Familienausflug trotz Corona

Disneyland Paris mit Kindern in Zeiten von Corona

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Mickey und seine Freunde begrüßen die Besucher am Morgen von der Railroad Station in der Main Street U.S.A. aus
Mickey und Minnie begrüßen die Besucher in Disneyland Paris während der Corona-Pandemie

Am 15. Juli hat Disneyland Paris die Pforten wieder für alle Besucher geöffnet, worüber wir bereits im Blog berichtet haben. Ein freudiger Tag für alle Disney Parks Fans und natürlich auch für alle Familien, die gerne einmal diesen wundervollen Ort besuchen möchten. Doch mit der veränderten Situation kommt auch bei vielen von Euch die Frage auf, ob es sinnvoll ist in dieser Zeit mit Kindern zu reisen. Ich war mit meiner Familie Anfang August dort und möchte Euch einmal berichten, was auf Euch zukommt, wenn Ihr mit Euren Kindern aktuell einen Aufenthalt in Disneyland Paris plant.

Disneyland Paris passt sich an die Gegebenheiten an

Zunächst einmal sei gesagt, dass natürlich auch die Betreiber des Resorts sehr danach geschaut haben, dass mit Wiedereröffnung alles an aktuelle staatliche Vorgaben angepasst und mit höchst möglicher Vorsorge umgesetzt wurde. Hieraus ergeben sich einige neue Voraussetzungen, welche Ihr hier nachlesen könnt. Aber was bedeutet diese neue Art des Parkbesuchs für mich und meine Kinder?

Masken, Abstand und Desinfektion

Das Wichtigste vorweg: Die Hygienemaßnahmen! Im gesamten Resort herrscht eine Maskenpflicht, sowohl in den Parks als auch auch im Disney Village und den Disney Hotels. Dies gilt auch für Kinder ab dem vollendeten 11. Lebensjahr! Jüngere Kinder müssen keine Masken tragen.

Dann ist da die Händedesinfektion. Hier achten die Cast Member auch bei jüngeren Kindern darauf, dass sich an bestimmten Stellen, wie beispielsweise beim Betreten eines Restaurants oder der Attraktionen, die Hände desinfiziert werden. Ihr solltet dies also vorher schon einmal mit Euren Kindern üben oder ihnen vor Ort beim Desinfizieren der Hände helfen.

Auf Abstand wird besonders von den Cast Membern, aber auch von vielen Besuchern sehr geachtet. Dabei solltet Ihr auch Eure Kinder stets bei Euch halten, wenn Ihr in einer Warteschlange steht. Andernfalls könnte es zu Zurechtweisungen oder Auseinandersetzungen mit Besuchern kommen. Natürlich ist das für kleinere Kinder nicht immer nachvollziehbar und sicher wird hier auch eher mal ein Auge zugedrückt, jedoch gelten hier die selben Regeln für Groß und Klein.

Einige Erlebnisse fallen weg

Tinkerbell erscheint durch Animation im bereits geschossenen Foto, wie hier zwischen meinen beiden Händen.
Tinkerbell im Magic Shot

Wer mit dem Gedanken nach Disneyland reist, das volle Erlebnisprogramm zu bekommen, der sollte sich vorher noch einmal aktuelle Änderungen anschauen. Gerade die bei Kindern beliebten Meet & Greets finden so im Moment nicht statt. Auch die Paraden oder die atemberaubende Show „Illuminations“ am Abend fallen weg. Wer sich also Spektakel oder Umarmungen von Mickey verspricht, wird erst einmal leer ausgehen. Ihr solltet Euch also im Klaren sein, dass nicht alle Angebote, wie Ihr sie vielleicht aus der Werbung oder von vorherigen Besuchen kennt, verfügbar sind. Aber ich kann Euch beruhigen: Disney hat für viele alternative Angebote gesorgt. Beispielsweise gibt es alternative Foto Spots mit Disney-Charakteren oder Magic Shots, bei denen Ihr später auf dem Foto eine imaginäre Begegnung mit einer Disney Figur zu sehen bekommt. Letztere sind gerade für die etwas älteren Kinder interessant.

Längeres Warten einplanen

Solltet Ihr aktuell ins Disneyland Paris reisen, müsst Ihr hier und da mit ungewohnten Wartesituationen rechnen. Diese lassen sich auch teilweise nicht umgehen. Solltet Ihr also aktive oder ungeduldige Kinder haben, müsst Ihr Euch schon einmal etwas für die Wartesituationen einfallen lassen. Zum einen an Attraktionen, wo die einzelnen Fahrelemente nicht voll besetzt werden und daher weniger Besucher auf einmal dran kommen. Zum anderen auch am Eingang. Wo man sonst, wenn schon eine Eintrittskarte vorhanden war, schnell hinein kam, kann es jetzt durch aufwendig installierte Wartebereiche und die Reservierungskontrolle am Einlass zu ungewohnt langen Wartezeiten kommen. Weiterhin gib es keine Fastpässe. Dieser Wegfall führt zu mehr Andrang an den normalen Schlangen bei hoch frequentierten Attraktionen. Stellt Euch also auf etwas mehr warten ein.

Einschränkungen halten sich in Grenzen

Außer den oben beschriebenen Veränderungen halten sich nach meiner Erfahrung die Einschränkungen in Grenzen. Angenehme Angebote wie den Stroller (Kinderwagen zum Ausleihen) oder die Baby-Switch-Option (kein zweimaliges Warten für Elternteile) könnt Ihr weiterhin nutzen. Auch die meisten gerade für kleine Kinder interessanten Attraktionen haben weiterhin geöffnet. Durch die begrenzte Besucherzahl blieb es im Park zudem recht übersichtlich, was aus meiner Sicht sogar ein Vorteil ist, denn kleinere Kinder haben es nun wesentlich einfacher, die Eindrücke zu sortieren. Manchmal ist ein reduziertes Angebot auch für unsere Kleinsten ein Segen.

Fazit: Ein Besuch lohnt sich auch in dieser Zeit

Ich muss sagen, dass ich mir vor unserem Urlaub mit den Kindern ein wenig Gedanken gemacht habe. Natürlich auch, weil die Kinder das eigentliche Angebot kannten und ich mir Gedanken gemacht haben, was passiert, wenn gewisse Dinge wegfallen. Doch letzten Endes hat das Disneyland Paris trotz einiger Einschränkungen immer noch genug zu bieten und sorgt auch in dieser Zeit für Spaß und Freude bei den Kindern. Die Hygienemaßnahmen mögen vielleicht manchmal stören, aber sie sorgen in ihrer guten Umsetzung auf der anderen Seite für ein gutes Gefühl, sodass ich mich mit meiner Familie gut aufgehoben gefühlt habe. Wer nicht ganz panisch ist und Menschenansammlungen meiden möchte, kann beruhigt hinfahren. Und falls doch einmal etwas nicht passt: Die Cast Member sind wie gewohnt sehr freundlich und hilfsbereit.

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© dein-dlrp.de / Torsten Schneider | Einige Elemente ©Disney. dein-dlrp.de ist ein Reiseführer für Disneyland Paris & Walt Disney World und ist unabhängig von "The Walt Disney Company", "EuroDisney S.C.A." oder deren Tochter- sowie Partnerunternehmen.

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