Discovery Bay – Steampunk-Zukunftsvisionen

Blick auf Discovery Bay mit Hyperion und anderen futuristischen Gebäuden a la Jules Verne

Alles, was ein Mensch sich vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen. (Jules Vernes)

Das obige Zitat könnte auch gut und gerne von Walt Disney stammen, doch vor ihm gab es schon großartige Denker, wie Jules Vernes, einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur. Genau dieser Jules Vernes mit seinen Romanen „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „20.000 Meilen unter dem Meer“, „Reise um die Erde in 80 Tagen“, „Von der Erde zum Mond“ und etlichen weiteren, war es, der nicht nur Walt Disney selbst zum Film „20.000 Meilen unter dem Meer“ inspirierte und eine Attraktion im frühen Disneyland daraus machte, nein auch ein uns Disneyland-Paris-Fans wohlbekannter Imagineer, Tony Baxter, wandte sich dem französischen Schriftsteller (und anderen aus der gleichen Zeit mit ähnlichen Themen) zu, als er eines seiner bemerkenswerten Projekte in Angriff nahm.

Tony Baxter und Discovery Bay

Da dies ein Artikel aus der Serie „Disneys verschollene Attraktionen“ ist, könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, dass es Baxters Idee namens „Discovery Bay“ so wie er es sich vorgestellt hat, nicht gibt. Doch gehen wir wie immer der Reihe nach und lassen den jungen Tony selbst ein paar Worte zu Discovery Bay sagen:

Gezeichneter Plan zu Discovery Bay mit Attraktionen usw

Damals war Discovery Bay noch in der sogenannten „Blue Sky“-Phase, während jener erst einmal alle Ideen ungefiltert gesammelt wurden und man aus diesem Topf dann alles raussuchte, was nicht nur spektakulär, sondern auch machbar erschien. Tony nannte in dem Interview, von wem er sich zu Discovery Bay hat inspirieren lassen. Die Kulisse sollte ein viktorianisches San Francisco sein, welches bereits mithilfe der Dampf-Technologie so weit vorangeschritten sei, dass Untersee-Schiffe wie die Nautilus und Zeppeline, die zum Mond fliegen können, existieren.

Von Big Thunder Mountain nach San Francisco

Die Geschichte von Discovery Bay ist eng verknüpft mit dem Frontierland und vor allem mit „Big Thunder Mountain“. Der Gedanke war, dass die Goldschürfer, die in der Mine von Big Thunder unermessliche Goldbestände fanden, und statt sich einfach ’nur‘ um den Berg anzusiedeln, noch weiterzogen in Richtung Kalifornien, wo sie aus San Francisco eine Anlaufstelle für Künstler, Abenteurer und Entdecker sowie Erfinder machten; voilà: Discovery Bay. Gegründet übrigens von einem fiktionalen Charakter namens „Jason Chandler“ (Fans der Disney-Comic-Reihe „Disney Kingdoms“ kennen ihn als Figur des Buchs über die Big Thunder Mountain Railroad – wobei er hier ganz anders charakterisiert ist), der Mitglied im „S.E.A“-Club (Society of Explorers and Adventurers) war und einige Referenzen in Magic Kingdoms „Big Thunder Mountain Railroad“ sowie in der „Jungle Navigation Co. Ltd Skipper Canteen“ erhielt. Seine Geschichte war die, dass er als Erfinder den Goldsuchern von Big Thunder Mountain mit einer überdimensionierten, dampfbetriebenen Bohrmaschine den Zugang zu den Goldadern erleichtern wollte. Doch der Geist des Big Thunder Mountain war darüber nicht erfreut, weswegen diese Bohrmaschine samt Chandler in einem Erdrutsch von der Bildfläche scheinbar getilgt wurde. Während seine Maschine unauffindbar blieb, überlebte Chandler jedoch und schloss sich dem Trupp der weiterziehenden Menschen an, um dann Discovery Bay innerhalb von San Francisco zu gestalten.

In einem Land des Steampunk

Architektonisch waren die Gebäude und Anzugspunkte im heute als „Steampunk“ betitelten Stil geplant. Viel Bronze, viel Dampftechnologie, viel viktorianisches Chi-Chi. Es hätte eine kleine Hafenanlage gegeben, von der aus man das Schiff „Columbia“ betreten und eine Fahrt auf den Rivers of America machen könnte. Um die Anlaufstelle der Columbia herum sollte eine Art Chinatown entstehen, in der sich die asiatischen Immigranten ansiedelten, um den Besucher mit kulinarischen Spezialitäten des östlichen Kontinents zu verwöhnen.

Fireworks Factory am Hafen mit Schießbude im Erdgeschoss

Doch nicht nur das Essen spielte in Chinatown eine signifikante Rolle, so wollten die Imagineers um Tony Baxter hier eine Attraktion namens „Fireworks Factory“ ins Leben rufen. Anfänglich noch eine Shooting Gallery, bei der mit Feuerwerken auf verschiedene Ziele geschossen werden sollte, entwickelte sich „Fireworks Factory“ in späteren Konzepten zu einer interaktiven Fahrt, ähnlich der heute bekannten „Toystory Midway Mania“ oder „Buzz Lightyear’s Space Ranger Spin„, in der man, immer noch mit Feuerwerk, bestimmte Ziele unter Beschuss nähme.

Restaurant im U-Boot Nautilus mit Ausblick auf die Unterwasserwelt

Ebenfalls am Hafen gelegen wäre auch die berühmte Nautilus des berüchtigten Captain Nemo. Die Nautilus sei in diesem Falle bereits außer Betrieb genommen und als Besichtigungsobjekt wie auch als Restaurant bestimmt. Wobei Durchlauf-Attraktion und das Restaurant im „Grand Salon“ voneinander separierte Eingangsbereiche hätten. Das kommt dem geneigten Disneyland-Paris-Gast mit Sicherheit bekannt vor, denn ja, im Discoveryland des Pariser Ablegers befindet sich tatsächlich die Nautilus, wie sie von Harper Goff für den Film von 1954 gebaut wurde (also nicht das Original, sondern eine Replik). Aber dazu komme ich noch etwas später, denn die Namen „Discoveryland“ und „Discovery Bay“ teilen sich ja ein Wort, was auch noch eine Rolle im Fortlauf dieser Geschichte spielt.

Konzeptzeichnung des Luftschiffs Hyperion im Hangar

Weiter hinten, am Ende der Hafenanlage hätte ein Hangar für das berühmteste aller fiktionalen Luftschiffe gestanden: Die Hyperion – Moment… Hyperion? War das nicht auch mal im Disneyland Paris? Ja, da greift wieder ein Zahnrad ins andere. Aber zum Pariser Hyperion kommen wir noch; nicht hetzten, bitte!

Jedenfalls war die Hyperion in Discovery Bay eine andere Angelegenheit. Das Luftschiff sollte aus dem geöffneten Hangar herauslugen und die geneigten Besucher zur nächsten, großen Attraktion locken: „The Island at the Top of the World“, eine nicht näher beschriebene Fahrt, die in Anlehnung an den 1974 veröffentlichten Disney-Realfilm mit selben Namen (zu Deutsch: „Die Insel am Ende der Welt“), die Gäste an die Schauplätze des Films führte.

Von wunderlichen Professoren und Heißluftballonen

Wenn wir uns also nun vorstellen, dass wir gerade von der Columbia nach Discovery Bay kommen, uns den imposanten Leuchtturm, der als „Weenie“ für dieses Land diente, betrachten und uns dem Inneren des imaginierten Stadtteils von San Francisco zuwenden, erblickten wir Häuserfassaden, in denen sich weitere Restaurants und Merchandise-Läden befänden, die vom im ausgehenden 19 Jahrhundert beliebten, viktorianischen Stil inspiriert wären.

Mit den feinen und detailreichen Zügen der Neugotik und vermischt mit südstaatlicher Romantik macht sich ein Gefühl des Aufbruchs in ein modernes Zeitalter breit, welches wir nur in den kühnsten Träumen Jules Vernes und H.G. Wells nachempfinden können – ich lasse hier übrigens bewusst Platz für Fantasie, denn die Konzeptbilder von Discovery Bay zeigen nur Fragmente des beschriebenen Baustils. Nun denn, schlendern wir entlang der majestätisch anmutenden Häuser und entdecken wir, was die Imagineers noch an Attraktionen entsannen.

Neben den weiter oben erörterten Attraktionen sollte direkt in „Downtown Discovery Bay“ eine Animatronic Show seinen Platz finden, welche in Art und Ablauf dem „Carousel of Progress“ ähnelte, doch eine ganz andere Geschichte erzählte. Der Titel der Show lautete „Professor Marvel’s Gallery of Wonders“ und der Herr Professor höchstpersönlich nähme uns in Empfang und moderierte dieses kleine Musical, das seine erstaunlichsten Entdeckungen, Erfindungen und fabelhafte Tierwesen zeigte. Immer mit dabei: Sein kleiner Hausdrache, der während der gesamten Zeit auf der Schulter des Professors ruhte. Wieder ein Déjà-Vu? Jawohl, denn wer den Namen „Figment“ kennt, der weiß, wohin es den wundersamen Professor samt Mini-Drachen verschlagen hat: In „Journey into Imagination“, einem ebenfalls nicht mehr existierenden Ride in EPCOTs Future World, finden Professor Marvel, nun als „Dreamfinder“ bekannt und der kleine „Figment“ ein neues Zuhause – übrigens auch von Tony Baxter erdacht, was nicht verwundert.

Modell, das den Heißluftballon Ascent zeigt

Am gegenüber liegenden Ende von Discovery Bay, eingebettet in einen Hügel bedeckt von saftig grünem Gras wäre der „Western Balloon Ascent“ entstanden – gleichzeitig eine Attraktion und eine Transportmöglichkeit. Anders als der Skyway zwischen Fantasyland und Tomorrowland, an den diese Ballon-Fahrt angelehnt war, beträten die Besucher hier stilistisch passende Heißluftballone mit viktorianischen Verzierungen.

Die Fahrt hätte über Discovery Bay hinweg zu „Dumbo’s Circusland“ geführt, eine parallel zu Discovery Bay geplante Erweiterung des Fantasyland, die jedoch auch eingefroren und viel später erst in Walt Disney Worlds Magic Kingdom als „Storybook Circus“ im dort befindlichen Fantasyland auferstand.

Auch Tesla wäre stolz

Zeichnung der Achterbahn The Spark Gap coaster im futuristisch anmutenden Design

Nun, da wir uns einen kleinen Überblick über das ursprüngliche Discovery Bay verschafft haben, wenden wir uns doch den bereits konzeptionierten Erweiterungen des Landes zu, welche auch schon im Laufplan des Projekts integriert waren.
Zunächst wären da zwei Familien-Achterbahnen, die einen ähnlichen Thrill-Level wie „The Barnstormer“ im Magic Kingdom (WDW) oder „Gadget’s Go Coaster“ in Toontown (DLC) bieten sollten. Die erste Achterbahn trug den Arbeitstitel „The Spark Gap Coaster“ und windete sich zwischen zwei überdimensionierten, golden angestrichenen Türmen, versehen mit pulsierenden Tesla-Spulen. Die zweite trüge den Namen „The Tower“ und hätte etwas mit Magnetismus zu tun gehabt. Leider wurde mehr als dieser sehr weit fassbare Begriff nicht bekannt zu „The Tower“.

Dinosauriere greift ein Boot an - Konzeptzeichnung für eine Attraktion zu Die Verlorene Welt von Arthur Conan Doyle

Weiterhin sollte hinter der Hyperion und ihrer Attraktion „The Island at the Top of the World“ noch ein Vulkan gebaut werden, in dessen Inneren eine weitere Attraktion ihren Platz gefunden hätte. Es gab zwei Vorschläge: Entweder ein Thrill-Ride nach H.G. Wells Roman „Die Zeitmaschine“ oder eine Bootsfahrt, die auf Arthur Conan Doyles „Die Verlorene Welt“ basierte. Jedenfalls wäre in beiden Fällen mit Dino-Animatronics zu rechnen gewesen.

Warum Discovery Bay doch zurück ins Regal wanderte

Um Discovery Bay gebührend zu bewerben war sogar eine TV-Miniserie im Rahmen der „Wonderful World Of…“-Reihe angedacht. Dabei sollte Jason Chandler, der Gründer Discovery Bays, durch seine Stadt führen und die einzelnen Sehenswürdigen erklären sollte. Betitelt war die Serie als „The Discovery Bay Chronicles“ und für Jason Chandler wurde der Darsteller Pete Renaday gecastet, der bereits für etliche andere Disneyproduktionen, seien es Filme oder Park-Attraktionen, als Synchronsprecher und Schauspieler gearbeitet hatte.

Doch es kam alles anders, als sich alle glühenden Discovery-Bay-Anhänger es vorgestellt hatten und das begann im Prinzip schon vor der eigentlichen Planungsphase von Discovery Bay. 1974 erschien der Film „Die Insel am Ende der Welt“ (basierend auf dem Roman „Die Verlorenen“ von Ian Cameron), in dem es darum ging, dass im Jahre 1907 ein Vater mit einem Luftschiff namens Hyperion seinen lang verschollenen Sohn in den arktischen Regionen sucht, wobei er auf eine abgeschieden lebende Zivilisation Wikinger stieß, welche auch alles dafür tun wollte, dass sie unentdeckt blieben. Der Tenor des Films, nämlich die Science-Fiction, welche zum Ende des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit begann (und auch in dem Roman, der erst 1961 veröffentlicht wurde, zu Grunde gelegt war), war die Basis für Discovery Bay. Allerdings war der Film an den Kinokassen nur mäßig erfolgreich. Dieser – aus Sicht der Disney-Bosse zumindest – Misserfolg wird oftmals mit in die Wertung genommen, wenn es darum geht, sich der Beantwortung der Frage „Warum wurde es nicht gebaut?“ zu nähern. Das mag zwar sein, doch wie kann ein Film, der mit zwei Jahren Abstand vor der Blue-Sky-Phase eines Parkbereichs nur so lala in den Kinos lief einen signifikanten Einfluss nehmen? Ich persönlich halte das für zu weit hergeholt, um ehrlich zu sein. Wenn es so wäre, dann hätte man Discovery Bay gar nicht erst soweit gedeihen lassen, dass es als Model in Disneylands Preview Center auf der Main Street zu besichtigen war.

Ich denke, dass vielmehr die massiven Kosten, die der beginnende Bau von EPCOT Center und dem Tokyo Dinseyland Resort verursachte, größeren Einfluss nahmen. Zudem wird gemunkelt, der bombastische Erfolg von „Star Wars“ in 1977 ließ die Disney-Bosse darüber nachdenken, ob der Wechsel des Publikumsgeschmacks von Jules-Vernes-artiger Sci-Fi hin zu Abenteuergeschichten im Weltraum Discovery Bay unattraktiv mache.

Jedenfalls wurde die Entscheidung getroffen das Model aus dem Preview Center zu entfernen und ins Regal zurückzustellen. Ironischerweise wird das Brachland, welches von Discovery Bay hätte besetzt werden sollen, nun für „Star Wars: Galaxy’s Edge“ verwendet. Wie Dinge sich ändern können.

Das war’s doch noch nicht

Wir wissen zwar, dass Discovery Bay so wie man es wollte, nicht entstand, doch so viele beschriebene Dinge kommen bekannt vor. Einige habe ich ja auch schon vorangekündigt. Zum Beispiel der ursprüngliche Ride im „Imagination-Pavillon“ in EPCOT Center: „Journey into Imagination“, wo wir einem bärtigen Mann mit Zylinder begegnen, der „Dreamfinder“, welcher mit Hilfe der Vorstellungskraft einen kleinen, lilafarbenen Drachen erschafft, der „Figment“ genannt wird („A figment of Imagination“, wie es in einer Textzeile des Dreamfinders heißt). Diese Fahrt ist eine Wiedergeburt von „Professor Marvel’s Gallery of Wonders“. Denn Tony Baxter wurde, nachdem Discovery Bay gecancelt war, in das Imagineering-Team für EPCOT Center versetzt, was zumindest „Gallery of Wonders“ in anderer Form vorerst rettete. Für weitere Attraktionen kam der Durchbruch erst viel später.

Nehmen wir doch das Offensichtliche: „Discoveryland“ in ‚unserem‘ Disneyland. Als Tony Baxter den Job bekam, den damals noch unter „Euro Disneyland“ firmierenden, vierten Disney-Themenpark zu designen, griff er in die Schublade, in der viele alte Konzepte ruhten, die jetzt eine Chance hatten, das Licht der Welt zu erblicken. Deshalb ist unser Frontierland als Thunder Mesa bekannt und in Discoveryland tummeln sich die retrofuturistischen, steampunk-inspirierten Science-Fiction-Welten von Jules Vernes, H.G. Wells, und Co. Zumindest stilistisch. Viele der Attraktionen, die man in Discovery Bay hätte besuchen können, waren hier allerdings nicht geplant. Nur zwei Sachen haben ihren Weg hierhin gefunden: Als erstes die Nautilus als Walkthrough-Attraktion und das Luftschiff Hyperion, welches allerdings nur noch zur Dekoration des Eingangbereichs von „Videopolis“ diente. Alles andere blieb weiterhin im Schrank.

Doch dann kam ein zweiter Park für das Tokyo Disneyland, nämlich Tokyo DisneySea; und wieder durfte sich Tony Baxter beteiligen. Mit „Mysterious Island“ wurde ein weiterer Aspekt von Discovery Bay wiederbelebt. Allein schon der Name verrät, dass dieser Teil von Tokyo DisneySea ganz den Geschichten Jules Vernes gewidmet ist, denn er ist tatsächlich auch der Titel eines Romans des genannten Autoren. Mysterious Island befindet sich inmitten eines noch aktiven, aber ruhigen Vulkans, dem „Mount Prometheus“, und dient als Kapitän Nemos geheimes Hauptquartier. Die beiden Hauptattraktionen bedienen sich ebenfalls bei Jules Vernes. In „Journey to the Center of the Earth“ folgen wir den Spuren Nemos, der sich mit einem Forscherteam zum Mittelpunkt der Erde begibt und gar wundersames Getier entdeckt; dann gibt es plötzlich ein Erdbeben, ein Vulkan eruptiert und wir starten in unserem Vehikel zu einer wilden Fahrt zurück an die Oberfläche der Erde.

Die zweite Fahrt ist eine Variante von „20.000 Leagues under the Sea“. Wir steigen in ein kleines von Kapitän Nemo gesteuertes U-Boot ein, woraufhin er uns auf eine Entdeckungstour unter Wasser mitnimmt (das U-Boot sinkt allerdings nicht wirklich unter Wasser, dieser Effekt wird nur vorgetäuscht). Wir sehen, was er damals bei seinem Tauchgang mit der Nautilus erblickte. Die Fahrt soll eine gemütliche sein, doch wie so häufig kommt es anders, denn die Krake, die schon die Nautilus angriff, hat es auch auf uns abgesehen. Wir entkommen nur knapp und finden uns daraufhin im versunkenen Atlantis wieder, wo die Meermenschen wohnen. Sie blicken uns neugierig an, lassen uns aber friedlich weiterziehen. Wir steigen aus dem Wasser wieder empor und befinden uns am Ende der Attraktion.

Das waren nun also die Überbleibsel eines spannenden Themenbereichs für das Disneyland in Kalifornien. ich hätte gerne Discovery Bay in seiner ursprünglichen Form erlebt. Vielleicht wäre auch unser Discoveryland dann ganz anders ausgefallen, als das uns heute bekannte. Zumal die Verbindung mit Big Thunder Mountain ein noch dichteres Narrativ für beide Länder, das Frontierland und Discovery Bay gebildet hätte. Das war Disney Imagineering at it’s finest. Wie gut allerdings, dass bei Disney Imagineering auch die verworfenen Projekte immer noch mal zu einem späteren Zeitpunkt und in abgewandelter Form zurückkehren dürfen. Man muss ja nicht für alles Rad immer neu erfinden und alles, was gut war/ist, kommt irgendwann in irgendeiner Art und Weise wieder.

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