Cinderella – Character Safari Teil 7

Cinderella im Disneyland ParisCinderella ist nach Schneewittchen die zweite Prinzessin des Disney-Clans und wohnt gemeinsam mit ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern, Anastasia und Drizella, im Haus ihres verstorbenen Vaters. Gemeinsam mit ihrer Mutter behandeln die Schwestern Cinderella als ihre Putzkraft und lassen sie von früh bis spät arbeiten. Ihre einzigen Freunde sind die Tiere, besonders die Mäuse Jaques und Karli.
Eines Tages kommt ein Brief vom König: er lädt alle heiratsfähigen Mädchen des Landes zu einem Ball ein, damit sein Sohn endlich eine Frau wählt.
Da es der Befehl des Königs ist, dass alle heiratsfähigen Mädchen auf dem Ball erscheinen, hofft Cinderella, dass auch sie den großen Ball besuchen darf. Und tatsächlich willigt die Stiefmutter ein, wenn Cinderella alle Arbeiten erledigt haben sollte und etwas angemessenes zu kleiden habe. Dies wissen die Damen allerdings zu verhindern und sabotieren Cinderellas Arbeit. Doch durch die Hilfe ihrer Freunde, den Tieren, und der guten Fee schafft es Cinderella trotzdem auf den Ball zu gehen. Doch sie darf nur bis Mitternacht bleiben, denn länger wirkt der Zauber der Fee nicht und mit dem zwölften Schlag der Uhr wird sich alles zurückverwandeln.
Auf dem Ball angekommen trifft Cinderella tatsächlich den Prinzen und die beiden verlieben sich ineinander. Damit der Zauber nicht entdeckt wird flieht Cinderella Schlag zwölf von dem Ball und vor ihrem Prinzen, der das schöne Mädchen nicht ziehen lassen will. Auf dem eiligen Weg zurück zur Kutsche verliert Cinderlla einen ihrer gläsernen Schuhe.
Mit diesem Schuh lässt der König anschließend im ganzen Land nach dem Mädchen suchen, das es geschafft hat das Herz des Prinzen zu gewinnen. Und so finden Cinderella und ihr Prinz endlich doch noch zusammen und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Cinderella – der zwölfte abendfüllende Film von Walt Disney

Hatte man, nachdem Filme wie Dumbo und Fantasia nur wenig erfolgreich waren, schließlich Cartoons zu Filmen zusammengeschnitten (Make Mine Music, Musik, Tanz und Rhythmus) entschloss man sich in den Disney Studios schließlich 1948 dazu erneut die Geschichte über ein Mädchen in Not zu verfilmen. Dabei fiel die Wahl vermutlich nicht zufällig auf Cinderella, sagt man doch, dass Cinderella Walts Lieblingsmärchen gewesen sei und Walt bereits 1922 einen Cartoon, als letzten Teil seiner Laugh-O-Gram-Serie, zu dieser Geschichte gezeichnet hatte.
Nach knapp 7 Jahren Produktionszeit (die Arbeiten wurden mehrfach unterbrochen), 2,9 Millionen US-Dollar Produktionskosten und der Mitarbeit von 300 Zeichnern gelangte der Film schließlich am 15. Februar 1950 in die amerikanischen Kinos.
Cinderella ist der zwölfte abendfüllende Film aus dem Hause Disney und war der erste große Spielfilm seit längerer Zeit.
Mit der Produktion des Films ging Disney wieder einmal ein hohes finanzielles Risiko ein, doch zum Glück dankten es ihm die Kinobesucher mit einem Einspielergebnis von 4 Millionen Dollar, wodurch der finanzielle Ruin des Disney-Studios verhindert wurde.
Cinderella wurde 1951 für drei Oscars (Beste Filmmusik, Bester Song und Bester Ton-Schnitt) nominiert.

Cinderella im Disneyland Paris

Wer eine Audienz bei Cinderella möchte hat im Disneyland Paris gleich mehrere Möglichkeiten die Prinzessin anzutreffen.
Natürlich gibt auch Cinderella Audienzen im Prinzessinnen Pavillon. Wer es lieber etwas exklusiver mag, geht zum Prinzessinnen Dinner in der Auberge de Cendrillon.
Bei der Magic on Parade grüßt Cinderella täglich gemeinsam mit ihrem Prinzen aus einer Kutsche.

Cendrillon – Das Original von Charles Perrault

Cinderella basiert wesentlich auf dem 1697 veröffentlichen Märchen „Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre“ (Cendrillon oder der kleine gläserne Pantoffel) des französischen Schriftstellers Charles Perrault. In Deutschland ist die Geschichte besonders in der Version der Gebrüder Grimm unter dem Namen „Aschenputtel“ bekannt. Doch schon bei den alten Märchen gibt es deutliche Unterschiede:
Aschenputtel der Gebrüder Grimm pflanzt Aschenputtel einen Zweig Haselreis (Zweig eines Haselnussbusches) auf das Grab ihrer Mutter aus dem ein Strauch wächst, an dem sie weint und betet, währenddessen erscheint auf dem Bäumchen ein weißer Vogel der ihr manchen Wunsch erfüllt. Auch vor dem Ball hilft ihr der Vogel und schenkt ihr ein wunderschönes Kleid sowie mit Seide und Silber bestickte Pantoffeln von denen sie beim Verlassen des Balls einen verliert.
Bei Perrault hingegen ist es eine Fee, die Tante von Cendrillon, welche die Wünsche erfüllt und ihr hilft. Für den Ball höhlt die Fee zwei Kürbisse aus und verwandelt sie in eine prächtige Kutsche, aus Mäusen, Ratten und Eidechsen werden Apfelschimmel, Kutscher und Lakaien. Durch eine Berührung mit dem Zauberstab erhält Cendrillon ein traumhaftes Ballkleid und gläserne Pantoffel. Bei Perrault wird auch klarer betont, dass Cendrillon vor Mitternacht zurückkehren muss, da der Zauber dann seine Wirkung verliert.
Die angesprochenen Unterschiede stellen wesentliche Elemente der Disney-Verfilmung dar.
Bezüglich des Schuhs ist jedoch ungeklärt ob es ursprünglich in Perraults Fassung ein gläserner war: es ist möglich, dass dies zentrale Element erst durch eine Lautverschiebung von „vair“ (Fell des Eichhörnchens) zu „verre“ (Glas) entstand.
Auch wenn deutlich ist, dass Disney sich besonders an der Perrault-Vorlage orientierte nutzte er auch die Version der Brüder Grimm als Inspiration und gab Cinderella so zum Beispiel auch Vögel als Begleiter und lässt sie auf einer Bank zusammenbrechen, diese erinnert mit dem Baum im Hintergrund an eine Grabanlage wie sie bei Aschenputtel beschrieben wurde.
Was den Disneyfilm von den Vorlagen unterscheidet, ist Cinderellas eigener Wunsch nach einem besseren Leben, welcher entscheidenen Einfluss auf die Persönlichkeit des Mädchens hat.
Besonderes Merkmal der Disneyverfilmung dieses Märchens ist eine Zweiteilung zwischen der Märchenerzählung und dem Fantasieteil den Disney selbst hinzufügt. Für diese neuen Elemente arbeitet Disney mit einem zusätzlichen Erzählstrang der über die Nebenschauplätze der Mäuse Jaques und Karli berichtet.
Aber auch in der Darstellung der Charaktere wird unterschieden zwischen ernsthafter Dramatik (Cinderella, der Prinz und Lady Tremaine werden eher realistisch abgebildet) und Humor (karikaturhafte Darstellung der Stiefschwestern, des Königs, des Großherzogs und der guten Fee).

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