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Le Rendez-Vous Gourmand – die Feier der kulinarischen Genüsse Frankreichs

Flyer zum French Food & Wine Festival Rendez-vous Gourmande im Disneyland ParisAm 8. September 2017 ist es soweit, im Disneyland Paris beginnt das erste Festival der französischen Küche – was bisher unter dem Namen „French Food & Wine Festival“, angelehnt an den Namen des Food & Wine Festivals in Epcot, Walt Disney World, durch die Gerüchteküche (sic!) geisterte, hat nun auch seinen Namen gefunden.
Unter dem Titel „Le Rendez-Vous Gourmande“ lädt Dich das Disneyland Paris bis zum 24. September, also 16 Tage lang, dazu ein, besondere Spezialitäten und Weine französischer Regionen zu erleben.
An sechs Hütten, die sich um den Place de Remy in den Walt Disney Studios gruppieren werden, könnt ihr die Küche der französischen Regionen Bretagne, Elsass, Burgund (mit Schwerpunkt Lyon), Bordeaux, Savoyen und Südfrankreich erleben. Die einzelnen Gerichte werden dabei in Miniatur-Portionen angeboten, ganz wie auch beim großen Vorbild in Epcot, damit Ihr die Gelegenheit habt, viele verschiedene Genüsse zu probieren.
Aber lasst uns einen genaueren Blick auf das Angebot werfen!

Das Angebot beim Le Rendez-Vous Gourmand

Übersicht über die präsentierten Küchen beim Rendez-vous Gourmande Festival

Die Küche der Bretagne

Die Bretagne ist der westlichste Zipfel Frankreichs, früher wegen seiner engen historischen Bindungen an die britischen Inseln, auch unter dem Namen Kleinbritannien bekannt, umfasst die Region die große, westliche Halbinsel Frankreichs. Auf drei Seiten vom Atlantik umgeben, grenzt sie im Osten an die Normandie an.
Traditionell gehören zur bretonischen Küche die Galettes – fast papierdünne und dunkle Pfannkuchen aus Buchweizen, in der Regeln herzhaft bis deftig gefüllt, und ihre nahen Verwandten die, bei uns deutlich bekannteren, Crepes, in der Bretagne fast ausschließlich fruchig-süß belegt. Beide dürfen in der traditionellen Küche der Bretagne nicht fehlen.
Die bretonische Küche bietet noch einiges mehr. Typisch für sie sind derbe Gerichte der bäuerlichen Küche, wie zum Beispiel der klassische bretonische Eintopf Kig ha farz, dessen älteste Rezepte bis ins frühe Mittelalter zurückgehen. Sein Name bedeutet Fleisch (Kig) und Kloß (Farz) und das sind auch seine Hauptbestandteile – Bauchspeck, Schweinshaxe, Bugstück sowie Weizen- und Buchweizenknödel.
Im Süden der Bretagne gehören auch Froschschenkel auf jeden Speiseplan und entlang der über 1200 km Küstenlinie wird die Küche meereslastiger als im rustikalen Landesinneren. Hier ist die Bretagne berühmt für ihre Austern an der Côte d’Emeraude, ihren Fisch, ihre Jakobsmuscheln, Garnelen, Langusten und als Krönung ihren edlen Hummer, der hier von einer scharfen Soße aus Wein und Tomaten, der „armoricaine“ begleitet wird.

Das Angebot am Stand der Bretagne

Auf der Speisekarte am bretonischen Stand stehen:

  • Galettes (mit Schinken, Champignons & Käse)
  • Soupe de Poisson (Fischsuppe)
  • Aufwändig gestaltete Souvenierdosen (sehr weit verbreitet in der Region) mit Sardinen, Makrelen & Thunfisch
  • Far Breton (klassischer betronischer Eierkuchen) mit Dörrpflaumen
  • Kouign amann (Kuchen aus grobem Blätterteig mit karamellisierter Kruste)

Die begleitenden Getränke

  • Cidre (trocken und süß)
  • Weißwein: Pouilly Fumé
  • Rotwein: Sancerre

Da die Bretagne für ihr Cidre (bretonisch Chistr genannt), wie auch die angrenzende Normandie, weltberühmt ist, passt Cidre als eines der Getränke natürlich perfekt an den Stand. Der Apfelwein (teilweise auch mit Beimischung von ca. 15% Birnen produziert) wird hier in einer trockenen und einer süßen Variante angeboten.

Die anderen beiden verwundern allerdings. Die Bretagne ist in ihren heutigen Grenzen heute keine Weinbauregion mehr. Historisch gehört zu ihr allerdings noch das Gebiet rund um die Stadt Nantes, die früher die Hauptstadt der Bretagne war, mit dem Departement Loire-Atlantique. Von hier kommen bekannte Muscadets, allen voran der Muscadet-Sevre et Maine, die man durchaus als traditionell bretonische Weine ansehen könnte. Stattdessen werden Pouilly Fumé und Sancerre angeboten – beides Weine, die zwar auch von der Loire stammen, deren Anbaugebiete aber viel weiter östlich, in Zentralfrankreich, gelegen sind.

Pouilly Fumé wird aus der Rebsorte Sauvignon Blanc hergestellt und hat seinen Namen von Feuerstein, der den Boden seines Anbaugebietes dominiert und dem Rauch, der entsteht, wenn man Feuersteine aneinanderschlägt, sowie der wichtigsten Stadt in direkter Nähe zum Anbaugebiet, Pouilly-sur-Loire (die selbst namensgebend für einen anderen Wein ist, der aus der Rebsorte Chasselas, in der Schweiz als Fendant, in Deutschland als Gutedel bekannt, hergestellt wird).

Nicht weit, Luftlinie ca. 10 km, von Pouilly-sur-Loire liegt Sancerre. Die Stadt gibt zwei für ihr Gebiet typischen Weinen ihren Namen. Der wichtigere hierunter ist der weiße Sancerre, ebenfalls aus Sauvignon Blanc gekeltert und auf ca. 70% der Rebfläche angebaut. Am Stand der Bretagne wird allerdings Sancerre Rouge angeboten, der aus Pinot Noir (in Deutschland: Spätburgunder) hergestellt wird und seit 1959 auch als AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) Wein rund um Sancerre und angrenzende Städte produziert werden darf.

Die Küche des Elsass

Poster zum French Food & Wine Festival in den Walt Disney StudiosDas Elsass ist die östlichste Region Frankreichs und war über Jahrhunderte immer wieder Zankapfel zwischen Frankreich und den angrenzenden deutschen Territorien.
Entsprechend ist die Küche zwischen Vogesen und Rhein genauso von der traditionellen Küche Südwestdeutschlands, wie auch der traditionellen Küche Ostfrankreichs beeinflusst. Aus diesem spannenden Wechselspiel hat sich heute eine der besten und interessantesten Küchen Europas entwickelt, die von rustikalen bis zur feinen Gerichten alles auch höchstem Niveau zu bieten hat.
Traditionelle Gerichte des Elsass sind Flammkuchen, Gugelhupf, Sauerkraut (natürlich in der Regel in Form einer Schlachtplatte mit viel Fleisch, Wurstwaren und Kartoffeln kombinieren), Schiffala (Variation des deutschen Namens Schäufele, aus dem angrenzenden Badischen), Apfelkuchen, Zwetschgenkuchen, Grumbeerekiechle (eine Art Kartoffelpuffer, die man unter gleichem Namen vor allem auch in der Pfalz findet), die alle einen eher deutschen Ursprung haben. Mit vor allem französischem Ursprung kommen traditionelle Gerichte und Produkte wie Coq au Vin (dann in Elsässer Riesling gekocht), Foie Gras (Gänse- oder Entenstopfleber), Munsterkäse (Rotschmierkäse) und Zwiebelkuchen hinzu.

Das Angebot am Stand des Elsass

Auf der Speisekarte am elsässichen Stand stehen:

  • Choucroute Saucisse (Sauerkrauteintopf mit Würsten, traditionell mit Wiener Würstchen, Montbelliard-Würsten und Saucisson Vaudois (Rohwurst aus dem Wallis) )
  • Kassler en Croute (Kassler im Brotteig)
  • Charcuterie (gemischte Schinken- & Wurstspezialitäten)
  • Bretzeln
  • Petit Sable (Mini-Sandgebäck)
  • Kouglof (Gugelhupf)

Die begleitenden Getränke aus dem Elsass

  • Weißweine: Riesling, Gewürztraminer, Sylvaner
  • Vin Alsacien en Vendange Tardive (Elsässer Spätlesen / Dessertweine)
  • Champagner von Besserat-de-Bellefon

Das Elsass ist Weinbauland und hier gibt es auch die passenden Weißweine. Traditionell ist der Weinbau im Elsass eng mit dem in der Pfalz und in Baden verknüpft und so dominieren hier tradtionelle deutsche Rebsorten wie die drei angebotenen Riesling, Geürztraminer und Sylvaner. Vor allem bei den ersten beiden hat sich das Elsass weltweit einen hervorragenden Ruf erworben! Die Rieslinge aus den großen Lagen des Elsass stehen den Ersten Lagen und Großen Lagen bzw. Ersten Gewächsen und Großen Gewächsen aus Deutschlands wichtigsten Riesling-Gebieten Mosel, Rheingau und Pfalz in nichts nach und die Gewürztraminer aus dem Elsass haben einen ganz eigenen Charakter und spielen in einer Liga mit den anderen großen Gewürztraminer-Regionen der Welt, in Deutschland, Südtirol und der Südoststeiermark.
Dass allerdings als Schaumwein Champagner angeboten wird, verwundert doch etwas, denn das Elsass hat seinen ganz eigenen, typischen Schaumwein, den Cremant d’Alsace zu bieten, der dem berühmteren großen Bruder aus der Champagne in der Qualität in nichts nachsteht, im selben klassischen Verfahren der Flaschengärung produziert wird und oft durch eine deutlich ausgeprägtere Frucht, als Champagner sie oft haben, überzeugt.

Die Küche des Burgund und der Region Lyon

Der Stand, repräsentiert das Burgund und das Gebiet um Lyon. Und was fällt uns als Deutschen da zunächst ein? Natürlich die Lyoner Wurst, die es bei uns, zumindest im Südwesten Deutschlands, in jeder guten Metzgerei aus eigener Herstellung im Angebot gibt. Mit der Fleischwurst eng verwandt, stellt sie nach dem deutschen Lebensmittelrecht deren höchste Qualitätstufe dar und darf im traditionellen Dreigestirn aus „Weck, Worscht un Woi“ in der Pfalz und in Rheinhessen bei keiner traditionellen Veranstaltung fehlen. So sehr sie ihren Einzug auch in unsere Tradition gefunden hat, so liegen die Ursprünge dieser Königin der Würste dennoch natürlich in Lyon, wo sie auch unter dem Namen Cervelas bekannt ist, nicht zu verwechseln mit der Cervelat-Wurst in Deutschland.
Aber die Küche des Burgund und Lyons hat noch viel mehr zu bieten. Traditonell ist die Küche der Region einfach und schlicht, aber dennoch herausragend, da sie auf regionalen Produkten höchster Qualität und hochwertigen Importen aus den umgebenden Regionen beruht. Berühmt sind hier Produkte wie das Bressehuhn, Süßwasserfische aus den klaren Flüssen und Bergseen, der nicht weit entfernt liegenden Alpen, und eine Vielzahl feinster Käse, wie der direkt um Lyon hergestellte Tomme de Savoie. Diese hochwertigen Produkte und feinen Gerichte werden in Lyon in den typischen Bouchons serviert, kleinen Restaurants, die sich der traditionellen Küche verschrieben haben. Zu den traditionellen Gerichten gehören hier unter anderem Pommes dauphine, gebratene Froschschenkel sowie Tripes a la lyonnaise (Rindermagen und Rinderfüße in Tomaten-Weißweinsauce).
Aber Lyon ist nicht nur das, Lyon ist auch der Epizentrum der Nouvelle Cuisine, der feinen Küche Frankreichs, deren Vorreiter Paul Bocuse mit seiner L’Auberge du Pont de Collonges seit mehr als 50 Jahren kontinuierlich drei Michelin-Sterne hält – und der, das am Rande, auch maßgeblich an der Gestaltung und Karte des Monsieur Paul im französischen Pavillon in Epcot beteiligt war.
Nördlich des Lyoner Gebietes liegt das Burgund. Das Burgund gehört zu den Heimatregionen der klassischen französischen Küche und damit zu den kulinarisch prägendsten Gebieten Frankreichs.
Die Küche des Burgunds ist keine leichte Küche – ein gutes (und oftmals großes) Stück Fleisch gehört hier zu einem gelungenen Menü, aber nichts brachiales, derbes, sondern meist von edelster Natur, wie zum Beispiel vom Charolais-Rind. Und Butter, Butter, Butter, Fett eben, als Geschmacksträger, wie es durch die Aussage „Butter! Gebt mir Butter und nochmals Butter“ des großen Kochs Fernand Point überliefert ist.
Zu den klassischen Gerichten des Burgunds gehört natürlich das Boeuf Bourguignon, der Coq au Vin (hier in Rotwein gekocht), aber auch Kaninchen, Weinbergschnecken, mit Käse gefüllte Windbeutel, Andouillette de Chablis (Wurst aus Innereien, in Weißwein gegart), die klassischen Leckereien bester französischer Patissere-Kunst und noch so vieles mehr, das bei uns für die tradtionelle französische Küche steht.
Daneben ist das Burgund einer der Hochburgen der französischen Käseproduktion. Ganze 27 klassifizierte Käsesorten kommen von hier – wahrlich eine Hochburg für jeden Gourmet!

Das Angebot am Stand des Burgunds & Lyons

Auf der Speisekarte am Stand für Burgund & Lyon stehen:

  • Escargots (Weinbergschnecken)
  • Boeuf Bourguignon mit Kartoffeln
  • Saucisson Lyonnais (Lyoner Wurst)
  • Gratin Dauphinois (Kartoffelgratin)
  • Gateau Cassis (Kuchen mit schwarzen Johannisbeeren)
  • Nonnettes (kleine Gewürzküchlein)

Die begleitenden Getränke

  • Rotwein: Crozes Hermitage, Beaujolais Fleurie
  • Champagner von Lanson

Burgund – neben dem Bordeaux DAS Herzstück des Weinbaus in Frankreich. Entsprechend würde man hier zumindest einen großen Burgunder im Angebot erwarten, einen der großen Weine von der Cote de Nuits oder der Cote de Beaune oder als Chablis einen Weißwein aus dem nördlichen Grenzgebiet des Burgunds. Aber leider ist das nicht der Fall.
Aus dem Burgund wird lediglich ein Beaujolais aus der Appellation Fleurie angeboten. Die von hier kommenden Weine werden aus der Gamay-Traube produziert und gehören zu den typischsten Vertreten des Beaujolais. Es sind leichte, fruchtige Weine, die nicht lange reifen (können und sollten), sondern frisch und jung getrunken werden. Qualitativ stehen sie in der Regel deutlich über den (immer noch) overhypten, simplen Beaujolais Nouveau, die jährlich mit großem TamTam am dritten Donnerstag im November präsentiert werden und, wenn man ehrlich ist, dem Namen des Beaujolais deutlich geschadet haben.
Die Weine aus Fleurie wissen oft zu gefallen, ohne jemals wirklich große Weine sein zu können. Für einen kleinen Stand sind sie natürlich bestens geeignet. Dennoch vermisst man zumindest einen weiteren Wein des Burgund im Angebot.
Der zweite Wein im Angebot kommt aus Crozes-Hermitage, dem größten Anbaugebiet der nördlichen Côtes-du-Rhone. Auch diese Auswahl ist doch eher nicht ganz passend für den Stand. Zwar liegt auch Lyon an der Rhone, aber fast zwei Stunden nördlich von Crozes-Hermitage und hat keine direkte Beziehung dazu, ein weiterer Wein aus dem Burgund wäre hier deutlich naheliegender gewesen.
Nichtdestotrotz kommen aus Crozes-Hermitage natürlich sehr viele gute Weine, hauptsächlich aus der Rotweinrebe Syrah produziert, die auch die einzige Rotweinrebe für unter dem Namen Crozes-Hermitage vertriebene Weine erlaubt ist. Die Weine sind meist kräftig und haben ein großes Reifepotential, obwohl sie selten im Barrique ausgebaut werden.
Noch mehr als die Wahl des zweiten Rotweines überrascht allerdings die Wahl eines Champagners von Lanson, denn es gilt das beim Elsass schon Geschriebene. Mit dem Cremant de Bourgogne bietet das Burgund einen eigenen, sehr hochwertigen Schaumweintyp an.

Die Küche des Bordeaux

Die Küche des Bordeaux ist wie seine Weine – von höchster Qualität, oftmals fein und filigran, aber nicht ohne kräftige Gerichte und immer mit einer Vielzahl natürlicher Aromen aus der Region.
Sie ist einerseits geprägt von der Küstenlage der Region und bietet eine riesige Vielfalt an Fischen wie Seeteufel und Sardinen, Meerestieren wie Austern und Meeresfrüchten aus dem Atlantik, aber auch Kaviar von der Gironde-Mündung. Auch Stockfisch nach portugiesischem Vorbild findet sich in der Küche Bordeaux.
Aber auch beim Fleisch bietet die Region eine große Vielfalt. Lamm, ein Anklang an die Küche des noch südlicheren Frankreichs, Aquitaniens und des Baskenlandes findet sich hier genauso häufig wie Kalbfleisch – immer kombiniert mit klassischen Produkten der Region wie frischen Pilzen, Kräutern und viel Knoblauch.
Eine der Grundsaucen zu Fleischgerichten aller Art, die Sauce Bordelaise, klassisch aus genau 13 Zutaten hergestellt und mit einem hochwertigen roten Bordaux veredelt, kommt von hier.
Auch die berühmte Foie Gras, im Bordeaux ganz klassisch nur aus Gänsestopfleber produziert, hat ihren festen Platz in der Bordelaiser Küche, ebenso wie die an der Nordostgrenze der Region gesammelten, edlen Schwarzen Trüffel aus dem Perigord, die zu den gefragtesten der Welt gehören.

Das Angebot am bordelaiser Stand

  • Foie Gras (Gänsestopfleber)
  • Aiguillette de Canard (Entenbrust)
  • Agneau de Pauillac (Lamm aus Pauillac)
  • Caviar d’Aquitaine en Bot de Souvenir (Kaviar aus Aquitanien in Souvenirdosen)
  • Caneles (Kleiner Gugelhupf mit karamellisierter Kruste)
  • Gateau Basque a la Confiture (Baskischer Mandelcremekuchen mit Marmelade von schwarzen Kirschen)
  • Raisin Blanc, Noir et Rose (Weiße, rote und rosa Weintrauben)

Die begleitenden Getränke aus dem Bordeaux

  • Rotweine: Saint-Emilion, Medoc, Haut-Medoc, Pauillac, Pomerol
  • Weißwein: Vin Blanc Moelleux Monbazillac

Hier trifft die Weinauswahl genau auf den Punkt – wie könnte es auch anders sein.
Das Bordeaus ist die berühmteste Weinbauregion Frankreichs, vielleicht die renommierteste der ganzen Welt. Viele ihrer berühmten Lagen sind hier mit Saint-Emilion, Medoc, Haut-Medoc, Pauillac und Pomerol vertreten. Auch wenn das alleine natürlich nichts über die Qualität aussagt, denn aus all diesen Lagen kommen sowohl einfache, als auch einige der größten Weine der Welt. Ob unter den Weinen auch einer der nach der klassischen Bordeaux Klassifizierung von 1855 als Grand Cru Classé klassifizierten Weine aus dem Medoc oder ein Grand Cru aus einem der anderen Gebiet vertreten sein wird, ist natürlich nicht sicher.
Aber auch unter den weniger hochklassifizierten der klassischen Chateaus finden sich im Bordeaux viele herausragende Tropfen und Ihr dürft gespannt sein, was genau Euch geboten werden wird.
Beim Weißwein trefft Ihr auf einen Süßwein aus Monbazillac, einem Weinbaugebiet im Bereich Bergerac im Südwesten Frankreichs, das nicht zum Bordeaux gehört, aber direkt daran angrenzt – das dürfte einfach damit begründet sein, dass die berühmten weißen Süßweine des Bordeaux, wie etwa ein Sauternes, zu Preisen verkauft werden müssen, die an einem Stand auf einem Festival wie diesem für die meisten Gäste kaum finanzierbar wären. Aber die Süßweine aus Monbazillac stehen in der Qualität den renommierteren Tropfen des Bordeaux kaum nach und werden ebebfalls aus aus edelfaulen Trauben derselben Rebsorten Semillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle, gekeltert.

Die Savoyer Küche

Die Küche Savoyens ist alpenländisch geprägt, kein Wunder, in der Region Haut-Savoie finden sich einige der höchsten Alpengipfel, unter ihnen der Mont Blanc als höchster Berg Europas, und erinnert in einigen Bereichen an die klassische Küche der Schweiz. In der von den Sayoyer Alpen dominierten Region finden sich viele auf Bergkäsen basierende Gerichte wie Raclette und Fondue.
Die Zusammenstellung der Käse für Fondue und Raclette mag eine etwas andere sein, als man sie aus der Schweiz kennt (auch wenn auch im klassischen Fondue Savoyarde der Schweizer Emmentaler vertreten ist), aber genau wie sonst in den Alpen wärmen diese Käsegerichte Körper und Seele und laden zu einem kommunikativen Plausch in großer Runde ein.
Neben dem Käse steht in Savoyen aber auch viel Fisch aus dem Speiseplan. Die frischen, klaren Bergseen und Flüsse der Region bietet eine reiche Auswahl. Zu den beliebsten Fischen der Region gehören Forellen, Saiblinge und Felchen, aber auch Aal und Flusskrebse stehen auf dem Speiseplan.
Die dichten Wälder der Bergregionen und die karge Berglandschaft schlagen sich ebenso in der klassischen Savoyer Küche nieder. Von hier kommen Gämsen & Hasen, aber auch Wildgeflügel wie Wachteln oder Schnepfen oder auch eine reiche Vielfalt an Beeren und Pilzen.
Zu den Hauptgemüsen der Region gehört der Spargel. Er wird hier traditionell anders zubereitet, als wir ihn kennen. Statt mit zerlassener Butter oder Sauce Hollondaise serviert, wird der Spargel in Savoyen oft überbacken, mit Beaufort oder Reblochon, und mit Hartwürsten serviert.
Auch viele andere mit Käse überbackene Gerichte finden sich hier, wie das Gratin Savoyard, eine Abwandlung eines Kartoffelgratins.
Die Desserst sind ebenso reichhaltig. Passend zu den oft in der Regionen gefunden Beeren ist die Tarte aux Myrtilles (Heidelbeer/Blaubeerkuchen) ein Klassiker unter den regionalen Süßspeißen, auch viele Dessert und Kuchen mit Savoyer Honig und Nüssen finden sich auf den Speisekarten der Region. Auch süße, kleine Kartoffelpuffer sind tradtionell für die Region.

Beispielgerichte des Rendez-vous Gourmande

Das Angebot am Stand der Region Savoyen

Auf der Speisekarte am Savoyer Standes stehen:

  • Raclette
  • Tartiflette Reblochon (Kartoffelauflauf mit Zwiebeln, Speck und Reblochon überbacken)
  • Assortiments de Fromages (gemischte Käseplatte)
  • Assortiment de Charcruteries (Platte mit Hartwürsten und Bergschinken)
  • Tarte aux Myrtilles (Kuchen mit Blaubeeren/Heidelbeeren und Himbeeren)
  • Gateaux aux Noix (Nusskuchen)

Die begleitenden Weine aus Savoyen

  • Weißweine: Apremont, Abymes, Chignin
  • Rotwein: Mondeuse d’Arbin

Das Weinbaugebiet Savoie ist eines der kleinsten Frankreichs, bietet aber eine große Sortenvielfalt und sehr individuelle, reigionaltypische Weine.
Die wichtigste Rebsorte ist die weiße Jacquere, eine autochthone Rebsorte (d.h. eine Rebsorte die in der Region heimisch und fast nur hier verbreitet ist), die fast die Hälfte der Savoyer Weinbauflächen belegt. Sie bringt einerseits einfache Massenweine hervor, ist aber andererseits auch dafür bekannt, dass sich in ihren Weinen das Terroir ihres Anbauortes perfekt widerspiegelt und sie deshalb Weine mit großer regionaler Individualität, konsequent ausgebaut auch von hoher Qualität, hervorbringt. Sie ist die einzige Rebsorte, die im berühmtesten Weißwein Savoyens, dem Apremont, aber auch im Abymes Verwendung finden darf und die Hauptrebsorte des Chignin. Gerade, weil sie ihre Standortbedingungen so perfekt widerspiegelt, bietet sich hier am Stand ein Vergleich dieser drei Weine an. Eine andere wichtige Weißweinrebe in Savoyen ist die Altesse, die sich zunehmender Beliebheit erfreut und eng mit dem ungarischen Furmint verwandt ist.
Auch die international zu den wichtigsten weißen Rebsorten gehörende Chardonnay-Rebe wird in Savoyen zunehmend angebaut. Sie spiegelt ebenfalls sehr stark den Charakter ihres Anbaubegietes wieder und es dürfte spannend werden, reinsortige Chardonnays aus Savoyen zu probieren, die erst langsam ausgebaut werden, da die Rebsorte vorher vor allem als Verschnittpartner diente.
Bei den Rotweinsorten ist der Gamay die meistangebaute Rebsorte, obwohl sie ihren Weg erst spät in die Region fand. Die tradionell typische regionale rote Rebsorte ist allerdings die autochthone Mondeuse, die immer weiter vom Gamay verdrängt wird, obwohl sie selbst auch sehr kräftige, hervorragend reifende Weine hervorbringen kann. Am Stand der Savyoen könnt Ihr aber einen Mondeuse, aus dem Gebiet Arbin, östlich von Chambery, verkosten.
Hier gelingt es dem Disneyland Paris hervorragend, nicht nur die kulinarischen Spezialitäten der Region aufzugreifen, sondern auch ganz gezielt die sehr typischen Weine des Gebietes, obwohl diese weit weniger bekannt sind, als die vieler anderen Regionen.

Die Küche Südfrankreichs

Die Küche Südfrankreichs ist so vielfältig wie das riesige Gebiet, das hier zusammengefasst wird. Sie umfasst so unterschiedliche Gebiete wie die rustikalen Bergregionen der Pyrenäen, die mondänen Küstengebiete Nizzas, das Landesinnere der Provence, die Seealpen und viele weitere Regionen und hier am Stand wird sogar die Insel Korsika unter dieses Gebiet gefasst.
Hier eine für die gesamte Region typische Küche herauszuarbeiten ist schwierig bis unmöglich und würde den Rahmen dieses ohnehin schon langen Artikels endgültig sprengen. Deshalb gehen wir an dieser Stelle nur auf das tatsächliche Angebot ein.
Es umfasst das klassische Sandwich der Provence, das Pan Bagnat oder Sandwich Bagnat. Es ist quasi ein Nizza Salat auf einem Weizenbrötchen, belegt mit Eiern, Oliven, Anchovis und allem, was sonst noch in einen solchen Salat gehört – den es, neben dem Pan Bagnat auch direkt am Stand Südfrankreichs zu genießen gibt.
Komplettiert wird die Auwahl an deftigen Gerichten von einer Zusammenstellung klassischer korsischer Würste und Schinken, wie zum Beispiel Figatellu, einer korsichen Wurst aus Schweineleber oder durchwachsenem, rohen Schinken.
Der Stand bietet außerdem die größte Auswahl an Süßspeisen unter allen Ständen an.

Das Angebot am Stand Südfrankreichs

Auf der Speisekarte des südfranzösischen Standes stehen:

  • Assiette de Charcuteries Corse (Platte korsischer Schinken und Würste)
  • Salad Nicoise (Nizza-Salat)
  • Sandwich Bagnat (Brötchen mit Nizzasalat)
  • Tarte Tropezienne (Brioche-Kuchen mit Cremefüllung, angeblich speziell für Brigitte Bardot erfunden)
  • Calisson (Mandelkonfekt mit kandierten Melonen und Orangen)
  • Melon et Fruits de Saison (Melonen und saisonale Früchte aus Südfrankreich)
  • Confitures (Marmeladen aus typisch südfranzösischen Früchten wie Feigen, Orangen etc.)

Die begleitenden Weine aus Südfrankreich

  • Roséweine: Gris Blancs, Sartene, Cotes de Provence
  • Süßwein: Banyuls

Hier finden sich ganz typische Weine der Region. Der einzige Stand an dem man Rosés findet, ist, bei den trockenen Weinen auch ganz diesen gewidmet.
Der sicherlich bekannteste darunter ist der Cotes de Provence. Das ist allerdings keine Aussage, aus der man viel über den konkreten Wein schließen könnte. Die Cote des Provence macht ca. 80% der Weinbaufläche der gesamten Provence aus und hat viele unterschiedliche Bodentypen, Anbaugebiete etc. Aus dem Gebiet kommen sehr viele hervorragende Roséweine, aber genau so viele einfachste Massenweine. Typische Rebsorten für Rosés sind hier Cinsault, Grenache, Mourvedre, Syrah und Tibouren. In kleineren Anteilen sind auch Barbaroux, Cabernet Sauvignon, Calitor und Carignan zugelassen. Aber auch bei den Rebsorten ist die Vielfalt so hoch, dass die Weine, die unter dem Namen angeboten werden ganz unterschiedlicher Natur sein können.
Der Gris Blanc ist da schon spezifischer. Er ist in der Regel eine Cuvee aus Grenache Gris und Grenache Blanc und steht für sehr klare und helle Roséweine mit ausgeprägter Frucht, aber auch Würze und Mineralität.
Mit dem Saterne bietet der Stand auch einen Rosé von Korsika ab. In dieser Apellation werden zu ähnlich großen Anteilen Rotweine und Rosés und zu kleinerem Anteil Weißweine angebaut. Die Hauptrebsorten sind neben der in ganz Frankreich und Spanien weit verbreiteten Grenache die beiden autochthonen korsischen Sorten Nielluccio und Sciaccarello.
Den Abschluss des Weinangebots bildet der Banyuls, ein süßer Likörwein, der bei der Herstellung, ähnlich wie Portweine und Madeiras, gespritet, d.h. dessen Gärprozess durch die Zugabe von starkem Alkohol gestoppt wird, wodurch er einen hohen Restzuckeranteil bewahrt. In ihm dürfen sowohl rote als auch weiße Rebsorten verwendet werden. Die dominierende darunter ist die Grenache, die, je nach Qualitätsstufe zu mindestens 50% – 75% vertreten sein muss. Auch die sonstigen Produktionsregeln sind streng, der maximal erlaubte Ertrag stark reduziert, so dass hier einige hervorragende Süßweine hervorgebracht werden.
Auch an diesem Stand gelingt es dem Disneyland Paris sehr gut, wirklich regionstypische Weine anzubieten, auch wenn diese sich vornehmlich auf den Osten Südfrankreichs beschränken und den Westen außen vor lassen.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 25. August 2017 um 17:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter Essen und Trinken, Events, News und Gerüchte abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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