Provins - mittelalterliche Stadt im Unesco Weltkulturbe


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Provins - Mittelalter hautnah erleben

Provins und seine berühmte Stadtmauer

Provins liegt in der Region Ile-de-France, rund 80 Kilometer südöstlich von Paris. Die im Jahr 802 erstmals urkundlich erwähnte Stadt ist vermutlich weitaus älter und wurde im Jahr 2001 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe-Stätten aufgenommen.
Aufgrund ihrer verkehrstechnisch guten Lage entwickelte sich Provins ab dem Jahr 1000 zu einem bedeutenden Handelszentrum, hier wurden regelmäßig Märkte und Messen veranstaltet, die Kaufleute aus ganz Europa anzogen. Damals zählte Provins zu den bedeutendsten Städten Frankreichs und hatte rund 80.000 Einwohner (heute sind es etwas mehr als 12.000).
Provins ist eine der wenigen Städte, die ihre mittelalterliche Struktur bewahrt haben. Das Stadtbild von Provins ist dementsprechend beeindruckend. Zum einen wird die Stadt von einer imposanten Stadtmauer umgeben, zum anderen gibt es zahlreiche markante historische Gebäude, die das Stadtbild prägen.
Provins ist gleichzeitig die Stadt der Rosen. Die Rosen-Verarbeitung und auch die Züchtung spielt seit dem Mittelalter eine bedeutende Rolle in der Stadt. Konfitüre, Bonbons, Sirup und Seife aus Rosen sowie Rosenhonig gehören zu den Spezialitäten, die auch beliebte Souvenirs bei den zahlreichen Touristen sind, die die Stadt jedes Jahr besuchen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten von Provins

  • Stadtmauer
    Rund 1200 Meter lang ist die gewaltige Stadtmauer, die von 1226 bis 1314 errichtet wurde. Sie ist mit 22 Türmen versehen und bis heute in weiten Teilen gut erhalten. Stellenweise ist die Stadtmauer von Provins begehbar, aber auch von unten bietet sie einen imposanten Anblick.
  • Tour César
    Dieser Turm aus dem 12. Jahrhundert besteht aus drei übereinandergelagerten Ebenen, die im 17. Jahrhundert mit einem spitzzulaufenden Dach versehen wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Tour César als Befestigungsanlage, Gefängnis und schließlich als Aussichtsturm genutzt.
    Es handelt sich um den einzigen achteckigen Donjon (Wehrturm) auf viereckigem Grundriss. Durch die Lage auf einem Hügel, ist der Tour César von Weitem sichtbar und bietet gleichzeitig einen tollen Ausblick über Provins und das Umland.
  • Collégiale Saint-Quiriace
    Die Stiftskirche St. Quiriace thront über der Stadt Provins. Der Bau wurde im 12. Jahrhundert im Stil der Romanik begonnen und sollte fast so groß werden wie die berühmte Kathedrale Notre-Dame in Paris. Doch diese Pläne wurden nie vollendete. Im 17. Jahrhundert wurde das Schiff mit der bis heute bestehenden Westfassade geschlossen. Als das Dach der Kirche wenige Jahre später nach einem Brand eingestürzt war, wurde die bis heute erhaltene Kuppel errichtet.
    Auch Jeanne d'Arc besuchte diese Kirche, als sie Charles VII. auf dem Rückweg von seiner Krönung zum König von Frankreich in Reims begleitete.
  • Katakomben
    Weite Teile der Altstadt von Provins sind unterkellert. Diese Gewölbe und Gänge entstanden vermutlich als eine Art Steinbruch und wurden später zur Lagerung verschiedener Waren und Lebensmittel genutzt, zeitweise dienten sie aber auch als Fluchtstätte oder Versteck.
    Die Katakomben von Provins können nur in Begleitung eines Führers besichtigt werden. Touren finden täglich statt, die genauen Termine gibt es im Tourismus-Büro der Stadt.
  • Grange aux dîmes
    Die Zehntscheune (Grange aux dîmes) von Provins ist ein romanisches Gebäude aus dem 12. Jahrhundert. Der Kalksteinbau beherbergt heute ein Museum, das dem Handwerk und Handel im Mittelalter gewidmet ist.
  • Maison romane
    Eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Es handelt sich um einen Kalksteinbau aus dem 12. Jahrhundert, der im ehemaligen Judenviertel der Stadt gelegen ist. Aufgrund der Lage wird vermutete, dass das Maison romane als Synagoge oder jüdische Schule genutzt wurde.
    Heute beherbergt das Maison romane ein Museum, das sich der Regionalgeschichte widmet.
  • Hostellerie de la Croix d'Or
    Das älteste Hotel Frankreichs. Errichtet wurde das Hotel von 1264 bis 1270 und diente über Jahrhunderte als Hotel. Heute beherbergt es ein Restaurant.
  • Couvent des Cordelières
    Das ehemalige Klarissenkloster wurde im Jahr 1248 gegründet und hatte bis zur Französischen Revolution Bestand. Anschließend wurde die Anlage als Hospiz genutzt. Seit 1977 beherbergt das Gebäude eine Zweigstelle der Bibliotheque nationale de France, in der Dokumente restauriert werden, außerdem die Verwaltung der Denkmalschutzbehörde und eine Tourismus-Fachschule.
    Von außen kann das ehemalige Kloster dennoch besichtigt werden.
  • Rosengarten
    Die große Bedeutung der Rosen kommt im Rosengarten von Provins zum Ausdruck. In der wunderschön gestalteten Grünanlage können unterschiedliche Rosensorten bewundert werden. Zu speziellen Anlässen werden hier verschiedene Produkte aus Rosen zum Probieren angeboten.

Mittelalter Live

Provins pflegt seine mittelalterliche Tradition auf verschiedene Weise, eine bei vielen Touristen sehr beliebte Varianten sind die Mittelalter-Shows und Festspiele.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen den Festspielen, die jedes Jahr an einem Wochenende im Juni stattfinden und die ganze Stadt ins Mittelalter zurückversetzen: Überall gibt es Gaukler, Ritterkämpfe, Handwerkskunst und kulinarische Spezialitäten der Zeit.

Beinahe rund ums Jahr, in der Regel von März bis Ende Oktober finden verschiedenen Mittelalter-Shows in Provins statt, Falkner, Schwertkämpfer und Turnierreiter zeigen – je nach Show – ihr Können. In der Regel gibt es drei verschiedene Shows, die unterschiedlich aufgebaut sind. Je nach Show werden mittelalterliche Waffen und Ritterkünste vorgeführt, oder die Falkenjagd sowie Greifvögel ganz generell stehen im Mittelpunkt oder aber das mittelalterliche Leben am Hofe mit Prinzessinnen, Edelleuten und Turnierkämpfen wird gezeigt.

Auch mittelalterliche Bankette erfreuen sich großer Beliebtheit, hier können die Gäste mittelalterliche Speisen in einem beeindruckenden Gewölbe genießen und werden dabei zwischen den verschiedenen Gängen von Gauklern, Troubadouren und anderen Künstlern unterhalten.

An einigen Wochenenden im Sommer werden Stadtführungen bei Kerzenlicht angeboten, zu diesen Terminen gibt es entlang der Strecke ein breit gefächertes mittelalterliches Unterhaltungsprogramm.

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Impressionen aus Provins
 
 
Ein Blick in die Stadtgeschichte von Provins

In einer Verordnung Karls des Großen von 802 wird Provins erstmals urkundlich erwähnt. Aus diesem Dokument geht hervor, dass es sich um eine Festung handelt. Die Ursprünge von Provins liegen daher weit vor diesem Jahr und sind vermutlich in gallo-römischer Zeit zu finden, vielleicht sogar davor.
Von 983 gehörte Provins zum Einflussgebiet der Grafen der Champagne, die die strategisch günstige Lage an bedeutenden Handelsstraßen zu nutzen wussten. In der Folge wurde Provins zu einem bedeutenden Handelsort.
Die Grafen der Champagne etablierten in ihrem Herrschaftsgebiet vier Messen (in Provins, Troyes, Lagny und Bar-sur-Aube). Diese Messen lockten Kaufleute aus ganz Europa an und trugen ganz wesentlich dazu bei, dass die genannten Orte florierten. Wegen der verkehrstechnisch günstigen Lage wurde die Messe von Provins schnell bedeutend und trug dazu bei, dass die Stadt zu großer Bedeutung gelangte und zur drittwichtigsten Stadt Frankreichs, hinter Paris und Rouen aufstieg – zwischenzeitig lebten hier rund 80.000 Menschen.

Wegen seiner wachsenden Bedeutung wurde die Siedlung im 11. und 12. Jahrhundert zunehmend befestigt. In diese Zeit fällt unter anderem der Bau des Tour César. Im 13. Jahrhundert wurde dann die wuchtige Stadtmauer mit ihren 22 Türmen errichtet.
Als die Grafen der Champagne die Krone von Navarra erlangten, verloren sie nach und nach das Interesse an Provins. Später trugen die Wirren der Geschichte, außerdem die Pest und andere Plagen dazu bei, dass die Bedeutung der Stadt nach und nach abnahm.
Heute ist Provins, wegen seiner zahlreichen historischen Gebäude und der weitestgehend erhaltenen mittelalterlichen Struktur ein beliebtes Ziel bei Touristen aus Frankreich und der ganzen Welt. Die Aufnahme in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe-Stätten trägt natürlich dazu bei, dass Besucher aus aller Welt in das französische Städten kommen.

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