Restauranttest: Tischbedienungsrestaurant Chef Art Smith’s Homecomin‘

Blick auf die Terasse des Restaurants Chef Art Smith's Homecomin
Das Restaurant „Chef Art Smith’s Homecomin“ befindet sich in Disney Springs, dem Vergnügungs- und Unterhaltungsviertel in Disney World. Es wird nicht von Disney selbst betrieben, sondern steht unter der Führung des amerikanischen Chefkochs Charles Arthur „Art“ Smith. Smith selbst stammt aus Florida, weshalb die in diesem Restaurant angebotenen Gerichte vor allem der Südstaatenküche zuzuordnen bzw. zumindest von dieser inspiriert sind. So finden sich auf der Karte vor allem deftige und reichhaltige Gerichte wie Burger, Sandwiches und viele frittierte Spezialitäten.
Da ich, Lara, im April 2019 diesem Restaurant gemeinsam mit meinem Partner einen Besuch abgestattet habe, möchte ich nun die Gelegenheit nutzen, um Euch in Form dieser Restaurantbewertung von unseren Erfahrungen zu berichten.

Chef Art Smith’s Homecomin

Das „Chef Art Smith’s Homecomin“ ist eines von unzähligen Restaurants in Disney Springs. Dennoch kann sich dieses Restaurant durch einige Besonderheiten von den anderen Restaurants abgrenzen. Zunächst ist das natürlich die Tatsache, dass es sich hierbei um das Restaurant eines echten Chefkochs handelt. Und nicht nur irgendeines Chefkochs: Art Smith hat viele Jahre lang sogar für zwei US-Präsidenten und für Oprah Winfrey gekocht! Zwar steht er in diesem Restaurant nicht selbst hinter dem Herd, doch könnt Ihr Euch sicher sein, dass die Speisen nach seinen Rezepten zubereitet werden. Zudem ist Art dafür bekannt, öfters im „Homecomin“ vorbeizuschauen und ein wenig mit den Gästen zu plaudern. Eine weitere Besonderheit ist außerdem die kulinarische Ausrichtung des Restaurants. Hier könnt Ihr in den Genuss vieler Leckereien kommen, bei denen es sich entweder um Südstaatengerichte handelt oder die aber von eben solchen inspiriert wurden. Wer also zum Beispiel ein Fan von frittiertem Essen aller Art ist, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Wichtig zu wissen ist auch, dass viele Produkte, die zur Zubereitung der Speisen in diesem Restaurant verwendet werden, lokal aus Florida kommen. Unter dem Motto „farm-to-table“ (zu Deutsch: „vom Bauernhof auf den Tisch“) wird demnach ein besonderes Augenmerk auf die Herkunft und damit auch auf die Frische der verwendeten Produkte gelegt. Sehr gelobt wird zudem die Getränkevielfalt des Restaurants, wobei Kenner hier vor allem die Vielfalt an Moonshine Cocktails schätzen. Das Restaurant selbst ist eher dezent gestaltet und wirkt frisch und modern. Verschiedene Holzarten sowie Beige- und Erdtöne geben in der Gestaltung den Ton an. Schon beim Betreten des Restaurants merkt man, dass hier das Essen selbst im Fokus steht.
Wir besuchten das „Homecomin“ an einem angenehmen frühsommerlichen Abend Ende April 2019. Entsprechend unserer Reservierungszeit meldeten wir uns gegen 19 Uhr am entsprechenden Schalter, der vor dem Restaurant gelegen ist. Die Mitarbeiterin war sehr höflich und bat uns, noch einen Moment zu warten, bis uns ein Kollege nach drinnen begleiten würde. Nach wenigen Minuten wurden wir in das Restaurant hineingeführt – und kurz darauf auch schon wieder nach draußen, denn wir bekamen einen Tisch auf der eingezäunten Veranda. Man hatte uns im Vorfeld gefragt, ob wir damit einverstanden wären, was wir bejahten. Am Tisch angekommen setzten wir uns und schon kurz darauf kam unser Kellner, der uns zunächst freundlich begrüßte und uns dann die Speisekarten aushändigte. Nachdem er schon mal die Getränkebestellung aufgegeben hatte, ließ er uns alleine, sodass wir erst einmal einen Blick auf die Speisekarte werfen konnten. Während wir überlegten, welche Gerichte wir bestellen wollten, bemerkten wir, dass unser Kellner gleichzeitig einer der zwei Barkeeper war und somit immer zwischen der Bar und unserem Tisch pendeln musste. Dies war aber gar nicht schlimm, denn er war genauso bemüht und aufmerksam wie ein „regulärer“ Kellner. Als er uns die Getränke brachte, wollte er wissen, ob wir Fragen zum Menü hatten, und erklärte uns dann noch einige Gerichte genauer. Das empfanden wir als wunderbar, denn wir konnten uns unter einigen Gerichten nicht allzu viel vorstellen, deshalb war es gut, weitere Erklärungen zu den einzelnen Speisen zu bekommen. Unser Kellner wirkte dabei überaus kompetent und so, als könnte er die gesamte Karte inklusive aller Zutaten der einzelnen Gerichte auswendig. Top! Nachdem wir unsere Hauptspeisenbestellung aufgegeben hatten, dauerte es circa 20 Minuten, bis diese bei uns am Tisch eintrafen. Die Wartezeit ließ sich aber gut überbrücken und alle Kellner, die wir rund um unseren Tisch in der Zwischenzeit sahen, waren sehr aufmerksam und achteten stets darauf, dass wir noch ausreichend zu trinken am Tisch hatten. Auch nachdem wir die Hauptspeisen gegessen hatten, blieb der Service hervorragend. Bei der Dessertauswahl stand uns der Kellner erneut mit Rat und Tat zur Seite und sprach Empfehlungen für die seiner Meinung nach am besten schmeckenden Desserts aus. Innerhalb von zehn Minuten wurden uns die Desserts an den Tisch gebracht und obwohl wir nun schon am Ende des Essens angekommen waren, fühlten wir uns zu keinem Zeitpunkt gehetzt oder genötigt, nun baldigst das Restaurant zu verlassen.

Unser Essenserlebnis

Dank der guten Beratung unseres kompetenten Kellners entschieden wir uns an diesem Abend für zwei unterschiedliche Hauptspeisen, einmal für das „Fried Chicken“ und einmal für die „Braised Short Ribs“. Bei meinem frittierten Hähnchen war es dabei überhaupt kein Problem, den Kartoffelbrei, der normalerweise als Beilage dabei ist, gegen Pommes auszutauschen. Der Kellner fragte dann sogar noch nach, welche Hähnchenteile ich gerne hätte: Bruststücke, Schenkel, Flügel oder von allem etwas. So konnte ich ganz nach meiner persönlichen Präferenz entscheiden, was ich sehr angenehm fand, da ich kein allzu großer Fan von Hähnchenschenkeln und -flügeln bin. Geschmacklich war mein Hauptgericht einwandfrei. Das Hähnchen war saftig, hatte aber trotzdem eine knusprige Panade, und die Pommes waren gut. Auch meinem Partner schmeckte das von ihm gewählte Essen, die „Braised Short Ribs“, die uns ein wenig an Gulasch erinnerten, sehr gut. Auch die Temperatur des Essens war ideal; keine Komponente war kalt oder nur noch lauwarm, als das Essen an den Tisch gebracht wurde. Zum Nachtisch wählten wir erneut zwei unterschiedliche Varianten. Während ich mich für den „Hamilton County Chocolate Pecan Pie“ entschied, wählte mein Partner den saisonalen „Key Lime Pie“, der nur ab und an auf der Speisekarte zu finden ist. Beide Desserts machten optisch einen prima Eindruck und der „Key Lime Pie“ schmeckte auch gut, doch fanden wir beide den Pekannusskuchen viel zu süß und fettig. Man konnte sogar die Butter bzw. das Fett auf dem Teller sehen. Dieses Gericht empfanden wir als das schwächste des Abends und bei einem möglichen zukünftigen Besuch im „Homecomin“ würde ich definitiv auf ein anderes Dessert ausweichen.

Einige Bilder vom Essen im Chef Art Smith’s Homecomin

Bewertung des Chef Art Smith’s Homecomin

Trotz des eines nicht ganz so guten Desserts empfanden wir das „Chef Art Smith’s Homecomin“ insgesamt als sehr gutes Restaurant, in das wir jederzeit wieder zum Essen einkehren würden. Während das Ambiente eher unspektakulär war, stachen besonders der kompetente und freundliche Service sowie das größtenteils sehr gute Essen hervor.

Service

Wie bereits mehrfach in diesem Bericht erwähnt, empfanden wir den Service im „Homecomin“ durchweg als sehr gut. Unser Kellner war, obwohl er neben der Betreuung unseres Tisches auch für das Mixen von Cocktails an der Bar zuständig war, stets aufmerksam und achtete darauf, dass es uns an nichts fehlte. Auch die Tatsache, dass er die Speisekarte so gut kannte und sogar Empfehlungen aussprechen konnte, fanden wir super. Außerdem war er überaus freundlich und gab uns das Gefühl, im Restaurant wirklich herzlich Willkommen zu sein. Guten Gewissens kann ich für den Service im „Homecomin“ daher 10 von 10 möglichen Punkten vergeben.

Speisen- und Getränkeangebot

Das Angebot an Speisen und Getränken ist in „Chef Art Smith’s Homecomin“ wirklich reichhaltig und vielseitig. Vor allem Freunde oder Fans der Südstaatenküche kommen hier auf ihre Kosten, aber auch für alle anderen Besucher bietet das Restaurant etwas Passendes. Hervorzuheben ist hierbei auch, dass Änderungen an Gerichten jederzeit ohne Probleme vorgenommen werden können, weshalb sich ein Besuch hier auch für Personen mit bestimmten Lebensmittelallergien anbietet. Neben der großen Auswahl an Speisen bietet dieses Restaurant auch viele unterschiedliche Getränke – sowohl alkoholisch als auch nicht-alkoholisch – für jeden Geschmack, wobei vor allem die Moonshine Cocktails, für die das Restaurant mittlerweile unter Disneyfans durchaus berühmt ist, sehr beliebt sind. Für das Speisen- und Getränkeangebot vergebe ich dementsprechend 10 von 10 Punkten.

Speisen- und Getränkequalität

Die Qualität der Speisen und Getränke, die wir während unseres Restaurantbesuchs im „Homecomin“ probiert haben, war größtenteils sehr gut. Die Hauptgerichte schmeckten vorzüglich, sie waren zum Zeitpunkt des Servierens heiß und noch nicht abgekühlt und keine Komponente unserer Gerichte war verkocht oder sonstiges. Lediglich bei den Desserts würden wir die Zubereitung des Pekannusskuchens beanstanden. Dieser war, wie bereits erwähnt, viel zu fettig und schmeckte unangenehm süß. Entsprechend gebe ich für die Speisen- und Getränkequalität 9 von 10 Punkten.

Thematisierung / Atmosphäre

Die Thematisierung in „Chef Art Smith’s Homecomin“ ist vielleicht eines der größten Minuspunkte dieses ansonsten sehr guten Restaurants. Da es sehr dezent gestaltet ist, liegt der Fokus hier wirklich deutlich auf den Speisen und Getränken. Die Atmosphäre ist dennoch nicht schlecht, nur einfach auch nicht besonders aussagekräftig. Der Platz, an dem wir auf der Veranda saßen, gefiel uns sehr gut, weil es dort bedeutend ruhiger war als im Innenraum des Restaurants. Für die Atmosphäre und Thematisierung vergebe ich daher 6 von 10 Punkten.

Preis / Leistung

Mit $20 bis $30 für ein Hauptgericht ist das „Chef Art Smith’s Homecomin“ sicherlich nicht ganz günstig, doch sind die Preise für ein Tischbedienungsrestaurant in Disney World doch im normalen Bereich. Besonders in Anbetracht der guten Qualität des Essens und der doch recht großen Portionen fanden wir die Preise angemessen. Gleiches gilt übrigens auch für die Desserts, die ebenfalls mit $9 bis $12 etwas teurer sind. Auch hier fanden wir die Portionsgrößen gut und somit den Preis (größtenteils) gerechtfertigt. Insgesamt würde ich für das Preis-Leistungsverhältnis 8 von 10 Punkten vergeben.

Fazit

Insgesamt war unser Restaurantbesuch in „Chef Art Smith’s Homecomin“ ein voller Erfolg. Das Essen schmeckte uns größtenteils sehr gut, der Service war hervorragend und das Preis-Leistungsverhältnis angemessen, weshalb es dieses Restaurant auf eine stolze Gesamtpunktzahl von 43 Punkten kommt. Alles in allem ist ein Besuch in diesem Restaurant definitiv zu empfehlen!

© des Bildes am Anfang der Seite: offizielle Seite von Art Smith’s Homecomin: http://www.homecominkitchen.com/

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