Mich macht der Umgang der HUK-Coburg mit unserem Schadensfall mit Mika inzwischen wirklich fassungslos.
Nachdem der bei der HUK-Coburg versicherter Autofahrer meine Frau und unsere Mika auf einem Zebrastreifen überfahren hat, kämpfen wir noch immer um die Regulierung des Schadens.
Besonders frech empfinde ich ein Schreiben der zuständigen Sachbearbeiterin, Frau Herold, an unseren Anwalt. Darin äußert sie sich dahingehend, dass es fraglich gewesen sei, ob es verhältnismäßig gewesen wäre, Mika in der nötigen Form behandeln zu lassen und setzt das in Verbindung zu ihrem Alter.
Ich empfinde eine solche Aussage als ausgesprochen unverschämt. Hier geht es um ein Lebewesen, das zu unserer Familie gehört und dessen Leben wir selbstverständlich retten wollten
Dabei steht auch außer Frage, dass die Behandlung dafür gesorgt hat, dass Mika wieder vollumfänglich fit und agil wie eh uns je ist, vollkommen unabhängig von ihrem Alter.
Wir wurden ja sogar von Tierärzten wiederholt gefragt, ob Mika, da sie aus dem Tierschutz stammt, sicher schon so alt sei, da sie ungewöhnlich fit und gesund ist.
Hier auch nur zu suggerieren, die Behandlungskosten sei nicht verhältnismäßig gewesen, ist eine Unverschämtheit.
Es wurde auch zu keinem Zeitpunkt von einem Tierarzt auch nur angedeutet, dass es sinnvoller sei, Mika nicht mehr zu behandeln. Das absolute Gegenteil war der Fall. Und Mika wurde in der Zeit von etlichen Tierärzten gesehen.
Auch eine zweite Anmerkung macht mich fassungslos:
„Bezüglich der Reisekosten wären schadensersatzrechtlich großzügig ausgelegt allenfalls die Stornokosten einer Person zu berücksichtigen.“
Wir sprechen hier von einer gemeinsamen Reise, die wir aufgrund der Folgen dieses Unfalls absagen mussten. Zudem wäre es für eine Person alleine hier gar nicht möglich gewesen, Mika zu betreuen. Mika brauchte über Wochen eine 24/7 Überwachung, von den Tierärzten so auch festgestellt. Einer Person alleine wäre es weder möglich gewesen, das zu leisten. Einkäufe, Arztbesuche, ja nicht einmal duschen zu gehen wäre gegangen.
Und die Tierarztbesuche wären für eine Person auch gar nicht alleine möglich gewesen. Mika durfte weder angegurtet werden, noch in eine Box und schon gar nicht lose im Auto gelassen werden, weil jede Bremsung durch die gebrochenen Rippen für sie lebensgefährlich gewesen wäre. Sie musste eng und stabil gehalten werden. Deshalb musste jede Fahrt zu zweit durchgeführt werden.
Da sollte die HUK eher noch froh sein, dass wir keinen Verdienstausfall geltend machen, denn natürlich hat das massiv Zeit bei unserer selbstständigen Tätigkeit weggenommen.
Überhaupt habe ich mich extrem bemüht, den Schaden so gering wie möglich zu halten, meiner Meinung nach weit mehr, als im Rahmen der Schadensminderungspflicht zwingend nötig gewesen wäre.