Mitgliedschaft im Disney Vacation Club - wie werde ich Mitglied im DVC?


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Wie werde ich Mitglied im Disney Vacation Club? Hintergrundbild Saratoga Springs

Ihr habt Euch ein bisschen schlau gemacht und wisst jetzt was der Disney Vacation Club grundsätzlich ist. Herzlichen Glückwunsch! Damit seid Ihr schon wesentlich besser informiert als rund 90% der Besucher von Walt Disney World.
Doch jetzt geht es um die entscheidende Frage: Wie werde ich Mitglied im DVC? Auf diese Frage liefern wir Euch auf dieser Seite eine Antwort. Natürlich widmen wir uns auch der Frage, was der Spaß überhaupt kostet und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, Mitglied im Disney Vacation Club zu werden.
Also, nehmt Euch ein wenig Zeit, denn die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lässt sich nicht in zwei Sätzen beantworten.

Inhaltsverzeichnis - Wie werde ich Mitglied im Disney Vacaction Club? - DVC Kapitel 2

Mitgliedschaft im Vacation Club

Falls Ihr die Seite zur Geschichte und des Vacation Clubs und die zugehörigen Hotels gelesen habt, wisst Ihr nun alles über die Grundlagen des DVC. Ihr stellt Euch jetzt aber vermutlich die Frage: Wie wird man eigentlich Mitglied im Disney Vacation Club? Diesem Thema wollen wir uns nun widmen.

Den Vacation Club vor Ort kennenlernen

Ihr habt, wenn ihr schon einmal in Walt Disney World, Disneyland Resort oder Aulani wart, sicher schon die Stände des Vacation Clubs gesehen, die an vielen Orten in den Parks und Hotels zu finden sind. An diesen steht in der Regel ein Mitarbeiter des Disney Vacation Clubs, bei dem ihr euch informieren könnt und der gerne alle eure Fragen zu dem Thema beantwortet. Im Gegensatz zu den Verkäufern von Timeshare-Angeboten, die der Branche ihren schlechten Ruf eingebracht haben, sind die Mitarbeiter des Disney Vacation Club aber in der Regel keineswegs aufdringlich, sondern warten darauf, dass ihr auf sie zugeht.

Neben den Erstinformationen, die ihr hier erhalten könnt, dienen die kleinen Stände aber vor allem dazu, einen Termin für einen Besuch im Preview Center des Vacation Clubs zu vereinbaren, das sich in Disney’s Saratoga Springs Resort and Spa in Walt Disney World befindet bzw. zwischen dem Disneyland Hotel und dem Paradise Pier Hotel in Disneyland.

Ein Besuch im DVC Preview Center

Wenn ihr in Walt Disney World seid, könnt ihr hier einen Termin vereinbaren, zu dem ihr von einem Shuttle an eurem Disney Hotel abgeholt und zum Preview Center gebracht werdet. Nach eurem Termin bringt euch ein Shuttle auf Wunsch auch zurück in euer Resort oder in den Disney Park den ihr besuchen möchtet.

Im Preview Center angekommen, werdet ihr von einem Cast Member, der auch euer Verkäufer ist, begrüßt und dürft euch zuerst bei ein paar Snacks und Getränken stärken Als nächster Punkt steht ein Werbefilm über den Disney Vacation Club auf dem Programm. Darauf folgt eine geführte Tour durch Modelle der Appartements aus den Vacation Club Resorts, die sich aktuell im Verkauf befinden. Schon auf der Tour könnt ihr Fragen stellen und euch genau über den Vacation Club informieren. Solltet ihr kleine Kinder dabeihaben, gibt es für die für die Zeit Eures Aufenthaltes eine Kinderbetreuung, sie können euch aber natürlich auch begleiten.

Nach der Tour geht ihr mit eurem Verkäufer in ein Büro, wo ihr alle Unterlagen zum Vacation Club, Preislisten etc. ausgehändigt bekommt und euch mehr Details über die Mitgliedschaft erläutert werden. Und natürlich wird euch hier auch direkt eine Mitgliedschaft angeboten – ihr müsst aber keine Sorgen haben, dass dabei irgendein Druck aufgebaut wird oder ihr euch in irgendeiner Form genötigt fühlen werdet, zu kaufen – denn gerade dieses Image von Timeshare-Angeboten möchte Disney ja nicht widerspiegeln.

Im Rahmen dieses Verkaufsgespräches wird euch in der Regel auch noch ein aktuelles Sonderangebot, etwa Nachlässe oder Bonuspunkte, angeboten. Aber auch um das zu bekommen, müsst ihr nicht sofort Ja sagen. In der Regel sind diese Angebote für einige Zeit gültig und ihr könnt euch in aller Ruhe überlegen, ob ihr wirklich Interesse habt und euch erst dann entscheiden.

Wichtig für Interessenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Für Interessenten aus Deutschland ist es allerdings wichtig zu wissen, dass ihr nicht von Deutschland aus, also nach eurer Rückkehr aus dem Urlaub kaufen könnt, weil Disney keine Lizenz für den Verkauf von Timeshare Angeboten in Deutschland hat. Ihr könnt nur in den USA kaufen oder müsst zumindest nach Großbritannien reisen, wo Disney über eine entsprechende Lizenz verfügt.

Ein paar Goodies zum Abschluss der Tour

Nach dem Abschluss der Tour könnt ihr noch einen (oder mehrere) Becher Eis in der eigenen Eisdiele des Disney Vacation Clubs essen (selbstverständlich kostenlos) und bekommt in der Regel ein oder mehrere Goodies als „Wiedergutmachung“ für die Urlaubszeit, die ihr für die Tour aufgewendet habt. Das können mehrere Extra-FastPässe pro Person sein, die ihr an beliebigen Attraktionen (einige absolute Highlights wie aktuell Flight of Passage, Frozen ever After und Seven Dwarfs Mine Train ausgenommen) einsetzen könnt oder Geschenkgutscheine mit variablem Wert, mit denen ihr Souvenirs shoppen oder Essen gehen könnt, oder auch eine Kombination aus mehreren Goodies. Bei unserer Tour 2016 waren es 3 Fastpässe pro Person und, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, eine Gift Card im Wert von 100 Dollar.

Was kann ich überhaupt kaufen?

Mit der Mitgliedschaft im Disney Vacation Club kauft Ihr keine festen Aufenthaltszeiten, feste Wohnungsanteile, noch nicht einmal festgeschrieben Resorts. Ihr kauft Euch zwar in einem Resort ein, dieses wird zu eurem Home Resort und nach diesem richtet sich Eure Annual Dues (die jährlichen Kosten, auch dazu weiter unten mehr), aber damit ist nicht festgelegt, wo oder wann Ihr Urlaub in einem Vacation Club Resort machen könnt.

Mit eurer Mitgliedschaft kauft Ihr Euch Punkte. Diese Punkte wiederum könnt Ihr einsetzen um eure Aufenthalte in den Vacation Club Resorts zu buchen. Wieviel Punkte euer Aufenthalt dann kostet, ist davon abhängig, zu welcher Zeit Ihr in welches Resort reisen wollt und welche Appartement-Größe Ihr buchen möchtet. Wie üblich kostet es in der Nebensaison weniger als in der Hauptsaison.

Bevor Ihr nun eine Mitgliedschaft kauft, solltet Ihr Euch grob überlegen, wie Euer typische und durchschnittlicher DVC-Urlaub aussehen könnte und Euch folgende Fragen stellen, denn danach berechnen sich die Punkte, die Ihr in der Regel braucht:

  • Zu welcher Jahreszeit möchte ich meistens fahren? Bin ich dabei an die Schulferien gebunden?
  • Welche Zimmergröße brauche ich? Wieviele Personen fahren in der Regel mit in den Walt Disney World Urlaub? Planen wir Kinder zu haben und sollten für die Zukunft schon mit einem größeren Zimmer kalkulieren?
  • Was soll mein Home Resort werden? Möchte ich immer in diesem Übernachten oder sollte ich mir auch einen Puffer an Punkten anlegen, um auch mal in ein höherwertiges Resort ausweichen zu können, ohne direkt nur sehr kurz bleiben zu können?
  • Wie oft möchte ich fahren? Mehrmals pro Jahr? Jedes Jahr? Alle zwei Jahre oder vielleicht nur alle drei Jahre? Kann ich also Bank & Borrow nutzen, um Punkte für Urlaube zu sammeln?

Die Faktoren zur Berechnung der nötigen DVC-Punkte

Die Reisezeit

Für die Disney Vacation Club Resorts in Walt Disney World unterscheidet Disney in fünf Saisons, die dafür entscheidend sind, wieviel Punkte man einsetzen muss, um in diesen Zeiten buchen zu können.

Die DVC-Saisonzeiten sind liegen in der Regel ungefähr so:

  • Adventure Season (günstigste Zeit):
    Der ganze Januar
    September (manchmal mit Ausnahme der ersten Tage)
    Anfang bis Mitte Dezember
  • Choice Season:
    Oktober und November bis zwei bis vier Tage vor Thanksgiving
    November ab zwei Tage nach Thanksgiving
    Ca. 3. Dezemberwoche bis 23.12.
  • Dream Season:
    Erste Hälfte des Februars
    1. Mai bis erstes Drittel des Junis
    Mitte bis Ende August
  • Magic Season:
    Zweite Hälfte des Februars bis eine Woche vor Ostern
    Ab der zweiten Woche nach Ostern bis Ende April
    Zweites Drittel des Junis bis Mitte August
    Drei Tage um Thanksgiving
  • Premier Season:
    Woche vor und nach Ostern
    Heiligabend bis Silvester

Die genaue Aufteilung für jedes Jahr findet Ihr in den online verfügbaren DVC Points Charts.

Die Größe der Villa

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Größe der Villa (=Ferienwohnung), die Ihr in der Regel benötigt. Außerdem solltet Ihr Euch fragen, ob Ihr eine vollausgestattete Küche und/oder Waschmaschine uns Trockner in Eurer Villa haben möchtet.

Die DVC Villa-Typen sind:

  • Studio: Zimmer mit in der Regel 4 Schlafmöglichkeiten, Badezimmer & rudimentärer Küchenausstattung wie Mikrowelle und Kühlschrank. Die größten Studios findet Ihr in Hilton Head mit 42m2, die kleinsten sind die Value Studios im Animal Kingdom mit 29m2.
    In einem Studio können je nach Resort 4-5 Personen und ein Kind unter 3 Jahren in einem Babybett übernachten.
  • 1-Bedroom-Villa: Diese Appartements verfügen in der Regel über ein Schlafzimmer mit einem King-Size Bett, ein Wohnzimmer mit Queen-Size Schlafsofa, vollausgestatteter Küche, ein Badezimmer mit Dusche, Toilette und Waschbecken, ein Badezimmer mit Whirpool-Badewanne und Waschbecken sowie einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner. Manche haben eine weitere, getrennte Toilette oder ein zweites Badezimmer mit Toilette und Badewanne. Die größten 1-Bedroom-Villas findet Ihr in Disney’s Old Key West Resort mit einer Größe von ca. 88 m2, die kleinsten in der Animal Kingdom Lodge mit 58m2.
    In einer 1-Bedroom Villa können je nach Resort 4-5 Personen und ein Kind unter 3 Jahren in einem Babybett übernachten.
  • 2-Bedroom-Villa: Die 2-Bedroom-Villas bestehen in der Regel aus einer 1-Bedroom-Villa mit angeschlossenem Studio. Eine Ausnahme sind aber zum Beispiel die 2-Bedroom-Villas des Polynesian Resorts, die getrennte Bungalows am Ufer der Seven Seas Lagoon sind und die 2-Bedroom-Bungalows der Copper Creek Villas. Die größten 2-Bedroom-Villas bietet das Old Key West mit 124m2, die kleinsten finden sich mit 88m2 im Jambo House der Animal Kingdom Lodge.
    In einer 2-Bedroom-Villa können je nach Resort 8-9 Personen und ein Kind unter 3 Jahren in einem Babybett übernachten.
  • 3-Bedroom-Grand-Villa: Wenn Ihr wirklich richtig viel Platz braucht, dann gibt es noch die 3-Bedroom-Villas. Diese Appartements bieten Platz für 12 Personen. Sie sind teilweise auf zwei Etagen aufgeteilt. Die einzelnen Grundrisse unterscheiden sich zu sehr, um diese hier im Detail zu beschreiben. Die größten dieser Villas finden sich mit 298m2 in den Copper Creek Villas der Wilderness Lodge, die kleinsten sind die Treehouse Villas im Saratoga Springs Resort mit 100m2, die allerdings auch nur für 9 statt für 12 Personen ausgelegt sind.
    In einer 3-Bedroom-Grand-Villa können bis zu 12 Personen und ein Kind unter 3 Jahren in einem Babybett übernachten.

Neben der Größe unterscheiden sich in einigen Resorts die benötigten Punkte auch nach der Lage und dem Blick der Villa. Darüberhinaus gibt es in eingen Resorts sogenannte Value-Varianten einzelner Villen. Die genauen Punktzahlen, die Ihr je nach Villa-Typ braucht, finden Ihr auch in den oben bereits erwähnten Points Charts.

Das Home Resort

Wenn Ihr eure Punkte kauft, kauft Ihr diese in einem bestimmten Resort. Dieses Resort ist euer sogenanntes Home Resort. Welches Home Resort Ihr kauft, spielt in zweierlei Hinsicht eine entscheidende Rolle.
Einerseits könnt Ihr in eurem Home Resort ab 11 Monate vor eurer gewünschten Reise ein Zimmer reservieren, während Ihr in den anderen Resorts erst 7 Monate vorab über eure Punkte reservieren könnt. Die Eigentümer eines Home Resorts haben also einen gewissen Vorsprung, wenn es darum geht, sich die Appartements Ihres Resorts zu sichern.Darüber hinaus entscheidet das Home Resort über die jährlich für eure Mitgliedschaft anfallenden Kosten – darüber mehr im Abschnitt zu den laufenden Kosten, den Annual Dues.

Bank & Borrow – wie gehe ich mit meinem Punkten um, wenn ich sie nicht jedes Jahr brauche?

Eure Punkte sind auch nicht an ein einziges Jahr gebunden, so dass sie nicht verfallen, wenn Ihr in einem Jahr mal nicht in eines der Disney Vacation Club Resorts reisen wollt. Ein wesentlicher Unterscheid zu vielen klassischen Timeshare-Angeboten. Ihr könnt die Punkte eines Jahres für das Folgejahr ansparen („bank“) oder in einem Jahr schon die Punkte des kommenden Jahres ausborgen („borrow“). Im Extremfall könnt Ihr also die Punkte, die Euch innerhalb von drei Jahren gutgeschrieben werden, in einem Jahr gesammelt nutzen.

Weitere wichtige Faktoren beim Kauf der DVC-Mitgliedschaft

Das Use-Year

Wenn Ihr Euch dazu entscheidet, Punkte zu kaufen, müsst Ihr Euch für das sogenannte „Use-Year“ entscheiden. Das ist der Monat des Jahres, zu dem Euch eure Punkte gutgeschrieben werden. Wenn Ihr regelmäßig zur gleichen Zeit in den Urlaub fahren wollt, kann dieser Zeitpunkt eine Rolle dabei spielen, wie Ihr über bank & borrow Punkte ansammeln könnt, damit es zu eurer bevorzugten Urlaubszeit passt.

Das Use-Year spielt außerdem eine Rolle, wenn Ihr einen Urlaub stornieren müsst. Die Punkte aus einem stornierten Urlaub könnt Ihr nicht mehr für einen Urlaub im kommenden Jahr übertragen („bank“), wenn Ihr in den letzten vier Monaten Eures Use-Years seid.

Das klingt etwas kompliziert? Darum hier ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn Ihr als Use-Year September habt, dann müsst Ihr eure Punkte aus dem Jahr 2019 bis 4 Monate vor dem 1. September 2019 in das Jahr 2020 übertragen haben, wenn Ihr diese sichern wollt. Wenn Ihr einen geplanten Aufenthalt im August 2019 kurzfristig stornieren müsst, können diese Punkte nicht mehr ins das Jahr 2020 übertragen werden. Würdet Ihr aber einen Aufenthalt im September 2019 stornieren, also direkt zu Anfang Eures Use-Years, hättet Ihr noch jede Menge Zeit, Eure Punkte ins Folgejahr zu übertragen. Wenn Ihr also immer zur selben Zeit in den Urlaub fahren wollt, ist es ideal das User-Year so zu planen, dass euer bevorzugter Urlaubstermin möglichst weit am Anfang eines User-Years liegt.

Verfügbare Use-Years sind Februar, März, April, Juni, August, September, Oktober, Dezember – wobei nicht alle bei Käufen direkt von Disney immer angeboten werden.

Die Guaranteed Week – doch wieder eine fixe Woche?

Wie bereits mehrfach erwähnt, ist der Disney Vacation Club extrem flexibel und Ihr seid im Gegensatz zu klassischen Timeshare-Angeboten nicht an feste Wochen gebunden.

So war das, seit Disney 1991 den DVC eingeführt hat. Mit dem Start des Verkaufs von Aulani als Home Resort führte Disney aber die „Guaranteed Week“ ein – also ein Zurück zu alten Unsitten des Timesharings auf Kosten der Flexibilität? Mitnichten!

Die „Guaranteed Week“ ist eine optionale Möglichkeit und kein Zwang. Gegen einen Aufpreis könnt Ihr Euch eine Woche (7 Nächte) im Jahr sichern, die Euch immer zur Verfügung steht und die für Euch schon geblockt wird, bevor das 11-Monate-Zeitfenster zur Reservierung öffnet. Aber Ihr müsste diese Woche nicht zwangsläufig nutzen, wenn Ihr sie in einem Jahr nicht wollt, sondern könnt sie nach Wunsch stornieren und eure Punkte anderweitig einsetzen. Die Kosten für die garantierte Woche sind allerdings etwas höher. Wenn Ihr davon Gebrauch macht, kosten Euch diese sieben Übernachtungen ungefähr 10% mehr am Punkten, als Euch eine normale Buchung in dieser Woche kosten würde.

Dennoch kann es interessant sein, diese Woche hinzuzubuchen, gerade dann, wenn Ihr zum Beispiel regelmäßig stark gebuchte Zeiten wie die Weihnachtszeit in einem Vacation Club Resort verbringen wollt.

Laufzeit der Mitgliedschaft

Eine Mitgliedschaft im Disney Vacation Club läuft nicht ewig. Sie gilt, bei Käufen direkt von Disney, ab dem Kaufzeitpunkt für bis zu 50 Jahre. Die genaue Laufzeit wurde von Disney zu dem Zeitpunkt festgelegt, zu dem die einzelnen Resorts als Home Resorts in den Verkauf gingen. Die genaue Laufzeit findet Ihr selbstverständlich in den Unterlagen, die Ihr vor dem Kauf ausgehändigt bekommt.

Wenn Ihr einen bestehenden Vertrag über Resale aufkauft (dazu weiter unten mehr), dann beträgt die Laufzeit nur noch die Restlaufzeit des ursprünglichen Vertrages, worüber Ihr Euch bewusst sein solltet, wenn Ihr einen bestehenden Vertrag übernehmt!

Die ersten DVC-Verträge, die auslaufen sind die in Disney’s Old Key West, da dieses Resort als erstes in den Verkauf kam. Die Verträge laufen eigentlich zum Ende des Jahres 2041 aus (bzw. weitestgehend 2042, da das Resort erst im Dezember 1991 eröffnet wurde). Allerdings bekamen die bisherigen Mitglieder 2007, dem Jahr, in dem das Old Key West seinen 15. Geburtstag feierte, die Möglichkeit, Ihre Mitgliedschaft um 15 Jahre bis 2057 zu verlängern.

Für weiter Resorts wurde dieses Angebot bisher nicht unterbreitet, obwohl die Verträge für die später eröffneten Beach Club Villas, Boardwalk Villas, Vero Beach, Hilton Head und Boulder Ridge auch bereits 2042 auslaufen. Die schlechteste Laufzeit haben damit die Beach Club Villas mit maximal 40 Jahren, da diese Verträge 2042 enden, obwohl sie erst 2002 in den Verkauf gingen.

Freie Verfügbarkeit eures Eigentums im Rahmen des Disney Vacation Clubs

Wenn Ihr Euch dazu entscheidet, Euch in den Disney Vacation Club einzukaufen, erwerbt Ihr tatsächlich Grundbesitz in dem US-Bundesstaat in dem euer Home Resort liegt – wenn auch nur für die Laufzeit der Mitgliedschaft (siehe oben).

In diesem Zeitraum könnt Ihr eure Punkte auch wieder über den Zweitmarkt verkaufen. Eine Mitgliedschaft kann sich durchaus auch als Kapitalanlage eignen, denn bisher steigen die Preise, trotz ja immer kürzer werdender Laufzeit bei „gebrauchten“ Verträgen, weitestgehend kontinuierlich an. Wir haben zum Beispiel unseren Old Key West Extended Contract bis 2057 im Jahr 2017 gekauft für 71$ pro Punkt. Aktuell sind schon normale Old Key West Verträge mit Laufzeit bis 2042 nur selten unter 85-90$ zu finden und Extended Contracts bis 2057 nur selten unter 100$ pro Punkt – wenn man sie aktuell überhaupt zum Kauf findet, da sie wegen der guten Relation aus Preis (aktuell gehören Boulder Ridge, Saratoga Springs und Animal Kingdom Lodge zu den günstigsten Walt Disney World Resorts bei Resale-Käufen, dicht gefolgt vom Old Key West, bei dem die Preise wegen der gerade stattgefundenen Renovierung etwas gestiegen sind) zur Laufzeit sehr gefragt und nur selten lange auf dem Markt sind.

Wenn Ihr eure Punkte verkaufen möchtet, müsst Ihr allerdings Disney das beim Kauf vertraglich festgelegte „Right of First Refusal“ einräumen. Das bedeutet, dass Ihr Disney, sobald Ihr Euch mit dem Käufer auf einen Preis geeinigt habt, den Vertrag zum Kauf anbieten müsst – allerdings zum selben Preis, den Ihr auch mit dem Käufer vereinbart habt, der Wert sinkt dadurch nicht. Disney entscheidet dann, ob sie den Vertrag selbst zum vereinbarten Preis wieder zurücknehmen wollen oder der Kaufprozess mit dem Käufer fortgesetzt werden kann.

Außerdem sind die Verträge auch übertragbar (etwa an eure Kinder, wenn Ihr sie selbst nicht mehr nutzen wollt) und können auch vererbt werden.

Wie wird man Mitglied und was kostet das?

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, Mitglied im Disney Vacation Club zu werden. Man kann die Punkte bei Disney kaufen oder auf dem Sekundärmarkt Verträge über Disney Vacation Club Resale Anbieter kaufen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Vacation Club Punkte bei Disney kaufen

Eine Möglichkeit, eine Mitgliedschaft im Vacation Club zu kaufen, ist es, die Punkte direkt bei Disney zu erwerben. Wie das inklusive einer Tour durch das Preview-Center abläuft, haben wir bereits beschrieben. Natürlich könnt ihr diese Tour auch auslassen und eurem Verkäufer direkt mitteilen, dass ihr kaufen möchtet.
Wenn ihr bei Diseny direkt kauft, dann könnt ihr weitestgehend individuell entscheiden, wie viele Punkte ihr erwerben wollt – solange ihr als Neu-Mitglied mindestens 100-160 Punkte kauft (je nachdem, welches Resort gerade im Verkauf ist, liegen die Untergrenzen unterschiedlich). Ihr könnt euch also genau überlegen, wie viele Punkte für euch ideal sind und diese exakt kaufen, ob das nun 189, 201 oder 312 sind und seid dabei nicht an feste Staffeln gebunden.
Wenn ihr bereits einen Vertrag habt und später merkt, dass euch die Punkte nicht ausreichen, dann könnt ihr auch Punkte nachkaufen. Dabei beträgt die Mindestanzahl 25 Punkte, wenn ihr direkt bezahlt bzw. 50 Punkte, wenn ihr den Kauf finanzieren wollt.
Allerdings könnt ihr beim direkten Kauf bei Disney nicht alle Vacation Club Resorts als Home Resorts kaufen, sondern nur die, die gerade im Verkauf sind, in der Regel handelt es sich um die 1-3 DVC-Resorts, die zuletzt eröffnet haben bzw. demnächst eröffnen werden.
Wenn ihr ein anderes Home Resort kaufen wollt, dann könnt ihr euch auf eine Warteliste setzen lassen und zu dem Zeitpunkt kaufen, zu dem Disney in diesem Resort wieder Kapazitäten bekommt (etwa wenn sie vom Right of First Refusal Gebrauch machen, siehe oben).
Die Kosten für den Kauf über Disney direkt steigen in den letzten Jahren massiv und liegen seit 16.1. 2019 für inzwischen fünf Resorts bei über 200$ pro Punkt. Das aktuell günstigste Resort ist beim Direktkauf über Warteliste Vero Beach mit 100$ pro Punkt, am teuersten ist das Grand Californian mit 260$ pro Punkt, während in Walt Disney World die Spitze beim Grand Floridian mit 245$ pro Punkt liegt.

Die Vacation Club Perks

Wenn ihr Mitglied im Disney Vacation Club seid, dann erhaltet ihr noch ein paar Vorteile, sogenannte Perks. Diese sind für 2019 (sie können jederzeit geändert werden und sind nicht garantiert)

  • Rabatte in Restaurants: ihr bekommt in etlichen Restaurants in Walt Disney World, Disneyland Resort, Vero Beach, Hilton Head und Aulani Rabatte auf euer Essen und manchmal auch auf die Getränke. Die Rabatte liegen zwischen 10% und 20%, können aber auch abweichen. Darüber hinaus erhaltet ihr auch Rabatte in einigen Nicht-Disney-Restaurants, in der Umgebung von Vero Beach und Hilton Head.
  • Einen Rabatt von 25$ auf den Kauf der Tables in Wonderland-Karte, die euch wiederum in fast allen Tischbedienungs- und Buffet-Restaurants sowie einigen Fast-Food Restaurants von Walt Disney World einen Rabatt von 20% gewährt. Außerdem könnt ihr mit der Karte das Valet-Parking bei den Disney Hotels in Walt Disney World inklusive nutzen, wenn ihr in einem der Hotel-Restaurants esst, in denen ihr den Tables in Wonderland Rabatt erhaltet.
  • Rabatte fürs Shopping, besondere extra zu bezahlende Kurse und Touren, Spa-Anwendungen, DVD/BluRay-Ausleihe und einiges mehr
  • Besondere Events für Mitglieder wie zum Beispiel die Moonlight Magic Special Events
  • Zugang zu den DVC-Member Lounges in den Parks und Resorts
  • 100$ Rabatt auf Platinum Plus und Platinum Jahreskarten sowie Zugang zu Jahreskarten, die normal den Einwohnern Floridas vorbehalten sind für jedes Familienmitglied
  • Rabattaktionen für Park-Tickets sowie Tickets für Sonderveranstaltungen wie zum Beispiel Mickey’s Not So Scary Halloween Party oder Mickey’s Very Merry Christmas Party. Diese Rabatte gelten aber nicht dauerhaft, sondern werden nur für bestimmte Zeiträume angeboten
  • Kostenlose Nutzung der öffentlichen Waschsalons in den Vacation Club Resorts
  • Pool Hopping: Mitglieder können die Pools anderer Disney Resorts nutzen. Allerdings gibt es Ausnahmen bei den beliebtesten Pools. Der Bay Cove Pool beim Bay Lake Tower, der Uzima Pool und der Samawati Springs Pool bei der Animal Kingdom Lodge, Stormalong Bay am Yacht & Beach Club, der Ruhezonen-Pool bei den Disney’s Beach Club Villas, der Lava pool sowie der Ruhezonen-Pool des Polynesian Village, der Copper Creek Springs Pool an der Wilderness Lodge und alle Pools des Art of Animation Resorts sind davon ausgenommen.

Vacation Club Punkte Resale kaufen

Die zweite Möglichkeit, Mitglied im Disney Vacation Club zu werden ist es, einen bestehenden Vertrag aufzukaufen. Es gibt etliche Agenturen, die als Vermittler dienen.
Dort findet ihr Übersichten über die aktuell bei der Agentur zum Verkauf angebotenen Verträge, die Anzahl ihrer Punkte, das Use-Year und die Laufzeit. Außerdem sind wichtige Informationen, wann diesem Vertrag welche Punkte gutgeschrieben werden bzw. welche Punkte noch ungenutzt zur Verfügung stehen (wenn zum Beispiel bank oder borrow bereits genutzt wurde), wer die nächsten fälligen Annual Dues bezahlt und wer die Makler-Gebühr trägt.
Wenn ihr euch für einen Vertrag entschieden habt, müsst ihr bei einem Treuhänder ein Pfand, in der Regel 10%, hinterlegen und dann beginnt die Abwicklung der Transaktion durch die Agentur. Die entsprechenden Unterlagen werden erstellt, ihr schließt über die Agentur einen Vertrag mit dem Verkäufer. Wenn dieser geschlossen ist, wird der Vertrag bei Disney vorgelegt und Disney kann entscheiden, ob sie von ihrem Right of First Refusal Gebrauch machen (siehe oben) und den Vertrag vom Verkäufer zum vereinbarten Preis übernehmen oder euch den Vertrag kaufen lassen. Im Schnitt macht Disney in ca. 5-10% der Fälle, je nach Resort, von seinem Recht Gebrauch. Wenn das passiert, erhaltet ihr das hinterlegte Pfand zurück. Wenn Disney von diesem Recht keinen Gebrauch macht, dann wird eure Restzahlung fällig und die Abwicklung läuft danach weiter. Ihr werdet im Grundbuch eingetragen und bekommt ca. 2 Wochen nach Abschluss des Kaufes die Unterlagen zur Mitgliedschaft von Disney zugesendet.
Und schon seid ihr stolzes Mitglied im Disney Vacation Club und es heißt auch für euch in Zukunft „Welcome home“.

Vorteile- und Nachteile des Resale-Kaufes

Vorteil: Massiv günstigere Preise

Der größte Vorteil des Kaufes über Resale-Agenturen ist der Preis – in der Regel könnt ihr dort weit günstiger kaufen, als das aktuelle Angebot bei Disney ist. Zum Zeitpunkt unserer Kaufentscheidung waren Punkte bei Disney zum Beispiel für 165$ für das Polynesian als Home Resort im Verkauf, über Resale konnten wir unsere Punkte für 71$ mit Old Key West als Home Resort kaufen. Die Ersparnis war also enorm. Dass die meisten Verkäufer dennoch auch einen Gewinn machen, liegt daran, dass die Preise bei Disney direkt kontinuierlich steigen und in den Jahren bis man sich zum Verkauf entscheidet meist deutlich höher liegen, als zu dem Zeitpunkt, zu dem man selbst gekauft hat. Dadurch steigen auch die Resale-Preise. In unserem Fall hat der Käufer 1991 seine Punkte für 48$ bei Disney gekauft, 15$ für die Verlängerung des Vertrages bis 2057 bezahlt und an uns für 71$ verkauft. Das war jetzt kein riesiger Gewinn, aber Mitglieder, die dieselben Verträge heute verkaufen, können schon jetzt, nur ungefähr 2 Jahre später durchaus 100$ pro Punkt erzielen.

Vorteil: Größere Auwahl an Resorts

Ein weiterer Vorteil ist es, dass ihr in der Regel aus einer Vielzahl an Verträgen wählen könnt und meistens auch euer Wunschresort direkt findet, statt bei Disney nur das kaufen zu können, was aktuell im Angebot ist bzw. die Warteliste auf das Wunschresort nutzen müsstet. Uns war, nachdem wir alle DVC-Resorts in Walt Disney World besucht hatten, klar, dass das Old Key West unser absoluter Favorit war und für uns kein anderes in Frage kam.
Ihr könnt auf dem Resale-Markt auch Verträge kaufen, die nicht an die aktuellen Mindestgrenzen für Neumitglieder gebunden sind.Neben diesen gravieren Vorteilen birgt der Kauf auf dem Resale-Markt aber auch einige Nachteile, die aber unserer Meinung nach die Vorteile nicht einmal annähernd aufwiegen

Nachteil: Eingeschränkte Perks und Nutzungsmöglichkeiten für Resale-Miglieder

Bis 2011 galten alle Vorteile, die Disney Vacation Club Mitglieder, die direkt bei Disney gekauft hatten, gewährt bekamen, auch für Resale-Käufer. Alle Käufer die nach dem 21. März 2011 gekauft haben, genossen diese Vorteile allerdings schon nicht mehr komplett und weitere Einschränkungen gab es für Mitglieder, die nach dem 4. April 2016 gekauft haben, sowie Resale-Käufer, die nach dem 19. Januar 2019 kaufen.

2011: Die ersten Einschränkungen für Resale-Käufer - sind das wirkliche Nachteile?

Die ersten Einschränkungen, die Disney eingeführt hat waren 2011, dass neue Käufer über den Resale-Markt mit ihren auf diesem Weg erworbenen Punkten keine normalen Zimmer in den Disney Resort Hotels (wie zum Beispiel auch im Disneyland Paris), keine Reisen mit Disney Cruise Line und keine Adventures by Disney mit ihren Punkten buchen konnten. Dazu muss man aber sagen, dass diese Möglichkeiten ohnehin nie wirklich attraktiv waren. Die zur Buchung dieser Angebote notwendige Anzahl an Punkten stand normalerweise in keiner vernünftigen Relation zur Buchung dieser Leistungen gegen normale Bezahlung.

Für die Punkte, die drei Nächte in der Sequoia Lodge, also einem Mittelklasse-Hotel im Disneyland Paris kosten, bekommt man im Schnitt eine ganze Woche in einem Studio im oder drei Nächte in einer riesigen 1-Bedroom Villa im Deluxe-Resort Old Key West. Für den Preis von drei Nächten in eine Standard Zimmer im Disneyland Hotel des Disneyland Paris bekommt man in derselben Saison in der Regel elf (!) Nächte in einem deutlich größeren Deluxe Studio oder einen Wochenaufenthalt in einer 1-Bedroom-Villa im Grand Floridian Resort and Spa, dem luxuriösesten Hotel von Walt Disney World.

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem, sind die Relationen für Buchungen in Tokyo Disney, Hong Kong Disneyland oder Disney Cruise Line.

Diese Einschnitte waren also alles in allem ohne Belang.

2016: Die Perks fallen weg - inkl. Rechenbeispielen

Gravierender waren die Einschränkungen, die 2016 eingeführt wurden. Wer nach diesem Datum – wie wir auch – über Resale-Agenturen gekauft hat, hat keinen Zugang mehr zu etlichen anderen Vorteilen, die Direktkäufer (und frühere Resale-Käufer) haben.
Dazu gehören nahezu alle Rabatte, der Zugang zu den exklusiven Events sowie zu den meisten DVC-Lounges. Der Zugang zur beliebtesten aller Lounges, der Top of the World Lounge ist aber für Resale-Käufer zur Zeit weiterhin möglich.
Resale-Käufer haben außerdem auch keinen Zugang zur Tables in Wonderland Karte, die Rabatte in vielen Restaurants in Walt Disney World bietet. Über den Kauf einer Jahreskarte kann man die Tables in Wonderland Karte allerdings dennoch für einen Aufpreis erwerben.

Die Einschränkung, die Rabatte in Restaurants nicht zu erhalten, mag gravierender erscheinen, als sie ist. Zum einen kann man sich als Jahreskarteninhaber die Rabatte über den Kauf einer Tables in Wonderland Karte für 150$ wieder „kaufen“, zum anderen sind sie gemessen am günstigeren Preis beim Resale-Kauf, nicht groß.
Wenn man annimmt, dass Neumitglieder im Schnitt 200 Punkte kaufen und beim Kauf über Resale auf diesem Weg im Schnitt 70$ pro Punkt sparen, sind das 14.000$ Ersparnis – um diese über Rabatte, die im Schnitt bei knapp 15% liegen, wieder reinzuholen, müsstet ihr über 90.000$ während eurer Aufenthalte ausgeben, wenn ihr eine Tables in Wonderland Karte habt und damit (oft sogar höhere) Rabatte in den Restaurants bekommt, müsstet ihr für mehr als 90.000$ Souvenirs kaufen, damit sich der Verlust der Rabatte nachteilig für Euch auswirkt.

Oder, um bei unserem Beispiel zu bleiben: Wir haben bei 246 Punkten pro Punkt ungefähr 95$ gegenüber einem Kauf bei Disney zum gleichen Zeitpunkt gespart, also ca. 23000$ - das ist weit über 50% dessen, was der Kauf bei Disney kosten würde. Wir hätten also 155000$ vor Ort für Produkte, auf die es Rabatte gibt, ausgeben müssen, bis die Ersparnis dahingewesen wäre. Da wir aber sowohl eine Tables in Wonderland Karte als auch Jahreskarten haben, bekommen wir sehr ähnliche, teils deutlich höhere Rabatte auch ohne direkt bei Disney gekauft zu haben.

Daneben habt ihr auch die Möglichkeit, wenn ihr über den Resalemarkt DVC-Mitglied seid, bei Disney direkt Punkte nachzukaufen. Sobald ihr 75 Punkte direkt bei Disney nachgekauft habt, könnt ihr alle Vorteile nutzen, die inzwischen für Resale-Mitglieder nicht mehr gelten.

Neben dem Zugang zur Top of the World Lounge bleibt Resale-Mitgliedern auch die Möglichkeit zum Pool Hopping erhalten.

2019: Einschränkungen für Resale-Käufer hinsichtlich zukünftiger DVC-Resorts

Am 19. Januar 2019 führte Disney weitere Änderungen zum Nachteil zukünftiger Disney Vacation Club Resale-Käufer ein.
Neue Resale-Käufer, die in einem der 14 Resorts kaufen, die vor der Eröffnung des Riviera-Resorts existiert haben, können ihre Punkte nur in diesen 14 Resorts nutzen.Das stellt eine deutliche, aber noch erträgliche Einschränkung dar, schließlich bleibt die Auswahl der Resorts ja groß.

Für die zukünftigen Resale-Käufer von Riviera- und Reflections-Verträgen und potentiell in der Zukunft weiteren neuen DVC-Resorts, sind die im Januar 2019 eingeführten Änderungen aber massiver: Die werden ihre Punkte nur in dem Resort nutzen können, für das der Vetrag gilt, den sie kaufen.
Das macht aber nicht nur den Kauf von Verträgen in diesen zukünftigen Resorts über Resale unattraktiver, sondern auch den Kauf dieser Home Resorts über Disney direkt, zumindest dann, wenn man befürchtet diese zukünftig verkaufen zu wollen (oder zu müssen), denn die Nachfrage von Resale-Käufern nach diesen für sie dann sehr eingeschränkten Verträgen, dürfte recht gering ausfallen.

Nachteil: Kürzere Laufzeit der Veträge

Auch die eventuell kürzere Laufzeit der Veträge kann ein deutlicher Nachteil sein. Die Verträge der meisten DVC-Resorts haben eine Laufzeit von 50 Jahren, die mit Eröffnung des Resorts beginnt. Ausnahmen dazu haben wir bereits oben erläutert.
Wenn man nun einen Vertrag per Resale kauft, kauft man nur die verbleibende Laufzeit.
Das ist allerdings nur im Vergleich zum Kauf neuer Resorts direkt über Disney ein Nachteil. Wenn man bei Disney ältere Resorts über die Warteliste kauft, haben die auch nur die ursprüngliche Laufzeit.

Annual Dues: Die laufenden Kosten

Leider sind die Kosten beim Kauf der Punkte aber nicht die einzigen Kosten, die für DVC-Mitglieder anfallen.

Neben diesen gibt es die jährlich anfallenden Kosten, die Annual Dues. Diese Kosten beinhalten Renovierungskosten im Home Resort, Instandhaltungsrücklagen, Verwaltungskosten sowie die Grundsteuer.

Steigende Kosten durch Annual Dues

Sie sind also vergleichbar mit einem Hausgeld. Diese jährlichen Kosten unterscheiden sich von Resort zu Resort und werden jährlich entsprechend der erwarteten Ausgaben angepasst. Im Schnitt steigen sie halbwegs im Rahmen der Inflation, wenn größere Renovierungen oder Reparaturen am Home Resort anstehen aber auch darüber hinaus. Von 2018 auf 2019 gab es im Schnitt die mit Abstand größten Steigerungen seit vielen Jahren, was u.a. auf eine Erhöhung der Grundsteuer zurückzuführen ist.

Üblicherweise liegt der Anstieg im Schnitt der letzten 25 Jahre bei 2,5 – 4,5% pro Jahr, je nach Resort, die Steigerung von 2018 auf 2019 lag bei im Schnitt 7,5%. Es kommt durchaus vor, wenn auch selten, dass die Annual Dues für einzelne Resorts sinken.

Höhe und Fälligkeit der Annual Dues

Die Annual Dues sind abhängig vom eigenen Home Resort, werden pro Punkt berechnet und sind jeweils zum 15. Januar eines Jahres fällig.
In einigen Fällen können sie aber auch in Monatsraten bezahlt werden.
Am niedrigsten liegen sie aktuell beim Grand Californian mit 6,27$ pro Punkt und in Walt Disney World beim Grand Floridian mit 6,39$ pro Punkt, am höchsten in Vero Beach mit 9,48$ pro Punkt.

Generell kann man sagen, dass die Resorts, die an der Küste liegen, Vero Beach, Hilton Head und Aulani, und am stärksten den Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, das größte Risiko auf Steigerungen haben.
Die oftmals erste Idee, Vero Beach oder Hilton Head als Home Resort zu kaufen, weil diese beiden beim Kaufpreis mit Abstand am günstigsten sind, sollte gut überlegt sein, denn durch höhere und stärker steigende Annual Dues kann dieser Vorteil schnell in einen Nachteil umgekehrt werden - Ddavon abgesehen, dass man dann für Aufenthalte in Walt Disney World nie auf das 11-Monate-Buchungsfenster zurückgreifen kann, das nur für das Home Resort gilt.

Für wen lohnt sich der Disney Vacation Club und für wen nicht?

Eine Mitgliedschaft im Disney Vacation Club lohnt sich sicher nicht für jeden Walt Disney World oder Disneyland Resort Besucher.
Grundsätzlich ist sie sicherlich ohnehin nur für Stammgäste interessant.

Lohnt sich der Disney Vacation Club für Stammgäste der Value Resorts?

Wer bei seinen Aufenthalten am liebsten in den Value Resorts bucht und damit zufrieden ist, sollte sich keine großen Gedanken über eine Mitgliedschaft im Disney Vacation Club machen – allenfalls über einen sehr günstigen Resale-Vertrag, denn sonst amortisieren sich die Kosten für die Mitgliedschaft zzgl. der jährlichen Annual Dues nur sehr langsam, wenn überhaupt. Ein Kauf bei Disney direkt wird sich sogar nie amortisieren.

Auf die einzelnen Urlaube bezogen, wenn man nur die jährlichen Kosten des DVC betrachtet und was ein längerer Aufenthalt in einem Value Resort kosten würde, kann der Disney Vacation Club sich durchaus rechnen – und man bekommt dann natürlich hinsichtlich des Hotels ein deutliches Upgrade für den selben Preis.
Diese reine Betrachtung der Kosten für die Annual Dues in Relation zum Preis einer normalen Buchung hat aber durchaus seine Berechtigung, wenn man den Anschaffungspreis als Wertanlage sieht, da man den Vertrag nach 10-15 Jahren mit großer Sicherheit mit zumindest einem kleinen Gewinn weiterverkaufen kann, außer man hat einen Vetrag mit nur noch kurzer Laufzeit gekauft, und somit die Einstiegskosten sich nicht dauerhaft negativ auswirken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man den Kauf nicht finanzieren muss, sondern aus vorhandenem Kapital bezahlen kann.
Hier muss also jeder für sich selbst gründlich rechnen und dann entscheiden.

Lohnt sich der Disney Vacation Club für Stammgäste der Moderate Resorts?

Für Gäste, die sehr regelmäßig in den Moderate-Resorts buchen, kann sich der Kauf und damit das Upgrade auf ein Deluxe-Hotel entsprechend auch rechnen, will aber genauso gut durchkalkuliert sein.
Gerade bei einem Resale-Vertrag oder dem Kauf als Wertanlage, kann sich eine DVC-Mitgliedschaft hier durchaus rechnen.

Lohnt sich der Disney Vacation Club für Stammgäste der Deluxe Resorts?

Wer mit größerer Regelmäßigkeit in einem Deluxe-Resort übernachtet, der sollte sich ohnehin mit dem Disney Vacation Club auseinandersetzen.

In unserem Fall, beim Kauf über den Sekundärmarkt zu einem wirklich günstigen Preis, werden sich die Einstiegskosten gegenüber der normalen Buchung schon nach zwei bis drei Aufenthalten amortisiert haben. Wenn man die Preissteigerung auf dem Resale-Markt hinzunimmt oder nur die Annual Dues zu den normalen Buchungskosten setzt, in der Annahme, die Mitgliedschaft, selbst wenn es nur zum selben Preis ist, in 20 oder 25 Jahren wieder zu verkaufen, lohnt sich die Mitgliedschaft für uns ab dem ersten Aufenthalt.

Hierzu ein einfaches Rechenbespiel. Wir haben unsere DVC-Punkte so geplant, dass wir alle zwei Jahre im September (oder einem gleich teuren Reisezeitraum) 21 Nächte in einer 1-Bedroom Villa im Old Key West Urlaub machen können. Über Disney direkt gebucht würde uns dieser Urlaub 2019 mindestens 8000€ kosten (nur das Hotel). Da hat sich die Investition in die DVC-Mitgliedschaft für uns sehr schnell gelohnt.

Ein häufiges Argument gegen den Kauf sind die jährlichen Steigerungen der Annual Dues. Dabei wird aber oft außer Acht gelassen, dass nicht nur die Annual Dues steigen, sondern auch die Zimmerpreise der Disney-Hotels und deren Steigerung liegt durchschnittlich weit über der Steigerungsrate der Annual Dues.

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