Shanghai Disney Resort und HongKong Disneyland ergreifen Maßnahmen gegen Ausbreitung des Corona Virus

torstendlp Administrator
Teammitglied
Shanghai Disneyland schließt ab morgen auf unbestimmte Zeit.

Durch den Ausbruch des Coronavirus hat sich das Shanghai Disney Resort dazu entschlossen, seinen Park inklusive Hotels, das Walt Disney Grand Theater und den Wishing Star Park vorerst zu schließen.

Solltet Ihr bereits eine Resortreservierung oder Tickets haben, werden diese erstattet.

Sobald es Neuigkeiten gibt, könnt Ihr diese auf der Homepage des Disney Resorts finden.

Meet & Greets in Hong Kong Disneyland gestrichen.

Auch in Hong Kong Disneyland trifft man Vorkehrungen gegen den Corona Virus. So wurden alle Meet & Greets mit den sog. Face Characters auf unbestimmte Zeit gestrichen. Darunter sind zum Beispiel Moana, Anna und Elsa und Tinkerbell.

Ob es noch zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen kommt, wird sich im laufe der nächsten Tagen zeigen.
 
disneyfan60 Cast Member
Das man den Park in Shanghai schließt , macht ja Sinn.
Mit der Maßnahme in Hongkong, nur die Meet &Greets zu streichen , schützt man zwar seine Angestellten aber ob die Gäste sich untereinander anstecken ist da wohl zweitrangig.
 
dörthe Administrator
Teammitglied
Vernünftiger Schritt.
In Hongkong alles etwas halbherzig. Mal schauen wie es weitergeht, denn an anderen Orten in China sind ja inzwischen auch Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr abgesagt worden.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Warum auch?

Das Virus ist deutlich weniger ansteckend, als die jährliche Grippe, zumindest als der jeweiligen Grippevirus, der bei uns in 90% der Fälle rumgeht und fordert auch viel weniger Todesopfer.

Man macht ja auch nicht bei jeder Grippewelle das Disneyland Paris zu.
Dieses Jahr gab es alleine in Deutschland schon ca. 50 Grippetote, in ganz Europa ca. 10x so viele und die Welle kommt gerade erst richtig in Schwung, wie das Robert Koch Institut vorgestern gemeldet hat.

Das jetzt so ein Bohei und Hysterie um diese Variante eines Coronavirus gemacht wird, liegt einfach auch daran, dass da immer ein bisschen der Hauch des Exotischen mitschwingt, während sich um die Grippe kaum jemand aufregt, weil es einem so alltäglich vorkommt.

Selbst die Sars-Epidemie 2002/03, als ja schon der Weltuntergang herbeigeredet wurde, hat letztlich gerade einmal 1000 Todesopfer gefordert.
Das ist schlimm um jedes einzelne und schlimm für deren Angehörige, aber im globalen Kontext letztlich sehr wenig.
So viele sterben alleine in Deutschland fast jedes Jahr an der Grippe.
Bei der letzen richtig großen Grippewelle 2017/18 sind laut Angaben des Robert Koch Institutes alleine bei uns 25.100 Menschen gestorben.
 
torstendlp Administrator
Teammitglied
Ich habe mir gerade interessehalber mal die Zahlen für Florida angesehen, denn aus der Gegend von Walt Disney World mehren sich, wie auch aus den USA generell, die Meldungen über Grippekranke.

In Florida alleine sind seit dem 1.1. dieses Jahr schon mehr als 700 Menschen an der Grippe gestorben. Mehr als 4000 seit dem Beginn der aktuellen Grippesaison dort. Und die rechnen mit dem Höhepunkt erst in 3-4 Wochen, basierend auf den Vorjahren.

In den letzten Jahren waren die Zahlen ähnlich.

Wenn man nach der Hysterie um den neuen Coronavirus geht, dürfte man die Parks rund um Orlando etc. in keinem Jahr mehr ganzjährig öffnen, eigentlich gar nicht mehr, denn die Zahlen dort sind übers Jahr viel stabiler als bei uns und es gibt kaum eine Woche mit weniger als 150 Toten, wobei der Höhepunkt dort, wie auch bei uns, in der Regel zwischen Kalenderwoche 4 und 10 liegt und es die wenigsten Todesfälle meistens zwischen Kalenderwoche 30 und 39 gibt.
 
Guinevere Disneyland? Kenn ich!
Ich bin weder Medizinerin noch Epidemiologin, aber ich vermute, dass der Unterschied zwischen Grippe und Corona in den vorhandenen Informationen über die Krankheiten liegen.
Da ist Corona hinsichtlich der Ansteckungsgefahr (oder des "Kontagionsindex"), der Letalität und der Mortalität einfach schlechter erforscht als Grippe.
Ob das rechtfertigt, Parks zu schließen, kann ich nicht beurteilen. Aber ich habe schon Verständnis, dass man vorsichtiger ist als bei "normalen" Grippewellen.
 
disneyfan60 Cast Member
Das in Derutschland letztes Jahr 50 Menschen an Grippe gestorben sind sagt garnichts ,solange man nicht die Prozentzahl der Todesopfer von allen an Grippe erkrankten Menschen weiß.
Von dem Coronavirus weiß man zumindest das die Todesrate der Erkrankten ziemlich hoch ist.
Ausserdem kann man sich gegen Grippe impfen lassen, gegen das Coronavirus z.Z. noch nicht.
Im Gegenteil, es ist erst wenig erforscht .Erst seid kurzem weiss man ja sogar dass es sich auch von Mensch zu Mensch überträgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
torstendlp Administrator
Teammitglied
Das könnte ich in Bezug auf China noch verstehen.

Aber nicht in Bezug auf Europa und die hiesige Berichterstattung. Da ist es wohl wirklich mehr der Hauch des Exotischen, der mehr Clicks, Auflage, Views verspricht, als die "banale" Grippe.

Ich meine, bei der regelmäßigen Grippewelle fragt zum Beispiel in unserer Facebook-Gruppe keiner, ob man sich noch trauen kann, ins DLP zu fahren. Jetzt, bei 3 komplett unkritischen Fällen in Frankreich fragen sich das einige.

Und aktuell gehen etliche Experten davon aus, dass keiner der Werte bei Corona sonderlich hoch ist.
Es gibt dazu schon einige Stellungnahmen von Experten.

Nach bisherigem Stand ist die Ansteckungsrate klein und Ansteckungen finden nur bei engem Kontakt statt.
Die Ansteckungsketten sind kurz und brechen in der Regel nach 1-2 Stationen ab.
Die meisten Verläufe, auch die drei in Frankreich, sind häufig mild, die Letalitätsrate bisher nicht sehr hoch.

Das Robert Koch Institut, und eine bessere Quelle für Informationen über Infektionskrankheiten gibt es in Deutschland wohl kaum, stuft das Virus als recht ungefährlich ein.

Das von ihm ausgehende Risiko sei sehr gering, die Ansteckrate niedrig und die Sterberate klein.

Auch das Bernhard Nocht Institut für Tropenmedizin sieht das so.

Auch andere Experten teilen die Meinung.
"Nach derzeitigen Daten könnte sie ähnlich wie bei der letzten Influenza-Welle in Deutschland liegen." Allerdings gebe es bei beiden Infektionen eine hohe Zahl sehr milder und daher gar nicht erfasster Erkrankungen, die tatsächliche Sterberate könne daher noch weitaus niedriger liegen. Schwere Krankheitsverläufe hätte es bislang vor allem bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gegeben, sagt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie und des Westdeutschen Zentrums für Infektiologie an der Universität Essen.

Das Corona-Virus sei nicht besonders aggressiv, die Todesrate viel geringer als bei Sars.

Auch das Ansteckungsrisiko ist sehr klein.
Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung von Experten weiterhin ein kaum ansteckender Erreger. Die meisten Fälle beträfen nach wie vor die Millionen-Metropole Wuhan, das Virus habe sich nicht sehr stark ausgebreitet, sagte Schmidt-Chanasit. Zudem habe sich kaum Krankenhauspersonal angesteckt, und auch bei den Fällen in anderen Ländern habe es bisher keine Übertragung auf weitere Menschen gegeben. "Vielfach geht das Virus höchstens auf einen weiteren Menschen über, dann läuft sich die Infektion tot", erklärte er. Lange Übertragungsketten von einem zum nächsten wie bei Sars gebe es bei dem neuen Virus bislang nicht oder höchstens ganz vereinzelt. "Es kann mal ein Erkrankter dabei sein, der viele andere ansteckt, überwiegend wird das Virus aber gar nicht oder an nur eine weitere Person weitergegeben." Auch nach WHO-Informationen haben sich Menschen bislang nur bei engem Kontakt mit Infizierten angesteckt, in der Familie oder in Praxen und Gesundheitszentren. "Eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände gibt es eher nicht", sagte Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Vermutet wird demnach derzeit, dass das Virus sich vor allem in den unteren Lungenbereichen ansiedelt und weniger ausgeprägt in den oberen Atemwegen. Das würde ein geringeres Ansteckungspotenzial bedeuten, da der es von Lunge zu Lunge weiter ist als etwa von Nase zu Nase.

Das in Derutschland letztes Jahr 50 Menschen an Grippe gestorben sind sagt garnichts ,solange man nicht die Prozentzahl der Todesopfer von allen an Grippe erkrankten Menschen weiß.
Letzes Jahr? Alleine in der bisherigen aktuellen Saison und die fängt erst richtig an. In einem Land mit deutlich weniger Bevölkerung, mit deutlich weniger dicht besiedelten Städten und deutlich besseren hygienischen Bedingungen und keiner so extremen Reiseaktivität wie in China rund um das chinesische Neujahrsfest, wo auf einen Schlag mehr reisen, als die ganze EU Einwohner hat.
Da dürfte die Ausbreitung eigentlich viel leichter fallen, als bei uns.
Und das nur in Deutschland. Rechne das auch mal halbwegs hoch auf die Verhältnisse in China.
In der EU schon in der gerade erst beginnenden Saison mehr als 500.
In fast jedem Jahr sterben in Deutschland mehr als 1000 Menschen an der Grippe, in der "Spitzensaison" 2017/18 waren es mehr als 25.000, nur in Deutschland. Selbst damals wurde weniger hysterisch berichtet, als jetzt bei einem Virus in China.

Von dem Coronavirus weiß man zumindest das die Todesrate der Erkrankten ziemlich hoch ist.
Nein, im Gegenteil. Bisher gehen Experten, siehe die oben, von einer eher geringen Todesrate aus.

Ausserdem kann man sich gegen Grippe impfen lasse, gegen das Coronavirus z.Z. noch nicht.
Gegen "DIE" Grippe kann man auch nicht pauschal impfen lassen, weil es jedes Jahr andere Stämme oder Mutationen sind, die die großen Wellen auslösen. Und gegen welche der Impfstoff letztlich ausgelegt wird, geschieht immer in Folge von Expertenschätzungen darunter, welche aktuell aktive Mutation sich in der kommenden Saison am ehesten durchsetzen und dann rumgehen wird.
Am Anfang der Saison, wenn noch mehrere Stämme um die Ausbreitung "konkurrieren" kann man dagegen noch genauso wenig impfen, wie bei der Form des Coronaviruses jetzt.
 

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