Disneyland Paris strukturiert Verpflegungsoptionen um – alles neu bei den Meal Plans 2027
16.07.26, 13:27 |

Es sind vier Seiten, sie sind unscharf, und sie waren noch nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt. Aber sie haben für Aufsehen gesorgt. Aufgetaucht sind Grafiken, die Disneyland Paris offenbar vorab an Reisebüros im englischsprachigen Raum ausgegeben hat – vermutlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu den Änderungen, die mit dem Start der nächsten Buchungsphase kommen. Was darauf zu sehen ist, ist eine komplette Neuordnung der Verpflegungsoptionen.
Ab dem 1. April 2027 sollen die bisherigen Meal Plans Standard, Plus, Extra Plus und Premium durch vier neue Stufen ersetzt werden: Essential, Extra, Signature und Royal. Das Prinzip, das dahinter wegfällt, ist bemerkenswerter als die neuen Namen. Künftig soll die Wahl des Meal Plans nicht mehr davon abhängen, in welchem Hotel ihr übernachtet. Dazu kommt: Das Frühstück wird aus dem Paket herausgelöst und einzeln buchbar, wahlweise auch außerhalb des Hotels.
- Disneyland Paris ersetzt ab April 2027 die alten Meal Plans durch neue Stufen: Essential, Extra, Signature und Royal.
- Die neuen Pläne ermöglichen eine flexible Wahl unabhängig vom gebuchten Hotel.
- Frühstück wird separat buchbar, mit verschiedenen Preismodellen je nach Ort und Hotel.
- Die Preise für die neuen Meal Plans sinken bei einigen Varianten im Vergleich zu den aktuellen Optionen.
- Die genauen Details sind noch nicht offiziell bestätigt und können sich bis zur Einführung ändern.
Das ist zu den neuen Meal Plans bekannt
Ein Hinweis vorweg, der wichtig ist. Diese Informationen sind nicht offiziell bestätigt. Disneyland Paris hat sich öffentlich nicht dazu geäußert, und die Grafiken sind an mehreren Stellen so schlecht lesbar, dass wir einzelne Details unter Vorbehalt wiedergeben. Interne Vorabinformationen an den Vertrieb sind außerdem regelmäßig Zwischenstände – zwischen einer solchen Schulungsunterlage und dem, was am Ende buchbar ist, liegen erfahrungsgemäß noch Korrekturen. Wir ordnen im Folgenden ein, was auf den Grafiken steht, und markieren, wo wir uns nicht sicher sind.
Vier Stufen ersetzen die Bindung ans Hotel

Heute funktioniert der Meal Plan in Disneyland Paris nach einem starren Prinzip: Das Hotel bestimmt die Variante. Wenn ihr im Disney Hotel Santa Fe oder auf der Davy Crockett Ranch bucht, bekommt ihr Standard. Cheyenne, Sequoia Lodge, Newport Bay Club und Hotel New York – The Art of Marvel bedeuten Plus. Und Premium, die Variante mit Zugang zu allen Restaurants des Resorts (einzig La Foret Secret, das immer noch als Pop-Up-Restaurant geführt wird, gehört nicht dazu) inklusive der beiden Essen mit den Disney Figuren im Disneyland Hotel, ist ausschließlich Gästen des Disneyland Hotels vorbehalten. Ihr könnt die Kategorie nicht frei wählen. Sie wird euch mit dem Zimmer zugeteilt.
Das scheint sich nun zu ändern. In der Übersichtstabelle der neuen Grafik steht der entscheidende Halbsatz, der alles weitere vorgibt: Die verfügbaren Restaurants gelten unabhängig davon, welches Hotel ihr gebucht habt. Ein Gast im Santa Fe könnte künftig also die Variante Royal buchen – und damit in der Auberge de Cendrillon, im Royal Banquet und im Table de Lumière essen, alles Restaurants, die beim alten System im Rahmen der meisten Meal Plans nicht verfügbar sind (aber durchaus einzeln gebucht werden können).
Die vier Stufen bauen aufeinander auf. Jede höhere Stufe enthält alles aus den darunterliegenden und legt Restaurants obendrauf:
- Essential umfasst 18 Restaurants, die sich auf der Davy Crockett Ranch, im Hotel Cheyenne und Hotel Santa Fe befinden. Dazu kommen Restaurants im Disney Village und in den Parks. Die Zahl der Tischbedienungsrestaurants ist hier allerdings deutlich kleiner als früher und auch einige beliebte Buffets fallen raus.
- Extra kommt auf 25 Restaurants, ergänzt die Liste um Restaurants in der Sequoia Lodge und Newport Bay Club sowie weitere in Disney Village und Parks.
- Signature listet 30 Restaurants und umfasst auch die Lokale im Hotel New York – The Art of Marvel (Downtown Diner und Manhattan Restaurant) sowie weitere Tischbedienungsrestaurants.
- Royal deckt 34 Restaurants ab, darunter als einzige Stufe des neuen Meal Plans, das Character Dining im Disneyland Hotel.
Was die vier Stufen kosten sollen
Die Preise gelten pro Person und Nacht. Kinder zahlen durchgängig exakt die Hälfte – auch das ist neu, denn heute liegt der Kinderpreis je nach Variante bei rund 55 bis 65 Prozent des Erwachsenenpreises. Frühstück ist in diesen Beträgen nicht enthalten.
| 1 Mahlzeit | 2 Mahlzeiten | Restaurants | |
|---|---|---|---|
| Essential | 32 € / 16 € | 60 € / 30 € | 18 |
| Extra | 42 € / 21 € | 80 € / 40 € | 25 |
| Siganture | 48 € / 24 € | 90 € / 45 € | 30 |
| Royal | 90 € / 45 € | 170 € / 85 € | 34 |
Die Sprünge zwischen Essential, Extra und Signature sind moderat – zehn bzw. sechs Euro. Zwischen Signature und Royal verdoppelt sich der Preis nahezu. Royal ist erkennbar als Premiumprodukt kalkuliert, und der Aufpreis kauft im Wesentlichen eines: die vier Character Dinings.
Neben den Mahlzeiten sollen sich Extras separat dazubuchen lassen. Die Grafik nennt Character Breakfast, den Geburtstagskuchen und Essen mit den Disney Figuren zum Mittag- oder Abendessen – so können auch Gäste mit den kleineren Optionen sich direkt bei der Disneyland Paris Buchung ein Character Dining sichern.
Das Frühstück wird zur eigenen Entscheidung

Hier liegt die strukturell interessanteste Änderung. Bislang ist das Frühstück fester Bestandteil jedes Meal Plans und wird im gebuchten Hotel eingenommen (auch wenn man in die Parks oder das Disney Village gehen kann, was aber bisher mit einem Kostennachteil verbunden ist). Halbpension heißt bisher: Frühstück plus eine Mahlzeit, Vollpension Frühstück plus zwei weitere Mahlzeiten. Künftig soll das entkoppelt sein. Auf der Grafik steht ausdrücklich, dass sich Mahlzeiten wählen lassen, ohne das Frühstück einzuschließen.
Wer frühstücken will, hat zwei Optionen:
- In den Disney Parks oder im Disney Village für 14 € – und zwar für Erwachsene wie für Kinder derselbe Preis.
- Im Disney Hotel für 25,50 € (Erwachsene) beziehungsweise 20,50 € (Kinder). Wichtig ist hier ein Punkt, den man leicht überliest: Eine Fußnote weist diese Beträge als Beispiel für Disney Sequoia Lodge und Disney Newport Bay Club aus und hält fest, dass der Frühstückspreis vom gewählten Hotel abhängt. Die Hotelstaffelung bleibt also bestehen, die Grafik zeigt nur einen Musterfall. Wir lesen diese Fußnote unter Vorbehalt – sie gehört zu den Stellen, die auf den Screenshots kaum zu entziffern sind.
Zur Vergleich: Heute reichen die Frühstückspreise in den Disney Hotels von 14 € auf der Davy Crockett Ranch (Take-Away-Variante) bis 45 € im Disneyland Hotel, bei Kindern reicht die Preisspanne aktuell von 14 € bis 36 €. Für einen Gast des Disneyland Hotels wäre ein 14-€-Frühstück im Park damit eine Option, die es bisher schlicht nicht gab. Wer entspannt am Buffet sitzen möchte, zahlt weiterhin den Hotelpreis. Wer morgens ohnehin früh im Park sein will, spart deutlich.
Ergänzend nennt die Grafik eine Ersparnis von bis zu 17 Prozent, wenn das Frühstück vor der Anreise gebucht wird statt erst vor Ort.
Ein Sonderfall bleibt offen: die Davy Crockett Ranch. Die dortigen 14 € entsprechen heute den rudimentären Frühstücksboxen, die man morgens abholt und im eigenen Bungalow isst. Parallel läuft aktuell ein Test, bei dem sich ein Buffet in Crockett’s Tavern für 22 € (18 € für Kinder) dazubuchen lässt, also 8 beziehungsweise 4 € Aufpreis. Ob dieser Test fortgeführt wird, ist bisher unklar. Die neue Frühstückslogik kennt jedenfalls nur zwei Kategorien – Park und Village auf der einen, Hotel auf der anderen Seite – und lässt keinen Raum für eine dritte Variante erkennen.
Unterm Strich wird es nicht teurer – im Gegenteil
Ein direkter Vergleich mit den heutigen Preisen ist nicht ganz so einfach, weil aktuell das Frühstück inbegriffen ist und im neuen System nicht. Rechnet man es sauber gegen, ergibt sich trotzdem ein klares Bild: Die Preise sinken teilweise. Etwas, was selten ist, bei Änderungen in Disneyland Paris.
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf die Vollpension beziehungsweise zwei Mahlzeiten pro Nacht, Erwachsene, Stand der aktuellen Preise vom Juni 2026.
Weil der neue Hotelfrühstückspreis nur für Sequoia Lodge und Newport Bay Club dokumentiert ist, funktioniert der Vergleich mit Hotelfrühstück ausschließlich für die heutige Plus-Kategorie. Für die anderen Stufen rechnen wir mit dem 14-€-Frühstück im Park, das laut Grafik für alle gilt.
Sequoia Lodge und Newport Bay Club, heute Plus-Vollpension zu 115 €
| Plan | Basispreis | Parkfrühstück | Hotelfrühstück |
|---|---|---|---|
| Extra | 80 € | 94 € (-21 €) | 105,50 € (-9,50 €) |
| Signature | 90 € | 104 € (-11 €) | 115,50 € (+/- 0 €) |
Santa Fe und Davy Crockett Ranch, heute Standard-Vollpension zu 75 €
Essential kostet 60 €, mit Parkfrühstück also 74 €. Praktisch derselbe Preis wie bisher – aber ohne den heutigen Zwang, eine der beiden Mahlzeiten im Schnellrestaurant einzulösen. Zumindest wird dieser nicht erwähnt. Es kann aber durchaus sein, dass er weiter besteht. Nimmt man hier allerding das Hotelfrühstück ist man teurer als aktuell, selbt wenn es etwas günstiger sein dürfte, als das in Newport Bay Club und Sequoia Lodge.
Disneyland Hotel, heute Premium-Vollpension zu 245 €
Der Royal Plan kostet 170 €, mit Parkfrühstück 184 €. Selbst wenn man das heutige Disneyland-Hotel-Frühstück zu 45 € dazurechnet, landet man bei 215 € – rund 30 € unter dem aktuellen Preis.
Beim Kindern fällt der Effekt ähnlich aus. Royal mit zwei Mahlzeiten kostet 85 €, mit Parkfrühstück 99 € – gegenüber heute 135 € für die Premium-Vollpension.
Bei der Halbpension sieht es anders aus: Essential mit einer Mahlzeit kostet 32 €, plus Hotelfrühstück zu 25,50 € (bei den bekannten Preisen, bei anderen Hotels ändert sich die Rechnung) sind das 57,50 € gegenüber heute 55 € beim Standard Meal Plan. Extra käme auf 67,50 € gegenüber 65 € im Plus. Ein leichtes Plus also – erst mit dem Parkfrühstück kann man allerdings sparen. Die eigentliche Ersparnis liegt bei der Vollpension.
Die Voucher gelten weiterhin den ganzen Aufenthalt über
An der grundsätzlichen Funktionsweise der Voucher oder Credits ändert sich wenig. Pro gebuchter Nacht gibt es einen Voucher bei einer Mahlzeit, zwei bei zwei Mahlzeiten. Für einen Aufenthalt über drei Tage und zwei Nächte sind das entsprechend zwei oder vier Voucher pro Person.
Die Grafik hält ausdrücklich fest, dass die Voucher während des gesamten Aufenthalts gültig sind, auch am letzten Tag. Das entspricht der heutigen Praxis und ist keine Neuerung, aber es beantwortet vorab die Frage, ob die neue Systematik hier etwas einschränkt. Danach sieht es nicht aus.
Ebenfalls erwähnt: Tische in Restaurants sollen sich buchen lassen, sobald der Aufenthalt bestätigt ist. Das soll über die offizielle App möglich sein. Auch hier bleibt der Vorteil für Gäste der Disney Hotels erhalten. Interessant ist dabei, dass sich die 12-Monatsregel hier nicht findet.
Aber: In einigen Plänen stehen deutlich weniger Restaurants zur Verfügung

Die Grafiken enthalten eine vollständige Restauranttabelle mit den vier Stufen als Spalten. Die 34 Restaurants bei Royal klingen nach einem deutlichen Zuwachs gegenüber den rund 23 Restaurants, die heute im Premium Meal Plan gelistet sind. Der Sprung erklärt sich allerdings schon alleine dadurch, dass Schnellrestaurants nun mitgezählt werden – wenn aber hier das bestehende System erhalten bleibt, bei dem ein Voucher einer Mahlzeit entspricht, bleibt die Nutzung in diesen eine Geldverschwendung und Disneyland Paris führt die Fast Food Restaurants in der Liste vor allem auf, um die Gesamtzahlen je nach Plan zu erhöhen. Marketing also.
Interessant ist, wer trotzdem fehlt. In keiner einzigen Stufe tauchen Toad Hall Restaurant, Last Chance Café, Market House Deli, Casey’s Corner, Victoria’s Home-Style Restaurant und Super Diner auf. Die Main Street verliert damit ihre Schnellrestaurants komplett aus dem Meal Plan. Das mag bei vielen der genannten Lokale darauf zurückzuführen sein, dass es keine festen Menüs auf der Speisekarte gibt. Aber für alle gilt dies nicht.
Auf der anderen Seite steht Royal als einzige Stufe in der man alle Character Dining Restaurants besuchen kann: Table de Lumière, Royal Banquet, Auberge de Cendrillon, Plaza Gardens Restaurant und Regal View Restaurant & Lounge. Bei Signature ist von diesen fünf nur Plaza Gardens angehakt, bei Extra keines.
Essential verliert fast alle Tischbedienungsrestaurants
Der Punkt, der in der Tabelle am ehesten untergeht, dürfte für Gäste, die die günstigste Variante buchen, der spürbarste sein. Mehrere Restaurants, die heute beim Standard Plan Teil des Angebots sind, rutschen in den neuen Stufen nach oben. Das gilt unter anderem für:
- Agrabah Café ist erst ab Extra dabei.
- Captain Jack’s – Restaurant des Pirates erst ab Signature.
- Bistrot Chez Rémy erst ab Signature.
- Walt’s – an American Restaurant erst ab Signature.
- Downtown Restaurant im Hotel New York erst ab Signature.
Bei Essential bleibt von der Tischbedienung damit kaum etwas übrig. Die Übersichtstabelle weist für diese Stufe drei Tischbedienungsrestaurants aus. Schaut man nach, welche das sind, schrumpft die Zahl schnell weiter:
- Annette’s Diner im Disney Village ist ein vollwertiges Tischbedienungsrestaurant, bietet aber “einfacheres” Essen, als andere.
- The Lucky Nugget Saloon im Frontierland serviert am Tisch – aber im Wesentlichen dasselbe Essen, das es auch in den Schnellrestaurants gibt.
- Sports Bar & Lounge im Disney Village trägt in der Tabelle selbst das Symbol für Bar und Lounge. Das Pub Food dort ist überraschend gut, ein Tischbedienungsrestaurant mit dreigängigem Meal-Plan-Menü ist es trotzdem nicht.
Bleibt in der Praxis ein einziges echtes Restaurant mit Tischbedienung für Gäste mit diesem Plan. Der Rest der Stufe besteht aus Buffets – auch davon deutlich weniger als im heutigen Standard – sowie aus Fast Food Restaurants.
Wer heute im Santa Fe bucht und mit dem Standard-Voucher zum Agrabah Café oder zu Captain Jack’s geht, kann das künftig mit Essential nicht mehr. Die Freiheit, die das neue System bei der Wahl der Stufe schafft, holt es sich an dieser Stelle in der untersten Stufe zurück. Es steht euch frei, Extra oder Signature zu buchen – aber eben nicht mehr zum Essential-Preis.
Gültig ab April 2027, buchbar wohl ab September
Die Grafiken nennen als Geltungszeitraum Anreisen vom 1. April 2027 bis zum 31. März 2028. Die bestehenden Meal Plans laufen entsprechend bis zum 31. März 2027 weiter.
Buchbar ist dieser Zeitraum aktuell noch nicht. Die Freischaltung dürfte im September dieses Jahres erfolgen, was gut zur mutmaßlichen Herkunft der Grafiken passt: eine Vorabinformation an Reisebüros, damit diese wissen, was sie erwartet, wenn die Buchungsphase startet.
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Was die Grafiken nicht verraten
Einiges bleibt offen, und zwar an Stellen, die für die abschließende Bewertung entscheidend sind.
Die konkreten Werte der Voucher
Die Staffelung der Frühstückspreise nach Hotels
Wenn der Hotelpreis vom Hotel abhängt, fehlt uns die Tabelle dazu. Was das Frühstück im Disneyland Hotel oder im Cheyenne künftig kostet, wissen wir aktuell nicht.
Ist das der finale Stand?
Eine Schulungsunterlage für Reisebüros ist kein Preisblatt. Bis zur Freischaltung im Herbst kann sich noch vieles ändern.
Meine Meinung zu den neuen Meal Plans für Disneyland Paris
Die erste Reaktion auf diese Grafiken war Überraschung. Wenn Disneyland Paris ein System umbaut, rechnet man mit einer Preiserhöhung, die hinter der Neuerung versteckt wird. Die findet hier nicht statt – zumindest nicht durchgängig. Royal liegt spürbar unter dem heutigen Premium, Extra unter dem heutigen Plus, Essential ungefähr auf Standard-Niveau – und obendrauf gibt es Wahlfreiheit, die es vorher nicht gab. Das ist so ungewöhnlich, dass ich mich frage, ob das wirklich der Endstand ist.
Besonders beim Frühstück. Dass ein Gast des Disneyland Hotels künftig für 14 € im Park frühstücken kann statt für 45 € im Hotel, ist ein erheblicher Einschnitt in eine Einnahmequelle. Ich wäre nicht überrascht, wenn hier bis September noch nachjustiert wird.
Die Kehrseite findet man allerdings im Essential Plan. Wer weiterhin im Santa Fe bucht und weiterhin die günstigste Stufe nimmt, bekommt am Ende weniger als heute beim Standardplan – kaum noch Tischbedienung, weniger Buffets, dafür Fast Food, das man ohnehin nicht mit einem Meal Plan bezahlen sollte. Die neue Freiheit wird bezahlt.
Aber: dadurch haben auch viel weniger Gäste Zugriff auf einige der teureren Restaurants. Hier lag früher eine Unwucht zu Ungunsten der Gäste der teureren Hotels. Gäste im Hotel Santa Fe zahlten deutlich weniger für ihren Meal Plan, konnten aber genauso das Downtown Restaurant oder Walt’s besuchen, wie Gäste des Hotel New Yorks, für die der Meal Plan teurer war, die also effektiv für ihren Meal Plan mehr bezahlt, aber kaum mehr bekommen haben. Zudem dürfte das neue System den Reservierungsdruck für einige der beliebtesten Restaurants, wie eben das erwähnte Downtown im Hotel New York reduzieren, da es nicht mehr bereits im günstigsten Meal Plan inklusive ist.
Und beim Zählen trickst Disneyland Paris ziemlich. Drei Tischbedienungsrestaurants bei Essential klingen nach einer Auswahl. Tatsächlich ist eines davon eine Bar, eines serviert Fast Food am Tisch, und übrig bleibt Annette’s Diner. Dasselbe Muster bei den zehn Schnellrestaurants pro Stufe: Restaurants, in denen der Voucher-Einsatz Geldverschwendung ist, werden mitgezählt, damit aus 23 Restaurants 34 werden. Die Zahlen in der Tabelle sind Marketing.