Familienurlaub Ende September 2022

MinervaMouse Imagineer Azubi
Gestern Abend sind wir (mein Mann, dreijähriger Sohn und ich) von unseren 4 Tagen Disney (plus An- und Abreisetag) zurückgekommen. Mein abendfüllender chronologischer Reisebericht folgt selbstverständlich 😅😇 – zuvor gibt es hier aber schon mal einen kleinen Steckbrief zu unserem Aufenthalt (aus meiner Perspektive).

Ganz nüchtern habe ich diesen Thread übrigens deshalb betitelt, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte, wie er sonst heißen soll. „Drei Mental Breakdowns für Minerva“? „Rope drop til fireworks – zumindest an einem Tag“? „Achterbahnfahrt der Gefühle“? „Reisebericht der einzigen Personen mit Maske im DLP“? „Shoppinglaune im September“? „Disney Instagram Food Stories“? „Disneyland Paris in der Zeit, die früher mal Nebensaison war, jetzt aber irre voll ist“? Die Tage waren unglaublich facettenreich und letztendlich Gott sei Dank und insgesamt betrachtet unglaublich schön.

Reisesteckbrief

Wetter
Paris Ende September ist wie New York einen Monat später: Morgens arschkalt, nachmittags kriegt man Sonnenbrand. An fast allen Tagen war es heiter bis wechselnd bewölkt. Am Samstag hatten wir richtig Glück: Angesagt waren vormittags Schauer und nachmittags Gewitter. Tatsächlich kamen aber nur zwei sehr kurze Schauer am Nachmittag runter.

Hotels
Campanile: Ramponiert wie eh und je. Im ersten Zimmer war der Siphon undicht und zwei der Leselampen sind uns durchgebrannt. Im zweiten hing die Klospülung, sodass dauerhaft Wasser lief. Da die (eigentlich permanent befestigten) Spültasten samt Abdeckung aber auf halb acht hingen, konnten wir das Problem wenigstens immer selbst beheben 😅 Zusätzlich zu den verrosteten Scharnieren, Kerben in Türen und Möbeln usw.
Dafür unkompliziert Late Check-Out buchbar für angemessenen Preis.

Sequoia Lodge: Die Ruhe, entspannende Stimmung und der Waldduft machen die SL für uns zum besten Disney-Hotel. Nach Startschwierigkeiten lief es hier für uns wunderbar und wir haben uns wieder rundum wohl gefühlt 🍁💚

Corona
Interessiert abgesehen von der Durchsage vor den Paraden/Shows, man solle am besten Maske tragen und Abstand halten, wirklich niemanden mehr. Außer uns habe ich in den 6 Tagen noch genau zwei andere Personen mit Masken gesehen. Wir haben uns mit Algovir und FFP2 bzw. FFP3-Masken in Innenräumen und Menschenmengen hoffentlich einigermaßen schützen können. Funfact: Als Maske tragende Person hat man fast schon ein bisschen Weirdo-Status, sodass andere Menschen wiederum Abstand halten, weil sie einen merkwürdig finden 😂

Von der Bucket-List abgehakt
Der Besuch bei Victoria’s!
Ein Spirit Jersey anprobieren, um meine Größe herauszufinden.
BTM während des Feuerwerks fahren.

Jetzt ganz oben auf der Bucket-List:
Die Animation Academy
Essen im Walt’s
Das Feuerwerk aus dem Frontierland angucken.

Zum ersten Mal…
…RC Racer, Parachute Drop, Dumbo, Star Tours (und natürlich Web Slingers & Flight Force) gefahren, Mickey & the Magician angeschaut und Merlins Höhle erkundet.

Von @MinnieMaus18 Rubbel-Plakat konnte ich außerdem den Scream Monitor (solide 80% 💪🏼) und das Toystory Zoetrope abhaken.

Essen
Zum ersten Mal mehrere Tage ohne Meal Plan und im Quick Service-Bereich unterwegs. Man verbringt deutlich mehr Zeit mit der Essensorganisation, als wenn man einfach morgens und 1x am Tag ausgiebig zu Tisch i(s)st.
Auf meinem Plan standen fast nur Desserts; das war nicht so klug, ich kann nach der Woche nix Süßes mehr sehen. Und ich habe noch nicht mal alles geschafft! Einiges stand auf der Liste, weil es hübsch anzusehen war (Stichwort Instagram 😂), anderes wollte ich geschmacklich testen.

Kulinarische Highlights
Baseball Dessert bei Casey, das American Breakfast Sandwich bei Earl of Sandwich, Chicken Nuggets von Casey, das Schokomousse-Geburtstagsdessert

Kulinarische Lowlights
Hotdog bei Casey. (Warum hab ich mir das angetan? 😩)
Das Mickey Eis.
Die Mickey-Waffeln beim Hotelfrühstück.
Der koffeinfreie Kaffee 🤢

Das hatte ich mir einfacher vorgestellt
Mobile Order. Jedes Mal alle Daten neu eingeben zu müssen hat mich so dermaßen genervt und vor allem letztendlich dadurch gar keine Zeitersparnis eingebracht.

Größte Bauchschmerzen
Nach dem Dole Whip. War das in den USA wirklich auch so süß? Und hätte mich bitte jemand vorwarnen können, dass die Portion so groß sein würde, wie mein Kopf und locker durch drei geteilt hätte werden können?! 🙈

Und auch die Kombi aus Käsekroketten und danach Raclette beim Rendez-Vous Gourmand war nicht die beste Idee…

Neu entdecktes Detail
Das Kennzeichen des Stitch-Trucks in den Studios.

Meiste Rides an einem Tag
21 Fahrten (auf 12 verschiedenen Fahrgeschäften)

Am häufigsten gefahren
Indiana Jones

Vor Freude geweint bei
Dream…and Shine Brighter!

Unerwartet viel…
Geshoppt! Ich hatte gar nicht vor, irgendwas zu kaufen. Am ehesten noch etwas aus der Schloss-Planen-Kollektion, aber die schönen Motive sind alle schon weg gewesen. Für einen Freund wollte ich einiges besorgen. Für mich selbst sind dann aber auch noch ein paar unerwartete Einkäufe bei rumgekommen.

Dinge, von denen ich festgestellt habe, dass sie für mich auf ganz eigentümliche Art zum DLP gehören:
Der Geruch des Reinigungsmittels auf den Parktoiletten.
Das Gefühl, abends mit schweren Beinen ins Disney-Hotel zu kommen, aus den Schuhen und Strümpfen zu schlüpfen und die brennenden Fußsohlen beim bettfertig machen auf den kalten Bodenfliesen im Bad abzukühlen. Meistens komme ich von der Toilette gar nicht mehr hoch, weil das Sitzen und die Abkühlung so guttun 😆

Häufigster Satz meines Kindes:
"Und jetzt will ich noch mit einem anderen Karussell fahren, was ich noch nicht kenne."
 
Zuletzt bearbeitet:
Malakina Imagineer Azubi
Da bin ich gespannt, gespannt, gespannt :D
Ich verschlinge gerade ALLES, was mit Disneyland Paris zu tun hat.

So nen Baseball bei Casey's muss ich glaub ich auch unbedingt probieren. Wenn ich den zwischen der VP überhaupt noch irgendwo reingedrückt bekomme. 🥴

Da Gefühl nach einem Disneytag nicht mehr vom "Pott" hochzukommen kenne ich übrigens auch. Aber meist steht da eh schon jemand vor der Tür und schreit "Maaaamaaaaaaa!", bei Dir nicht? 😔

So ein Rubbelposter habe ich mir jetzt auch bestellt. Ich hab allerdings bisschen Angst, wenn es kommt. Ich hab's in UK bestellt und keine Ahnung was da noch an Steuern, Zoll und Gebühren dazu kommt. :oops:
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Den Baseball solltest du schaffen, der ist ein vergleichsweise leichtes Dessert 😊

Wenn ich Parkabende habe, schläft mein Sohn schon, wenn ich ins Hotel komme. Und an den Tagen, an denen ich ihn ins Bett bringe und entsprechend eher im Hotel bin, brennen die Füße nicht ganz so sehr 😉
 
MinnieMaus18 Stammgast in den Parks
I love it 😍 ich bin seeehr gespannt auf deinen Bericht und liebe schon die Zusammenfassung. Da werde ich mir für November schon mal was auf die Liste schreiben, zB den Baseball 😄
@Malakina hast du das Poster bei Etsy bestellt? Dort sind direkt alle Gebühren enthalten und es kommt nix mehr an versteckten Kosten auf dich zu. Ich hatte Angst dass es verknickt ankommt oder so, aber es war super verpackt und ich habe mich schon während meines Aufenthalts im DLP drauf gefreut weiter Felder zu rubbeln 😄
 
Malakina Imagineer Azubi
I love it 😍 ich bin seeehr gespannt auf deinen Bericht und liebe schon die Zusammenfassung. Da werde ich mir für November schon mal was auf die Liste schreiben, zB den Baseball 😄
@Malakina hast du das Poster bei Etsy bestellt? Dort sind direkt alle Gebühren enthalten und es kommt nix mehr an versteckten Kosten auf dich zu. Ich hatte Angst dass es verknickt ankommt oder so, aber es war super verpackt und ich habe mich schon während meines Aufenthalts im DLP drauf gefreut weiter Felder zu rubbeln 😄
Im November gibt es einen dein-dlrp-run auf die Baseballs. Und am Ende gibt es die gar nicht, weil man irgendeine Art Snowballs zur Xmas-Season anbieten will :D

Ja, ich hab es auf Etsy bestellt. Bin aber nicht durchgestiegen, ob von der Post noch irgendwelche Gebühren zwecks Zollabfertigung oder so kommen. Ich will es meiner Mama als Überraschung vor Ort schenken, damit sie jeden Abend im Hotel freirubbeln kann, was sie alles erlebt hat auf ihrem allerersten Disney-Trip. :love:

Und hiermit übergebe ich an @MinervaMouse für das nächste Kapitel ihres Reiseberichts...
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Ich will es meiner Mama als Überraschung vor Ort schenken, damit sie jeden Abend im Hotel freirubbeln kann, was sie alles erlebt hat auf ihrem allerersten Disney-Trip. :love:
Das ist ja eine schöne Idee! 😻😃

Bevor es mit dem Reisebericht richtig los geht, habe ich noch zwei Ergänzungen für den Steckbrief:

Wie oft Big Thunder Mountain down war:
Still counting! Es waren auffallend viele Rides häufig mal down während der Zeit, aber BTM hatte wirklich die Krone auf. Gefühlt war der mehr zu als geöffnet. Seit gestern ist er ja jetzt auch für die Wartung komplett geschlossen. Besser is das...

Ohrwurm, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:
Der "Avengers Assemble"-Soundtrack.
 
thatskk Besucht die Disney University
Wow das hört sich wieder super spannend an was da noch folgt.

also die Idee mit dem "Das Feuerwerk aus dem Frontierland angucken" kommt mir jetzt auch so langsam in den Kopf und ich überlege von wo aus man da gut sehen kann :unsure:

Und das Poster steht tatsächlich auch schon lange auf der Wunschliste aber bisher hat es noch nicht den Weg in unsere Disney Haus gefunden xD
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
also die Idee mit dem "Das Feuerwerk aus dem Frontierland angucken" kommt mir jetzt auch so langsam in den Kopf und ich überlege von wo aus man da gut sehen kann :unsure:
Ich probiere es mal aus und berichte! Auf dem Weg von BTM Richtung Lucky Nugget Saloon standen einige Leute und von da sah es richtig cool aus, wie sich der Nebel und die Farben hinter dem Fort und der Ladenzeile abgehoben haben. Gerade jetzt in dieser Jahreszeit hat das total gepasst. Vom Boot Hill könnte ich es mir aber auch gut vorstellen.

Tja ihr Lieben, nach einem Disney-Urlaub direkt wieder voll in den Alltag zu starten, während noch nichtmal ansatzweise alles verarbeitet ist, was man so erlebt hat, hat meinen Kapazitäten ganz schön gebunden vergangene Woche. Und der nächste Kurztrip über's lange Wochenende liegt schon wieder hinter uns! (Wir waren zum ersten Mal im traumhaft schönen Görlitz.) Überhaupt lebe ich die kommenden Wochen nur aus Koffern und bin jedes Wochenende plus Herbstferien verreist, bis dann in einem Monat ja schon der nächste Flieger ins DLP geht. Weiß noch gar nicht, wann ich meinen Reisebericht tippen soll 😅🙈 Aber Mitte der Woche steht eine berufliche Reise (also ohne Kind) an, bei der ich zweimal jeweils 5 Stunden im ICE sitze, vielleicht ergibt es sich da 😊
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Here we go! 💫 Unser Abreisetag begann für mich früher, als mir lieb gewesen wäre. Der Wecker stand auf 7:30, ich war bereits zwei Stunden eher wach. Ich arbeite oft in Frühschicht und wenn ich nach 4 Uhr wach werde, schaltet mein Gehirn leider oft in den Tag-Modus…also stand ich auf und erledigte, was mich gedanklich noch beschäftigte, nämlich eine Recherche zu unserer anstehenden Mieterhöhung 😅

Da unsere Reise an einem Dienstag losging, mein Mann und ich aber am Montag bereits frei gehabt hatten, waren wir gut vorbereitet und vor der Abreise nur noch typische Reisemorgen-Dinge wie Zahnbürste einpacken, der letzte Abwasch oder Müll runter bringen zu erledigen.

Das einzige, was im Gepäck fehlte, war mein dein-dlrp Button – aber der wollte auch am Reisemorgen einfach nicht wieder auftauchen 😟 Apropos Gepäck: Unseren Koffer hatte ich am Vortag noch mit Smileys und Herzchen aus Neon-Tape verschönert. Meine größte Sorge galt nach wie vor dem Koffer-Chaos am BER. So hatten wir dieses Mal auch Toilettentaschen und je eine Garnitur Kleidung ins Handgepäck getan.

10 Minuten später als geplant, aber mit reichlich zeitlichem Puffer, verließen wir unsere Wohnung Richtung Flughafen. Die einstündige Fahrt einmal quer durch Berlin mit der S-Bahn verlief angenehmer als gedacht. Da wir letztes Jahr auch schon vom „neuen“ Flughafen mit Air France geflogen waren, war die Orientierung vor Ort einfach. Leider hatte man unsere „Home Base“ vom letzten Jahr mit gemütlichen Bänken wegrationalisiert und durch Self-Check-In-Terminals ersetzt…kleiner Downer. Mein Mann und ich zerlegten den Kinderwagen in seine Einzelteile und bastelten diese in die Transporttasche rein. Und dann ging es auch schon zum Check In Schalter, der rund 2,5 Stunden vor Abflug bereits geöffnet hatte. Dieses Mal konnte unser Kinderwagen gleich dort aufs Gepäckband und musste nicht noch zum Großgepäck gebracht werden – sehr praktisch! Hatten wir uns ganz umsonst einen Gepäckwagen geholt. Wenn man gut vorbereitet ist, braucht man seine Vorbereitung gar nicht – ist ja immer so^^

Für ein kurzes Picknick und eine letzte Runde frische Luft und Bewegung gingen wir nochmal kurz nach draußen und dann hieß es Flaschen ausleeren, alle nochmal aufs Klo und ab zur Sicherheitskontrolle. Auch von hier hört man ja diverse Horrorgeschichten vom BER. Das neu eingeführte Reservierungssystem funktionierte aber gut und da ich uns dafür rechtzeitig einen Slot gebucht hatte, waren wir innerhalb von ca. 10 Minuten durch. Hinter der Kontrolle liehen wir uns noch einen Flughafen-Buggy aus und kamen eine gute Stunde vor Abflug am Gate an. Ich organisierte uns etwas zum Mittagessen, während mein Sohn begeistert alles entdeckte, was es auf dem Rollfeld zu sehen gab. Irgendwann kippte die Stimmung etwas, was zu erwarten gewesen war, denn um die Uhrzeit ging es normalerweise zum Mittagsschlaf. Ungefähr zeitgleich wurde eine halbe Stunde Verspätung für den Flug angekündigt. Eltern im Stress – Kind ließ sich mit Würstchen und Ketchup etwas besänftigen und zu neuen Kräften kommen. Eine halbe Stunde nach Abflugzeit saßen wir dann endlich im Flugzeug. Wann wir letztendlich losgeflogen sind, weiß ich gar nicht mehr…

Ich kann grundsätzlich nachvollziehen, wieso Fluggesellschaften alle Familien in einem Sitzabschnitt direkt hintereinander pferchen. Für die anderen Fluggäste ist das sicher angenehmer. Für die Familien nur teilweise. Zwei Reihen hinter uns saß ein Kind, das vom Einstieg im Priority Boarding bis zum Abflug ununterbrochen kreischte. Unser Sohn versuchte in der Zeit auf Papas Schoß schon sehr tapfer, zur Mittagsruhe zu kommen – unter den Umständen ohne Erfolg. Dann, als er fast den Sprung ins Träumeland geschafft hatte, begann das Kind in der Reihe vor uns, sich auf dem Handy ein Video anzuschauen, was leider genau im Blickfeld unseres Kleinen war und ihn in den Bann zog. Damit hatten wir den Kampf für einen Mittagsschlaf erstmal verloren und griffen schon mal zur Gummibärchentüte, mit der wir den Rest des Fluges dann auch halbwegs gut rumbekamen.

Im Vorfeld hatte ich mir die Apps von beiden Flughäfen runtergeladen und so wurde mir direkt bei der Landung angezeigt, zu welchem Gepäckband wir mussten. Das war sehr praktisch. Das Gepäck selbst ließ allerdings noch eine Weile auf sich warten, während ich zunehmend nervöser wurde, ob unser Fahrer (den wir schon erspäht hatten) auch wirklich bis zu 60 Minuten auf uns warten würde…Etwas Ablenkung kam von der Zollstation neben unserem Warteplatz, die sich mal kurz meinen Rucksack auslieh, um einem neuen Kollegen die Durchleuchtemaschine zu erklären^^

Die Aufkleber hatten zwar überwiegend nicht gehalten, aber unser Gepäck war vollständig da. Als wir es in Empfang genommen und den Kinderwagen wieder ausgepackt und zusammengebaut hatten, trafen wir unseren Fahrer, welcher uns direkt den Koffer abnahm und uns zum Auto führte. Wie gebucht war es ein Van, der wirklich sehr sauber und gemütlich war. Wir richteten uns ein und los ging die Fahrt. Ich selbst war auch hundemüde und sehr erschöpft, hielt mich aber als Lehne für unseren Sohn bereit, der das erste Mal auf einem Booster-Sitz mitfuhr. Es dauerte nicht lange, da war er auch schon eingeschlafen. Meinem Mann und mir fiel ein Stein vom Herzen, dass der Kleine zumindest ein wenig Kraft tanken konnte. Ich war mehr als froh, dass ich mich für den privaten Shuttle entschieden hatte. Da gibt es ja diverse Anbieter, wir sind mit „Paris Disney Transfer“ gefahren, die ich auf Grundlage unserer Erfahrung nur empfehlen kann. Im Vorfeld war die Firma per Mail und Telefon gut erreichbar und die Shuttlefahrt an sich war sehr komfortabel. Highlight für meinen Mann und mich war der Blick aus dem Fenster, als wir durch die Ortschaften an der Marne fuhren und die schöne Landschaft und die niedlichen Häuser betrachten konnten.

Und dann blitzte hinter den Häuserzeilen auf einmal schon Space Mountain hervor! Und da – das Schloss! 😍 Wir hatten gar nicht damit gerechnet bzw. darüber nachgedacht, dass wir das Disneyland von hinten sehen würden – grandios! Vom Park aus lässt es sich ja wirklich nicht erahnen, wie nah die umliegenden Ortschaften sind und bisher hat sich unsere Wahrnehmung auch immer nur innerhalb der Disney-Bubble bewegt. Total spannend, mal diese neue Perspektive zu erleben!
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Und dann waren wir auch schon am Campanile angekommen. Was den Mittagsschlaf unseres Sohnes anging, hätte die Fahrt gerne auch noch länger gehen können, aber ich war auch froh, die Reise geschafft zu haben. Da es inzwischen gegen 16 Uhr war, konnten wir zumindest unser Zimmer direkt beziehen. Während unser Sohn das Hochbett erkundete, versuchte ich mir mit einer Dusche etwas frische Lebensgeister einzuhauchen.

Um 17 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Ort. Da ich nicht wieder auf das überteuerte Wasser vom Bahnhof zurückgreifen wollte, hatte ich im Vorfeld eine kleine Google-Suche angestellt. In 15 Minuten Laufweite des Campanile sollte sich ein Supermarkt befinden. Direkt neben der Hotelzufahrt fanden wir einen Schleichweg und mit dieser Abkürzung war der Weg keine 5 Minuten weit. Wir staunten abermals, dass uns bisher überhaupt nicht klar gewesen war, dass der nächste Ort direkt an die Hotelanlage grenzte. Wir hatten unsere Disney-Urlaube bisher nur in den Disney-Parks, dem Village, dem Shuttle-Bus und auf dem Campanile-Gelände verbracht und in unserer Disney-Blase vom Außen wirklich gar nichts mitbekommen. Im Supermarkt versorgten wir uns neben Wasser noch mit frischem Obst und einigen Snacks und setzten unseren Streifzug durch den Ort fort. Magny-le-Hongre hielt noch einige Überraschungen für uns bereit. Vor allem die Kirche mit ihrer Umgebung hatte es uns angetan, aber auch das Rathaus fanden wir nett. Gefühlt war die Kirche das einzige historische Gebäude im Ort, alles andere sah sehr nach Planstadt aus und da die Gemeinde ja auch zum Val d’Europe-Gebiet gehört, wunderte mich das wenig. Die immergleichen Fassaden, die niedlichen Fensterläden, die perfekte Begrünung (und Be-Blumung) der Straßenzüge wirkte einerseits fast kulissenhaft absurd, war andererseits aber auch irgendwie hübsch. Den „Trusty Burger“ hatten wir als nächstes Ziel ausgemacht, hier wollten wir Abendessen. Leider hatte ich bei meiner Recherche im Vorfeld zwar ausführlich die Speisekarte studiert, aber wohl vergessen, auf die Öffnungszeiten zu schauen. Trusty Burger war zu – dienstags geschlossen. Ups.

Aber der nächste Punkt auf dem Plan, die Bäckerei „L’Atelier Gourmand“ eine Ecke weiter hatte geöffnet. Mein Mann und ich waren im siebten Himmel! Eigentlich wollten wir nur ein wenig Patisserie zum Dessert aussuchen, gingen dann aber doch mit einem sehr vollen Kuchenkarton aus dem Laden und mit einer „Tradition“. Unser Lieblings-Baguette, was, selbst wenn es für französische Verhältnisse schlecht ist, immer noch besser ist als jedes Baguette in Deutschland. Wie wir es von früher gewohnt waren (mein Mann hat mal ein Jahr in Versailles gewohnt), wurde es als „Weg-Baguette“ direkt probiert und was soll ich sagen – das atmet sich so weg 😁 Die Tradition war von der besseren Sorte und die Patisserie war wirklich fantastisch, das nehme ich an der Stelle schon mal vorweg. Mein Mann war beseelt – hatte er doch gar nicht erwartet, ein Stück „echtes Frankreich“ am Rande unseres Disney-Urlaubs zu erleben. Die Straße runter fanden wir einen anderen Burger-Laden – alle anderen Restaurants auf dem Weg hatten ebenfalls geschlossen. Es war genau 18 Uhr und damit gerade Öffnungszeit. Ich muss ehrlich sagen, in den Laden wäre ich unter anderen Umständen nie reingegangen. Mein Mann musste sehr lachen als er erkannte, dass auf dem Menü die Werbebilder von McDonald’s genutzt wurden. Die Bude war ziemlich vollgestellt, direkt nebenan war ein kleiner Späti und alles wirkte auf den ersten Blick eher schmuddelig. Mit dieser Einschätzung taten wir „Double XL“ allerdings unrecht. Das Essen war wirklich ordentlich, für Fast Food Verhältnisse echt gut. Mein Burger (ähnlich wie ein Hamburger Royal TS) schmeckte gut. Mein Mann war von seinem völlig begeistert. Er hatte sich für einen „Smash Burger“ mit Black Angus, Bacon und Raclette entschieden und schwärmt quasi immer noch davon. Auch die Saucen, die man zu den Pommes auswählen konnte, waren wirklich vielfältig und lecker (allerdings nicht hausgemacht).

Zwischendrin schaute der Inhaber noch kurz vorbei und erkundigte sich bei meinem Mann, wie ihm der Burger gefiel, der wohl neu auf der Speisekarte war. Dabei heimste mein Mann gleich das zweite große Kompliment des Tages für sein Französisch ein. „Ihr seid Franzosen? Ich dachte ihr seid Deutsche!“ rief der Inhaber verwirrt aus, nachdem mein Mann ihm in bestem Französisch auf seine Frage geantwortet hatte. Ich glaube, so habe ich ihn lange nicht mehr strahlen sehen. Sein Frankreich-Jahr ist inzwischen fast 10 Jahre her und abgesehen von unseren Urlauben alle paar Jahre nutzt er Französisch im Alltag überhaupt nicht mehr. Und dann direkt als Franzose eingestuft zu werden, das ist schon was ☺ Der Inhaber des "Double XL" war wirklich auch total nett. Hier würden wir jederzeit wieder hinkommen!

Auf dem Nachhauseweg war mein Gehirn langsam bereit, sich ein wenig der Planung für die nächsten Tage zu widmen. Ganz locker hatte ich bisher nur das Essen etwas strukturiert: Mittwoch ein Snack im Village und dann in den DLP, weil an den Folgetagen das Fuente del Oro zu hat. Donnerstag und Freitag einmal in die Studios, einmal zu Annette’s. Für Samstag 15:30 Uhr hatte ich das Silverspur Steakhouse reserviert. „Vielleicht schmeiße ich die ganze Planung nochmal um“, sagte ich zu meinem Mann, der mich mit großen Augen ansah. Ich war selbst auch etwas verwundert über meinen Ausspruch, das klang so gar nicht nach mir…was hatte mein Gehirn vor? 🤔
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Auch wenn ich meinen neuen Plan schon im Gefühl hatte, so ganz ausgereift war er noch nicht und ich vertagte das Thema auf später. Gegen 18:30 Uhr waren wir wieder am Hotel. Mein Mann und Sohn schauten eine kleine Runde zu den Tieren, während ich schon mal mit Umpacken anfing. Alles, was wir für die Nacht und den morgigen Tag brauchten, wollten wir in zwei Rucksäcken transportieren. Alles andere sollte im Koffer und einem dritten Rucksack schon mal in die Sequoia Lodge einziehen.

„Guck mal aus dem Fenster“, bekam ich als Sprachnachricht. Da sah ich gerade noch, wie mein Sohn dem einen Maskottchen des Campanile hinterher winkte. Keine zwei Minuten später stand er auch schon vor Stolz platzend vor mir und berichtete, dass er „das große Kuscheltier“ getroffen hatte – das andere als beim letzten Mal. Und: „Ich hab mich getraut, hinzugehen.“ Auf Papas Beweisfoto sieht er ungefähr 3 Meter größer und viiiiiiel älter aus – Wahnsinn, was Überwindung und Stolz so mit der Ausstrahlung machen :giggle: Während mein Mann zu Ende packte, durfte unser Sohn noch seinen Nachtisch aus der Patisserie (Erdbeertörtchen mit Vanillepudding) genießen und ich snackte noch ein wenig Pommes. Die hatte unser Sohn nicht ganz geschafft. Für solche Fälle hatten wir uns ein paar Vorratsdosen und Besteck von zu Hause mitgebracht. Ich sagte dem Kleinen gute Nacht und kurz darauf konnte man mich Schoko-Eclair-essend mit Koffer in der anderen Hand zum Bus rennen sehen, der praktischerweise gerade kam 😅 Am Bahnhof stieg ich in den Bus zur Sequoia Lodge um, wo zum Glück um diese Uhrzeit (gegen 20:30 Uhr und damit kurz vor dem Feuerwerk) so gut wie nichts los war. Der Check-In dauerte dennoch eine Weile. Einerseits, da die CM, die mich betreute, noch neu und mit den Abläufen noch nicht ganz vertraut war. Das kommunizierte sie mir aber direkt und ich fand es eigentlich ganz gut, dass sie sich Zeit nahm und die einzelnen Schritte in ihrem Notizheft nachlas, statt ggf. Fehler zu machen. Die Notiz, dass ich als AP mich aufs Zimmer buchen wollte, war im System gespeichert und auch meinen Magic Pass bekam ich direkt. Ebenfalls mitnehmen konnte ich die Celebration Buttons zum 30. Geburtstag 😍 Was dann tatsächlich am längsten dauerte, war das Bezahlen der Kurtaxe, da alle Kartenlesegeräte streikten. Ich bot an, auch bar zahlen zu können. Das hätte aber im Computersystem wohl einen Storno des Kartenauftrags und damit noch mehr Aufwand verursacht. Die arme CM kam ganz schön ins Schwitzen und tat mir ein wenig Leid.

Dann wurde es für mich nochmal spannend, als ich den Mailverkehr aus dem Sommer vorzeigte, in dem mir zugesichert wurde, ich könne ausnahmsweise unser Gepäck über Nacht im Hotel lassen. Ich sollte mit dem Ausdruck direkt zur Gepäckaufbewahrung gehen, wo ich schon sehnsüchtig erwartet wurde, wie ich ja bereits hier berichtet habe. Mein Mann genoss inzwischen seinen Eltern-Feierabend mit seinem Himbeertörtchen. Und ich fragte mich sehr satt, wann ich eigentlich meine verbliebene Tarte au citron essen sollte…

„Musste unser Deo retten und auf den Deckel der Pommes-Dose machen.“ Eigentlich könnte man einen Reisebericht auch mal nur aus WhatsApp-Nachrichten verfassen, das wäre unter Umständen mega lustig. Na gut, für euch gibt's noch etwas Kontext dazu 😉 Ich hatte beim Umpacken etwas Panik geschoben, ob wir unsere Deo-Cremes in Glastiegeln wohl mit in den Park nehmen dürften. Wegen Glas, wisst ihr. Deshalb hatten wir jeweils die benötigte Menge für den nächsten Tag entnommen und auf einem umgedrehten Zahnputzbecher geparkt. War wohl nicht die schlauste Idee, denn die Becher waren aus Pappe und darin zog die Creme langsam ein, bis mein Mann sie rettete 🦸‍♂️

Apropos Idee: Nachdem mit Check-In und Gepäckaufbewahrung alles geklappt hatte, war ich nun endlich auch bereit, über die nächsten Tage nachzudenken. In meinem Kopf liefen mehrere Gedankengänge parallel ab: Wenn wir morgen noch im Campanile sind und vielleicht zum Start in den Tag länger brauchen, macht es dann nicht Sinn, in die Studios zu gehen? Die haben keine EMH und bis 9:30 im Park zu sein sollten wir locker schaffen. (Future-Me lacht an dieser Stelle kurz über meine Naivität in dieser Zeitrechnung, aber dazu später mehr 🤡)
Diese Reservierung im Silver Spur Steakhouse am Samstag…da war es letztes Jahr so schön. Unser Sohn konnte einfach von allem mitessen und zeitlich passte 15:30 Uhr auch mega. Aber jetzt? Macht er gerade manchmal bis 15 Uhr Mittagsschlaf. Oh, das würde stressig werden. Nochmal auf die Karte geguckt. Was, wenn er dann gar keine Lust auf Kartoffeln, Bohnen oder Fleisch hat? Salat mag er bestimmt nicht. Suppe ist Glücksspiel. Und wenn ich eins in den vergangenen Jahren gelernt habe, dann dass das Wiederholen von guten Restaurantbesuchen für mich immer im Desaster endete. Das war echt viel Essen auch…und um was nicht zu schaffen ist es zu teuer. Wir haben dieses Mal ja keine HP inklusive. Wie lange kann unser Sohn eigentlich gerade stillsitzen? Da schaffen wir ja nicht mal einen Gang.
Ich traute mich kaum, nachzuschauen, aber ein vorsichtiger Blick in die App bestätigte: Das Fuente del Oro hatte nur am Donnerstag und Freitag geschlossen, Samstag aber offen!
Damit stand der neue Plan: Mittwoch würden wir in die Studios gehen und dort essen. Mittags könnten wir uns dann beim Rendez-vous Gourmand durchsnacken, dessen Speisekarte mich hier und da doch sehr ansprach (ich war schon fast traurig gewesen, hier gar nichts probieren zu können), und abends im Restaurant En Coulisse. Die Reservierung im Silver Spur Steakhouse würde ich stornieren und sortierte das Thema „entspannte Table Service Mahlzeiten“ gedanklich zu meinem Solo-Trip im November. Und Samstag könnten wir dann im Fuente del Oro essen. Der neue Plan fühlte sich richtig gut an!

Auf dem Rückweg hatte ich direkten Bus-Anschluss und war gegen 21:30 Uhr wieder am Campanile. „Ruhiges Zimmer ist aber auch anders“, dachte ich mir auf dem Weg. Unser Zimmer befand sich relativ am Anfang des Flurs, in der Nähe der Haustür, und mit sehr viel Betrieb durch andere Gäste und laute Kinder. Gut, letzteres ist ein Punkt, den das Hotel nur bedingt beeinflussen kann, aber im letzten Jahr hatten wir ein Zimmer ganz am Ende des Ganges bekommen, da ist ja naturgemäß die Chance für Lärm auf dem Flur einfach geringer. Mit Ohrenstöpseln war die Geräuschkulisse für mich aber kurz darauf nicht mehr zu hören und auch Licht kam keines mehr rein, denn ich hatte dieses Mal einen Internet-Hack befolgt und Wäscheklammern zum besseren Verschließen der Vorhänge mitgenommen. Nie mehr ohne, sag ich euch! Und so schliefen auch mein Mann und ich nach diesem anstrengenden und aufregenden Reisetag in Windeseile ein, in großer Vorfreude auf den ersten Disneyland-Tag morgen.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
(Der Vollständigkeit halber noch ein kleiner Nachtrag zum Check-In: Ich hatte in der SL nach der Möglichkeit eines Upgrades auf Clublevel gefragt, das hätte ich je nach Preis in Betracht gezogen. Die CM teilte mir allerdings abwinkend mit, es wären nur noch Suiten frei und das würde sehr teuer werden, ohne genaue Preise zu nennen. Somit war das Thema für mich schnell wieder erledigt.)

Die Nacht im Campanile war für mich durch die innere Uhr leider auch wieder viel zu früh vorbei. Obwohl noch ausreichend Zeit zum nochmal Einschlafen gewesen wäre, verlangte mein Körper gewohnheitsmäßig stattdessen nach Essen, um an Energie zu kommen. So klärte sich zumindest die Frage, was mit meiner Tarte au citron geschehen würde, die ich kurz darauf gegen 5 Uhr 20 im dunklen Badezimmer sitzend genüsslich verspeiste 😂
Bis die Family wach und wir alle in die Gänge gekommen und beim Frühstück waren, war es 8 Uhr. Ich hatte vergessen, wie laut und trubelig es im Campanile beim Frühstück zuging, angenehm ist wirklich anders. Und ich hatte mich etwas verschätzt, wie viele Sachen wir doch noch dabeihaben würden, daher dauerte es etwas, bis wir alles in den Rucksäcken und im Kinderwagen verstaut hatten. Was auch etwas Zeit in Anspruch nahm, war, dass ich 3x meine Strümpfe föhnen musste, bis ich mal unters Waschbecken schaute und gecheckt hatte, dass der Siphon undicht war… 🤦‍♀️

Schnell ausgecheckt und ab in den übervollen Bus zum Park. Um 9:30 Uhr waren wir gerade mal durch die Sicherheitskontrollen durch. Die Vor-Kontrollen am Einlass waren im letzten Jahr noch komplett anders organisiert gewesen, weshalb wir uns vor den Studios erstmal orientieren mussten. In einem klassischen Eigentor dachte ich, dass es hier schon einen eigenen Zugang für die Jahreskarten gäbe. Stellte sich allerdings als die Schlange für die Privilege Tickets heraus.
Als ich um 09:41 Uhr endlich offiziell im Park war, hatte Crush bereits eine Wartezeit von 60 Minuten und da auch der Tower of Terror schon gut besucht war, entschied ich mich einen Gang runterzuschalten und fand mich erstmal wieder mit meiner Familie zusammen. Dann würde es wohl erstmal ein entspannter Familienvormittag werden. Ein bisschen enttäuscht war ich zunächst, aber als wir um Punkt 10 Uhr bei Slinky Dog saßen und mein Sohn wie im letzten Jahr über beide Ohren strahlte, war das schon vergessen. RC Racer zeigte nur 5 Minuten an und mein Mann stellte sich an. Genau wie ich war er hier noch nie gefahren und hatte es für diesen Besuch auf der Liste. Mein Sohn und ich schauten in der Zeit eine Runde bei Rex vorbei und mussten dann enttäuscht feststellen, dass die Motorräder bei Rémy leider abgebaut wurden. Na dann auf zur zweiten Runde Slinky Dog. Da machte ich mich erstmal panisch winkend zum (gefühlten) Gespött, da sich unsere Safety Bar nicht runter klappen ließ. Es schaute aber auch kein*e CM mal in Richtung des Rides. Bis sie dann gefühlte STUNDEN später ihren Kontrollgang machten. Ups. Ich kam mir wirklich blöd vor, wie ich da minutenlang stand und winkte. Bin ich die einzige, die manchmal solche Panik-Momente hat, wenn bei Rides etwas nicht klappt? 🙈
Die 5 Minuten bei RC Racer stellten sich als 25 hinaus. Mein Mann schrieb mir aus der Warteschlange, dass wohl echt viele Leute den PA-Zugang nutzten und er deshalb auch auf der Zielgeraden kaum vorwärtskam. Mein Sohn wollte gerne noch „etwas anderes“ fahren und so machten wir uns auf den Weg zum Cars Road Trip. Auch hier war die Wartezeit höher als angegeben – Klassiker zum Tagesbeginn, wenn sich die Schlangen schnell füllen, die zweite Tram aber erst in Seelenruhe aus dem Depot geholt wird... Warten war leider gerade so gar nicht in Juniors Sinn, denn das Vormittagstief machte sich breit. Alle Snacks waren im Kinderwagen geblieben, aber mit viel Kuscheln kriegten wir die Wartezeit rum und fuhren die kleine Runde. Mein Mann holte uns am Ausgang ab, völlig begeistert vom RC Racer und praktischerweise mit einem Rider Switch-Ticket für mich ausgestattet. An den Tischen vor dem Laugh`n`Go-Stand machten wir erstmal eine kleine Snackpause und inspizierten dann die Stände des Rendez-vous Gourmand. Ich entschied mich für die belgischen Käse- und Krabbenkroketten und hatte anschließend noch Raclette. War beides okay, würde ich rückblickend aber eher nicht nochmal nehmen. Mein Sohn hatte Pizza vom Italien-Stand, die sah richtig gut aus und schmeckte ihm sehr. Der Espresso dort traf den Geschmack meines Mannes hingegen eher weniger. Sehr wehmütig nahmen wir für die Mittagssnacks einen Sitzplatz dort ein, wo früher die FastPass-Automaten für den Tower of Terror gewesen waren…inzwischen war es bereits 12 Uhr und damit höchste Zeit für den Mittagsschlaf. Unser Sohn konnte die Augen auch wirklich kaum noch offenhalten. So machten wir uns schleunigst aus dem Park auf den Weg Richtung Sequoia Lodge, in der Hoffnung, vielleicht mit etwas Glück schon ein Zimmer beziehen zu können.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Allein schon von physischer Seite war es gar nicht so leicht, unseren Sohn im Kinderwagen hinzulegen 😅 Wir haben ein Kombi-Modell, das wir im Alltag inzwischen im Buggy-/Sportwagen-Modus nutzen, aber das auch noch komplett „hingelegt“ werden kann. Nur ist unser Kind inzwischen einfach zu groß dafür. Auf dem Weg durchs Village schaute das kleine Köpfchen doch häufiger nochmal raus, bei allem, was es dort zu entdecken gab.
Mein Mann wollte es mit Spazierengehen am Fluss versuchen. Ich war selbst sehr erschöpft und traf in dem Moment die (vielleicht nicht so kluge) Entscheidung, parallel im Hotel nachzufragen, ob wir ein vielleicht schon bezugsfertiges Zimmer bekommen könnten. Nach einem kurzen Gespräch an der Rezeption wurden wir auf die Prioritätenliste gesetzt und ich sollte dann eine halbe Stunde später (gegen 13 Uhr) eine SMS mit der Zimmernummer bekommen. Super! Selbst wenn es im Kinderwagen nicht klappen sollte, hätten wir dann also bald ein Zimmer.
Ich irrte erstmal eine Viertelstunde auf der Suche nach Toiletten herum – dass ich sie so lange übersehen konnte zeigt vielleicht schon, wie erschöpft ich war 😂 – und versuchte mich an der Lobby dann schon etwas auszuruhen, was aber nicht wirklich gelang. So schön ich die Sequoia Lodge ja optisch finde mit all ihren Naturmaterialien – die Lobby ist irre laut dadurch. Steinboden und Koffer sind akustisch einfach nicht die beste Kombi. Unser Sohn setzte sich derweil immer, wenn er fast eingeschlafen war, plötzlich auf und war dann wieder ganz wach…mein Mann irgendwann schon ziemlich am Ende mit seiner Geduld ob der zahlreichen Wiederholungen dieses Zyklus‘…doch dann schlief der Kleine tatsächlich noch ein! 😌
Ich wartete in der Zwischenzeit etwas ungeduldig auf die Zimmerbenachrichtigung, wollte es aber nun auch nicht auf die Minute genau nehmen, wo man uns schon so entgegen kam…nach 50 Minuten statt der angekündigten 30 fragte ich dann doch mal nach. Die CM hatte mich vergessen 🙈 Ich bekam die Zimmernummer, im 4. Stock des Hauptgebäudes war das Zimmer gelegen. Oben angekommen funktionierte meine Zimmerkarte nicht. Also wieder runter. Offenbar hing das damit zusammen, dass ich mit meiner AP-Zubuchung im System eine andere Buchungsnummer erhalten hatte, als der Rest der Familie, und das Zimmer nur bei den anderen Karten aktiviert war. Mein Mann hatte sich inzwischen ein ruhiges Plätzchen in der Sonne am Poolhaus auf einer Bank gesucht und konnte seine Batterien dort ganz gut wieder aufladen.
Als ich in unserem Zimmer war, erwartete mich dort statt der dringend benötigten Ruhe eine Panikattacke meinerseits 😔 Dass wir bei einem Prio-Zimmer möglicherweise ein anderes Zimmer als gebucht kriegen würden, war mir klar gewesen. Das zeigte sich direkt dadurch, dass es im Hauptgebäude statt einer der kleineren Lodges war und nicht im Erdgeschoss gelegen. Mir war auch klar, dass die Möglichkeit bestand, dass es „falsch herum“ ist – bisher hatten wir alle unsere Disney-Zimmer in dieselbe Richtung gehabt, dieses war nun tatsächlich als erstes spiegelverkehrt. Was aber für mich nicht akzeptabel war, war der Lärm. Ich bin durch meine enorme Sensibilität (ich kratze am unteren Ende des Autismus-Spektrums) einfach auf ein ruhiges Zimmer angewiesen. Hier hörte ich diversen Fahrzeuglärm, LKW-Piepen, laut rufende Stimmen…der Blick aus dem Fenster zeigte: Dieses Zimmer befand sich direkt am Wirtschaftshof der Sequoia Lodge. Das war für mein System einfach zu viel. Für andere Leute bestimmt kein Problem, aber mein persönliches Fass brachte es zum Überlaufen.
Ich verließ das Zimmer sofort wieder und ging zu meinem Mann und Sohn, versuchte mich dort etwas zu beruhigen und legte mich dann mit Tuch über den Augen und Ohrenstöpseln auf die Bank.
Inzwischen war es nach 14 Uhr und rückblickend muss ich sagen – ich hätte mich einfach direkt draußen irgendwo hinsetzen sollen, statt den Aufwand zu betreiben und dabei noch mehr Ressourcen zu verlieren. Dabei wollte ich vor allem auch einer Situation wie beim letzten Urlaub entgegenwirken, bei dem wir unser Zimmer nämlich erst weit nach 17 Uhr bekamen. Wie man's macht...
Mein Mann übernahm dankenswerterweise die Verantwortung für die Situation und ging nochmal zur Rezeption. Noch ein weiteres Mal dort aufzukreuzen und um ein neues Zimmer zu bitten, die Blöße hätte ich mir in dem Moment nicht geben können, zumal ich einfach immer noch total verheult war und aufgrund der steigenden Überforderung sprachlich einfach auch an meine Grenzen kam. Mein Gehirn machte nicht mehr mit.
Kurz danach die Nachricht von meinem Mann: Wir bekommen ganz unkompliziert ein neues Zimmer. In einer kleinen Lodge. Es ist bereits frei. Es liegt ganz am Ende des Flurs und ist damit potenziell ruhig. Und es ist „richtig“ herum. Dass alle Zimmerkarten funktionieren, ließ er auch direkt prüfen. Ich ruhte auf der Bank noch so lange, bis unser Sohn im Kinderwagen wach wurde, und dann konnten wir unser Zimmer beziehen. Ich fand meine innere Ruhe wieder, fühlte mich im neuen Zimmer direkt super wohl und angekommen. Jetzt konnte unser Disney-Urlaub endlich so richtig losgehen.
 
MinnieMaus18 Stammgast in den Parks
Allein schon von physischer Seite war es gar nicht so leicht, unseren Sohn im Kinderwagen hinzulegen 😅 Wir haben ein Kombi-Modell, das wir im Alltag inzwischen im Buggy-/Sportwagen-Modus nutzen, aber das auch noch komplett „hingelegt“ werden kann. Nur ist unser Kind inzwischen einfach zu groß dafür. Auf dem Weg durchs Village schaute das kleine Köpfchen doch häufiger nochmal raus, bei allem, was es dort zu entdecken gab.
Mein Mann wollte es mit Spazierengehen am Fluss versuchen. Ich war selbst sehr erschöpft und traf in dem Moment die (vielleicht nicht so kluge) Entscheidung, parallel im Hotel nachzufragen, ob wir ein vielleicht schon bezugsfertiges Zimmer bekommen könnten. Nach einem kurzen Gespräch an der Rezeption wurden wir auf die Prioritätenliste gesetzt und ich sollte dann eine halbe Stunde später (gegen 13 Uhr) eine SMS mit der Zimmernummer bekommen. Super! Selbst wenn es im Kinderwagen nicht klappen sollte, hätten wir dann also bald ein Zimmer.
Ich irrte erstmal eine Viertelstunde auf der Suche nach Toiletten herum – dass ich sie so lange übersehen konnte zeigt vielleicht schon, wie erschöpft ich war 😂 – und versuchte mich an der Lobby dann schon etwas auszuruhen, was aber nicht wirklich gelang. So schön ich die Sequoia Lodge ja optisch finde mit all ihren Naturmaterialien – die Lobby ist irre laut dadurch. Steinboden und Koffer sind akustisch einfach nicht die beste Kombi. Unser Sohn setzte sich derweil immer, wenn er fast eingeschlafen war, plötzlich auf und war dann wieder ganz wach…mein Mann irgendwann schon ziemlich am Ende mit seiner Geduld ob der zahlreichen Wiederholungen dieses Zyklus‘…doch dann schlief der Kleine tatsächlich noch ein! 😌
Ich wartete in der Zwischenzeit etwas ungeduldig auf die Zimmerbenachrichtigung, wollte es aber nun auch nicht auf die Minute genau nehmen, wo man uns schon so entgegen kam…nach 50 Minuten statt der angekündigten 30 fragte ich dann doch mal nach. Die CM hatte mich vergessen 🙈 Ich bekam die Zimmernummer, im 4. Stock des Hauptgebäudes war das Zimmer gelegen. Oben angekommen funktionierte meine Zimmerkarte nicht. Also wieder runter. Offenbar hing das damit zusammen, dass ich mit meiner AP-Zubuchung im System eine andere Buchungsnummer erhalten hatte, als der Rest der Familie, und das Zimmer nur bei den anderen Karten aktiviert war. Mein Mann hatte sich inzwischen ein ruhiges Plätzchen in der Sonne am Poolhaus auf einer Bank gesucht und konnte seine Batterien dort ganz gut wieder aufladen.
Als ich in unserem Zimmer war, erwartete mich dort statt der dringend benötigten Ruhe eine Panikattacke meinerseits 😔 Dass wir bei einem Prio-Zimmer möglicherweise ein anderes Zimmer als gebucht kriegen würden, war mir klar gewesen. Das zeigte sich direkt dadurch, dass es im Hauptgebäude statt einer der kleineren Lodges war und nicht im Erdgeschoss gelegen. Mir war auch klar, dass die Möglichkeit bestand, dass es „falsch herum“ ist – bisher hatten wir alle unsere Disney-Zimmer in dieselbe Richtung gehabt, dieses war nun tatsächlich als erstes spiegelverkehrt. Was aber für mich nicht akzeptabel war, war der Lärm. Ich bin durch meine enorme Sensibilität (ich kratze am unteren Ende des Autismus-Spektrums) einfach auf ein ruhiges Zimmer angewiesen. Hier hörte ich diversen Fahrzeuglärm, LKW-Piepen, laut rufende Stimmen…der Blick aus dem Fenster zeigte: Dieses Zimmer befand sich direkt am Wirtschaftshof der Sequoia Lodge. Das war für mein System einfach zu viel. Für andere Leute bestimmt kein Problem, aber mein persönliches Fass brachte es zum Überlaufen.
Ich verließ das Zimmer sofort wieder und ging zu meinem Mann und Sohn, versuchte mich dort etwas zu beruhigen und legte mich dann mit Tuch über den Augen und Ohrenstöpseln auf die Bank.
Inzwischen war es nach 14 Uhr und rückblickend muss ich sagen – ich hätte mich einfach direkt draußen irgendwo hinsetzen sollen, statt den Aufwand zu betreiben und dabei noch mehr Ressourcen zu verlieren. Dabei wollte ich vor allem auch einer Situation wie beim letzten Urlaub entgegenwirken, bei dem wir unser Zimmer nämlich erst weit nach 17 Uhr bekamen. Wie man's macht...
Mein Mann übernahm dankenswerterweise die Verantwortung für die Situation und ging nochmal zur Rezeption. Noch ein weiteres Mal dort aufzukreuzen und um ein neues Zimmer zu bitten, die Blöße hätte ich mir in dem Moment nicht geben können, zumal ich einfach immer noch total verheult war und aufgrund der steigenden Überforderung sprachlich einfach auch an meine Grenzen kam. Mein Gehirn machte nicht mehr mit.
Kurz danach die Nachricht von meinem Mann: Wir bekommen ganz unkompliziert ein neues Zimmer. In einer kleinen Lodge. Es ist bereits frei. Es liegt ganz am Ende des Flurs und ist damit potenziell ruhig. Und es ist „richtig“ herum. Dass alle Zimmerkarten funktionieren, ließ er auch direkt prüfen. Ich ruhte auf der Bank noch so lange, bis unser Sohn im Kinderwagen wach wurde, und dann konnten wir unser Zimmer beziehen. Ich fand meine innere Ruhe wieder, fühlte mich im neuen Zimmer direkt super wohl und angekommen. Jetzt konnte unser Disney-Urlaub endlich so richtig losgehen.
Ich fühle so sehr mit dir!! Und ich kann das so so nachvollziehen.... Schön dass es mit dem anderen Zimmer doch noch klappt hat und ich hoffe ihr konntet dann die Ruhe genießen, die man nach so einem Tag dringend benötigt!
 
Malakina Imagineer Azubi
Uff, das ist echt nicht schön. Toll, dass Dein Mann Dich da so unterstützt! Ich finde, bei den Zimmerpreisen darf Disney da ruhig bissl flexibler und kulanter sein. Du machst das ja nicht aus Lust und Tollerei.

Ich bin auch gespannt auf die Fortsetzung. Ich hoffe, aber jetzt wird es nur noch toll toll toll
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Mein Mann ging direkt los, unseren Koffer abholen und begegnete auf dem Weg zufällig meiner Tante und meinem Onkel 😆 Die beiden warteten vor dem Hauptgebäude der Lodge auf ihren Magical Express. Besser hätte man sich nicht verabreden können 😅
Wir wussten natürlich, dass die beiden einige Tage vor uns im Disneyland sein würden und dass sich unsere Reise leicht überschneidet, dachten aber, dass sie direkt morgens wieder abreisen und wir daher gar keine Chance auf ein Treffen hätten. Was für eine schöne Überraschung!

Ich hatte mir in der Zwischenzeit überlegt, dass wir uns am Nachmittag Mickey and the Magician ansehen könnten. Wir alle kannten die Show noch nicht und nachdem ich es mit ihm besprochen und ihm ein paar kurze Videoausschnitte gezeigt hatte, war auch unser Sohn begeistert von der Idee. Zumal er am Vormittag etwas enttäuscht gewesen war, dass Mickey nicht wie im letzten Jahr auf dem Balkon in Studio 1 stand.
Gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Weg durch’s Village, entdeckten ein Taubennest im Dach der Sicherheitskontrolle und legten dann eine spontane Foto-Session beim Fotopunkt zum 30. Geburtstag im Village ein. Die Familienfotos für die Weihnachtskarten stehen damit 😊

Ich wollte mir auf dem Weg eigentlich gerne das Mickey-Shaped-Lachsbrötchen bei New York Style Sandwiches holen, was ich auf meiner Snackliste hatte. Ein winziger Aufkleber am Menü verriet mir allerdings, dass es erst „in Kürze“ zu haben wäre. Da verstehe ich nicht, wieso Disney das dann online listet, muss ich sagen. Unser Sohn bestaunte die Corvette vor Annette’s. Es war 16:15 Uhr und in 10 Minuten sollte die nächste Show beginnen. Vom Gedanken, das zu schaffen, hatte ich mich im Hotel schon verabschiedet, aber nun legten wir doch einen Zahn zu. Ich sage mal so, wären wir 2 Minuten eher da gewesen, hätten wir in die Show noch mit rein gekonnt. Das verriet uns zumindest, dass wir uns für die nächste nicht ewig vorher anzustellen brauchten 👍

Den Kinderwagen ließen wir schon am Theater stehen und flogen eine Runde mit den Teppichen. Unser Sohn war, im Gegensatz zum letzten Jahr, dieses Mal nicht auf Wiederholungen von Rides aus, sondern wollte stets zu „einem anderen Karussell, was ich noch nicht kenne“. Also auf nach Radiator Springs! Hier war die Freude und Begeisterung ähnlich groß wie bei Slinky Dog und wir hatten alle viel Spaß.

Dann wollten wir uns ein Eis holen – für unseren Sohn sollte es das in Mickey-Form geben und für mich was vom Magnum-Stand. Das Mickey-Eis war am ersten Stand leider aus und bei Magnum die Schlange sehr lang. Wir fanden dann aber doch noch einen Stand mit Mickey-Eis und da ich auch ziemlich hungrig war holte ich mir dort spontan einen Minnie-Keks mit Überzug aus weißer Schokolade, der mir überraschend gut schmeckte. So hatte der kleine Umweg doch etwas Gutes, denn andernfalls hätte ich mir den Keks nie geholt. Würde ich definitiv wieder kaufen! Beim Mickey-Eis bin ich dagegen ganz froh, es mir nicht selbst geholt zu haben. Irgendein merkwürdiger chemischer Geschmack war dort enthalten. Unser Sohn schleckte es aber ganz zufrieden, während wir uns etwa 20 Minuten vor Showbeginn in die Schlange vor dem Animagique-Theater einreihten. Mein Mann snackte noch die Reste der Pizza vom Mittag und so war zumindest der kleine Hunger erstmal gestillt.

Im Anschluss an die Show wollten wir im Restaurant en Coulisse essen. Aus der Schlange heraus gab ich per Mobile Order schon mal die Bestellung auf. Als AP-Newbie vergaß ich dabei leider, meinen Rabatt zu nutzen. Aber sowas passiert mir persönlich einmal und nie wieder, sodass ich zumindest die folgenden Tage immer daran dachte 😊 Im Theater entschieden wir uns für einen Platz in der ersten Reihe an der Seite, sodass wir im Zweifel mit unserem Sohn schnell raus gekonnt hätten. Aber das mussten wir nicht – ihm gefiel die Show richtig gut und er war gleichermaßen fasziniert und begeistert. Ich fand sie auch toll und werde sie mir bei meinem Solo-Trip sicher nochmal aus einer besseren Perspektive (mehr mittig) anschauen, wenn ich sie auch wirklich genießen kann und nicht permanent ein Auge auf meinem Kind habe 🙈

Wie viele der Kinder sammelte auch mein Sohn nach der Show noch einiges vom Konfetti ein. Ein besonderes langes Band funktionierte er draußen zu einer Pferdeleine um und tobte mit seinem Papa ausgelassen im Bereich neben dem Theater umher. Immer wieder spannend, dass die schönsten Momente mit Kind bei uns oft gar nichts mit dem Disneyland zu tun haben, sondern solche fantasievollen Spiele sind. Ich ging in der Zeit schon mal das Essen abholen.
Für unseren Sohn gab es Chicken Nuggets und Pommes, mein Mann hatte sich für den Fischburger entschieden und ich für den Spy-Burger und anschließend das Dessert zum 30. Geburtstag. Mit den Burgern waren wir zufrieden, aber das Dessert war eindeutig das Highlight! Auch wenn ich es nach der Mahlzeit kaum noch schaffte und nicht mal meine Familie noch groß in der Lage war, mir zu helfen. Die Reste unseres Sohnes wurden wieder in Tupperdosen verstaut und dann sollte es für unseren Sohn eeeeiiiiigentlich so langsam in Richtung Bett gehen.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Da hatten wir die Rechnung aber ohne unser Kind gemacht 😂 Frisch gestärkt vom Abendessen wollte es noch keinesfalls wieder ins Hotel, sondern auf zur nächsten Runde Karussell fahren. Während ich in der Golden Hour noch einige tolle Fotos vom Hollywood-Teil der Studios machen konnte, ging es daher für meine Familie noch eine Runde zu Slinky Dog. Im Anschluss daran trafen wir uns noch mal kurz zum Gute-Nacht-Sagen, denn ich würde den Abend noch alleine in den Studios verbringen und hoffte darauf, dass jetzt, gegen 19 Uhr, die Wartezeiten vielleicht etwas runter gingen, wenn möglicherweise viele beim Abendessen sein würden. Mein Sohn kletterte im Toystory Playland noch ein wenig herum und auf dem Weg aus den Studios nach draußen wurde auch bei Cars und den Fliegenden Teppichen jeweils noch eine Runde gedreht.

Für mich ging es derweil zum RC Racer, meinen Rider Switch Pass einlösen. Während ich wartete, wurde mir etwas mulmig zumute. Ich habe es eigentlich immer einmal pro Disneyland-Aufenthalt, dass ich plötzlich darüber nachdenke, was alles schief gehen kann bei so einer Attraktion und welche Folgen das hätte. Diese Gedanken in der Warteschlange zum RC-Racer, den ich noch dazu ja zum ersten Mal fahren würde, waren jetzt nicht so prickelnd muss ich sagen und ich stieg sehr nervös ein. Da ich vorher schon genau beobachtet hatte, wie lang die Fahrt geht, zählte ich währenddessen einfach nur runter und stieg mit zittrigen Knien wieder aus. Nach eurer guten Beratung hier im Forum hatte ich die Attraktion aber genau richtig eingeschätzt und wenn die Sorgen nicht gewesen wären, hätte es mir richtig Spaß gemacht. Dafür war ich nach dem Aussteigen umso gefluteter von Adrenalin.
Etwas überdreht ging es zum Parachute Drop. Auch ein erstes Mal für mich. Etwas verwirrend fand ich zunächst, dass die Single Rider Line abgesperrt ist und nur auf Nachfrage beim Cast Member aufgemacht wird. Dadurch füllt sie sich aber wahrscheinlich auch kaum, vor mir stand nur eine Person an und ich konnte direkt mit dem nächsten Übungstrupp mitfliegen. Ich schloss die Augen und konnte so die Momente des freien Falls intensiver genießen, als wenn mein Gehirn das Ganze visuell eingeordnet hätte. Genial! Ich hatte den Parachute Drop irgendwie immer als Kinderversion des Tower of Terror abgetan – zu Unrecht!

Zum Tower ging es anschließend direkt weiter. Ich liebe einfach die Ästhetik des Hotels und die vielen kleinen Imagineering-Details, die es zu entdecken gibt! Tja und dann kommt die eigentliche Fahrt und macht für mich mit der „neuen“ (inzwischen ja auch schon einige Jahre alten) Story leider alles wieder kaputt. Hier trauere ich wirklich jedes Mal der alten Variante hinterher und die aufgebaute Spannung durch die Hinführung zum Fahrstuhl wird durch die Story vor den Drops leider für mich auch total kaputt gemacht. Echt schade. Apropos Drops: Ist das meine Einbildung oder ist die Fahrstuhlbewegung inzwischen auch fließender/nicht so abrupt wie früher? Vielleicht war es auch nur den Kontrast zum Parachute Drop, der meinem Gedächtnis diesen Streich spielte…rückblickend muss ich sagen, dass mir das Fallschirmspringen deutlich mehr Spaß gemacht hat als der Tower. Hätte ich nie vermutet! Aber das Gefühl des freien Falls war da deutlich stärker für mich.

Sei es drum. Nun ging es für mich zum ersten Mal auf den Avengers Campus. Da ich keinen Avengers-Film gesehen habe, „musste“ ich mich nicht lange mit Details und Imagineering aufhalten, sondern ging geradewegs zur Flight Force. Sowohl beim normalen Eingang als auch bei Single Rider waren 5 Minuten angegeben. Um einmal den richtigen Wartebereich zu sehen, entschied ich mich für den kleinen Umweg, der auch zeitlich einer war, denn die 5 Minuten waren nur die Zeit bis zum Raum mit Iron Man. Der Animatronic ist wirklich gelungen und beeindruckend! Anschließend wurden noch gut 10 Minuten Wartezeit fällig. Und dann ging es nach 3 Jahren endlich wieder auf die Strecke des Rock’n’Roller-Coaster!
Was früher mal mein Lieblings-Coaster gewesen war, bereitete mir dieses Mal leider ganz schön Kopfschmerzen und ich machte die Form des Kopfteils der Sitze als Übeltäter ausfindig. Na toll, dachte ich mir. Da haben sie den Coaster ewig umgebaut und dann verschlimmbessern sie den Komfort während der Fahrt… Ich nehme an der Stelle mal vorweg, dass ich Flight Force einige Tage später aber noch eine neue Chance gegeben habe und es da deutlich angenehmer war. Wahrscheinlich waren also eher meine Frisur in Kombination mit der Masken-Klammer am Hinterkopf schuld. Ich war etwas enttäuscht, aber so fiel es mir zumindest nicht schwer, mich vom Avengers Campus wieder loszueisen für einen Kurztrip durch des OAS. Da es morgens mit dem Rope Drop bei Crush ja nicht geklappt hatte, wollte ich nun nutzen, dass meiner Meinung vielen Gästen im DL nicht klar ist, dass sie sich bis Parkschluss in Schlangen stellen können. Bei Crush sieht man das signifikant, wie in der letzten Stunde vor Parkschluss die Wartezeit deutlich runter geht. Nach dem Motto „Wenn der Park in einer Stunde schließt, schafft man ja gar keine 90 Minuten Wartezeit mehr“. Ich ging gegen 20:45 Uhr durch den Single Rider Eingang rein und 15 Minuten später strudelte ich auch schon glücklich durch den Ozean. Auf dem Rückweg zum Campus schaute ich noch bei den Scream Monitors vorbei; einer Ecke, die ich bisher übersehen hatte, da ich auch die Monster AG-Filme nicht kenne. Da der Campus bis 22:30 Uhr geöffnet war, nahm ich mir noch die Zeit, das Schaufenster von „Tower Books & Music“ genauer zu betrachten. Imagineering ❤ Und dann ging es schließlich noch eine Runde zu Spider Man. Von vielen Seiten hatte ich schon gehört, dass der Ride richtig viel Spaß macht und auch ohne mit Spider Man viel anfangen zu können wollte ich mir diese neue Attraktion natürlich nicht entgehen lassen. Leider wurde ich als einzige in der Single Rider Line sehr lange überhaupt nicht beachtet, obwohl der CM mich definitiv gesehen hatte. Dann durfte ich aber endlich mit ins WEB-Labor! Während ja viele darüber klagen, dass sie am nächsten Tag Muskelkater bekommen, schoss ich als Mensch ohne nennenswerte Armmuskulatur meine Fäden lässig aus dem Handgelenk und hatte wirklich viel Spaß dabei. Hier musste ich mich selbst überreden, nicht noch eine zweite Runde zu fahren, denn es war wirklich ein langer Tag gewesen und morgen wollten wir direkt zur EMH in den Disneyland Park.

„Das erste Mal an einem Tag alles in den Studios gefahren“, schrieb ich meinem Mann – selbst überrascht von dieser Erkenntnis – nach diesem wunderschönen Abend, als ich den Tag Revue passieren ließ. (Ratatouille war geschlossen und würde erst am Samstag wieder öffnen.) Nur auf meiner Snack-Liste war bei weitem nicht alles geschafft. Die Öffnungszeit des Super Diner hatten wir verpasst, das Magnum-Eis hatte ich nicht gehabt und auch der Thunder Cake der Stark Factory hätte partout nicht mehr reingepasst.
Spontan machte ich am Ausgang noch einen Abstecher in den Studios Store. Hier schaute ich mir alles in Ruhe an, machte einige Fotos von Dingen, die ich vielleicht kaufen wollte; unter anderem verliebte ich mich in eine Kette mit dem Disney-Schloss. Ich hätte sie direkt gekauft, war mir aber unsicher, ob sie mir in Gold oder Silber besser stehen würde. Weit und breit kein CM, also würde ich am nächsten Tag meinen Mann um Rat fragen. Für Freunde aus den USA überlegte ich, ein Ausfüllheft für ihren geplanten Besuch mitzubringen. Oder alternativ doch das Poster mit den Stickerbögen für die Kinder? Auch das wollte ich mir die Tage noch überlegen. Begeistert war ich, als die ich Lanyard Pouches sah. Mein Freund hatte mir aus der WDW 50 Kollektion nämlich ein Schlüsselband geschickt, an das ich zu gerne eine Hülle mit meiner Jahreskarte befestigt hätte. Wie cool, dass Disney genau sowas anbietet! Leider gefiel mir allerdings keins der Motive so richtig gut, sodass ich auch das erstmal vertagte. Dann kaufte ich aber ganz spontan doch noch etwas: Die gerade eingetroffenen Weihnachtsohren mit den Christmas Lights! Die Farben gefielen mir sehr gut und auch wenn es wahrscheinlich noch eine Weile dauern würde, bis ich einen Disney-Park zur Weihnachtszeit erleben würde (little did I know 😄), stellte ich es mir schön vor, die Ohren einfach zu Hause aufzusetzen, zusammen mit meiner weihnachtlichen Mickey-Kuschelhose beim Plätzchen backen oder Baum schmücken. Einen Mini-Abstecher machte ich im Village noch, denn ich wollte mir auf diesem Trip gerne meinen eigenen R2-Droid bauen, aber es gab dort nur eine Sorte Kopfbedeckung, die ich absolut langweilig fand. Gegen 22:30 Uhr kam ich am Hotel an, machte mich schnell bettfertig und damit war dieser wunderbare erste Parktag zu Ende.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Unser Tag sollte pünktlich zum Start der EMH im Disneyland Park starten und vorher wollten wir im Hotel frühstücken. Das hatte im letzten Jahr immer hervorragend geklappt. Dieses Mal war irgendwie der Wurm drin. Bis wir morgens in die Gänge kamen, dauerte es einfach länger 😄 Beim Frühstück in der Sequoia Lodge war es sehr voll und wuselig. Ich kann mich daran erinnern, dass wir 2019 gegen 7/7:30 Uhr dort immer fast alleine gewesen waren. Dieses Mal kamen wir etwas später, es war aber einfach auch wirklich voll überall. Bis wir Erwachsenen uns aufgetan hatten, war unser Sohn quasi schon wieder fertig mit Essen 🙈 Ihm war es aber einfach auch zu voll und zu laut. Mir ehrlich gesagt auch und mein Mann fühlte sich ebenfalls unwohl. Und ich muss sagen, auch die Qualität des Frühstücks hatte ich besser in Erinnerung gehabt. Vielleicht aber auch eine Wahrnehmungssache. Mit HP inklusive waren wir wahrscheinlich weniger kritisch als für 60€. Die größte Enttäuschung für mich waren die Mickey Waffeln, auf die ich mich total gefreut hatte. Trockener wäre nur Staub gewesen…
Während wir unserem Sohn Kopfhörer auf und ein Video vor die Nase setzten, schlangen wir hastig unser Frühstück runter. Gemütlich und entspannt in den Tag starten geht irgendwie anders. Bis wir beim Frühstück durch waren, zeigte die Uhr bereits 9 Uhr an und die Wartezeiten im Park waren schon so hoch, dass sich beeilen nun auch nicht mehr lohnte. Ich war wieder ganz schön enttäuscht und bekam leicht Panik, dass sich der Urlaub als blöde Idee herausstellen würde, bei dem wir viel Geld dafür ausgaben, im Grunde nicht wirklich viel machen zu können… 😕

Kurz darauf betraten wir den Disneyland Park und konnten zum ersten Mal die Dekorationen zum 30. Geburtstag bestaunen. Und die Buntglasfenster der Bahnstation endlich mal wieder sehen! 😍
Besonders mein Mann war begeistert. Er hatte sich auf Social Media noch nicht spoilern lassen, was die Geburtstagsdeko angeht und es war total schön zu beobachten, wie er mit leuchtenden Augen alles entdeckte.
Am Town Square winkten bereits Mickey, Minnie, Goofy, Pluto und die beiden Streifenhörnchen in ihren Geburtstagsoutfits. Für unseren Sohn war das toll, dass dieselben Charaktere da waren, wie im letzten Jahr. Erwartungen erfüllt! 😊
Da wir ob der hohen Wartezeiten und Menschenmassen etwas lost waren (auch bei den Charakteren waren schon horrende Schlangen), ging es erstmal aufs Klo 😅 Unser Sohn war eigentlich auch immer noch ziemlich überreizt vom Frühstück. Wir entschlossen uns dazu, durch die Discovery Arcade erstmal in Richtung Schloss zu laufen. Lange verweilen wollte unser Nachwuchs hier aber nicht und kurz darauf saßen wir auch schon auf dem Pferdekarussell. Danach ging es weiter zu den Teetassen. Wir fuhren im Boot durch das Miniatur-Märchenland und dann gab es für uns alle eine Premiere: Dumbo. Ja, diesen Klassiker waren auch mein Mann und ich dank der üblicherweise hohen Wartezeit noch nie gefahren. Heute hatten wir Glück und mussten nur gut 10 Minuten anstehen. So schön, das Fantasyland von oben zu sehen! Ich war ganz glücklich über dieses unerwartete neue Erlebnis und wurde irgendwie ganz emotional dabei, dieses Disneyland-Original zu fahren :')

Nach dieser schönen Runde Attraktionen suchten wir uns erstmal ein ruhiges Plätzchen für eine Snackpause. Der Rest der Familie steuerte als nächstes den Spielplatz an, während es für mich zu Pirates ging. 15 Minuten standen dran aber schon in der Schlange dachte ich mir, das dauert doch safe doppelt so lange…wurde dann aber überrascht, denn offenbar wurde die Bahn mit voller Kapazität betrieben und daher ging es erstaunlich schnell. So konnte ich die Fahrt dann doch schon nach 15 Minuten genießen.

Anschließend holte ich meinen Sohn am Spielplatz ab; für uns ging es jetzt in Richtung Mittagsschlaf. Einen kleinen Zwischenstopp legten wir im Village noch bei NY Style Sandwiches ein für Mittagessen. Ich muss sagen, für Disney-Verhältnisse hat mich das Kindermenü preislich total überzeugt. Mit dem AP-Rabatt 8€ für eine Portion Nudeln (die bei uns für 3 Mahlzeiten gereicht hat 😂), einmal Pommes, ein Getränk und ein Dessert. Sein Eis aß mein Sohn direkt im Kinderwagen auf dem Weg zum Hotel. Er war wirklich total durch nach dem Vormittag und konnte die Energie gut gebrauchen. Im Hotel merkte ich nochmal mehr, wie übermüdet wir beide waren. Da ich keine Kraft zum Diskutieren hatte, schaute mein Sohn im Hotel nach dem Essen erstmal noch eine Folge Sesamstraße.
Kinder sind ja sehr unterschiedlich. Viele schlafen nach einem ereignisreichen Tag sicher sofort ein. Mein Sohn ist das Gegenteil. Je aufregender und voller ein Tag ist, desto länger braucht er zum Einschlafen, da er erst alle Eindrücke verarbeiten muss. Das resultierte in dem Fall in anderthalb Stunden Einschlafbegleitung, die für mich aufgrund meiner eigenen Müdigkeit echt hart waren 😫
Ich war zwischendrin mehrfach schon fast eingepennt, da aber mein Sohn die Begleitung brauchte hatte mein Gehirn offenbar erstmal „jetzt kein Schlaf“ gespeichert und ich kam dann als er endlich schlief selbst kaum noch zur Ruhe 😵 Manchmal ist es so… 🥴

Mein Mann wollte in der Zeit eigentlich zu Space Mountain und hatte auf kürzere Wartezeiten während „Dream…and Shine Brighter!“ gehofft. Falsch gedacht. Auf 45 Minuten Anstehen hatte er keine Lust und machte erstmal eine kurze Pause neben Star Tours. Das war gerade down und so war er kurz drauf einer der ersten, die wieder mitfahren konnten 😎 Da die Wartezeit überall hoch war, entschied er sich anschließen für BTM. „Da wartet man wenigstens im Schatten“, auch wenn es 45 Minuten waren. Die investierte er für mich gleich mit und holte mir einen Rider Switch Pass. Anschließend machte er sich langsam in Richtung Hotel auf und bekam von mir den Auftrag, dort ein „Bitte nicht stören“-Schild für uns zu organisieren. Das in unserem Zimmer fehlte und da weitere Unterbrechungen des Mittagsschlafs durch das Mousekeeping (eine hatten wir bereits hinter uns) wollte ich zukünftig gerne vermeiden.
 
Baloo1962 Stammgast in den Parks
Bis jetzt doch insgesamt ein gelungener Tag! Das mit dem Frühstück ist zur Zeit wohl immer so. Egal im welchem Hotel. Deshalb haben wir uns nächstes Jahr im September für die Ranch entschieden. Dort kann mein Mann wenigstens in Ruhe sein Frühstück celebrieren😂! Mir würde ja morgens ein Kaffee reichen .
 
Malakina Imagineer Azubi
Sind die CM mit den Rider Switch Pässen wirklich so freigiebig? Ich dachte immer, da müsste man schon das Kind als "Beweis" mit dabei haben. So wie ihr es diesmal gemacht habt, könnte man sich ja einmal anstellen, den Rider Switch Pass lösen und später am Tag nochmal selber fahren? 🤔

Die Wartezeiten killen dieses Jahr echt alles. Ich hatte gestern ein Video auf YouTube von Sam4G0d geschaut aus 2021, wo sie versucht alle Rides für die der damals neue Premier Access eingeführt wurde, ohne diesen an einem Tag (Wochenende, Sommerferien) zu schaffen. Und dann steht sie da vor Peter Pan oder Hyperspace Mountain und sagt "Lord have mercy, it's a 30 minutes wait here!" Da hat's mich vor (verbittertem) Lachen fast von der Couch geschmissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stmisome Besucht die Disney University
Sind die CM mit den Rider Switch Pässen wirklich so freigiebig? Ich dachte immer, da müsste man schon das Kind als "Beweis" mit dabei haben. So wie ihr es diesmal gemacht habt, könnte man sich ja einmal anstellen, den Rider Switch Pass lösen und später am Tag nochmal selber fahren? 🤔
Obwohl wir immer mit den Kindern ins DLP fahren, habe ich diesen Dienst noch nie in Anspruch genommen. Warum auch immer, aber bei uns hat sich das irgendwie nie ergeben.

Zum Thema Frühstück, da sind wir mittlerweile so eingefahren, dass wir eine Dolce Gusto mitnehmen für den ersten oder letzten Kaffee am Tag und morgens eine Kleinigkeit ala Milchbrötchen oder Schokobrötchen dabei haben. Bei Disney stimmt das Preis,-Leistungsverhältnis für das Frühstück in keinster Weise und somit verzichten wir darauf.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Bis jetzt doch insgesamt ein gelungener Tag! Das mit dem Frühstück ist zur Zeit wohl immer so. Egal im welchem Hotel. Deshalb haben wir uns nächstes Jahr im September für die Ranch entschieden. Dort kann mein Mann wenigstens in Ruhe sein Frühstück celebrieren😂! Mir würde ja morgens ein Kaffee reichen .
Nachvollziehbar! Das geht meinem Mann im Zweifel ähnlich wie dir. Ich komme aus gesundheitlichen Gründen morgens nicht ohne Frühstück aus, besonders an so anstrengenden Tagen. Und unser Sohn frühstückt eh mindestens 3x 😂
Es war vielleicht auch naiv, die Erfahrung des vergangenen Jahres wiederholen zu wollen. Da konnten wir uns ja morgens immer so satt essen, dass es bis nachmittags gereicht hat und es gab noch eine echte Nebensaison.
Sind die CM mit den Rider Switch Pässen wirklich so freigiebig? Ich dachte immer, da müsste man schon das Kind als "Beweis" mit dabei haben. So wie ihr es diesmal gemacht habt, könnte man sich ja einmal anstellen, den Rider Switch Pass lösen und später am Tag nochmal selber fahren? 🤔
Naja was heißt freigiebig, an bestimmten Attraktionen funktioniert ein direkter Tausch einfach nicht und nur da gibt es ja auch die Pässe überhaupt. Bei Peter Pan zum Beispiel ist es ja ein tatsächlicher Tausch, bei dem man das Kind dann auch „vorzeigt“. Ich hatte zu den unterschiedlichen Systemen hier auch mal ausführlicher was geschrieben, wobei sich das mitunter auch geändert hat, bei Pirates gab es im letzten Jahr keine Karten mehr.
Dass es beim RC Racer einen Pass gab und nicht direkt getauscht wurde, hat mich zum Beispiel überrascht.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
„Müde falsche Entscheidungen treffen“ ist auf jeden Fall was, das ich richtig gut kann 🙈 Mein Mann und ich hatten vereinbart, dass wir beide jeweils einen Abend alleine im Disneyland Park verbringen würden, um das Feuerwerk und die Drohnenshow sehen zu können. Da es mit dem Rope Drop ja schon nicht geklappt hatte am Vormittag und die Angst, die Tage nicht gut nutzen zu können, tief steckte, entschied ich, dass ich heute Abend den Park unsicher machen würde und mein Mann am nächsten Tag dran wäre. Jetzt am Nachmittag wollte ich aber auch die Parade sehen und fotografieren. Bei unserem Besuch 2015 hatte ich zufällig auf einer Bank vor dem Schloss gestanden und aus dieser Perspektive grandiose Fotos gemacht, das wollte ich mit der aktuellen Parade wiederholen und hatte dafür auch extra unsere Kamera dabei. Mein Mann hatte in der Zeit schon entschieden, den Nachmittag mit unserem Sohn im Hotel zu verbringen, um ihm eine Pause von der Reizüberflutung zu gönnen. Wir machten eine Staffelübergabe an der Zimmertür, während unser Sohn noch schlief, und ich machte mich auf nach draußen.

Ich ließ es langsam angehen und schlenderte erstmal noch eine Runde übers Hotelgelände. Wir lieben die Sequoia Lodge einfach 💚🍁 Die Ruhe, der Geruch der Bäume, der weiche Waldboden, die friedliche Atmosphäre – das alles sog ich ganz tief in mich ein.
Auf dem Weg in den Park blieb ich am Bauzaun des DL-Hotels stehen und betrachtete die Plakate der Attraktionen im 30-Jahres-Style. Die sollten sie verkaufen, ich würde mir einige genauso als Poster hinhängen. Der Style gefällt mir richtig gut!

Gegen 16:30 Uhr war ich im Park und wollte vor der Parade noch einen Punkt meiner Snack-Liste abhaken. Deshalb ging es auf zum Café de la Brousse für ein Dole Whip. Wow! Auf diese riesige Portion war ich nicht vorbereitet gewesen! Davon hätten mindestens drei Leute essen können, es war einfach mal so groß wie mein Kopf. In WDW hatte ich es geliebt und fand es sehr erfrischend. Inzwischen hat sich mein Zuckerkonsum im Alltag deutlich reduziert, sodass es mir leider viel zu süß war.
Eine dreiviertel Stunde vor Beginn der Parade waren Central Plaza und Main Street schon dicht bevölkert von Wartenden. Auf einer Bank saßen zwei (wie sich später herausstellte auch deutsche 😅) Gäste, die mir für die Parade ihren Platz überlassen wollten. Sie selbst würden die Zeit nutzen, um BTM zu fahren. Ich kämpfte mich in der verbleibenden Zeit tapfer durch mein Dole Whip. Zusätzlich zum Hunger hatte ich jetzt auch noch klebrig-süße Bauchschmerzen 🙈
Dann ging es los mit der Parade! So schöne Fotos wie erhofft kamen zwar nicht zustande, aber ich konnte alles gut sehen. Schade, dass die Parade doch so schnell vorbeizieht. Gerade die Kostüme der Performer am Boden würde ich mir eigentlich gerne mal länger ansehen, die sind für mich persönlich das Highlight! So toll detailreich und fantasievoll gestaltet! Sonst ist die Stars on Parade ja leider eher nicht so mein Favorit. Aber zumindest konnte ich Maleficent mal Feuer spucken sehen. Bei unserem letzten Besuch gab es die Parade coronabedingt noch nicht wieder und das Mal davor hatte sich erst der Unfall in WDW ereignet, weshalb ja dann alle Maleficents erstmal einen Maulkorb bekommen hatten. Mir fiel wieder einmal auf, wie laut die Musik der Parade war und ich war froh, dass mein Mann mit unserem Sohn einfach im Hotel geblieben war. Sie hätten es eh nicht rechtzeitig geschafft, da unser Nachwuchs nach der Anstrengung fast 2,5h Mittagsschlaf machte.

Mein nächster Stop war Casey’s Corner. Ich brauchte endlich mal was richtiges zu Essen. Bei Casey im DLP hatte ich noch nie gegessen und das hätte rückblickend auch gerne so bleiben können 😅🙈 Der Hot Dog mit Käsesauce war fast noch trockner als die Waffeln vom Frühstück und ließ sich nur mit viel Ketchup runter bekommen. Dafür überraschte mich das Baseball-Dessert. Das ist ab jetzt bei jedem Besuch Pflicht! So gut 😍 Und natürlich nahm ich mir auch noch etwas Zeit, die Exponate an den Wänden des Restaurants zu erkunden.

Dann trat ich erstmal wieder den Rückzug an, um mich kurz mit meiner Familie zu treffen. Für meinen Abend im Park brauchte ich noch Pullover und Jacke sowie den Rider Switch Pass und ein paar andere Kleinigkeiten. Ich fuhr mit dem Bus zum Hotel, an der Haltestelle wartete meine Familie schon auf mich. Schnell die Sachen ausgetauscht, beide einmal gedrückt und geküsst und schon ging es zurück in Richtung Park.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Ich war froh, meinen Sohn so ausgeschlafen und fröhlich zu sehen und vermisste ihn bereits. Mein Mann und mein Sohn sind einfach ein unschlagbares Team. Der Kleine hatte wohl nach dem Mittagsschlaf auch erstmal noch ausgiebig von Mickey and the Magician vom Vortag erzählt – einfach zu viel los und zu wenig Möglichkeiten, alles zu verarbeiten. Mein Mann wollte mit ihm eigentlich noch in der Spielecke des Hotels vorbeischauen, da war aber alles schon wieder abgebaut. Es war auch bereits gegen 19 Uhr. Stattdessen machten sich die beiden auf zum NPBC. Hier begann um 19:30 Uhr die Zeit der Character Meet & Greets und die beiden konnten Pluto treffen. Unser Sohn hatte bei einer Einschulungsfeier in der Familie einen Monat vorher eine Partytröte bekommen, die er mit in den Urlaub genommen hatte, da er sie unbedingt Mickey zeigen wollte. Da wir Mickey bisher nur von weitem gesehen hatten, präsentierte er sie stattdessen stolz Pluto. Auch eine Umarmung und einen Kuss gab es von unserem Nachwuchs für den flauschigen Hund und im Anschluss berichtete er mir von seinen Erlebnissen ganz stolz per Sprachnachricht ❤
Zum Abschluss des Tages gab es für unseren Sohn noch ein kleines Picknick mit dem Rest Nudeln auf einer Treppe am See. Er wollte danach eigentlich gerne nochmal „ins Disneyland“, aber die Situation konnte mein Mann zum Glück gut lösen. Zurück im Hotel badete unser Kleiner noch ausgiebig, snackte etwas Obst und dann ging es für ihn ins Bett. Auch die zweite Einschlafbegleitung des Tages war sehr fordernd, noch dazu kündigte sich Schnupfen an…mein Mann war danach mental ähnlich erschöpft, wie ich am Nachmittag. Wie gut, dass wir uns dahingehend abwechseln können 😌

Als ich gegen 19:30 Uhr wieder im Park ankam, war bereits der ganze Central Plaza voll mit Menschen, die ihre Plätze für das Feuerwerk um 21 Uhr reserviert hatten. Einfach nur krass!
Einer spontanen Eingebung folgend, war ich direkt am Eingang in die Plaza West Boutique abgebogen. Hier zog mich sonst eigentlich nichts hin, ich hatte das immer als kleinen Laden abgetan, in dem vor dem Verlassen des Parks auf den letzten Drücker doch noch Ballons und Ohren gekauft werden können. Das Sortiment entsprach genau meiner Erwartung, aber natürlich lohnte sich auch hier wieder der Blick nach oben auf die thematische Gestaltung des Shops 😍
Weiter ging es mit einem kleinen Rundgang durch den Boardwalk Candy Palace. Bei Main Street Motors konnte ich anschließend einen Punkt auf meiner Liste abhaken und endlich ein Spirit Jersey anprobieren. Die aktuellen Motive sagen mir zwar leider nicht zu, aber es gab in der Vergangenheit häufiger welche, die ich mir gerne gekauft oder bestellt hätte, wenn ich denn meine Größe gekannt hätte. (Bei unserem letzten Besuch waren pandemiebedingt keine Anproben möglich.) Größe S ist für mich die richtige; das protokolliere ich hier mal für mich selbst 😇. Erschrocken war ich ja über den Zustand der Umkleidekabine. Vorherige Benutzer*innen hatten die Kleidung einfach auf den Boden geworfen. Sicher könnte Disney hier auch etwas entgegensteuern und wie in anderen Geschäften üblich eine Rückgabestange installieren, aber die Kleidung einfach auf den Boden zu werfen – das muss doch wirklich nicht sein.
Wo ich gerade so im Shopping-Thema war, ging es gleich noch weiter zu Star Traders. Hier war die Build-a-Droid-Station deutlich besser ausgestattet und ich stellte mir meinen eigenen Droid zusammen. Sehr schade finde ich, dass man sich für eine Kopfbedeckung entscheiden muss. Ich hätte gut und gerne draufgezahlt für jede weitere! Bei mir wurden es die Mickey-Ohren mit Jedi-Crest, aber den Mickey-Zaubererhut und auch die Weihnachtsmütze hätte ich ebenfalls gern gehabt.

Mit dem Rider Switch Pass in der Tasche kämpfte ich mich durch zum Frontierland, um noch schnell BTM zu fahren. Das macht immer wieder so Spaß 😍 Zu verlockend, die bereits teilweise aufgebaute Deko zu Halloween anzuschauen, aber das wollte ich ja im November dann ausgiebig machen und außerdem drängte so langsam die Zeit, denn es war schon nach halb neun. Normalerweise schaue ich mir das Feuerwerk ja gerne aus seitlicher Perspektive an, z.B. aus Richtung Eingang zum Discoveryland, aber Disney D-Light wollte ich schon gerne aus zentraler Perspektive sehen bzw. so ganz leicht schräg, wie man eben stehen muss, um das Bild aus Schloss und Mickey/30 ideal zu betrachten. Ich erkämpfte mir noch einen Platz. Es war kaum ein Durchkommen und ich fühlte mich enorm unwohl. Auch ohne Pandemie ist so ein Sardinenbüchsenlevel ja einfach echt nicht schön.
Disney D-Light konnte ich prima sehen, hatte mir aber mehr erhofft. Wenn man das schon auf Bildern gesehen hat, gab es ja nun auch nichts wirklich „neues“ mehr und im Gegensatz zu Feuerwerk haben die Drohnen auch bei mir in live nicht die zusätzliche Magie ausgelöst. Schade, aber ich war dennoch froh, es gesehen zu haben, denn an sich ist die Idee und auch Umsetzung ja schon ziemlich cool. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich solche Abendshows in Zukunft entwickeln. Das Feuerwerk/die Projektionen im Anschluss konnte ich wegen der Menschenmassen leider kaum genießen. Ich versuchte auch, früher zu gehen, da mir immer unwohler wurde und ich leicht Platzangst bekam. Es war schwierig, überhaupt durchzukommen. Als ich es endlich geschafft hatte, mich aus der Masse zu befreien, kam die Show zu ihrem Abschluss. Den hätte ich eigentlich gerne noch gesehen, aber durch die vielen Menschen hatte das Feuerwerk für mich leider in dem Moment überhaupt nichts Magisches. Schade. Nach der Pandemiepause hatte ich mich so auf endlich wieder Disney-Feuerwerk gefreut.

Ich verließ den Park und machte noch einen kurzen Abstecher rüber in die Studios, denn ich wollte mir die Halskette nun kaufen und auch nochmal entscheiden, welches Mitbringsel es für meinen Freund werden sollte. Dass man im Disneyland nicht lange überlegen sollte, sondern im Zweifel besser direkt zuschlägt, das lernte ich an diesem Abend auf die harte Tour. Die Halskette gab es nur noch in Silber und die anderen Artikel auf meiner Liste waren überhaupt nicht mehr im Geschäft zu finden. Als hätte es sie nie gegeben! Ich fragte eine CM, ob die Ketten nochmal in Gold zurückkommen würden. Sie beachtete mich zunächst kaum und winkte dann ab. Ziemlich geknickt verließ ich die Studios wieder und tat etwas, das ich unter anderen Umständen nie gemacht hätte: Ich stürzte mich direkt nach dem Feuerwerk ins Getümmel des World of Disney Store. Auch hier gab es die Kette nur noch in Silber und ich erwischte gerade so eine der letzten. Wenig hoffnungsvoll fragte ich auch hier eine CM, ob es irgendeine Chance gäbe, die noch in Gold zu bekommen. Wir konnten uns nicht so gut miteinander verständigen, aber sie war super lieb und verschwand kurz hinter den Kulissen, um etwas in Erfahrung zu bringen. Kurz darauf kam sie wieder und sagte mir, im Disney Fashion Store hätte ich noch eine Chance. Ich bedankte mich überschwänglich, hing schnell noch die silberne Kette zurück und rannte los. Keine Ahnung, wieso, aber ich wollte es nicht riskieren, dass mir diese Chance entwischte und mir möglicherweise jemand die letzte goldene Kette vor der Nase weg kaufte. Und dann stand ich kurz darauf völlig außer Atem und verschwitzt im Disney Fashion Store an der Kasse mit einer goldenen Kette in der Hand, emotional mal wieder völlig aufgelöst und den Dankbarkeitstränen nahe. Wie schafft Disney es eigentlich, dass man weint vor Glück darüber, dass man ihnen völlig überteuerten Modeschmuck abkaufen darf? 😅

Mit meinem Schatz fest in der Tasche schlenderte ich danach noch kurz durch die restliche Ladenzeile auf dieser Seite des Villages. Und was blinkte mir da ab diesem Punkt von jedem Schmuckständer in den anderen Läden entgegen? Richtig, die goldene Kette 😂 Da kam ich mir rückblickend mit meiner Sprint-Aktion schon etwas theatralisch vor.
Auf den Schreck brauchte ich noch etwas zu Essen. So wie ungefähr alle Menschen, die kurz zuvor den Disneyland Park verlassen hatten 🤡 Überall lange Schlangen. Da ich keine Ansprüche mehr hatte, sondern einfach nur noch ein wenig was im Magen haben wollte, schaute ich mich bei Earl of Sandwich in der Theke um und entdeckte, nachdem ich schon einen Nudelsalat in der Hand hielt, dass man hier Curly Fries aus einer Warmhaltebox direkt ohne Anstehen kaufen konnte. Hallelujah!
Ich setzte mich auf eine Bank am See und stopfte die Fritten in mich hinein, die genauso schmeckten, wie man sich Curly Fries vorstellt, die schon einige Stunden in Pappe eingepackt in einer Warmhaltebox verbracht haben. Aber in dem Moment gab es für mich nix besseres. Da hörte ich auf einmal Knallgeräusche und sah rotes Feuerwerk hinter dem Village aufblitzen. Am nächsten Morgen sah ich auf Instagram, dass es an diesem Abend zum Parkschluss überraschend ein kleines Feuerwerk + Drohnenshow am Avengers Campus gegeben hatte. Ob Disney hier wohl getestet hat, wie eine Nighttimeshow in den Studios aussehen könnte…? Nach dieser Überraschung schlich ich mich gegen 23 Uhr zurück in unser Hotelzimmer und unser zweiter Disney-Tag ging auch für mich zu Ende.
 
MinervaMouse Imagineer Azubi
Nach der Erfahrung des Vortags versuchten wir am Freitag gar nicht erst, es zur EMH zu schaffen 😅 Stattdessen wollte ich mit unserem Sohn gerne zum Character Spot in der SL gehen. Im letzten Jahr hatte er so viele Charaktere treffen können. In diesem Jahr waren die Hotels unsere einzige Chance bei den langen Schlangen im Park. Heute Morgen war Goofy anzutreffen und es war so voll und trubelig, dass mein Mann am liebsten auf der Stelle kehrt gemacht hätte. Dann vielleicht doch erst zum Frühstück und danach zu Goofy? No way, die Schlange an den Restaurants ging beinahe die Treppe hoch, so voll war es. Puh…mein Mann schlug vor, im Park zu frühstücken und doch die EMH zu nutzen, aber für die war es nun zu spät. Und unser Sohn hatte Goofy natürlich längst gesehen. Ich stellte mich mit ihm an. Mein Mann holte sich einen Kaffee vom Automaten und genoss währenddessen die Ruhe auf der sonst einsamen Terrasse. Nach knapp einer halben Stunde hatten wir es endlich zu Goofy geschafft, der uns in seinem Freizeit-Outfit vor der Bergkulisse begrüßte und von unserem Sohn direkt umarmt wurde 😍 Da geht mir ja immer das Herz auf! Wir sprachen ihn auf sein Outfit an und „übten“ eine Runde Wandern gehen mit ihm. Die Interaktion war wirklich schön. Leider hatte der Character Attendant davon keine Fotos gemacht, sondern hielt uns zur Eile an, wir sollten schnell unsere gewünschten Gruppenbilder machen. Von unseren Späßen mit Goofy hätte ich viel lieber ein Bild gehabt, als von den gestellten Grinse-Fotos, aber sei es drum.

Wir stießen wieder zu meinem Mann und berichteten von unseren Erlebnissen. Für meinen Sohn und mich holte ich noch einen Kakao. Profi-Tipp: Einfach vom benachbarten Automaten noch einen Eiswürfel in den Kakao plumpsen lassen, dann hat dieser in Windeseile perfekte Trinktemperatur für ein Kind 😎 Mein Mann staunte nicht schlecht über diesen Einfall, den ich schon am Vortag gehabt hatte.
Gerade in Stress-Situationen ist es für mich oft schwer, Pläne zu ändern, aber nun, wo wir uns nach dem Trubel in der klaren Morgenluft entspannen konnten stimmte ich meinem Mann schnell zu, dass wir uns zum Frühstück lieber etwas im Village besorgen sollten. Ich holte mir beim Earl of Sandwich das American Breakfast Sandwich mit Ei, Käse und Bacon. Genau das Richtige in dem Moment und wirklich schön, auch etwas Warmes zu sich zu nehmen. Und mit knapp 7€ deutlich angemessener für ein Frühstück als die Preise im Hotel.

Mein Mann hatte noch nichts gefunden und unser Sohn wollte unbedingt Eis, was es aber um die Uhrzeit noch nirgends gab, deshalb ging es erstmal weiter in den Park. Dort sah ich auf der Main Street gerade die Pferde-Tram in Richtung Town Square fahren und bedeutete meinem Mann, sich mit unserem schnell Sohn an die Haltestelle zu stellen. Während sie warteten, kamen auch Mickey und Co auf die Bahnstation und es konnte nochmal fleißig gewunken werden. Ein wenig neidisch war ich ja schon, dass ich nicht mit der Tram mitfahren konnte, denn das hatte ich tatsächlich auch noch nie gemacht, aber ich freute mich vor allem für unseren Sohn über die tolle Gelegenheit und beobachtete sein strahlendes Gesicht, während ich den Kinderwagen schiebend nebenher lief 😊

Am Schloss angekommen, wollte unser Sohn gerne die obere Etage erkunden. Ich machte von unten Fotos, wie mein Mann und er vom Balkon winkten und begab mich dann zum ersten Mal in Merlins Werkstatt, um die Gestaltung zu erkunden und auch mal einen Blick auf die Zauberstäbe zu werfen. Es ist immer wieder toll, "neue" Ecken des DLP zu erkunden. Mir war gar nicht klar gewesen, dass es auch von hier einen Eingang in die Drachenhöhle gibt! Was im Rahmen der Backstory ja nur Sinn ergibt. Dieser Eingang wurde allerdings wie alle anderen kurz darauf geschlossen, als die Fontänenshow am Schloss stattfand. Also vertagten wir die Drachenhöhle auf später.
Weiter ging’s ins Labyrinth der Herzkönigin. Unser Sohn war begeistert und steckte mit seiner Freude einige vor und nach uns laufende Personen an. Besonders beim hüpfenden Wasser jauchzte er ohne Ende und hatte viel Spaß. Das Schloss der Herzkönigin wiederum fand er relativ lame, hier ging es ihm nicht hoch genug hinaus 😅

Mein Mann wurde die ganze Zeit über immer missmutiger oder besser gesagt hangry – er hatte ja immer noch nichts gegessen. Unser Sohn wollte immer noch am liebsten Eis. Als wir vom Schloss der Herzkönigin kamen, öffnete gerade der Imbiss beim Märzhasen. Perfekt! Ein Eis von hier stand ohnehin noch auf meiner Snackliste. Wir einigten uns als Familie auf die Eistüte des verrückten Hutmachers mit Karamellsauce und Popcorn. Wie beim Dole Whip die ideale Portion für drei Leute – mit dem großen Vorteil, dass wir heute tatsächlich zu dritt waren. Diese Karamellsauce ist ja der Hammer! Schade, dass die nur obendrauf gegossen wird, richtig genial wäre das Eis als Swirl. Wir ließen es uns schmecken und fuhren im Anschluss gleich noch eine Runde mit den Teetassen.
Danach ging es auf zu Casey Junior. (Mit dem wir am Vortag auch schon gefahren waren, das fehlt in meinem Bericht.) Unser Sohn wollte gerne ganz vorne in der Lok fahren, weshalb wir eine Bahn wegfahren ließen und dann auf unsere Wunschplätze einsteigen durften.
Auf dem Weg in Richtung Parkausgang – es war inzwischen schon Mittagszeit – konnten wir dann noch den Abstecher in die Drachenhöhle machen. Unser Sohn gruselte sich einerseits ganz schön, fand es aber super spannend und wurde mit dem Glücksgefühl belohnt, was man eben hat, wenn man sich etwas traut, mutig ist und dann etwas cooles erlebt ☺

Und dann ging es zu Annette’s, wo ich in den Genuss des Jahreskarten-Cocktails kam – zumindest für einen kurzen Schluck, dann trat ich ihn bereitwillig an meinen Sohn ab. Für meinen Mann gab es Burger, unser Sohn aß die Pommes und ich bestellte mir meine Lieblingsvorspeisen, die Quesadillas und Zwiebelringe. Gerne hätte ich auch noch die Hash Browns gehabt, die aber leider an diesem Tag aus waren. Rückblickend muss ich sagen "zum Glück", denn sonst hätte ich wahrscheinlich gar nicht alles geschafft.
„Waren die Quesadillas früher nicht mal mit Hähnchen?“, fragte ich meinen Mann nach dem ersten Viertel und schaute nochmal in die Speisekarte. Sie waren immer noch mit Hähnchen, das musste man allerdings sehr aufmerksam suchen. Früher war Annette’s immer unser Highlight gewesen, dieses Mal war ich nicht mehr ganz so begeistert, muss ich sagen. Das mag aber auch daran liegen, dass wir inzwischen zu Hause selbst viel Quesadillas, Zwiebelringe und gute Burger essen. Der Mittagsschlaf unseres Sohnes war inzwischen überfällt und während unser erster Kellner sehr engagiert gewesen war, ließ sich der neue nach dem Schichtwechsel leider kaum blicken. Das Bezahlen dauerte dann noch unnötig lange, da er uns zwar die Rechnung brachte, aber nicht erwähnt, dass wir zum Bezahlen an seinen Counter kommen müssten, weshalb wir noch eine Viertelstunde sinnlos rumsaßen, bis wir ihn nochmal erwischten, um nachzufragen. Sei es drum. Wir machten uns alle drei schleunigst auf ins Hotel zur Mittagspause.
 
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