Christophe Leclerq - Teil 1 - Cast Member Interviews
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Christophe Leclerq – Show Director Christmas Cavalcade & Santa Claus Village – Teil 1 – Cast Member Interviews

Christophe Leclerq, Show Director Disneyland ParisDas heutige Interview haben wir mit Chrisophe Leclerq geführt. Christophe arbeitet bereits seit fast 25 Jahren beim Disneyland Paris und begann seine Karriere 1989 als Tänzer, lange vor der eigentlichen Eröffnung des Resorts. Zu dessen Eröffnung 1992 war er bereits verantwortlicher Choreograph für die Eröffnungsfeier des Hotel Cheyenne.
Inzwischen ist er Show Director und trug in der diesjährigen Weihnachtssaison die Verantwortung für die Christmas Cavalcade und das Santa Claus Village.

Vom Tänzer zum Showriter – Imagineering Karriere im DLP

Torsten: „Soweit ich weiß, arbeiten Sie seit 14 Jahren als Show-Director im Disneyland Paris, nachdem Sie Ihre Karriere im Disneyland Paris 1989 als Tänzer begonnen haben.“
Christophe: „Ja, ich war Kapitän einer der Tanzgruppen für die Eröffnung des Resorts, ein Choreograph für Shows und bei der Eröffnung von Hotel Cheyenne.
Und ich war seit 1992, seit wir den Park eröffnet haben, Teil des Projektes. Ich arbeitete ab 1992 für die Show „C’est Magique“ in der Festival Stage im Fantasyland.
1989 – lange ist es her!
Es werden nächstes Jahr also schon 25 Jahre.“
Torsten: „Also bekommen Sie im nächstes Jahr ein besonderes Badge für die lange Zeit als Cast Member..“
Christophe: „Eine Krone. Eine spezielle Krone, das wäre was.

Die Christmas Cavalcade für 2013

Torsten: „Sie haben also schon langjährige Erfahrung darin, Entertainment im Disneyland Paris zu erschaffen. Aber jedes neue Projekt ist sicher eine neue Herausforderung. Was waren denn die besonderen Herausforderungen für die Christmas Cavalcade in diesem Jahr?.“
Christophe: „Es ist immer eine Herausforderung. Wir haben die Christmas Cavalcade bereits im letzten Jahr gemacht. Wir wollten damals etwas Besonders für die Weihnachtssaison haben und ich hatte die Idee, eine Parade zu machen. Meinen Managern gefiel diese Idee – und zunächst wollten wir eine Cavalcade vor der Parade machen.
Wir haben angefangen mit bereits existierenden Wagen und mit Ideen für zwei neue Wagen.
So sah das im letzten Jahr aus.
Mit der Erfahrung des letzten Jahres, haben wir uns dieses Jahr gesagt, dass wir die Cavalcade verbessern müssen, sie zu etwas besonders Magischem machen wollen. Die Herausforderung war es vor allem, die Story und damit die Reihenfolge der Cavalcade neu zu durchdenken und der Cavalcade eine bessere Geschichte zu geben.
Außerdem haben wir die Wagen überarbeitet, den Ablauf der Show, die Kostüme und Vieles neu erdacht. Die Musik wurde auch überarbeitet. Alles in allem kann man sagen, dass wir dieses Jahr ein wirklich neues Projekt mit der Cavalcade erarbeitet haben.
Auch wenn wir dieselben Wagen wie im vergangenen Jahr genutzt haben, ist es doch in diesem Jahr ein brandneues Projekt, weil wir alles überarbeitet haben.
Und wir werden die Cavalcade weiter entwickeln! Im nächstes Jahr möchten wir sie noch größer machen. Wir wollen mehr Darsteller auf den Wagen haben und mehr Tänzer und wir planen auch einen komplett neuen Wagen für das kommende Jahr – es ist also wieder eine Herausforderung. Es ist eine Herausforderung, jedes Jahr den Flow der Show neu zu überdenken.“

Die Entwicklung einer Parade

Torsten: „Können Sie uns etwas über den Workflow erzählen, mit dem die Cavalcade entwickelt wurde? Wer kam auf die Ideen für die Wagen? Wer baute die Wagen? .“
Christophe: „Wir machten zunächst ein Brainstorming, daran beteiligt waren neben mir ein Designer für die Wagen und für den Schmuck, ein Kostümbildner und der musikalische Leiter.
Wir haben dann zunächst über die Überarbeitung der Wagen gesprochen und dazu einige sehr schnelle Skizzen zu Papier gebracht. Einfach, um die richtige Idee für dieses Jahr zu finden.
Danach, das ist schon fast ein Jahr her, haben wir alles in eine Reihenfolge gebracht – aber ungefähr einen Monat später wurde mir klar, dass wir ein Problem mit dem Erzählfluss der Show hatten. Ich habe mich dann mit meinem Manager getroffen und zu ihm gesagt, dass die Reihenfolge, die wir geplant haben einfach nicht gut war – es war meiner Meinung nach einfach nicht stimmig.
Das musste ich natürlich begründen. Und ich habe ihm gesagt, dass ich das könne.
Und ich habe ihm ein paar Ideen von mir erzählt, was wir hier und da ändern könnten und wo neue Kostüme besser passen würden und so weiter, und dann sagte er „hey, das ist gut“ und ich bekam die Zustimmung, die Cavalcade entsprechend umzuplanen – und von diesem Zeitpunkt an haben wir weitestgehend an der heutigen Version gearbeitet, weil wir gemerkt haben, dass es jetzt stimmig war und wir auf einem guten Weg waren.
Aber das mache ich natürlich nicht alleine, auch wenn es vielleicht meine Ideen waren. In allererster Linie arbeite ich mit einer „Drehbuch“-Autorin für die Show zusammen, sie heißt Alica, und ich sage ihr dann, was ich gerne hätte, eigentlich nur Stichpunkte. Sie sorgt dafür, dass die Cavalcade den richtigen Erzählfluss bekommt, genau so wie wir ihn wollen. Sie schreibt die Geschichte nieder, die wir erzählen wollen.“
Torsten: „Das bringt mich wieder darauf, dass viele Disney Fans sehr daran interessiert sind, was geplant, aber nicht realisiert wurde – können Sie verraten, wie die erste Idee war, die Sie dann als „nicht richtig“ empfunden haben?.“
Christophe: „Eine der Sachen war, dass Santa Claus am Anfang der Cavalcade auftreten sollte – wie im letzten Jahr.
Aber dieses Jahr haben wir einen der Wagen unter dem Motto „Deck the Halls“, dabei geht es um das Schmücken, die Dekoration, das Bestücken des Gabentisches.
Das musste einfach am Anfang stehen, weil man das vor der Feier macht und Santa musste das Finale, der Höhepunkt des Weihnachtsfestes sein.“

Die Storyline der Cavalcade

Torsten: „Können Sie uns etwas mehr über die Storyline dieses Jahr erzählen?“
Christophe: „Wir leiten die Cavalcade damit ein, dass Goofy mit den Spielzeugsoldaten hereinmarschiert, in einem Marsch – manchmal büxt ein Spielzeug auf dem Weg zum Gabentisch aus und macht verrückte Sachen und Goofy hat viel damit zu tun, alle wieder in Reih und Glied zu bringen. Dann kommt die Weihnachtsfeier mit Mickey und Minnie, die den Weihnachtbaum dekoriert haben und am Ende des Wagens haben wir eine kleine Überraschung, denn da ist Tinkerbell, die dem Baum den letzten Schliff gibt und den Stern an der Spitze des Baumes platziert.
Aber ich muss zugeben, das war eine Entscheidung in letzter Minute. Die Idee kam mir erst eine Woche vor dem offiziellen Start der Weihnachtssaison. Wir mussten also kurzfristig nochmal etwas daran ändern.
Eigentlich sollte Donald in dem Korb sitzen und dort ein paar Späßchen machen. Aber ich war nicht mehr glücklich mit diesem Teil der Story!
Irgendwie passte Donald da nicht hin. Ich konnte mir Donald einfach besser vorne stellen, wo er für Stimmung sorgt und laut auf einer Trommel herumschlägt, für Spaß und auch etwas Durcheinander sorgt, wie Donald eben ist. Deshalb musste 5 Tage vor der ersten offiziellen Cavalcade noch der Wagen etwas umgebaut und die Trommel vorne eingebaut werden.
Aber dadurch hatten wir den leeren Platz im Korb auf der Rückseite des Weihnachtsbaumes. Und da kam mir dann die Idee mit Tinkerbell, die einfach perfekt dahin passt, um den Weihnachtsstern zu platzieren.

Dann geht die Geschichte weiter. Wir haben dann Chip und Dale, die versuchen, an die Süßigkeiten zu kommen, mit denen der Baum geschmückt ist und auch den Lebkuchen-Mann jagen.
Und dann kommt noch mehr Spielzeug. Man sieht die Elfen, die das ganze Jahr daran gearbeitet haben, das Spielzeug am Nordpol herzustellen. Und das Spielzeug kommt dann in Form des Toy Story Wagens und den Tänzern und Kostümen. Das alles wird von den Elfen präsentiert. Am Schluss wird es dann von Santa zu den Kindern gebracht, die von Tick, Trick und Track symbolisiert werden und sich über die ganzen Geschenke freuen und schon anfangen sie auszupacken.“

Schon in wenigen Tagen folgt Teil 2 des spannenden Interviews, in dem es unter anderem um die beeindruckende Größe der diesjährigen Cavalcade und Santa Claus Village, aber auch um Christophes erstes großes Projekt als Show Director, die „ImagiNations“-Parade zum Millenium, geht.

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 04. Dezember 2013 um 15:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Cast Member Interviews, Events, Imagineering & Architektur, Parade, Shows abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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