Disneyana - von den Anfängen bis zum Disneyland Paris
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Disneyana – Damals & Heute: Eine Einführung bis zum Euro Disneyland

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In dieser Rubrik des dein-dlrp-Blogs geht es um alles zum Thema Disney Merchandise, das sogenannte Disneyana.
Doch erst einmal will ich mich kurz vorstellen – mein mir vor 28 Jahren zugeteilter Name ist Steffen und ich sammele und verkaufe Disneyana seit meinem 12. Lebensjahr.
Bevor wir uns in diesem Artikel unserem geliebtem Disneyland Paris und dessen Merchandise widmen, muss ich kurz ausholen und euch auf eine kleine Zeitreise entführen.

Eine kleine Disneyana Geschichte

Die Anfänge des Disney Merchandise

Wir beginnen im Jahr 1929, als ein New Yorker Unternehmer in der Lobby eines Hotels auf den jungen Walt Disney traf und ihm $250 USD anbot, wenn er Mickey Mouse auf einem Notizblock abdrucken dürfe. Der erste Merchandise Artikel war geboren!

Von hier ging es steil bergauf. Im Dezember 1929 strukturierte Walt seine Walt Disney Studios zum ersten Mal um. Die Walt Disney Productions war geboren – und neben ihr auch eine Abteilung für Filmaufnahmen, eine Investment-Firma für die Grundstücksverwaltung und die Walt Disney Enterprises.
Die WDE (Walt Disney Enterprises), kennen wir heute als Disney Consumer Products. Neben dem Vertrag mit Charlotte Clark, für das erste Mickey Mouse Plüschtier, war es WDE möglich, die George Borgfeldt Company als Partner für internationale Lizenzvergaben zu engagieren.
Dieser Erfolg brachte Walt und Walt Disney Productions nicht nur durch die Wirtschaftskrise, sondern zeigte das enorme finanzielle Potential der eigenen Charaktere. So engagierte Walt den amerikanischen Unternehmer Kay Kamen und erschuf mit dessen Hilfe das moderne Merchandise. General Foods (heute Kraft Foods) zahlte 1934 zum Beispiel die damals unglaubliche Summe von $1,5 Millionen USD, um Mickey auf einer Cornflakes-Schachtel abzudrucken. Das macht Mickey zum ersten animierten Charakter auf einem Lebensmittelprodukt.

Nach vielen erfolgreichen Jahren und Millionen von Bleistiften, Spielzeugen, Tassen und Taschentüchern wurde mit der Eröffnung des Disneyland Resort im Jahr 1955 eine komplett neue Plattform für den Absatz von Disney Merchandise geschaffen.

Disney Parks Merchandise

Das Disney Parks Merchandise ermöglicht es den Besuchern und Sammlern seit 1955, die Erlebnisse und Charaktere in den Themeparks, auch in materieller Form mit nach Hause zu nehmen und gab dem dort gekauften Mickey Mouse Plüschtier obendrein eine gewisse Exklusivität. Disney hatte eine ganz neue Sparte des Handels für sich entdeckt – das Souvenir.

Also gründete man eigene Marktforschungsunternehmen, engagierte eigene Produktdesigner, knüpfte eigene Kontakte zu Firmen in Fernost und arbeitete an der stetigen Verbesserung der Produktpalette. Nach nur wenigen Jahren gab es alles zu kaufen, was niemand wirklich brauchte, aber unbedingt haben wollte. Es gab alles, von der Anstecknadel über den Kaffeebecher bis hin zur Zigarettenschachtel mit dem Namen Disney darauf. Nur Kaugummi, den gab es niemals innerhalb der Tore von Walt Disney’s Märchenreich zu kaufen.

Es folgte neben weiteren Themenparks in Florida und Tokyo, ein eigener Mailorder-Katalog für die Produkte der beiden amerikanischen Themenparks im Jahr 1985. Dies ermöglichte es erstmals auch Nicht-Besuchern der Themenparks in den Genuss des exklusiven Produkte aus den Parks zu kommen, quasi die Mutter der heute von uns so gern genutzten Mailorder-Emailadresse des Disneyland Paris. Diese Kataloge erschienen einmal im Jahr zu einem Preis von $2 USD und waren binnen weniger Stunden in allen Kiosken vergriffen.

Neue Märkte erschließen mit dem Disney Store

Wieder sah die Walt Disney Company wie viel Potential doch in ihren Charakteren und dem Merchandise steckte und gründete im Jahr 1987 eine eigene Ladenkette 1987 – The Disney Store. Das erste Ladengeschäft öffnete am 28. März 1987 in Glendale, Kalifornien seine Türen.
Für Sammler eröffnete sich ein ganz neuer Horizont von Sammelgegenständen, so gab es nun die Produkte der unzähligen Lizenznehmer, verfügbar in allen Geschäften die Lizenzartikel führten, sowie exklusives Souvenirs aus den Parks und nun obendrein exklusives Merchandise, welches nur in den neuen Ladengeschäften zu kaufen war.
Doch damit nicht genug, man stellte bei Disney den Mailorder-Katalog der Park Produkte noch im gleichen Jahr ein, obgleich man weiterhin die Möglichkeit hatte dort zu bestellen und auch bis heute noch hat. Nein Disney Consumer Products, die nun seit 1986 auch als solche bekannt war, erschuf eine weitere Linie exklusiven Merchandise – The Disney Catalog. Welcher uns von 1988 bis 2006 mit jährlich bis zu 6 Ausgaben, neue, ausgefallene und exklusive Produkte bis zur Haustür brachte.

Disney Consumer Products

DCP (Disney Consumer Products) war nun zuständig für 2 amerikanische Themenparks, einen japanischen Themenpark, eine eigene weltweit operierende Ladenkette und ein Katalog-Geschäft.

The Disney Store online & Disney Auctions auf ebay

1996 eröffnete Disney neben dem Katalog-Geschäft, eine eigene Website – TheDisneyStore.com. Gefolgt von einer Kooperation mit ebay im Jahr 2000 unter dem Banner „Disney Auctions“, auf dieser Plattform war es Sammlern erstmals möglich, original Requisiten aus den Themenparks weltweit zu ersteigern.
2004 war man dann durch den Verkauf der Marke Disney Store und der damit verbundenen Domain gezwungen den Namen zu ändern. Fans des Merchandise der eigenen Produkte besuchten fortan nun die Website DisneyDirect.com.Und nur zwei Jahre später änderte man den Namen schon wieder, dieses Mal in DisneyShopping.com, vor allem bekannt für hunderte exklusiver Pins, welche nur über diese Website zu bestellen waren. Ausserdem beendete man die Kooperation mit ebay und führte die Verkäufe komplett unter der eigenen Regie durch.
Da das Franchise-Konzept der Firma „The Childrens Place“ nicht aufging und es weltweit zu massiven Schließungen der Disney Stores kam, unter anderem auch zu allen vier deutschen Märkten, kaufte man die Marke im Jahr 2008 zurück. Beendete das „Disney Auctions“-Geschäft in 2009 vollständig und führrte die eigene Website wieder unter dem neuen Namen „DisneyStore“.
Europäische Online-Shops kamen in 2011 dazu und seit 2015 gibt es zumindest für den amerikanischen Markt auch wieder eine Möglichkeit in einer Art Katalog für Park Merchandise zu stöbern und zu bestellen – „The Disney Parks Shopping App“.

Euro Disneyland

Neben den vielen Projekten für die DCP, zwischen dem Beginn des Park Merchandise in 1955 und der Eröffnung von „The Disney Store“ in 1986, musste die Tochterfirma der Walt Disney Company weiter wachsen, denn im Jahr 1992, kam zu den europäischen Disney Stores auch noch ein weiterer Themenpark mit neuen Verträgen, eigener Kultur, anderem Theming und komplett anderem Kaufinteresse. (Schonmal versucht in einem amerikanischen Disney Park eine vernünftige Postkarte zu bekommen?)
Diese Hürde wurde mehr oder weniger mit Bravur gemeistert – es gab eigene Pins, eigene Tassen, Postkarten und vieles mehr. Einzig die Plüschtiere wurden einfach aus den anderen Themenparks importiert – so kaufte man in Euro Disney, eine Mickey Mouse aus Disneyland Resort und einen Woody aus Walt Disney World. Doch auch hier wurden in den chinesischen Fabriken schnell eigene Etiketten für das Euro Disneyland produziert und eingenäht.

Sind wir mal ehrlich, keiner von uns hat jemals ohne ein solches Souvenir einen Disney Park verlassen. Und neben den 61 Jahren Disneyland Resort, 45 Jahren Walt Disney World und 33 Jahren Tokyo Disneyland, können wir nun auch mittlerweile auf fast 25 Jahre Disneyland Paris Merchandise Geschichte zurückblicken.
Also laaaaaange Rede kurzer Sinn – ich möchte mit euch in dieser Rubrik des Blogs (so oft ich darf), den Gedanken, die Kunst und das Gefühl hinter dem kleinen Andenken, welches jeder von uns immer wieder mitbringt, entdecken und beleuchten.

Vielen Dank
euer Steffen

Der Beitrag wurde am Montag, den 04. Juli 2016 um 13:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter Mr. Fantasias Disneyana Ecke abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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