natürlich nur ein Thema. Dann kam unser Dozent, der uns erzählte, dass sein Sohn momentan in New York sei und er ihn nicht erreichen konnte. Zum Glück stellte sich später raus, dass es ihm gut ging. Aber ihr könnt Euch vorstellen, wie die 3 Stunden „Unterricht“ verliefen.
Auch die letzten Tage waren im Internet schon die ganzen Videos von damals zu sehen und ich habe gerade die Dokumentation „September“ in der ARD gesehen. Es schockt mich immer noch die Bilder zusehen und bringt die ganzen Gefühle und Emotionen hoch. Man will sich gar nicht vorstellen, wie es den Menschen erging, die an den Fenstern standen und um Hilfe gewunken haben, oder so verzweifelt waren, dann in den Tod zu springen. Einfach bis heute ein schreckliches Ereignis.
Danke für Deinen Beitrag Torsten.