Jungle Cruise Attraktion mit neuem Glanz

Jungle Cruise bekommt neuen Anstrich

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In der Dunkelheit ist das beleuchtete Schild mit der Aufschrift Jungle Cruise am Eingang zur Attraktion im Adventureland im Magic Kingdom zu sehen
Schild am Eingang zur Attraktion Jungle Cruise im Magic Kingdom in Walt Disney World

Eine der ältesten Attraktionen in den Disney Parks ist die Jungle Cruise. Schon seit der Eröffnung von Disneyland Resort Anaheim begeistert diese teils sehr lustige Abenteuerreise Jung und Alt. Aber auch im Magic Kingdom in Walt Disney World könnt Ihr die Fahrt umgeben von eindrucksvoller Natur genießen. Nun ist es soweit, dass die Attraktion in beiden Resorts auf besondere Art erneuert wird. Was genau Euch dabei erwartet, erfahrt Ihr, wenn Ihr hier weiterlest!

Viele neue Elemente für den Klassiker

Eine Konzeptzeichnung zeigt eine neue Szene für die Jungle Cruise mit Schimpansen, die ein Boot besetzt haben und Unfug machen
Konzeptzeichnung für eine Szene in der Jungle Cruise

Zunächst einmal: Nein, die Attraktion wird nicht komplett umgekrempelt! Viele von Euch werden sicher von Sorgenfalten geplagt, wenn Ihr hört, dass eine altbekannte Attraktion erneuert wird. Denn manchmal verlieren gute Klassiker ihren Charme, wenn diese ein gänzlich neues Outfit bekommen. Dabei lebt Disney von der Größe seiner Klassiker genau so wie von neuen Filmhits. Doch dessen ist sich das Unternehmen auch bewusst. Die Jungle Cruise wird also nicht in ein neues Outfit gehüllt. Vielmehr bekommt es quasi ein Upgrade in unsere jetzige Zeit.

Die Welt ist heutzutage viel offener und erschlossener als zur Zeit, in der die Disney Parks in den USA entstanden sind. Daher macht es Sinn, auch in den Attraktionen etwas weiter zu denken. So werdet Ihr in der überarbeiteten Attraktion feststellen, dass viele neue Charaktere von überall auf der Welt hinzu kommen. Auch die Gestaltung der Wildnis rund um den Fluss wird vielfältiger, Tiere und Pflanzen wachsen in ihrem Artenreichtum.

Eine Konzeptzeichnung für die Jungle Cruise zeigt die überarbeitete Pfahl-Szene der Attraktion
Konzeptzeichnung zur Überarbeitung der Jungle Cruise

Was bei der Jungle Cruise aber auch dazu gehört ist eine gehörige Portion Humor. Die kultigen Skipper, aber auch die Elemente rechts und links am Ufer sorgen für viel Spaß auf dem Trip. Auch hier wird bei der Erweiterung der Szenerie dafür gesorgt, dass es noch spaßiger wird. Die Skipper werden mit den Passagieren interagieren und für überraschende, aber auch spaßige Szenen sorgen. Alles fängt an mit einer Safarigruppe, deren Trip gehörig in die Hose gegangen ist und die sich nun auf einem Baum wieder findet… Ihr könnt gespannt sein!

Der neue Trend – Mehr Tiefe in den Attraktionen

Zeichnung von Alberta Falls, der jungen Besitzerin der Jungle Navigation Company im Adventureland
Alberta Falls, die Besitzerin der Jungle Navigation Company

Auf die Jungle Cruise kommt weiterhin eine Vertiefung der Story zu. Immer mehr Attraktionen gewinnen durch eine ordentliche Geschichte im Hintergrund an Tiefe. Klar, vielen Besuchern geht es um das Erleben der Attraktionen an sich. Aber Disney verfolgt damit auch ein neues Vermarktungskonzept. Denn erst kürzlich hat das Unternehmen bekannt gegeben, Filme aus dem Disney-Repertoire in diverse Attraktionen zu integrieren. Da hilft es natürlich, wenn die Story und ihre Hintergründe schon vorhanden sind!

So wird die Jungle Cruise um mehr Details zur Geschichte erweitert. Eine wichtige Rolle wird hier Alberta Falls spielen. Die Enkelin des weltberühmten Dr. Albert Falls und Inhaberin der Jungle Navigation Company Ltd. stand sogar 1938 für ein Interview des Daily Gnus bereit. Seid gespannt, was sie über die berühmte Jungle Cruise zu sagen hatte.

„Jeder Passagier soll die Schönheit des Dschungels erfahren“

Mrs. Falls, erzählen Sie uns etwas über sich.

Gerne! Mein Name ist Alberta Falls und ich bin Besitzerin, Managerin, Buchhalterin und Chefmechanikerin der Jungle Navigation Company. Sie werden wahrscheinlich von unserer weltberühmten Kreuzfahrt durch den Dschungel gehört haben! Ich kam im Alter von 8 Jahren nach Adventureland. Meine Mutter, Sneh Falls ist eine beeindruckende Künstlerin aus Indien und mein Vater, Albert Falls Jr. ist Kunsthistoriker aus England. Die Liebesgeschichte der beiden ist die, wie ich behaupte, größte Romanze aller Zeiten. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Zeitpunkt. Wo war ich stehen geblieben?

Ach ja, in jungen Jahren bin ich oft mit meinen Eltern herum gereist, zwischen Museen und Universitäten. Orte wie Kairo, New York oder London. Eines Tages nahmen sie mich mit nach Adventureland, zu meinen Großeltern väterlicher Seite. Ich hatte mich direkt in den Ort verliebt! Ich konnte klettern, schwimmen oder graben wo immer ich wollte. Das war, aus welchem Grund auch immer, in den Museen oder Universitäten verpönt. Doch meine Eltern haben meinen Freigeist immer unterstützt und waren einverstanden, dass ich den Rest des Sommers bei meinen Großeltern und den Skippern verbrachte. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Sommer endete niemals, ich bin immer noch hier und nenne Adventureland mittlerweile meine Heimat.

Wie wurden diese Exkursionen für Sie zu einer Leidenschaft?

Wie Sie wissen war mein Großvater, Dr. Albert Falls, Mitglied der Society of Explorers and Adventurers. Er und seine Kollegen waren oft unterwegs um die letzten Mysterien der Welt zu lüften. Meine Großmutter, Marie Victoria Falls, war eine Abenteurerin auf ihre ganz eigene Art. Sie musste jedoch meist zurück bleiben, um auf mich aufzupassen und das Familienunternehmen auf Kurs zu halten. Natürlich habe ich von ihr viel gelernt. Aber ich fand mich auch unter den Skippern wieder. Sie nahmen mich unter ihre Fittiche und zeigten mir, wie man ein Boot steuert, Tiere aufspürt oder einen Wasserfall überquert. Als ich alt genug war, nahm mein Großvater mich mit auf einige der Expeditionen. Dort konnte ich all das anwenden, was ich von den Skippern gelernt habe.

Als mein Großvater auf mysteriöse Weise verschwand, erbte ich das Unternehmen. Während die Suche nach ihm noch andauerte, wusste ich, dass das Boot weiter fahren musste. Die Branche war auf dem absteigenden Ast und wir mussten uns nach neuen Einnahmequellen umsehen. Einer unserer Skipper schlug vor, dass wir Besuchern von Adventureland Dschungel-Rundfahrten anbieten sollten. Das war für mich nicht nur ein guter Weg, Geld einzunehmen, sondern auch eine ideale Möglichkeit das Erbe meines Großvaters am Leben zu erhalten. Der Rest ist Geschichte.

Was hoffen Sie, nehmen Gäste von Ihrem Ausflug mit?

Jeder Passagier soll die Schönheit und Erhabenheit des Dschungels erfahren. Das ist es, worin ich mich in jungen Jahren verliebt habe und ich möchte diese Erfahrung mit allen Leuten auf der Welt teilen. Außerdem habe ich eine Reihe von Tourguides dabei, die eifrig ihre Erfahrungen über den Dschungel mit jedem Menschen teilen wollen. Wir können nicht dafür garantieren, dass Sie mehr als einen Schmetterling oder einen einzelnen Elefanten zu sehen bekommen. Aber wir bieten eine einmalige Tour an, wie man sie nur in den tropischen Flüssen erleben kann. Und ich hoffe natürlich, dass sie all ihr Hab und Gut wieder mitnehmen. Unsere Fundkiste füllt sich von Mal zu Mal.

Sticht eine spezielle Exkursion für Sie als besonders erinnerungswürdig heraus?

Es gibt so viele, aus denen ich wählen müsste. Von meinem ersten Trip zusammen mit meinem Großvater zum Mystic Point, oder der besonderen reise nach Neu Seeland, wo ich meinen kleinen Reisebegleiter gefunden habe, Kamaka, den Kakapo. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich alleine eine Fahrt über den Ganges gemacht, um meine anderen Großeltern in Indien zu besuchen. Sie hätten ihre Gesichter sehen müssen, als sie merkten, dass ich die Molopo Mary alleine angedockt habe.

Aber ehrlich gesagt sehne ich mich immer nach dem nächsten Trip. Diese Woche werde ich einige hoch angesehene Persönlichkeiten auf einer privaten Fahrt über den Fluss führen. Ich leite eine spezielle Fahrt für eine ganz besondere Freundin, die bekannte mexikanische Malerin Rosa Soto Dominguez, ebenso wie für den Botaniker Leonard Moss aus Neuschottland. Ich denke, er wird seine Forschungen weiter führen.

Außerdem konnte ich Dr. Kon Chunosuke treffen, einen Entomologen aus Japan, der seine Zelte an den Ufern des Flusses aufgeschlagen hatte. Ob Sie es glauben oder nicht, er ist ebenso wie mein Großvater ein Mitglied der Society of Explorers and Adventurers. Es ist und bleibt eine kleine Welt. Wer weiß, welche Besucher uns noch erreicht haben zwischen damals und heute. Mein Cousin beispielsweise, Siobhan „Puffin“ Murphy aus Irland, kam für eine Exkursion zur Vogelbeobachtung. Man weiß nie, was auf einen zukommt.

Wie fühlt es sich an, das Erbe seines Großvaters am Leben zu erhalten?

Die Jungle Navigation Company ist mehr als nur eine Firma, sie ist meine Familie. Ich bin stolz darauf, meine Crew an Skippern zu führen und täglich neue Entdeckungen zu machen, so wie mein Großvater damals. Aber er würde niemals darauf bestehen, dass ich in seine großen Fußstapfen trete. Er wollte immer, dass ich meine eigenen Schuhe trage und sie in den matschigen Böden des Dschungels mit Erfahrungen fülle. Jeder von uns erlebt sein eigenes Abenteuer auf seine Art und Weise.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

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